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Sonntag, 6. Februar 2022

Juli 2021 - Teil 2

Corona-bedingt war ich auch im vergangenen Jahr nicht zu meinen "gewöhnlichen Zeiten" in Dänemark, sondern in der Hochsaison im Juli - über den Teil 1 meines Aufenthaltes hatte ich ja bereits vor ein paar Monaten berichtet.

Neue Fang-Orte zu beginnen, wenn so viele Urlauber in den Ferienhausgebieten sind, macht kaum Sinn, da die Katzen oft gefüttert werden und meine Futterstellen nicht annehmen müssen.

Daher wollte ich bei wunderbarem Wetter und angenehmen Temperaturen ein paar alte Stellen aufsuchen, alte Bekannte wiedertreffen, vielleicht noch ein neues, unkastriertes Tier an einer Futterstelle fangen oder, wie eben auch dieses Mal, auf Hinweis an einer bestimmten Stelle mein Glück versuchen.

So berichtete mir Bianca, dass am Hafen von Ringköbing ein paar Katzen seien, die im Bereich der Fischerhütten teilweise auch gefüttert würden, aber, wie so oft, eigentlich gar nicht erwünscht seien, weswegen ein fester Futterplatz nicht eingerichtet werden dürfe.

So entschloss ich mich ohne irgendwelche Vorbereitung oder Aufklärung einen Abend dort zu verbringen.

Bei zu Beginn angenehmen Temperaturen sah ich bereits ein paar Katzen, welche aber nur um die Hütten liefen, ohne Interesse für mein Futter zu zeigen. Und dann ließ sich sogar das Katzenmädchen sehen, von dem Bianca erzählt hatte.


Aber wie befürchtet, war sie nicht hungrig genug, um mehr als nur ein paar Schritte in die Falle zu gehen, was für eine Auslösung nicht reichte.

Zum Glück gelangen mir dann aber wenigstens noch diese beiden Fänge:

und ein weiterer, offenbar schon älterer, Kater (ein Tiger mit weiß, ein Auge schon leicht eingetrübt).

Trotz Wartens bis tief in die Nacht und einem erneuten Versuch in den ganz frühen Morgenstunden - auch unter Einsatz der Drop Trap - das Mädchen blieb leider fern...

Da ich die Drop Trap aber nun schon einmal dabei hatte, nahm ich auch die Fahrt bis Vejlby Klit auf mich, denn dort war an einer meiner Futterstellen ein mit Falle definitiv nicht fangbarer Kater - Elly und ich hatten ihn in der Vergangenheit bereits auf der Wildcam gesehen, wie er sie nur misstrauisch beäugte.

Mit einem leckeren Essenspaket von Sabine und Nicole begab ich mich also Richtung Norden. An der Futterstelle traf ich auf Curt und Anna - und ihren Sohn. Endlich war es dadurch möglich, auf englisch über die Katzen zu sprechen, Fotos anzuschauen und zu vergleichen. Und siehe da, es stellte sich heraus, dass nicht nur viele der dort am Haus gefangenen Tiere regelmäßig kommen, sondern auch Kater Misel, Katze Saba und Kater Morten.

Alle diese hatten durch Verkauf eines Hauses einer Dänin ihre feste Futterstelle verloren und ich konnte bislang nur hoffen, dass sie die 200 Meter Luftlinie in die richtige Richtung laufen und bei Curt ankommen würden. Offenbar hatte es geklappt!

Auch während ich dort saß, ließen sich ein paar bekannte Miezen sehen:

Nika und Niko, kastriert 12/2019

und schließlich konnte ich auch den Kampfkater Charly erwischen!


Da Nr Lyngvig auf dem Weg lag, hielt ich auch dort kurz an - und der Fischer berichtete, dass alle drei im September 2017 kastrierten Katzen noch dort seien und selbstverständlich auch regelmäßig gefüttert würden. Sogar ein Haus für den Winter hatte man den Katzen gebaut.

In Bork Havn war es Hanna (kastriert 2016), die ich wiedersehen durfte, in Hemmet Strand dann sogar Portos, Ormi (beide 2015 kastriert) und Attila "live", und auch Vicky komme noch zu dem dänischen Ehepaar.

Und in Bjerregard fragte ich selbstverständlich im Sigfred-Jensens-Vej nach Jule. Ja, sie lebe noch, aber sie sei sehr alt geworden und man wisse nicht, ob sie den Herbst und Winter überstehen werde. Das machte mich traurig, aber Jule, die als erste dänische Sommerhauskatze von uns 2007 gefangen und kastriert wurde, war nun auch schon mindestens 15 Jahre alt. Ein stolzes Alter für eine Sommerhauskatze.

Dafür begegneten mir auf dem Grundstück die beiden kastrierten Katzenmädchen Arianna und Alessa. Jules Platz am Napf würde also nicht leer bleiben.

Für den Tag meiner Abreise war dann noch die Kastration des Katzenmädchens Motte bei Sabine geplant. Ihr Fang war kein Problem, doch wir wollten auch ihr einzig übrig gebliebenes Kitten sichern und mitnehmen.

Auch hier hatten wir Glück. Mottes Kastration verlief ohne Komplikationen, Sabine übernahm die Freilassung, und das Kitten ging pünktlich vor meiner gepanten Heimfahrt in die Falle.

Die Fahrt selbst war staufrei. Suses Test auf Leukose/FIV war negativ, und alle fünf Katzen sind schon seit langer Zeit perfekt vermittelt und genießen ihr Leben mit regelmäßiger Futter- und im Notfall auch tierärztlicher Versorgung.

Es war eine gute Woche mit doch etlichen Kastrationen, erfreulichen Wiedersehen und für ein paar Miezen auch der Start in ein unbeschwerteres Leben.

Danke Sabine, dass ich Dein Gast sein durfte und Du mir damit eine Sommerwoche in Dänemark ermöglicht hast!

Anke

Sonntag, 30. August 2020

Aufarbeitung 2019 - Juli am Fjord und in Vejlby Klit, Teil 2

Über die erste Hälfte der knappen Woche bei Sabine im Juli letzten Jahres hatte ich hier bereits berichtet. Wie es der Zufall manchmal so will, bekam ich dann inmitten meines Aufenthalts einen Hinweis auf Kitten bei deutschen Urlaubern in einem Ferienhaus in Ho (bei Blåvand).

Die Familie hatte die Kleinen (ein Schwarzes und ein Weißes) auf ihrem Grundstück entdeckt, eine Mutter konnten sie jedoch nicht sicher zuordnen, obwohl sie eine größere ebenfalls weiße Katze bereits in der Nähe gesehen hatten.

So stand ich morgens um 6 Uhr auf und fuhr nach Ho. Und ich wurde bereits erwartet. Die Kleinen saßen schon, offenbar hungrig, in den anrenzenden Büschen - und auch die Menschen waren schon wach, um die Fang-Aktion zu beobachten.

Natürlich wollte ich am liebsten beide Jungtiere zusammen fangen, um nicht mit dem "Klapp" der Falle eines zu verschrecken - und zuerst sah das auch gut aus:


Dann aber traute sich das zweite doch nicht schnell weit genug hinein und Nummer 1 war bereits fast satt und wollte wieder heraus. So musste ich dann doch hintereinander fangen, was aber zum Glück aufgrund der Sorglosigkeit der Kleinen keine Probleme bereitete.

Die Falle ließ ich nach dem Fang vor Ort, denn Ina und ihre Familie hatten sich bereit erklärt zu versuchen, die weiße Katze zu fangen, damit ich sie kastrieren lassen könnte.

