Posts mit dem Label Sönderho werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sönderho werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 1. März 2019

Nach 101 Kastrationen vorerst letzter Aufenthalt auf Fanö

Weitere Fänge gelangen uns im November auch wieder in der Nähe des Vestertofts, also in geringer Entfernung zum Haus des deutschen Paares, das sich den vorgeschlagenen und aufgrund der Masse an Katzen dringend notwendigen Kastrationen verweigert.
Leider schauen die Herrschaften wohl auch nicht so genau hin, wie es den Tieren geht.
Die Sorge um die kleinen Katzen wird zwar mit Schildern "öffentlich präsentiert", tatsächlich wird aber nicht nur die Vermehrung eben nicht unterbunden, so dass die Anzahl der Katzen nicht mehr überschaubar ist - auch Verletzungen und Erkrankungen bleiben offenbar zum allergrößten Teil unbehandelt.

Einer der gefangenen langhaarigen Kater, den ich bereits zuvor auf dem Grundstück gesehen und der eine Fellpflege dringend nötig hatte, stank bereits nach dem Fang in seinem Umsetzkäfig.
Als er dann in Narkose lag, entdeckten wir, dass die Haare zwischen den Pfotenballen völlig verklebt waren - leider auch mit Kot.
Eine Reinigung der Pfotenballen ergab dann dieses traurige Bild:


Der Kater musste große Schmerzen haben, von allein abheilen würde dies keinesfalls (vielleicht war es sogar eine tumoröse Veränderung). Aber er war kein zutrauliches Tier.
So entschlossen wir uns ihn aus der Narkose nicht mehr aufwachen zu lassen.

Ebenso, wie ein weiteres Katzenmädchen, das einen nicht gut verheilten Beckenbruch hatte und deshalb nicht nur stark humpelte, sondern sich ganz offenbar auch nicht mehr putzen konnte, da es um Hinterläufe und Schwanz verschmutzt und verklebt war. Zudem war kaum mehr Muskelmasse vorhanden.



Auch diese arme Fellnase wurde erlöst und beerdigt.

Nur zwei Tage vor unserer Abreise, also "auf den letzten Drücker" bekamen Elly und ich noch eine Bitte um Hilfe von einem Dänen, der einige Katzen füttert, sich aber Kastrationen - obwohl er sie gern machen lassen würde - nicht leisten kann.
So waren Elly und ich am Abend zur Fütterzeit dort.
Der freundliche Katzenfütterer wollte einen der Kater, der sich eigentlich anfassen ließ, gerne in die Box setzen. Dies bezahlte er mit tiefen, stark blutenden, Wunden an beiden Händen, so dass ich ihm dringend zu einem Arztbesuch riet...
Also setzten Elly und ich die Aktion auf unsere Art fort.
Die erste Falle war keine zwei Minuten scharf und es machte "Klapp". Der zweite und dritte Fang dauerte ebenfalls nicht länger als zehn Minuten.
Danach wurde es etwas schwieriger. Dennoch waren sechs Tiere innerhalb einer guten Stunde gefangen.
Wir stellten die Katzen zu Brigitta, der Tierärztin:



und fuhren in unser Ferienhaus zurück.
Die übrigen Katzen fingen wir zur Fütterzeit am nächsten Morgen, so dass unsere Kastrations-Ausbeute schließlich an nur einem Hof all diese Tiere waren:

Nur 2 Kater bei diesen 9 Tieren - wieviel Nachwuchs allein durch diese Kastrationen verhindert wurde...

Der bislang letzte Aufenthalt auf der Insel war nun im letzten Januar.

