Posts mit dem Label Juli 2019 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Juli 2019 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 30. August 2020

Aufarbeitung 2019 - Juli am Fjord und in Vejlby Klit, Teil 2

Über die erste Hälfte der knappen Woche bei Sabine im Juli letzten Jahres hatte ich hier bereits berichtet. Wie es der Zufall manchmal so will, bekam ich dann inmitten meines Aufenthalts einen Hinweis auf Kitten bei deutschen Urlaubern in einem Ferienhaus in Ho (bei Blåvand).

Die Familie hatte die Kleinen (ein Schwarzes und ein Weißes) auf ihrem Grundstück entdeckt, eine Mutter konnten sie jedoch nicht sicher zuordnen, obwohl sie eine größere ebenfalls weiße Katze bereits in der Nähe gesehen hatten.

So stand ich morgens um 6 Uhr auf und fuhr nach Ho. Und ich wurde bereits erwartet. Die Kleinen saßen schon, offenbar hungrig, in den anrenzenden Büschen - und auch die Menschen waren schon wach, um die Fang-Aktion zu beobachten.

Natürlich wollte ich am liebsten beide Jungtiere zusammen fangen, um nicht mit dem "Klapp" der Falle eines zu verschrecken - und zuerst sah das auch gut aus:


Dann aber traute sich das zweite doch nicht schnell weit genug hinein und Nummer 1 war bereits fast satt und wollte wieder heraus. So musste ich dann doch hintereinander fangen, was aber zum Glück aufgrund der Sorglosigkeit der Kleinen keine Probleme bereitete.

Die Falle ließ ich nach dem Fang vor Ort, denn Ina und ihre Familie hatten sich bereit erklärt zu versuchen, die weiße Katze zu fangen, damit ich sie kastrieren lassen könnte.

Schnell fuhr ich dann zu Sabine, wo ich den großen Transportkäfig aufbaute und ein relativ heimeliges Zuhause für die beiden Kleinen einrichtete:


Und dann ging es rasch weiter nach Bork Havn, wo ja ein Däne eine Katze fütterte, die vor ein paar Wochen Nachwuchs bekommen hatte, der auch schon mit an der Futterstelle war, aber aktuell nicht mehr mitkam. Vielleicht war ihnen etwas zugestoßen.

Es regnete, als ich in Bork Havn ankam. Keine guten Voraussetzungen. Also machte ich es mir im Auto gemütlich. Aber kaum hatte der Guss aufgehört, tauchte das Mädchen wie aus dem Nichts auf und lief schnurstracks in Richtung Falle... und auch hinein.

Ylvie aus Bork Havn
 

Da sie möglicherweise Kleine zu betreuen hatte, wollte ich mit der Kastration nicht bis zum nächsten Tage warten und hatte zum Glück von Brigitta auf der Insel Fanö bereits das OK, mir kurzfristig ein oder zwei Kastrationen zu machen.

Ich hatte ja auch noch mit der weißen Katze in Ho spekuliert, doch leider hatte sich dort in den letzten Stunden nichts getan. Ich fuhr also mit einer Mieze in Richtung Fanö, denn es war Samstagabend, so dass ich in Nörre Nebel keine Kastration hätte machen lassen können. Um 18:58 Uhr hieß es aus Ho noch: "Bei uns tut sich noch nichts." Um 19:04 Uhr dann aber: "Sie ist drin!".

Wahnsinn. Also schnell auch dieses Tier abgeholt, eine noch sehr zarte Katze, die wohl kaum die Mama der Kleinen sein konnte.

 

Also blieb die Falle einfach nochmal in Ho, da Ina und Familie sich jetzt in ihrem Urlaub für den Katzenfang begeisterten...;-)

Bei Brigitta auf der Insel Fanö stellte sich heraus, dass ich ihr zwei Mädchen gebracht hatte. Die weiße aus Ho war wirklich noch so jung, dass sie definitiv noch keine Mutter war - die Katze aus Bork Havn hingegen war trotz ihres noch jungen Nachwuchses bereits wieder mit 7(!) Kätzchen tragend - zum Glück natürlich noch nicht weit, daher hatte man es auch nicht sehen können, aber wir ersparten ihr den Stress der erneuten Mutterschaft.