Schnell fuhr ich dann zu Sabine, wo ich den großen Transportkäfig aufbaute und ein relativ heimeliges Zuhause für die beiden Kleinen einrichtete:


Und dann ging es rasch weiter nach Bork Havn, wo ja ein Däne eine Katze fütterte, die vor ein paar Wochen Nachwuchs bekommen hatte, der auch schon mit an der Futterstelle war, aber aktuell nicht mehr mitkam. Vielleicht war ihnen etwas zugestoßen.

Es regnete, als ich in Bork Havn ankam. Keine guten Voraussetzungen. Also machte ich es mir im Auto gemütlich. Aber kaum hatte der Guss aufgehört, tauchte das Mädchen wie aus dem Nichts auf und lief schnurstracks in Richtung Falle... und auch hinein.

Ylvie aus Bork Havn
 

Da sie möglicherweise Kleine zu betreuen hatte, wollte ich mit der Kastration nicht bis zum nächsten Tage warten und hatte zum Glück von Brigitta auf der Insel Fanö bereits das OK, mir kurzfristig ein oder zwei Kastrationen zu machen.

Ich hatte ja auch noch mit der weißen Katze in Ho spekuliert, doch leider hatte sich dort in den letzten Stunden nichts getan. Ich fuhr also mit einer Mieze in Richtung Fanö, denn es war Samstagabend, so dass ich in Nörre Nebel keine Kastration hätte machen lassen können. Um 18:58 Uhr hieß es aus Ho noch: "Bei uns tut sich noch nichts." Um 19:04 Uhr dann aber: "Sie ist drin!".

Wahnsinn. Also schnell auch dieses Tier abgeholt, eine noch sehr zarte Katze, die wohl kaum die Mama der Kleinen sein konnte.

 

Also blieb die Falle einfach nochmal in Ho, da Ina und Familie sich jetzt in ihrem Urlaub für den Katzenfang begeisterten...;-)

Bei Brigitta auf der Insel Fanö stellte sich heraus, dass ich ihr zwei Mädchen gebracht hatte. Die weiße aus Ho war wirklich noch so jung, dass sie definitiv noch keine Mutter war - die Katze aus Bork Havn hingegen war trotz ihres noch jungen Nachwuchses bereits wieder mit 7(!) Kätzchen tragend - zum Glück natürlich noch nicht weit, daher hatte man es auch nicht sehen können, aber wir ersparten ihr den Stress der erneuten Mutterschaft.

Am Abend fuhr ich zufrieden zurück zu Sabine, die nun wieder einmal 4 Katzen Obdach gab während meines Aufenthalts. Die Kleinen waren munter, hatten gut und reichlich gefressen und ihr Klo benutzt, die kastrierten Mädchen hingegen hatten nichts Anderes vor, als ihren Narkose-Rausch auszuschlafen.

Doch, als sei es noch nicht genug, bekam ich zum Frühstück am nächsten Morgen eine Mail von einem Ferienhausvermieter in Vrist (bei Vejlby Klit), dass deutsche Urlauber bei ihrer Abreise mitgeteilt hätten, dass sie am Haus eine Katzenmama mit zwei Kleinen gefüttert hatten.

Hatte ich wirklich eine Chance, diese Tiere jetzt so kurzfristig noch einfangen zu können?  Aber wer nicht wagt,....  Und über einen befreundeten Tierschutzverein in Deutschland hatte ich die Möglichkeit, die Katzen dort nach meiner Rückkehr in Quarantäne unterzubringen und sie nach Gesundheitschecks auch zu vermitteln.

In Vrist angekommen, befanden sich offenbar bereits neue Urlauber in dem entsprechenden Haus, aber sie waren nicht da, so lief ich durch die angrenzenden Grundstücke und fragte bei anderen Urlaubern nach Katzen. Eine Familie hatte tatsächlich die Kleinen bereits gesehen - und zum Glück hatte ich weiteren Erfolg. Eine dänische Familie sagte mir, dass die Katzen möglicherweise unter ihrer Terrasse leben. Und ich durfte auch auf ihrem Grundstück eine Falle aufstellen. Doch ich musste in der Nähe bleiben, um die Falle von Hand auszulösen, bei Dreien wäre eine automatische Auslösung durch die Wippe zu gefährlich.

Doch ständig kam nur eins der Kleinen und ich tat mich schwer Mutter und nur ein Kitten zu fangen.


So saß ich und saß.... in der Hoffnung, dass beide Kleine gleichzeitig in die Falle gingen. Nachdem ich fünf Stunden gewartet hatte, entschloss ich mich, das erste Kleine zu fangen - immerhin, eines weniger in der Streunerkatzen-Population und die Mutter war noch da, um auf das zweite aufzupassen.


Dann machte ich mich auf zurück Richtung Bjerregard, denn die Katze aus Ho musste wieder in die Freiheit. Und als ich eintraf, hatte Ina bereits eine weitere weiße Katze gefangen, ein bisschen größer. 

Freilassung von Lisa und Fang von Laura

Vielleicht nun wirklich die Mutter der beiden Kleinen, die schon im großen Käfig saßen.

Das Mädchen aus Bork Havn, die den Namen Ylvie bekommen hatte, hatte Sabine inzwischen bereits ebenfalls wieder freigelassen.

Und ich hatte die ganze Fahrt zurück gegrübelt. Sollte ich nochmal die weite Strecke nach Vejlby Klit fahren, um das zweite Kleine zu fangen oder war es ein hoffnungsloses Unterfangen? Denn am nächsten Tag musste ich wieder nach Hause.

Aber wer mich kennt, der ahnt, wie ich mich entschieden habe. Ich fuhr wieder los, war um 20 Uhr wieder in Vrist angekommen und hatte die Mutter sehr schnell in der Falle, doch das zweite Kleine saß verängstigt unter der Terrasse. So holte ich schließlich nach zwei weiteren Stunden Wartezeit die Mutter in ihrem Käfig wieder aus dem Auto und stellte sie dicht an die Falle. Das Kleine konnte nun nur zu seiner Mama, wenn es nach hinten in die Falle gehen würde.

Keine dreiviertel Stunde später hatte ich es! 


Und dann ging es zurück zu Sabine und nach Versorgung der Katzen müde ins Bett.

Am nächsten Morgen dann gab ich nach dem Einpacken meiner Ausrüstung und der Katzen rasch noch die zweite gefangene Mieze von Ho in der Tierklinik in Nörre Nebel zur Kastration ab und startete dann mit dieser "Fracht" nach Hause:

 

Ina und Familie hatten sich bereit erklärt, Laura nach ihrer Kastration wieder in der Tierklinik abzuholen und nach entsprechender Wartezeit wieder freizulassen. (Alles klappte auch ohne Probleme.) Vielen Dank dafür!

Meine regelmäßigen Leser wissen, dass ich grundsätzlich keine Katzen aus Dänemark mit nach Deutschland nehme, denn auch in Deutschland haben wir mehr als genug herrenlose Katzen und Jungtiere, die ein Zuhause suchen.

Eine Ausnahme machte ich dieses Mal, da die Kleinen nicht alt genug waren zur Kastration und ich daher Katzen zurückgelassen hätte, die im nächsten Jahr ebenfalls Nachwuchs bekommen hätten. Die Mutter nahm ich mit, da sie relativ zugänglich schien und gerne noch ein paar Wochen ihre Kleinen versorgen sollte.

So war ich in diesen sechs Tagen 2.800 km gefahren, hatte wenig geschlafen, wie fast immer viele nette Menschen kennengelernt und konnte drei weibliche Katzen kastrieren lassen und fünf Tiere in Deutschland letztlich gut vermitteln.

Danke an alle Unterstützer!