Auch hier gelangen noch ein paar neue Fänge, so auch Judy, die der bereits kastrierten July (vor allem im Dunkeln) so ähnlich sieht, dass Cassandra und ich sie beinahe wieder aus der Falle gelassen hätten.
Erst der zweite Blick ließ uns den Mikrochip checken und wir stellten fest, dass keiner vorhanden war.

links die bereits kastrierte July, rechts die neu gefangene Judy

Ein weiterer neuer Fang war ein junges Siam-Mix-Mädchen - einmal mehr in der Nähe des Vestertofts...
Die Kleine hatte - offenbar aufgrund einer Verletzung - ein schlimmes Auge, das eigentlich dringend behandlungsbedürftig war:

die kleine Sia

Nachdem die Kastration erfolgt war und ich Kontakt zu Bianca aufgenommen hatte, entschloss sich diese sofort das Katzenmädchen aufzunehmen.
Zum Glück war die Kleine so zutraulich, dass sie die notwendige Behandlung über sich ergehen ließ. Sie lässt sich streicheln und schnurrt, obwohl sie bei jedem Anfassen sich erst neu überwinden muss. So kann ihr nun geholfen werden.
Schlimm ist aber, dass es dem "Katzenhalter" im Vestertoft, auf dessen Grundstück sie zuvor bereits gesehen wurde (ich sie aber entsprechend seines Verbotes nicht gefangen habe!), zuvor egal war!!
Für ihn ist das ja alles Natur. Eine Schande und ein Grund, warum ich die Insel vorerst nicht mehr besuchen werde. Denn es tut weh diese Ignoranz zu erleben und kaum etwas dagegen tun zu können.

Ein bisschen glücklich machte mich dann ein Kater wie Robby, der unter schlimmem Katzenschnupfen litt, aber mit der Gabe eines Langzeit-Antibiotikums im Rahmen seiner Kastration im März 2018 bei seinem erneuten Fang im November 2018 dann wirklich gut aussah und auch wieder ohne hörbares Rasseln atmete:

Robby (oben im März 2018, unten im November)

Dann gab es noch eine Kastration einer in Sönderho von netten Menschen gefütterten Katze, die es Brigitta aufgrund der im Bauchraum befindlichen Veränderungen nicht ganz leicht machte. Wir konnten nicht sicher sein, ob sie die Operation überstehen würde, aber sie hatte es uns irgendwie besonders angetan:

Gitta (eine echte Kämpferin) bei ihrer Freilassung nach der Kastration

Und die Fütterer berichteten mir später, dass es Gitta gut geht und dass sie sich nun nach der Kastration sogar anfassen lässt. Wie wunderbar!

Und zum Abschied noch das Wiedersehen mit bereits kastrierten Tieren (hier nur eine kleine Auswahl):
Otto, die einäugige Inge, der einäugige Ulrich, Aki (links), Viggo, Pietro, Simon (rechts)

Einige davon aufgrund Hungers ein erneutes Mal in der Falle, andere irgendwo auf Fanö.
Die zahlreichen Wildkamera-Fotos habe ich jetzt mal weggelassen...

Nach insgesamt 101 Kastrationen und 5 aufgrund Krankheit oder Verletzung eingeschläferten Tieren seit November 2017 ist nun erst einmal Schluss auf der Insel Fanö.
Nur die Futterstellen werden selbstverständlich weiter betrieben.


Und sollte sich bei dem deutschen Paar im Vestertoft eine Verhaltensänderung einstellen, würde ich selbstverständlich sofort eine Sonderwoche auf Fanö einlegen um die Tiere bei ihnen zu fangen, kastrieren und medizinisch versorgen zu lassen!


Anke

Freitag, 22. Februar 2019

Fanö im November 2018

Nach der Woche Römö und Ballum war Umziehen angesagt. Ich verließ die Insel Römö an einem kalten, aber sehr sonnigen Morgen.
Und beim Abgeben des Ferienhaus-Schlüssels sah ich sogar zwei meiner 2016 kastrierten Miezen am Reiterhof:

Max und Molly

Alles einpacken, Elly in Niebüll abholen und weiter auf die Insel Fanö, einem inzwischen sehr vertrauten "Revier".
Auch das Ferienhaus war dasselbe wie bei den letzten Aufenthalten, so dass Fallen, Käfige und Technik bereits ihren festen Platz hatten.
Wir ließen es langsam angehen an diesem Abend und am folgenden Morgen stand noch ein gemütliches Frühstück auf dem Programm.