Am Abend fuhr ich zufrieden zurück zu Sabine, die nun wieder einmal 4 Katzen Obdach gab während meines Aufenthalts. Die Kleinen waren munter, hatten gut und reichlich gefressen und ihr Klo benutzt, die kastrierten Mädchen hingegen hatten nichts Anderes vor, als ihren Narkose-Rausch auszuschlafen.

Doch, als sei es noch nicht genug, bekam ich zum Frühstück am nächsten Morgen eine Mail von einem Ferienhausvermieter in Vrist (bei Vejlby Klit), dass deutsche Urlauber bei ihrer Abreise mitgeteilt hätten, dass sie am Haus eine Katzenmama mit zwei Kleinen gefüttert hatten.

Hatte ich wirklich eine Chance, diese Tiere jetzt so kurzfristig noch einfangen zu können?  Aber wer nicht wagt,....  Und über einen befreundeten Tierschutzverein in Deutschland hatte ich die Möglichkeit, die Katzen dort nach meiner Rückkehr in Quarantäne unterzubringen und sie nach Gesundheitschecks auch zu vermitteln.

In Vrist angekommen, befanden sich offenbar bereits neue Urlauber in dem entsprechenden Haus, aber sie waren nicht da, so lief ich durch die angrenzenden Grundstücke und fragte bei anderen Urlaubern nach Katzen. Eine Familie hatte tatsächlich die Kleinen bereits gesehen - und zum Glück hatte ich weiteren Erfolg. Eine dänische Familie sagte mir, dass die Katzen möglicherweise unter ihrer Terrasse leben. Und ich durfte auch auf ihrem Grundstück eine Falle aufstellen. Doch ich musste in der Nähe bleiben, um die Falle von Hand auszulösen, bei Dreien wäre eine automatische Auslösung durch die Wippe zu gefährlich.

Doch ständig kam nur eins der Kleinen und ich tat mich schwer Mutter und nur ein Kitten zu fangen.


So saß ich und saß.... in der Hoffnung, dass beide Kleine gleichzeitig in die Falle gingen. Nachdem ich fünf Stunden gewartet hatte, entschloss ich mich, das erste Kleine zu fangen - immerhin, eines weniger in der Streunerkatzen-Population und die Mutter war noch da, um auf das zweite aufzupassen.


Dann machte ich mich auf zurück Richtung Bjerregard, denn die Katze aus Ho musste wieder in die Freiheit. Und als ich eintraf, hatte Ina bereits eine weitere weiße Katze gefangen, ein bisschen größer. 

Freilassung von Lisa und Fang von Laura

Vielleicht nun wirklich die Mutter der beiden Kleinen, die schon im großen Käfig saßen.

Das Mädchen aus Bork Havn, die den Namen Ylvie bekommen hatte, hatte Sabine inzwischen bereits ebenfalls wieder freigelassen.

Und ich hatte die ganze Fahrt zurück gegrübelt. Sollte ich nochmal die weite Strecke nach Vejlby Klit fahren, um das zweite Kleine zu fangen oder war es ein hoffnungsloses Unterfangen? Denn am nächsten Tag musste ich wieder nach Hause.

Aber wer mich kennt, der ahnt, wie ich mich entschieden habe. Ich fuhr wieder los, war um 20 Uhr wieder in Vrist angekommen und hatte die Mutter sehr schnell in der Falle, doch das zweite Kleine saß verängstigt unter der Terrasse. So holte ich schließlich nach zwei weiteren Stunden Wartezeit die Mutter in ihrem Käfig wieder aus dem Auto und stellte sie dicht an die Falle. Das Kleine konnte nun nur zu seiner Mama, wenn es nach hinten in die Falle gehen würde.