Anke

Sonntag, 7. Juni 2020

Aufarbeitung 2019 - Juli am Fjord und in Vejlby Klit, Teil 1

Anfang Juli 2019 erhielt ich eine Mail von einem deutschen Paar, das Ende Juni/Anfang Juli Urlaub in Vejlby Klit gemacht und eine Katze am Ferienhaus hatte.
Aber es war eben nicht nur eine Katze, die sie gefüttert hatten, nein, es steckte, wie so oft, eine Geschichte dahinter...
Bereits bei ihrer Ankunft im Ferienhaus wurden sie von dieser Katze begrüßt, freundlich und zutraulich.
Brigitte und ihr Mann gingen davon aus, dass es die Katze des Ferienhausbesitzers ist.
Einige Tage später stellte sich aber heraus, dass sie offenbar tragend war - und zwar schon relativ weit.
Sie war nicht markiert und so glaubten sie an eine Streunerin und fassten den Entschluss, sie am Ende ihres Urlaubs mit nach Hause zu nehmen.
Doch es kam anders, denn Liza, so hatten sie sie genannt, verschwand eines Nachmittags und kehrte erst drei Tage später (ohne dicken Bauch, aber mit freigenuckelten Zitzen!) zurück.


Eine Mitnahme kam nun nicht mehr infrage, denn es war nicht zu klären, wo Liza ihre Kleinen geboren und abgelegt hatte.
Stattdessen fanden sie mich und mein Projekt im Internet und schrieben mir eine Mail.

Ein Besuch in Vejlby Klit im Sommer erschien mir nach dieser Meldung sinn- und reizvoll, und ich hatte Ende Juli ohnehin eine Woche Urlaub geplant.
Also sagte ich (mal wieder) meinen Wanderurlaub ab und bat meine Freundin Sabine in Nörre Nebel um Obdach für eine knappe Woche, denn ein halbwegs erschwingliches und dennoch nettes Ferienhaus war nicht mehr zu bekommen.
Der Plan war, meine bekannten Futterplätze abzuklappern und Liza und ihre Kitten mit nach Deutschland zu holen. Kastrationen und weitere größere Aktionen hatte ich nicht vor.

Wahrscheinlich denken nun viele: "Das ist ja verrückt, denn wer weiß, ob ich die Katze 4 Wochen später überhaupt finde und dann noch die Kleinen entdecken werde....".
Ja, das stimmt, aber ohne ein bisschen "verrückt" gäbe es diese ganze Arbeit für die dänischen Streuner nicht.

Also startete ich am 17.07. mitten in der Nacht.
Die Fahrt lief prima und ich wollte auf dem Weg in Ballum, kurz hinter der Grenze an einem größeren Futterplatz, noch Futter abgeben.
Nach Ausladen der Säcke und Dosen noch ein kurzer Blick zum Futterhaus.
Da saß eine der Miezen zusammengekauert auf der Wiese.
Ich kannte das Katzenmädchen. Es war eines der im Juli 2017 kastrierten Tiere, das mir aber bereits im März letzten Jahres bei einem Zwischenstop nicht wirklich gesund wirkte - jedoch nicht mehr in die Falle ging.
Der Fütterer berichtete mir auch, dass sie Schwierigkeiten beim Kauen hätte und er deshalb, speziell für sie, das Futter püriert.
Als ich das Mädchen sah, hörte ich bereits das Problem. Das Atmen war ein Rasseln und aus der Nase tropfte eitrige Flüssigkeit. Zudem hörte sie mich anscheinend nicht.
Das war meine Chance. Schnell eilte ich zum Auto, setzte eine Transportbox zusammen und rief beim Tierarzt meines Vertrauens an, ob ich rasch mit einem Notfall vorbeikommen könnte.

Ich stellte der Mieze Futter direkt vor die Nase und als sie den Kopf vorstreckte, griff ich zu.
Beim Tierarzt bot sich ein Bild des Jammers - es blieb nur noch die Erlösung.
So hatte ich mir meinen Anreisetag nicht vorgestellt - aber ich hatte die Hoffnung, dass es die einzige traurige Begebenheit sein würde.

Bei Sabine angekommen, gab es in kurzen Hosen bei Sonnenschein einen Kaffee auf der Terrasse. Wunderbar.
Danach fuhren wir nach Bork Havn: ein Rundgang durch die Siedlung mit der Entdeckung potentieller Futterstellen (wo ich ja schon mal da bin, vielleicht gibt es doch etwas zu tun...) und ein Eis am Hafen.
Fast wie echter Urlaub...;-)

Und am nächsten Morgen wieder Bork Havn.
Sabine und ich sprachen eine ältere dänische Dame an, vor deren Tür eine Schale mit Katzenfutter stand.
Sie hatte eine eigene Katze, wusste aber, dass ein Kater an ihrem Haus herumstreunt - und ein älterer Herr in der Nähe füttere eine Katze, die vor kurzem auch Junge zur Welt gebracht hatte.
Wir fanden die Futterstelle und der Herr berichtete, dass die Kleinen nun wohl gut zwei Monate alt und schon ein paar Mal mit dort gewesen seien - die Mutter aber relativ regelmäßig zum Fressen komme.

So wollte ich es doch mit einem Fang zur Kastration versuchen, da ich eine Trächtigkeit wohl nicht zu befürchten hatte, stellte die Falle (zuerst einmal unscharf) auf und eine Kamera dazu - und kaum hatte ich mich umgedreht, war das Mädchen auch schon da...


Mangels Tierarzt-Termin wurde es an diesem Tag jedoch nichts mehr mit einem Fang-Versuch.

Dafür gab es am Hafen ein Wiedersehen mit der 2016 kastrierten Hanna.
Damals gab es dort noch die vermüllte Hütte eines Alkoholikers, der darin die Katzen des Hafens eher unregelmäßig fütterte. Fünf Katzen hatte ich dort fangen und kastrieren lassen können.
Nachdem der Mann verstorben war, wollte man nicht mehr so viele Katzen am Hafen.
So wurde dann auch der von mir kastrierte (und durch Chip und Tätowierung markierte) Aaron von einer der "Tierschutzorganisationen" eingefangen und eingeschläfert.
Bescheid bekam ich damals nicht, wahrscheinlich wurde noch nicht einmal ein möglicher Chip ausgelesen - leider erlebe ich das in Dänemark immer wieder.
Eine weitere kastrierte Mieze wurde, so berichtete der Hafenmeister, von Urlaubern mit nach Hause genommen.
Und Hanna blieb am Hafen. Sie hat eine feste Hütte als Unterschlupf


und wird regelmäßig gefüttert - und steigt, wenn ihr Fütterer kommt, sogar in dessen Auto um eine Runde um den Hafen gefahren zu werden...;-)
Immerhin scheint für sie gut gesorgt zu sein, denn Fell und körperlicher Zustand sehen gut aus.

Am nächsten Morgen fuhr ich dann wie geplant die fast 100 km nach Vejlby Klit, um vielleicht wirklich Liza und ihre Jungen zu finden...

Früh morgens im Ferienhausgebiet angekommen, waren noch kaum Urlauber unterwegs und ich ging eine Runde - tatsächlich fand ich ein Haus, an dem zwei (leere) Tellerchen standen und auf dem Rasen des Nachbarhauses saß ein bekanntes Katzengesicht:

Tim, kastriert im März 2016

Und da die Futterstelle nicht weit von dem Ferienhaus von Brigitte entfernt war, wollte ich hier später nochmals vorbeischauen.

