Montag, 22. März 2010

9. Tag - 22.03.2010

Ja, es gibt auch heute wieder etwas zu berichten.
Um 07:30 Uhr hatten wir uns den Wecker gestellt und sind bei wunderschönem Wetter auch gern aufgestanden, denn wir hatten ja Pläne für den heutigen Tag.
Also waren wir auch um 08:45 Uhr in Hegnet - und schon beim ersten Blick auf die Terrasse in der Arvidvej sahen wir einen der Tiger auf dem Gartentisch sitzen.

Wunderbar, dachte ich, das ist unser Tigerchen.
Beim Näherkommen war aber gut zu erkennen, dass es sich nicht um das von uns "Suse" genannte Mädchen handelte, sondern um Jannik.

Na gut, also eine Dose Feuchtfutter auf und Jannik schmatzte zufrieden.
Und nachdem er gefressen hatte, ging er seiner Wege. Also bis dahin alles planmäßig.
Dann wurde die Falle bestückt, denn jetzt könnte ja eines der Mädchen kommen.
Thomas setzte sich ins Auto, ich blieb auf der Terrasse, um im Notfall einschreiten zu können.
Und wirklich: ein paar Minuten später erschien wieder Jannik und wollte frech das Futter in der Falle fressen. Also ging ich dazwischen und jagte ihn davon, denn für einen Kater hatten wir heute keine Zeit.

Dann wieder ruhig hinsetzen und warten.
Und dann kam eines der anderen Tiger, nicht Einar und auch nicht mehr Jannik, nein, das kleine bräunliche.
Es schnupperte dort, wo sonst immer die Futterschüsseln stehen. Dann lief es um die Falle herum, wollte schon mit der Tatze hinein - Herzklopfen bei mir...
Dann huschte es von der Terrasse und lief davon.

Also weiter warten...
Und langsam wurde es kalt in dem starken Wind.
Aber dann erschien doch Suse, das andere Mädchen (oder doch zumindest eine Katze, die wir für weiblich hielten).
Leider haben es uns die Tiger (bis auf Jannik) alle bisher nicht erlaubt, mit einem Blick unter den Schwanz das Geschlecht definitiv zu klären.

Suse fraß also zuerst das Futter vor der Falle, dann die erste Portion darin und schließlich auch die auf den Auslöser gelegten Brocken.

Aber die Pfötchen behielt sie immer brav vor demselben.
Mein Herz klopfte bis zum Hals!
Am liebsten hätte ich ihr einen kleinen Schubs gegeben.
Dann sah sie mich an und wollte sich umdrehen um wieder aus der Falle zu gehen. In diesem Moment trat sie auf den Auslöser - klapp!
Schnell die Falle zum Auto und ab in die Tierklinik.
Auch Suse gefiel das Eingesperrtsein natürlich überhaupt nicht.

Beim Abgeben sagte man uns, dass wir leider kein zweites Tier bringen dürften heute, sie hätten zu viel zu tun.
Also fuhren wir zurück und fütterten die verbliebenen Tiger - auch das kleine braune Tigerchen kam noch einmal vorbei und fraß nun gut 200 Gramm.
Auch Fenja sahen wir in weiter Entfernung; aber sie will wohl mit Menschen nichts mehr zu tun haben.
Aber das ist jetzt auch ganz O.K. so.

Am Nachmittag holten wir unsre Suse in Nörre Nebel ab.
Alles war gut verlaufen, erst ein Jahr ist sie alt, wiegt 2,8 kg.
Sie war noch ziemlich benommen.
In der vorbereiteten Sauna wollte sie auf die Holzbank springen, stürzte aber rückwärts wieder ab.
Sie scheint viel scheuer, als Fenja es war.
Mal sehen, wie es in den zwei Tagen wird mit ihr...
Hoffentlich frisst sie.

Am Abend fuhr ich dann mit dem Fahrrad nochmal nach Hegnet: alle leeren Schüssel wurden gefüllt, zu Gesicht bekam ich niemand.

Danach noch eine Runde durch unsere Siedlung: Alle Straßen langsam abgefahren, keine Katze - nur vier Hasen - gesehen.
Gibt es außer bei Per wirklich keine Katzen mehr hier!?

Für morgen ist die letzte Einfang-Aktion für dieses Jahr geplant.
Also wieder um 07:30 Uhr aufstehen und auf Erfolg hoffen!
Daumen drücken, bitte.

Anke

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