Keine dreiviertel Stunde später hatte ich es! 


Und dann ging es zurück zu Sabine und nach Versorgung der Katzen müde ins Bett.

Am nächsten Morgen dann gab ich nach dem Einpacken meiner Ausrüstung und der Katzen rasch noch die zweite gefangene Mieze von Ho in der Tierklinik in Nörre Nebel zur Kastration ab und startete dann mit dieser "Fracht" nach Hause:

 

Ina und Familie hatten sich bereit erklärt, Laura nach ihrer Kastration wieder in der Tierklinik abzuholen und nach entsprechender Wartezeit wieder freizulassen. (Alles klappte auch ohne Probleme.) Vielen Dank dafür!

Meine regelmäßigen Leser wissen, dass ich grundsätzlich keine Katzen aus Dänemark mit nach Deutschland nehme, denn auch in Deutschland haben wir mehr als genug herrenlose Katzen und Jungtiere, die ein Zuhause suchen.

Eine Ausnahme machte ich dieses Mal, da die Kleinen nicht alt genug waren zur Kastration und ich daher Katzen zurückgelassen hätte, die im nächsten Jahr ebenfalls Nachwuchs bekommen hätten. Die Mutter nahm ich mit, da sie relativ zugänglich schien und gerne noch ein paar Wochen ihre Kleinen versorgen sollte.

So war ich in diesen sechs Tagen 2.800 km gefahren, hatte wenig geschlafen, wie fast immer viele nette Menschen kennengelernt und konnte drei weibliche Katzen kastrieren lassen und fünf Tiere in Deutschland letztlich gut vermitteln.

Danke an alle Unterstützer!

Anke

Sonntag, 7. Juni 2020

Aufarbeitung 2019 - Juli am Fjord und in Vejlby Klit, Teil 1

Anfang Juli 2019 erhielt ich eine Mail von einem deutschen Paar, das Ende Juni/Anfang Juli Urlaub in Vejlby Klit gemacht und eine Katze am Ferienhaus hatte.
Aber es war eben nicht nur eine Katze, die sie gefüttert hatten, nein, es steckte, wie so oft, eine Geschichte dahinter...
Bereits bei ihrer Ankunft im Ferienhaus wurden sie von dieser Katze begrüßt, freundlich und zutraulich.
Brigitte und ihr Mann gingen davon aus, dass es die Katze des Ferienhausbesitzers ist.
Einige Tage später stellte sich aber heraus, dass sie offenbar tragend war - und zwar schon relativ weit.
Sie war nicht markiert und so glaubten sie an eine Streunerin und fassten den Entschluss, sie am Ende ihres Urlaubs mit nach Hause zu nehmen.
Doch es kam anders, denn Liza, so hatten sie sie genannt, verschwand eines Nachmittags und kehrte erst drei Tage später (ohne dicken Bauch, aber mit freigenuckelten Zitzen!) zurück.


Eine Mitnahme kam nun nicht mehr infrage, denn es war nicht zu klären, wo Liza ihre Kleinen geboren und abgelegt hatte.
Stattdessen fanden sie mich und mein Projekt im Internet und schrieben mir eine Mail.

Ein Besuch in Vejlby Klit im Sommer erschien mir nach dieser Meldung sinn- und reizvoll, und ich hatte Ende Juli ohnehin eine Woche Urlaub geplant.
Also sagte ich (mal wieder) meinen Wanderurlaub ab und bat meine Freundin Sabine in Nörre Nebel um Obdach für eine knappe Woche, denn ein halbwegs erschwingliches und dennoch nettes Ferienhaus war nicht mehr zu bekommen.
Der Plan war, meine bekannten Futterplätze abzuklappern und Liza und ihre Kitten mit nach Deutschland zu holen. Kastrationen und weitere größere Aktionen hatte ich nicht vor.