Zwischendurch ein kurzer Blick nach meinem Futterhaus im Viktoriavej.
Schön, dass dort ebenfalls zwei bekannte Miezen zu finden waren:

Ben und Thea (beide kastriert im März 2016)
                                          
Bei meiner Rückkehr zu dem Ferienhaus mit den Tellerchen waren die dänischen Besitzer dort.
Als ich auf sie zuging um sie anzusprechen, fiel mein Blick auf die Katze, die sich dort aufhielt: Liza!
Ich hatte sie also wirklich gefunden.
Allerdings wussten die dänischen Hausbesitzer nichts von möglichen Jungen, so setzte ich mich auf einen der grasbestandenen Wälle zwischen den Häusern und wartete.
Aber Liza schien kein Interesse daran zu haben, dort wegzugehen.
Und so wartete ich weiter - und fragte irgendwann die deutschen Urlauber im Nachbarhaus, ob sie denn vielleicht die Katze kennen.
"Ja klar, und wir haben sie und die Schwarze mit weiß (gemeint war Tim) auch schon gefüttert.", war die Aussage - auch dort aber keine Kenntnis von möglichen Kitten.

Schließlich, nach 2-3 Stunden des Wartens erhob sich Liza, aber nur um auch auf dem Nachbargrundstück nochmal zu betteln....
Dann aber schien sie ein Ziel zu haben. Sie lief durch die Büsche in Richtung der Schienen, weg von der Siedlung....
In einigem Abstand folgte ich ihr, immer wieder schaute sie sich um, so dass ich ihr viel Raum ließ.
Einige größere Büsche waren dazwischen, ich befürchtete bereits, sie verloren zu haben, ging in ihre Richtung langsam hinterher.
Mist, da saß sie, als wollte sie checken, ob ich ihr folge, also bog ich ab, tat so, als hätte ich sie nicht gesehen.
Und dann setzte auch sie sich wieder in Bewegung und lief in Richtung eines Hauses.
Ah, dachte ich, das ist also Dein Platz.
Aber dann.... sie sprang auf eine kleine Mauer an dem Haus, lief sie entlang und mit einem Satz von unten in den Dachüberstand!

Oh nein! Das konnte jetzt nicht sein!
Da käme ich niemals dran....
In der Nähe war ein Däne, der gerade den Rasen mähte, wie sich herausstellte der Hausbesitzer.
Und da wir uns nicht verständigen konnten, machte er sich sogar die Mühe mit mir zum Ferienhausvermieter zu fahren, damit man dort übersetzen könnte.
Im Ergebnis war es aber leider so, dass es keinen Zugang zum Dach gab, keine Luke, keine Treppe.
Ich war so nah dran und doch so weit weg....
Verdammt.
Aber sie hatte sich einen tollen und sicheren Platz für ihre Kleinen ausgesucht, eine tolle Katzenmama!

So fuhr ich enttäuscht zu Sabine zurück.
Dennoch sollten die verbleibenden Tage noch aufregend und erfolgreich werden!

Anke

Dienstag, 10. September 2019

Es war nur eine Schreibpause... ich bin noch aktiv!

Fast genau ein halbes Jahr ist mein letzter Eintrag hier nun her.
Die Facebook-Nutzer konnten zumindest noch lesen, dass Blavand zwar etliche Fänge und Kastrationen brachte, ich jedoch aufgrund widriger Umstände meine sehr hoch gesteckten Ziele im März leider nicht erreichte.

Einige Enttäuschungen über menschliche Verhaltensweisen und Anfeindungen meiner Arbeit sowie Drohungen per SMS führten schließlich dazu, dass meine Berichte ruhten.

Dennoch war ich nicht untätig. Im Gegenteil.
Auch im Mai und im Juli war ich im Sinne meines Projektes unterwegs und konnte trotz der eher "schwierigen" Sommermonate etwas erreichen.
Ja, mir gelangen sogar einige Kastrationen und ganz besondere Wiedersehen!

So zum Beispiel diese Beiden hier in Vejlby Klit:

Thea und Ben, kastriert 2016

Deshalb gibt es nun wieder was zu lesen, denn ich bin vom Sinn meiner Arbeit überzeugt - und ich hoffe sehr, dass man mir die Funkstille nicht übel nimmt.

Übrigens:
Mein alljährlicher November-Aufenthalt ist auch bereits in fortgeschrittener Planung. Die Ziele stehen fest.
Und wenn ich ganz viel Glück habe, wird mich meine Freundin Elly sogar die kompletten zwei Wochen begleiten.

Anke

Montag, 30. Juli 2018

Geglückte Rettungsaktion am Fjord

Gestern am Nachmittag befand ich mich zu Besuch bei Katzenfreunden und Unterstützern meines Projektes in Bayern, als mich ein Notruf aus Bork Havn erreichte.
Die Mitarbeiterin einer Ferienhausvermietung hatte von Urlaubern erfahren, dass diese ein noch sehr junges Kätzchen unter der Terrasse des Nachbarhauses entdeckt hatten und deshalb um Hilfe baten.
Nachdem ich die Telefonnummer der Urlauberin kannte, schickte ich ihr eine Nachricht, und bald bekam ich dieses Foto des Findelkindes:


Natürlich fiel es mir nun nicht mehr leicht stillzusitzen, denn das Kleine wirkte nicht gerade gut genährt, und trinkbares Wasser ist in diesem Sommer auch in Dänemark nicht überall ausreichend vorhanden für die felligen Streuner.
Also schrieb ich meine Freundin Sabine an, ob sie es übernehmen könnte, das kleine Kätzchen zu holen.
Die Urlauber berichteten, dass das Kitten sehr zutraulich sei - so sollte die Sicherung ohne Falle gelingen.
Und man kam auch umgehend meiner Bitte nach dem Kleinen etwas zum Fressen anzubieten, damit es nicht auf der Suche nach Futter weiterziehen würde und dann für uns nicht mehr auffindbar wäre.

Sabine machte sich am heutigen Morgen sofort auf den Weg nach Bork Havn.
Das Kleine war schnell eingepackt, und es ist wirklich verschmust und offenbar glücklich in streichelnden Händen zu liegen:


Sogar zum Spielen aufgelegt war es, nachdem es gefressen hatte:


Und schließlich konnte es am Nachmittag dann in die Pflegestelle gebracht werden.
Nach erster Inaugenscheinnahme durch Bianca handelt es sich um ein Katerchen, das aufgeweckt ist und gut zu den anderen dort bereits vorhandenen Kitten passen wird - bis es hoffentlich irgendwann ein schönes und festes Zuhause bekommt.

Einmal mehr sage ich "Danke" an meine Unterstützer Sabine und Bianca vor Ort, die Urlauberin Uta und die Mitarbeiterin der Ferienhausvermietung, Uli.
Nur durch das Zusammenspiel aller Beteiligten irrt das kleine Katerchen nun nicht mehr durch die Ferienhaussiedlung.

Und übrigens:
Uta hält die restlichen Tage ihres Urlaubs die Augen und Ohren offen, nicht dass der kleine Kerl doch noch ein gleichaltriges Geschwisterchen hat. Wobei einige Tage zuvor wohl eine überfahrene Katze auf der Straße entdeckt wurde. Vielleicht war dies ja auch die Mutter...

Anke

Freitag, 7. April 2017

Endlich der fehlende Bericht...

Da fehlte doch noch was, die Zusammenfassung der letzten beiden Tage des März-Aufenthalts nämlich.
Noch immer offen war für mich ja am Ende die Untersuchung, das heisst zuvor der Fang, der Katze an der Fischerhütte in Bork Havn, bei der ich die Spuren eines Abszesses an der Wange entdeckt hatte.
Also hatte ich mir vorgenommen, den Freitag für dieses Unterfangen zu nutzen.