Danach gingen wir daran, Wildkameras aufzustellen, aber gleichzeitig auch Fallen scharf zu machen an Örtlichkeiten, die uns als Futterstellen bekannt waren.
Leider geschah den Tag und die Nacht über nichts. Zwar weckten uns die Kontrollfotos der Funkkamera, aber es ging, trotz dreier (!) scharfer Fallen, keine Katze hinein.
Allerdings war auch nicht wirklich "Katzenwetter".

Bei Auswertung der Wildcam-Fotos von der bereits im Vorfeld von Cassandra aufgestellten Kamera an dem neuen Futterhaus in Sönderho war die Freude groß, alle im Oktober kastrierten Katzen wiederzusehen - und einen eher ungewöhnlichen Futtergast (inzwischen ist der Eingang übrigens deutlich verkleinert worden):



Auch eine neue Katze kam regelmäßig:

Lola fingen Elly und ich ein paar Tage später ebenfalls zur Kastration

An einem Hof in Rindby, an dem ich im Oktober zu fangen begonnen hatte, wurden wir mit zwei weiteren neuen Miezen (Kater und Katze) belohnt und im Rahmen der Fangaktion gelang ein eher ungewöhnliches Foto mit der Funkkamera:


Da schaut offenbar jemand, wie es der gefangenen "Schwester" geht.

Wie sinnvoll feste Futterstellen auch für die Überwachung der Population und den Fang neu zugewanderter Tiere sind, zeigte sich im Ferienhausgebiet Rindby: dort kam ein junges Katzenmädchen neu auf die inzwischen große Kastrationsliste der Insel:

Pebbles
Wichtig ist die Dokumentation der Fellzeichnung, um die Tiere später auch mit wenigen Fotos der Wildcam identifizieren zu können.
Schließlich positionieren sich die Katzen zumeist nicht vor der Kamera, sondern huschen eher vorbei und man sieht mal eine rechte oder linke Seite oder einen Hinterlauf.


Einen Tag hatten Elly und ich dann die Idee einen Tagesablauf zeitlich zu protokollieren, denn irgendwie fragt man sich jedes Mal, wo die Stunden nur geblieben sind.
Hier also ein Auszug:

08:30 Uhr: notwendige (Fang-)Ausrüstung für den Tag packen
08:55 Uhr: kastrierte Tiere ins Auto
09:15 Uhr: ein kastrierter Kater bei .... freigelassen
09:25 Uhr: zweiter Kater bei ... freigelassen
09:35 Uhr: Falle bei ... scharf
09:50 Uhr: ungenutzte Futterstelle ...vej abgebaut
10:00 Uhr: Aufklärung in einem neuen Eck im südlichen Rindby
10:10 Uhr: Abbruch, da Foto von Funkkamera: Katze in Falle
10:20 Uhr: Katze ins Ferienhaus gebracht
10:25 Uhr: weitere Aufklärungsarbeit
10:50 Uhr: Anruf aus Bjerregard: Katzenmutter mit Jungen > kurze Überlegung, was getan werden kann
11:15 Uhr: Freilassung kastrierter Katze in Sönderho
11:30 Uhr: Aufstellen weiterer Falle auf Campingplatz
11:55-12:20 Uhr: SD-Karten Wildkameras getauscht
12:30 Uhr: gefangene Katze zum Tierarzt
13:15-13:45 Uhr: kurze Kaffee-/Toilettenpause
14:00 Uhr: Falle wieder scharf machen, die wegen "pfotelndem" Kater ohne Fang zu
14:10 Uhr: Fortsetzung Aufklärung
14:39 Uhr: Funkkamera-Foto: Katze in der kurz zuvor scharf gemachten Falle gefangen
15:00 Uhr: Katze zum Tierarzt
15:45 Uhr: mit kastrierter Katze ins Ferienhaus
16:00 Uhr: neuer Fang in Falle, Kater geholt und zum Tierarzt
16:20 Uhr: Falle auf Campingplatz wieder scharf machen, da durch Wind geschlossen
usw.....
22:20 Uhr: Abschluss des Tages 