Wahrscheinlich denken nun viele: "Das ist ja verrückt, denn wer weiß, ob ich die Katze 4 Wochen später überhaupt finde und dann noch die Kleinen entdecken werde....".
Ja, das stimmt, aber ohne ein bisschen "verrückt" gäbe es diese ganze Arbeit für die dänischen Streuner nicht.

Also startete ich am 17.07. mitten in der Nacht.
Die Fahrt lief prima und ich wollte auf dem Weg in Ballum, kurz hinter der Grenze an einem größeren Futterplatz, noch Futter abgeben.
Nach Ausladen der Säcke und Dosen noch ein kurzer Blick zum Futterhaus.
Da saß eine der Miezen zusammengekauert auf der Wiese.
Ich kannte das Katzenmädchen. Es war eines der im Juli 2017 kastrierten Tiere, das mir aber bereits im März letzten Jahres bei einem Zwischenstop nicht wirklich gesund wirkte - jedoch nicht mehr in die Falle ging.
Der Fütterer berichtete mir auch, dass sie Schwierigkeiten beim Kauen hätte und er deshalb, speziell für sie, das Futter püriert.
Als ich das Mädchen sah, hörte ich bereits das Problem. Das Atmen war ein Rasseln und aus der Nase tropfte eitrige Flüssigkeit. Zudem hörte sie mich anscheinend nicht.
Das war meine Chance. Schnell eilte ich zum Auto, setzte eine Transportbox zusammen und rief beim Tierarzt meines Vertrauens an, ob ich rasch mit einem Notfall vorbeikommen könnte.

Ich stellte der Mieze Futter direkt vor die Nase und als sie den Kopf vorstreckte, griff ich zu.
Beim Tierarzt bot sich ein Bild des Jammers - es blieb nur noch die Erlösung.
So hatte ich mir meinen Anreisetag nicht vorgestellt - aber ich hatte die Hoffnung, dass es die einzige traurige Begebenheit sein würde.

Bei Sabine angekommen, gab es in kurzen Hosen bei Sonnenschein einen Kaffee auf der Terrasse. Wunderbar.
Danach fuhren wir nach Bork Havn: ein Rundgang durch die Siedlung mit der Entdeckung potentieller Futterstellen (wo ich ja schon mal da bin, vielleicht gibt es doch etwas zu tun...) und ein Eis am Hafen.
Fast wie echter Urlaub...;-)

Und am nächsten Morgen wieder Bork Havn.
Sabine und ich sprachen eine ältere dänische Dame an, vor deren Tür eine Schale mit Katzenfutter stand.
Sie hatte eine eigene Katze, wusste aber, dass ein Kater an ihrem Haus herumstreunt - und ein älterer Herr in der Nähe füttere eine Katze, die vor kurzem auch Junge zur Welt gebracht hatte.
Wir fanden die Futterstelle und der Herr berichtete, dass die Kleinen nun wohl gut zwei Monate alt und schon ein paar Mal mit dort gewesen seien - die Mutter aber relativ regelmäßig zum Fressen komme.

So wollte ich es doch mit einem Fang zur Kastration versuchen, da ich eine Trächtigkeit wohl nicht zu befürchten hatte, stellte die Falle (zuerst einmal unscharf) auf und eine Kamera dazu - und kaum hatte ich mich umgedreht, war das Mädchen auch schon da...


Mangels Tierarzt-Termin wurde es an diesem Tag jedoch nichts mehr mit einem Fang-Versuch.