Zuerst aber sah ich nach meinen beiden kleinen Patienten, Mille und Milas hatte ich sie genannt.
Sie waren wohlauf und ständig hungrig.
Ich hatte für sie zwei große Transportkörbe mit seitlichem Eingang miteinander verbunden, so dass sie nicht beengt sitzen mussten und ihr Geschäft vom Liegeplatz entfernt verrichten konnten.
Ein Herauslassen im Ferienhaus war leider nicht möglich, dafür waren die beiden Hübschen zu scheu.

Mille (links) und Milas (rechts)

Mit Sabine und einem weiteren Tierfreund und Bekannten von Bianca, Carsten, traf ich mich danach am Hafen von Bork Havn.
Während ich überlegte, wo man tagsüber am besten die Falle aufstellen könnte, sprachen Carsten und Sabine ein paar Leute an und erklärten ihnen, dass wir wegen der Katzen an der Fischerhütte hier sind und fragten, ob man die grau-weiße Katze vielleicht gesehen habe.
Noch im Aufbau der Falle wurde dann das Wetter schlechter, so war mir die Entscheidung abgenommen und ich stellte sie in den an die Hütte angrenzenden offenen, aber wenigstens überdachten, Schuppen.
Die Falle war scharf, Carsten wieder weg, eine graue Katze (welche auch immer) hatten wir nur auf der Flucht gesehen, da schaute ich - nur mal so - nach der Falle.
Und traute meinen Augen nicht, als ich sah, dass der Schieber geschlossen war und eine große schwarze Katze darin saß, 100%ig ein Kater.
Gesehen hatte ich dieses Tier zuvor noch nie. Welch ein Zufall.
Nun, so sollte dann also die Tierklinik in Nörre Nebel doch noch eine Kastration für mich machen dürfen, denn nochmal nach Deutschland fahren wollte ich nicht - zumal ich ja immer noch auf Hanna wartete...

Jedenfalls setzte ich den nicht besonders freundlichen Kater um und als Sabine und ich ihn gerade ins Auto tragen wollten, kam ein schwarz gekleideter Herr auf uns zu und fragte uns auf dänisch, was wir denn hier täten... Irgendwie wirkte er so offiziell.
Oh Schreck.
Zum Glück hatte ich ja Sabine dabei, die sich übermannte ;-) und ihm auf dänisch erklärte, dass wir die Katzen hier am Hafen einfangen und kastrieren lassen.
Unser Gegenüber war hocherfreut, wir dann natürlich auch - und als er wieder weg war, sagte Sabine mir, dass wir gerade mit dem Hafenmeister gesprochen hatten!
Im Gegensatz zu mir konnte sie nämlich den Schriftzug auf seiner Jacke lesen :-)
Na, was Besseres hätte uns doch gar nicht passieren können.
Das war ja quasi eine offizielle Genhmigung.

Auch Sabine musste dann fahren, der Kater war inzwischen im Auto verstaut und ich entschied noch eine Stunde zu bleiben und es zu versuchen, obwohl das Wetter inzwischen alles andere als vorteilhaft für Katzenfang zu sein schien. Schneeregen, Graupel, Regen - gut, dass die Falle wenigstens überdacht stand.
Ein Tier, nämlich der im September kastrierte Kalle, saß dann zwischenzeitlich auch mal am Hütteneingang und schaute in das schlechte Wetter hinaus.

Kalle

Meine Mail, aus dem Auto geschrieben, an die Tierklinik wurde sofort beantwortet:
Klar könnte ich den Kater bringen, bitte aber relativ zeitnah. Immerhin war Freitag.
Puh, also gut, ein weiter Weg ist es nicht von Bork Havn nach Nörre Nebel.
Also war ich mutig, deckte die Falle ein Stück zu, die Wildkamera hatte ich auch positioniert und machte mich auf den Weg zur Tierklinik.
Oh Schreck, ich hatte sowohl keine Transportbox, als auch keinen Mikrochip eingepackt.
Schlechte Organisation an meinem letzten Tag...;-)

Also gab ich den Kater in der Tierklinik ab und fuhr rasch weiter nach Jegum.
Kurz bevor ich an meinem Ferienhaus war, erreichte mich dann ein Foto der Funk-Wildcam auf dem Handy:


Oh nein, ausgerechnet jetzt... Wer mochte das wohl sein. Ganz sicher aber nicht Hanna, denn bei ihr kann man die weiße Fellfarbe an den Flanken erkennen.
Nun konnte ich es nicht ändern. Schnell ins Ferienhaus, alles Vergessene eingepackt und rasch zurück - über die Tierklinik wegen Korb und Mikrochip - nach Bork. Gut, dass nirgendwo Geschwindigkeitsmessungen stattfanden oder eine Polizeistreife unterwegs war ;-)
Aber es passierte nichts mehr auf der Kamera - vorerst jedenfalls.
Erst kurz vor meiner Rückkehr kam ein neues Foto: die Klappe war geschlossen.
Und als ich vor Ort angekommen sah, wen ich da gefangen habe, war die Freude groß.
Es war zwar nicht Hanna, aber ihr drittes Junges, das ich im September des letzten Jahres nicht erwischen konnte.
Auch das brachte ich also noch rasch zur Tierklinik, die schon lachen mussten, dass ich am Freitagnachmittag mit einer weiteren Katze kam.

Eine gute Stunde später durfte ich dann beide Tiere abholen.
Klar ist das Schwarze ein Kater - aber das Graue ist ein Mädchen!!! Wie schön. Ein Volltreffer.
Auch wenn ich Hanna nicht mehr einfangen konnte, hat der letzte Tag zwei Erfolge gebracht. Zum guten Schluss sozusagen.
Auch der Hafen von Bork Havn scheint nun mit erforderlichen Kastrationen abgearbeitet zu sein.

Ein gemütliches Abschiedsabendessen bei Sabine, dann fuhr ich zurück ins Ferienhaus.
Am nächsten Morgen dann zuerst die Entlassung von Aron, dem schwarzen Kater, und Ella, der grauen Katze, in Bork Havn:

Aron
Ella

Und dann ging es an das Aussetzen der beiden Kleinen, in das sich natürlich ein bisschen Traurigkeit mischte.
Wie würde es für sie wohl weitergehen?
Aber da hat sich was Tolles ergeben! Mehr dazu im nächsten Eintrag.

Anke

Samstag, 7. Januar 2017

Dänemark im Januar - erstmals seit 14 Jahren

Relativ abrupt habe ich geendet im November, kein Bericht mehr von Zuhause, meine übliche Zusammenfassung fehlte.
Aber alles war gut verlaufen. Am Freitag habe ich noch drei Kater des Hofes in Klegod kastrieren lassen, an dem ich im September mit den Mädchen begonnen hatte.
Kastriert würden sie nun sicherlich alle dort bleiben können und als Katzenkumpels groß werden, ohne sich gegenseitig zu bekämpfen und vielleicht sogar den Schwächsten "wegzumobben"...
Auch die Heimfahrt verlief ohne Probleme. Das Wetter meinte es gut mit uns.

Heute schreibe ich nun, weil es viel zu berichten gibt, denn ich bin (wenn auch nur für fünf Tage) in Dänemark!
Tatsächlich sind es fast genau 14 Jahre her, dass dies Alles seinen Anfang nahm - denn mein erster Aufenthalt im Ferienhausgebiet Bjerregard war im Januar 2003.

Ich wohne dieses Mal wieder in Vejlby Klit, denn ich habe es geschafft (mit Unterstützung/Erlaubnis von vielen Seiten), mehrere Futterhäuser in dieser Siedlung aufstellen zu dürfen. Dazu aber in den kommenden Tagen mehr.