Anke

Samstag, 10. November 2018

Oktober auf Fanö - Teil 2

Wie ging es eigentlich weiter auf Fanö nach einem relativ guten Start, über den ich hier berichtet habe?

Es gab da ja noch das kleinste Kätzchen der bereits gefangenen kleinen Familie in Sönderho.
Zum Glück ging es mir wirklich nach zwei Tagen in die Falle. Aber schockiert war ich über den Zustand des kleinen Kerls.
Er war völlig abgemagert und die Geräusche, die er beim Atmen von sich gab, ließen nichts Gutes erahnen.
Zusammen mit seinen Geschwistern durfte ich ihn zu Bianca bringen, da die Katzen noch jung genug erschienen Vertrauen zum Menschen zu fassen, daher hoffentlich irgendwann vermittelbar sind und ein gutes und sicheres Zuhause finden.

Leider nämlich ist es auch im Süden der Insel nicht anders, als in den übrigen Bereichen von Fanö:
Katzen werden gefangen und dann getötet, da es "zu viele" gibt...
Auch auf die kastrierten und markierten Tieren wird da leider keine Rücksicht genommen.

Gerne wollte ich dennoch mein Augenmerk wieder auf die "echten" Sommerhauskatzen legen und war deswegen mit Cassandra an den Ferienhäusern Sönderhos und Rindbys unterwegs.
Wenn Spuren von Katzen zu entdecken waren, stellte ich eine Falle auf - wie auch an einer meiner Futterstellen, da auch dort neue unkastrierte Tiere hinzugekommen waren.

Und was soll ich sagen, es lief gut:
Sönderho brachte mir zwei weitere Fänge, einen Kater und eine Katze.

Jonna und Tammo

Auch an einem Futterhaus fingen Cassandra und ich - zehn Minuten nachdem die Falle scharf war und wir gerade wieder am Ferienhaus angekommen waren - einen bislang unkastrierten Kater:

Matteo

Und schließlich nahm ich mir sogar die Zeit mal wieder ein bisschen durch die Ferienhausgebiete zu laufen und nach Spuren zu suchen.
Lang schon hatte ich das nicht mehr getan, weil es immer noch irgendwo bereits einen konkreten Hinweis gab (wie z.B. die beiden Höfe, die ich im Januar und März abgearbeitet hatte) oder einfach zwischen dem Säubern der Ausrüstung und Auswerten der Bilder kein Raum blieb.

Dabei hat mit dieser "Spurensuche" das Katzenprojekt seinen Anfang genommen.
Aufgerissene Müllsäcke, Katzenpfoten im Sand oder hinterlassene Pfotenabdrücke auf den Holzterrassen, herumstehende Schalen, in denen sich das eine oder andere Katzenhaar fand...
Eine Zeit, in der wir noch ohne Wildkamera arbeiteten, vier kastrierte Katzen in 14 Tagen ein Erfolg waren und der Aufenthalt in Dänemark noch Entspannung (wenn auch der etwas anderen Art) war.

Jedenfalls konnte ich dank einiger festgestellter Spuren und im Anschluss aufgestellter Fallen zwei weitere Katzendamen fangen und kastrieren lassen und....

.... es gab noch weitere Hinweise, denen es sich bei meinem nächsten Besuch auf Fanö nachzugehen lohnt!