Jedenfalls bin ich (wieder zusammen mit Petra) bereits gestern in Nymindegab bei Sabine angekommen.
Dort haben wir die erste Nacht geschlafen.
Nach dem Frühstück fuhren wir also nach Jegum. Wir trafen uns dort mit Elisabeth und Walter, da bei den von ihnen am Ferienhaus gefütterten Katzen im kommenden März eine Fang- und Kastrationsaktion geplant ist.
Lily

Auf dem Rückweg schnell ein Auge auf das Futterhaus in Hemmet Strand:
Tatsächlich entdeckten wir die liebe Lily in den Büschen. Sie miaute uns herzzerreißend an!
Warum nur? Bei einem Blick in das Futterhaus wurde es klar: alles leer!!!
Oh weh. Gut, dass ich Trockenfutter dabei hatte.
Schnell die Behälter mal komplett ausgeputzt, trocken gewischt und wieder befüllt.
Und sofort kam sie näher und ließ es sich schmecken.

Und da uns der Weg zurück sowieso an Bork Havn vorbei führte, hielt ich nochmal an den Fischerhütten am Hafen.
Die Tür der relativ vermüllten Hütte war geschlossen - wahrscheinlich wegen der Kälte. Aber durch den Glaseinsatz konnte ich Hanna und eines ihrer Kinder erkennen. Super. Auch ihnen geht es gut.

Im Anschluss packten wir bei Sabine alles zusammen und starteten Richtung Norden. Gegen 15 Uhr trafen wir in Vejlby Klit ein.
Gleich hatten wir dann einen Termin bei einem dänischen Pärchen, an dessen Haus wir bereits im Carport gefüttert hatten und mehrere Tage eine Wildkamera laufen ließen.
Viele Miezen waren regelmäßig an dieser Futterstelle, da auch die Hausbesitzer während ihrer Anwesenheit die Katzen hier füttern.
Das Gespräch, bei dem auch Hans und seine Frau anwesend waren (Hans ist seit Dezember unser "Katzen-Fütterer" in Vejlby Klit), war so positiv!
Ich habe die Erlaubnis erhalten, ein Futterhaus aufzustellen, um das Futter etwas geschützter vor Witterungseinflüssen, aber auch nicht erwünschten "Mitfressern" (wie Hund und Fuchs), anbieten zu können.
Ich freue mich riesig und wir werden das Haus gleich morgen aufstellen, um die ersten Tage mit der Kamera überwachen zu können und zu schauen, wie die Tiere es annehmen.

Und während wir noch bei der Tasse Kaffee zusammensaßen, erschienen draußen die Miezen zum Fressen. Neben dem dicken Ben noch diese drei:
Thea, Leon (der zweite weiße Kater) und Tim

Als wir dann zurück zum Freienhaus kamen um dann endlich auch das Auto aus- und das Haus einzuräumen, kam auch schon der erste neugierige Vierbeiner zu uns: Morten.


Er wagte sich sogar ein Stück in den Flur unseres Ferienhauses hinein und fraß dann mit Appetit 200 Gramm Feuchtfutter.
Mit ihm haben wir am morgigen Tag noch etwas ganz Besonderes vor:
Wieder mal geht es um eine neue technische Errungenschaft.
Dazu aber morgen mehr - wenn es hoffentlich geklappt hat!

Anke

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Nach Dänemark ist vor Dänemark...

Da war ja noch was nachzutragen von meinem letzten Aufenthalt...;-)

Am letzten Tag machten Martina und ich uns nämlich auf nach Bjerregard.
Viel ging mir durch den Kopf, als ich all die Stellen, Häuser und Straßen aufsuchte, an denen ich vor 13 Jahren das erste Mal war und die Ferienhäuser sah und Wege ging, an die ich viele schöne Erinnerungen habe.
Wir sahen Suse in Hegnet:


An einem anderen Haus in der Arvidvej entgegneten die Urlauber auf die Frage nach einer Katzensichtung im Urlaub: "Ja, Fenja."
Ich war überrascht, dass jemand eine Katze gleich beim Namen nennen kann, aber die junge Frau entgegnete, man habe den Flyer im Haus und natürlich gleich nachgesehen, welche Katze ihnen da über den Weg gelaufen ist.
Toll zu erleben, wie dieses Projekt immer mehr Menschen erreicht!

Natürlich entdeckten wir auch wieder Bamse und an der Futterstelle auch Kimi, der aber leider gar nicht gut aussieht. Zum Glück geht Per, unser Katzenbetreuer vor Ort, mit ihm zur Tierklinik. Bei der Behandlung unterstütze ich selbstverständlich finanziell.
Nach diversen Untersuchungen befürchtet man leider einen Tumor am Ohr oder einen Abszess, der einfach nicht heilen will... Wir werden sehen, wie es weitergeht.

Bei Karin konnten wir sie selbst, aber auch die Vierbeiner Jette und Jannik antreffen:


Wie schön!

Aus Houstrup erreichte uns dann noch die Meldung, dass Frida die Kastration offenbar gut überstanden hat, denn sie erschien zum Abendessen wieder im Engvejen, wo sie von den Urlaubern Anne und Mathias noch bis zu deren Urlaubsende weiter versorgt wurde. Danke dafür!

Da ich dort nach der Freilassung von Frida zwei Tage auch noch die Wildcam stehen hatte, wissen wir außerdem, dass es auch in Houstrup noch mehr Katzen gibt - war ja eigentlich klar...;-)
Denn diese hier kam auch zu den von Anne und Mathias gut gefüllten Näpfen:

unbekannten Geschlechts und sicher noch unkastriert

lecker!
Später fuhren wir dann nochmal nach Bork Havn.
Wir wollten am letzten Abend ganz gemütlich ein Eis am Hafen essen. Und das Wetter spielte mit.
Statt Sekt also ein Eis auf die Erfolge dieses Aufenthalts, die vielen neuen netten Kontakte und die vielen Unterstützer meiner Sache.
Ich bin dafür sehr dankbar!

In der Fischerhütte entdeckte ich dann auch die frisch kastrierte Hanna.
Sie lag inmitten des Mülls auf dem (wohl für die Katzen frei geräumten) Sessel:


Ich hoffe nur, dass der Hüttenbesitzer die Tiere tatsächlich durchgängig (zumindest mit Futter) versorgt, insbesondere in der nun folgenden Jahreszeit.

Und was die neue Aufgabe im Bereich Oksböl, genauer gesagt Jegum Ferieland, betrifft, so haben Martina und ich ein deutsches Paar kennengelernt, das ein Ferienhaus in dieser Siedlung hat.
Seit Jahren füttern sie dort Katzen, da sie sich auch immer über einen langen Zeitraum in Dänemark aufhalten. Auch hatten sie schon über Kastrationen nachgedacht, waren allerdings nach ihren Aussagen mit ihrer Idee ebenso abgewiesen worden, wie Thomas und ich zu Anfang.
So habe ich nun also mit dem Paar ausgemacht, dass die Tiere bei meinem Dänemark-Aufenthalt im kommenden März nach Möglichkeit alle gefangen und kastriert werden.
Hier ein Foto des morgendlichen Treibens:


- wobei noch eine ausgewachsene Katze und ein Kater fehlen.

Wie immer in den letzten Jahren komme ich also zu der Erkenntnis, dass mir die Arbeit nicht ausgehen wird bei meiner Tierschutzarbeit an der Westküste Dänemarks.

Anke

Freitag, 23. September 2016

Nachtschicht und neue Baustellen

Am Dienstagmorgen war ich wie ausgemacht an dem entsprechenden Hof in Klegod.
Leider lief es aber nicht ganz so wie geplant, denn wir konnten zwar zwei der Katzenmädchen direkt mit der Hand in die von mir bereitgestellten Körbe setzen, der Kater witterte aber gleich die "Gefahr" und entwand sich dem Griff von Marianne.
Natürlich ließ er sich danach auch nicht mehr greifen - genauso wenig erschien das älteste der dortigen Katzenmädchen, ein buntes 5-jähriges.

So fuhr ich mit zwei Tieren zum Tierarzt, wo alles problemlos verlief - ich aufgrund der Fahrt- und Wartezeit allerdings bis zum Nachmittag brauchte.
Und, um das vorweg zu nehmen, konnte ich beide auch bereits am Abend wieder am Hof freilassen, da diese dort einen Unterschlupf haben und sich nicht erst um einen sicheren Platz kümmern mussten.
Geradezu aufdringlich waren am Abend dann die kleinen Katzen des Hofes, sie hätte man direkt mitnehmen können…;-)
oben links "Tyv", oben rechts "Blacky"
Am Nachmittag entschlossen wir uns dann unser Glück am Abend in Bork Havn zu versuchen, war uns die Situation dort doch einfach ein Greuel.
Mit Unterstützung von Martinas Freund, der zu einem Kurzbesuch zu uns ins Ferienhaus gekommen war, da er ebenfalls gerade frei und Interesse an meiner Arbeit geäußert hatte, fuhren wir also mit Einbruch der Dunkelheit zu dritt zum Hafen.

Die drei kleinen Katzen und ihre Mutter waren auch direkt zu entdecken.
… und der erste Fang ging schnell und unproblematisch und wurde sofort im Auto verstaut.
Aber wie befürchtet, hatten die übrigen Tiere dann Angst vor der Falle, in der gerade ihr Geschwisterchen gefangen worden war.
Sie liefen zwar um die Fallen herum, gingen aber nicht hinein.
Also war Warten angesagt, langes Warten.
Dann aber doch, Klapp! Das nächste Kleine.
Danach geschah lange Zeit nichts, so dass ich eine der Fallen umstellte ans andere Ende der Fischerhütten - und wir schließlich tatsächlich auch noch die Katzenmutter fangen konnten.

Bei der Rückfahrt zum Ferienhaus, auf der ich wirklich müde war, wurde mir sehr bewusst, dass ich mir in diesem Urlaub wohl ein Ferienhaus am „falschen Fleck“ gesucht, da ich mich im Vorfeld auf Klegod und die Arbeit dort konzentriert hatte.
Dabei bekam ich deutlich mehr in den weiter entfernt liegenden Gegenden zu tun.

So nahm ein junges Paar Kontakt zu mir auf, die ein Haus im Bereich Oksböl (nahe Nörre Nebel und Varde) gemietet hatten und dort ebenfalls eine Mieze am Haus fütterten.
Hinzu kam die Beobachtung am Hafen von Bork Havn.

Jedes Mal war dies eine weite Anfahrt und damit viel Zeit auf der Straße, die man nicht den Gebieten selbst widmen konnte.
Leider war das aber so nicht vorauszusehen.
Also, Augen zu und durch.
Um kurz nach 1 Uhr kamen wir wieder im Ferienhaus an, die drei Fänge aus Bork Havn schnell in der Abstellkammer verstaut - und ins Bett?
Nein, denn ein Blick auf die Wildcam am Haus zeigte, dass auch hier eine Katze an der Schüssel auf der Terrasse war. So wurde auch hier schnell noch eine Falle scharf gemacht.


… und tatsächlich schlug sie um kurz nach 3 Uhr zu.
Puh, raus aus dem Bett, Falle abgedeckt und die Katze ins Auto gestellt, denn sie war wirklich wild und ich wollte sie deshalb nicht zu den inzwischen ruhigen Tieren aus Bork Havn packen.

Um 6:30 Uhr klingelte dann wieder mein Wecker.
Alle vier Katzen eingeladen und dann nochmal beim hiesigen Hof vorbei.
Dort konnte ich dieses Mal das hübsche (noch unkastrierte dreifarbige) Mädchen ebenfalls einpacken.
So ging es dann mit fünf „Aufträgen“ zum Tierarzt:
2 x erwachsen und weiblich
1 x erwachsen und vermutlich männlich
2 x ca. 5 Monate und vom Geschlecht unbekannt

Die Wartezeit verbrachte ich wie immer beim örtlichen Bäcker (das habe ich bei Facebook ja schon geschrieben ;-) ) und erfuhr bei der Abholung, dass es sich bei den Kleinen um einen Kater und eine Katze handelte und der wilde letzte Fang tatsächlich ein Kater war.
Super.
Also Rückfahrt…
Und später am Abend im Beisein der Familie noch das Mädchen direkt am Hof (es heisst dort Tobi) entlassen. Es war wieder fit genug.

Ganz früh am nächsten Morgen dann den Kater Rasmus hier direkt am Ferienhaus in die Freiheit geschickt - er ist einer von der Sorte, bei der mir in der Dunkelheit kein Foto der Entlassung gelang.

Mit den restlichen Dreien fuhr ich, um keinesfalls aufzufallen, noch im Dunkeln nach Bork Havn - auch da war leider kein Foto möglich, so dass mir nur die der Drei in Gefangenschaft blieben:

links oben "Kalle", rechts oben "Agneta", unten die Mutter "Hanna"

Nach dem Frühstück im Ferienhaus fuhren wir - eigentlich nur auf dem Weg von A nach B - nochmal zum Hof.
Die Miezen überfielen uns da geradezu und fanden meinen Bus zuerst total spannend und schließlich wohl auch für einen Mittagsschlaf geeignet.

ein windgeschützter Platz - zum Spielen und Schlafen...;-)

Es fiel uns schwer, die Fellnasen schließlich wieder hinauszuschieben.
Aber wir wollten ja noch weiter. 

Denn inzwischen war noch eine Meldung bei mir eingegangen:
Eine selbst noch sehr junge Katzenmutter hatte im August auf dem Campingplatz in Houstrup fünf Kleine bekommen, von denen zwei direkt bei der Geburt gestorben waren.
Die restlichen drei versorgte die Mama sehr gut und blieb im Bereich eines bestimmten Wohnwagens, wo sie auch gefüttert wurde.


Da nun aber die Camping-Saison zu Ende geht, sorgt man sich um die Kleinen und es war guter Rat teuer.
Zuerst hatte man überlegt, die Mutter kastrieren zu lassen und die Kleinen mit nach Deutschland zu nehmen und dort eventuell einem Tierschutzverein zur Vermittlung zu geben.
Die Jungen waren aber noch zu klein, um sie nun schon von ihrer Mutter zu trennen.
So entschlossen wir uns also, dass ich die Vier mit nach Hause nehme, dort noch ein wenig beieinander lassen und schließlich vermitteln werde.
Die Mutter nun sich selbst zu überlassen, wäre keine gute Wahl.

Und noch eine Baustelle taten Martina und ich auf.
Der Hinweis kam über das junge Pärchen aus dem Ferienhausgebiet im Bereich Oksböl.
Sie hatten auf der Suche nach einem möglichen Katzenbesitzer ihrer zugelaufenen Mieze herumgefragt und von einem bestimmten Haus erfahren, an dem „viele“ Katzen zu finden seien.
Wir konnten das Haus finden und, ja, dort gibt es zu tun.
Mehr dazu aber in einem der nächsten Einträge…

Anke

Sonntag, 18. September 2016

Vielfältige erste Tage - eine Woche Dänemark im September 2016

Schon wieder hat es mich nach Dänemark gezogen, dieses Mal im September - eine für mich ungewohnte Reisezeit, wie schon der Mai.
Es sollte Klegod werden, nur ein paar Kilometer nördlich von Hvide Sande am Ringköbing Fjord.
Grund dafür waren ein paar von Urlaubern gemeldete Katzensichtungen.
Schon am Donnerstag war ich mit Martina angereist, allerdings blieben wir die ersten zwei Tage bei Sabine in Nymindegab.
Von dort aus wollte ich versuchen, zwei neu an der Futterstelle in Hemmet Strand gesichtete Katzen zu fangen und kastrieren zu lassen und auch in Bork Havn nochmal den Blick schweifen zu lassen.