Einen traurigen Abschluss nahm mein Aufenthalt in dieser Woche aber leider dennoch:
Trotz Biancas Bemühen gab es für den kleinen Kasper kein Happy End.
Als ich am letzten Nachmittag gerade sämtliche Körbe und Fallen putzte, bekam ich einen Anruf.
Die Lungenentzündung bei dem kleinen Kater war bereits so weit fortgeschritten und sein Körper so geschwächt, dass es keine Heilung mehr für ihn gab. Einzig tröstlich waren die Bilder, die Bianca schickte: Kasper durfte in seinen letzten Tagen Wärme und Zuneigung spüren, die er annahm und offenbar genoss.

Anke

Dienstag, 23. Oktober 2018

Oktober auf Fanö - Teil 1

Relativ kurzfristig habe ich mich zu einem Aufenthalt auf Fanö jetzt im Oktober entschieden.
Der Schwerpunkt soll dieses Mal auf dem Ort Sönderho liegen.
Denn es soll dort verwilderte und unkastrierte Katzen in der Ortsmitte geben, Streuner auf dem Campingplatz und natürlich auch im eigentlichen Ferienhausgebiet.

Angekommen war ich am Samstag bei sonnigem Wetter und es war noch so warm, dass ich keine Jacke brauchte beim Ausräumen des Autos.

Gestern Abend dann waren nach der Aufklärung über Tag, bei der wir diese beiden unkastrierten und hungrigen Katzen sahen,


die ersten Fänge geplant.

Und tatsächlich konnten wir im Ferienhausgebiet, wo an einem Haus eine Katzenmutter mit vier Jungtieren (allerdings wohl schon im späten Frühling oder frühen Sommer geboren) gefüttert wird, relativ schnell die ersten beiden Katzen fangen: Es waren zwei der Jungen.
Nachdem wir uns entfernt hatten, dauerte es nicht lange und die Funkkamera lieferte mir dieses Foto:

die Katzenmutter in der Falle

Auch sie wurde natürlich rasch von mir abgeholt und sicher untergebracht.

Leider nur konnten wir die beiden anderen Jungtiere nicht mehr fangen, und auch heute über Tag blieb das Kleinste der Geschwister in sicherer Entfernung. Es hat die Fänge gestern miterlebt und wagt sich vermutlich deshalb nicht mehr hinein...

der kleine Kerl wirkt verloren ohne seine Familie
So haben wir uns heute Abend entschlossen, die Falle unscharf zu machen und Futter daneben zu stellen, damit er überhaupt wieder etwas zu fressen bekommt.

An anderer Stelle hatten wir mehr Glück.
Von einem der Campinglätze in Sönderho war uns ebenfalls eine Katzenmutter gemeldet worden - diese allerdings mit deutlich jüngeren Kleinen, zwei an der Zahl.

Bereits gestern Abend konnten wir die Mutter und eines der Jungen bei unserer Aufklärungsarbeit entdecken und füttern.
Heute am Nachmittag war es dann soweit:
Da wir sie bei unserem Erscheinen auf dem Campingplatz alle sahen, wurde schnell die Falle geholt und aufgestellt.
Und es dauerte nicht lange, da war das erste Kitten in der Falle:


Auch die Mutter und das Geschwisterchen ließen sich durch das Futter locken und konnten eingefangen werden:

die Mutter und ihre beiden Kleinen in Sicherheit

Da sie auf dem Campingplatz (auch kastriert) jedoch unerwünscht sind, werde ich sie morgen zu Bianca bringen, die sie, sollten sie noch zutraulich zu machen sein, zu vermitteln versuchen wird.
Die Mutter ließ ich noch am Nachmittag kastrieren, die beiden Kleinen haben auch in Gefangenschaft einen gesunden Appetit, was ein gutes Zeichen ist.

Und nachdem wir auch in der Ortsmitte erfolgreich waren und einen besonders "chilligen" Kater fangen konnten,

Ist eine Katze so entspannt, hat man als Mensch auch beim Fangen kein schlechtes Gewissen...;-)

war der erste Tag mit sechs Kastrationen und zwei Fängen zur Vermittlung relativ erfolgreich - wobei morgen sicher gar nichts geht, da der Tag extrem stürmisch und regenreich werden soll. Leider.