Leider gelangen mir am ersten Abend nur sehr stachelige Fänge in Hemmet:


... davon aber sogar drei hintereinander, so dass ich schließlich gegen 23 Uhr ein wenig entnervt aufgab, anschließend mitten in der Nacht nochmal durch Bork Havn streifte und tatsächlich eine Katzenmutter mit ihrem Kleinen entdeckte:


Beide waren hungrig, allerdings mitten im Ort, so dass ich nicht wagte sie einfach einzufangen.

Am nächsten Vormittag ging es nochmal dorthin, und von einem Anwohner bekam ich dann den Tipp mich doch im Bereich des Hafens mal genauer umzuschauen. Dort gebe es einige Katzen.

Bei der Ankunft in Hemmet Strand, wo die Reinigung des Futterhauses auf dem Programm stand, erwartete uns Porthos, der sogar sitzen blieb und mich beobachtete:

Porthos
Pünktlich mit Abschluss der Reinigung erschien dann die bereits aus dem Frühjahr bekannte schwarze (noch unkastrierte) Katze, so dass ich sofort nach Zusage einer Kastration am Mittag in der Tierklinik in Nörre Nebel die im Auto mitgeführte Falle aufbaute - und auch schnell belohnt wurde.

Sogar ein zweiter Kater ging am Nachmittag noch in die Falle:

Jan (oben) und Attila (unten)

Beide Tiere schliefen die Nacht über im Abstellraum von Sabine und konnten am nächsten Morgen wieder entlassen werden - Jan war dabei völlig entspannt und wollte lieber schmusen, anstelle davonzulaufen...


Eine spannende Entdeckung gelang mir zudem noch am Freitagabend am Hafen von Bork Havn.
Um eine völlig vermüllte Fischerhütte herum sah ich mehrere Katzen, mindestens zwei erwachsene und drei junge Tiere - alle fünf viel zu dünn.
Und ich erkannte, dass zwei davon die Beiden des letzten Abends waren, die Mutterkatze und eines ihrer Jungen.

In der Hütte, die voll war mit Zeitungen, lief ein Radio - wohnen konnte aber (hoffentlich) niemand dort, dazu war es zu verschmutzt.
Auf mein angebotenes Futter stürzten sich die Katzen sofort.
Vielleicht gelänge mir am Samstagmorgen eine Kontaktaufnahme mit einem Verantwortlichen.

So fuhr ich also heute auf dem Weg nach Klegod nochmal über Bork Havn.
Vor der Hütte saß ein Mann in einem Elektro-Rollstuhl - um 11 Uhr morgens hatte er bereits eine Bierflasche zwischen seinen Beinen.
Dennoch sprach ich ihn an. Er hatte keinerlei Interesse, zudem war kaum eine Verständigung möglich.
Nur soviel war klar: "Seine" Katzen kastrieren, niemals.
"Seine" Katzen - sicherlich hatten diese Tiere noch nie einen Tierarzt gesehen, würden nicht entwurmt oder entfloht, im Krankheitsfalle nicht versorgt und auch nicht regelmäßig gefüttert...

Nun aber sind wir in Klegod. Mal sehen, was ich zu tun bekomme.
Vielleicht ist ja auch ein Abstecher nach Bork Havn drin...

Sonntag, 21. August 2016

Katzensichtungen und Reparaturarbeiten...;-)

Ein paar Meldungen über Katzensichtungen erreichten mich über den Sommer.
Die meisten davon waren erfreulicherweise wiederum bereits bekannte und damit kastrierte Fellnasen.

So z.B. Mimi (auch Pussi genannt) in Bork Havn:
Mimi, markant sind die rötliche Färbung und der weiße Zeh

Mimi wurde von meiner Freundin Sabine entdeckt und nach Rücksprache mit den in diesem Haus  wohnenden Urlaubern stellte sich heraus, dass sich wohl noch zwei weitere Katzen am Ferienhaus (Straße Sydmarken) eingefunden hatten. Eine könnte wohl auch ein von mir bereits im November 2015 gefangener Kater gewesen sein.

Über eine Kontaktaufahme dieser Urlauber mit mir (ein Eintrag i.S. Katzen wurde von Euch - wie ich hörte - im Gästebuch hinterlassen, vielen Dank dafür!) würde ich mich sehr freuen!


Dann war da noch eine tolle Meldung aus Vejlby Klit:

Thea

Die im März kastrierte Thea erschien dort bei Urlaubern, die bereits bei der Ankunft meinen Flyer bei ihrem Ferienhausvermieter gefunden hatten.
Thea ließ sich von Andrea und Martin nicht nur füttern, sondern auch gern schmusen.
Ja, so hatten auch Elly und ich sie im März kennengelernt!

Na, und dann ist da noch eine wunderbare Nachricht aus Bjerregard, genauer gesagt Hegnet:

Fenja, wer sonst!

Fenja war bei Sven und Familie zu Gast und erhielt über deren Urlaubszeit regelmäßig Frühstück und Abendessen!
Und Sven kam sogar nahe genug heran, Fenjas Tätowierung in den Ohren erkennen zu können.
Nicht, dass es doch plötzlich eine zweite Siam-Katze in Hegnet gäbe ;-)

Hinzu kam - ebenfalls in der Arvidvej - allerdings noch ein ganz scheuer Geselle, der beim Anblick eines Menschen sofort die Flucht ergriff:
bisher unbekannt und nicht tätowiert

Sven meint, dass es ein bisschen nach Katerkopf aussieht, aber sicher kann man sich da ja nie sein.
Sollte ich also tatsächlich doch wieder in Bjerregard fangen müssen, um Katzennachwuchs zu verhindern?
"Back to the roots", sozusagen?
@ Sabrina und Marcel:  Ob das "Euer Mr. Shadow" ist?  Dann könntet Ihr Eure September-Woche vielleicht in Hegnet verbringen...;-)


Und dann möchte ich mich auf diesem Weg nochmal ganz besonders bei Sabine und ihrem Freund Olaf bedanken.
Sabine betreut nun schon seit über eineinhalb Jahren das in Hemmet Strand aufgestellte Futterhaus. Nachdem wir dort ja diverse "Mitfresser" hatten und deshalb auch den Eingang schon verkleinert haben, haben wir uns sehr über den Anblick geärgert, der sich Sabine im Januar dieses Jahres bot:
Wer das wohl wahr? Eindeutige Spuren waren leider nicht zu sehen...

Zuerst "nur provisorisch" (aber dennoch absolut zweckdienlich) repariert von Sabine, erstrahlt das Haus nun in neuem Glanz:


Nachdem nun auch der Eingangsbereich weiter angepasst wurde und sowohl Fuchs als auch Schakal ausgesperrt bleiben, reicht die Füllung der Trockenfutter-Behälter aktuell für drei Wochen.
Perfekt!

Dank an alle Helfer, die anpacken, an die Urlauber, die füttern und mir ihre Katzensichtungen melden und an die (Katzen-)Freunde, die noch so viel mehr für mich tun!

Anke