Meine Gedanken werden jedoch heute Nacht bei dem kleinen Kerl sein, der hoffentlich ein trockenes und sturmgeschütztes Plätzchen für sich gefunden hat.

Anke

Freitag, 19. Oktober 2018

Das Netzwerk funktioniert phantastisch...

Nicht nur, wenn ich in Dänemark bin, werden im Rahmen meines Projektes Sommerhauskatzen kastriert...;-)
Diese tolle Erfahrung habe ich in den vergangenen drei Monaten zweimal machen dürfen und freue mich sehr darüber.

Im Juli wollte Cassandra, meine große Helferin auf Fanö, eigentlich eine Katze an einer der Futterstellen fangen, da aufgrund erheblichen Augenausflusses ein Tierarztbesuch sinnvoll erschien.

Oft genug bei mir zugesehen und selbst schon mehrfach Fallen scharf gemacht, bereitete Cassandra also alles vor - und es dauerte auch gar nicht lange und sie hatte eine Katze gefangen.
Es war auch nicht eine derjenigen, die immer wieder hineinlaufen. Aber es war auch nicht das gewünschte Tier.
Es war ein zierliches schwarzes mit weißen Abzeichen.

July kurz vor ihrer Kastration

Gut, nicht tätowiert und nicht gechipt wurde es also zu Brigitta, der Tierärztin, gebracht.
Und tatsächlich: Ein Mädchen, offenbar säugend, denn die Zitzen waren freigeleckt und augenscheinlich gerade "in Benutzung".
Sie wurde kastriert und zeitnah wieder freigelassen, damit sie sich um ihren Nachwuchs kümmern konnte, den sie übrigens auch ein paar Wochen später mit zur Futterstelle brachte.

Und dann erhielt ich noch ein Mitteilung aus der südlichsten Ortschaft Fanös, aus Sönderho. Dort hatte eine Katzenmutter schon ihre Jungen mitgebracht zur Futterstelle und war sogar bereits relativ zutraulich.
Das Einpacken gelang Cassandra daher entspannt (obwohl sie selbst sehr aufgeregt war) - und einen Tag nach der Kastration war es dann schön die Familie wieder gemeinsam zu sehen.

Augusta mit drei ihrer insgesamt fünf Jungen

Besonders freut mich auch, dass inzwischen drei der fünf Kleinen auf der Insel ein neues festes Zuhause gefunden haben, in dem sie versorgt und später auch kastriert werden.

Ganz herzlich bedanken möchte ich mich an dieser Stelle auch bei Bianca.
Denn sie ist nicht nur für mich da, wenn es kleine Kätzchen aufzunehmen gilt, die entweder ohne Mutter oder krank aufgefunden und mir gemeldet werden.
Dieses Mal hat sie mich mit einer wirklich grooooooooßen Spende Trockenfutter unterstützt, da sie selbst eine noch größere Menge für verwilderte Katzen erhielt und ich davon eine ganze Kofferraumladung bekommen habe.



Von Yvonne, einer Freundin hier in Deutschland, habe ich vor kurzem etliche Bettlaken und Handtücher erhalten, die sie bzw. ihre Oma ausrangiert haben.
Eigentlich noch viel zu gut erhalten, habe ich mich sehr gefreut, da sie gerade die richtige Größe zum Abdecken der Fallen haben.

Nicht vergessen will ich auch, den Menschen "Danke" zu sagen, die mir wieder Geld gespendet haben für die Kastrationen, so dass ich dieses Jahr sicher noch alle meine Fänge während der geplanten Aufenthalte durch die Spenden abdecken kann.

Ich bin wirklich froh, dass ich so viele Helfer und Unterstützer habe.

Anke