Dafür gab es am Hafen ein Wiedersehen mit der 2016 kastrierten Hanna.
Damals gab es dort noch die vermüllte Hütte eines Alkoholikers, der darin die Katzen des Hafens eher unregelmäßig fütterte. Fünf Katzen hatte ich dort fangen und kastrieren lassen können.
Nachdem der Mann verstorben war, wollte man nicht mehr so viele Katzen am Hafen.
So wurde dann auch der von mir kastrierte (und durch Chip und Tätowierung markierte) Aaron von einer der "Tierschutzorganisationen" eingefangen und eingeschläfert.
Bescheid bekam ich damals nicht, wahrscheinlich wurde noch nicht einmal ein möglicher Chip ausgelesen - leider erlebe ich das in Dänemark immer wieder.
Eine weitere kastrierte Mieze wurde, so berichtete der Hafenmeister, von Urlaubern mit nach Hause genommen.
Und Hanna blieb am Hafen. Sie hat eine feste Hütte als Unterschlupf


und wird regelmäßig gefüttert - und steigt, wenn ihr Fütterer kommt, sogar in dessen Auto um eine Runde um den Hafen gefahren zu werden...;-)
Immerhin scheint für sie gut gesorgt zu sein, denn Fell und körperlicher Zustand sehen gut aus.

Am nächsten Morgen fuhr ich dann wie geplant die fast 100 km nach Vejlby Klit, um vielleicht wirklich Liza und ihre Jungen zu finden...

Früh morgens im Ferienhausgebiet angekommen, waren noch kaum Urlauber unterwegs und ich ging eine Runde - tatsächlich fand ich ein Haus, an dem zwei (leere) Tellerchen standen und auf dem Rasen des Nachbarhauses saß ein bekanntes Katzengesicht:

Tim, kastriert im März 2016

Und da die Futterstelle nicht weit von dem Ferienhaus von Brigitte entfernt war, wollte ich hier später nochmals vorbeischauen.

Zwischendurch ein kurzer Blick nach meinem Futterhaus im Viktoriavej.
Schön, dass dort ebenfalls zwei bekannte Miezen zu finden waren:

Ben und Thea (beide kastriert im März 2016)
                                          
Bei meiner Rückkehr zu dem Ferienhaus mit den Tellerchen waren die dänischen Besitzer dort.
Als ich auf sie zuging um sie anzusprechen, fiel mein Blick auf die Katze, die sich dort aufhielt: Liza!
Ich hatte sie also wirklich gefunden.
Allerdings wussten die dänischen Hausbesitzer nichts von möglichen Jungen, so setzte ich mich auf einen der grasbestandenen Wälle zwischen den Häusern und wartete.
Aber Liza schien kein Interesse daran zu haben, dort wegzugehen.
Und so wartete ich weiter - und fragte irgendwann die deutschen Urlauber im Nachbarhaus, ob sie denn vielleicht die Katze kennen.
"Ja klar, und wir haben sie und die Schwarze mit weiß (gemeint war Tim) auch schon gefüttert.", war die Aussage - auch dort aber keine Kenntnis von möglichen Kitten.

Schließlich, nach 2-3 Stunden des Wartens erhob sich Liza, aber nur um auch auf dem Nachbargrundstück nochmal zu betteln....
Dann aber schien sie ein Ziel zu haben. Sie lief durch die Büsche in Richtung der Schienen, weg von der Siedlung....
In einigem Abstand folgte ich ihr, immer wieder schaute sie sich um, so dass ich ihr viel Raum ließ.
Einige größere Büsche waren dazwischen, ich befürchtete bereits, sie verloren zu haben, ging in ihre Richtung langsam hinterher.
Mist, da saß sie, als wollte sie checken, ob ich ihr folge, also bog ich ab, tat so, als hätte ich sie nicht gesehen.
Und dann setzte auch sie sich wieder in Bewegung und lief in Richtung eines Hauses.
Ah, dachte ich, das ist also Dein Platz.
Aber dann.... sie sprang auf eine kleine Mauer an dem Haus, lief sie entlang und mit einem Satz von unten in den Dachüberstand!

Oh nein! Das konnte jetzt nicht sein!
Da käme ich niemals dran....
In der Nähe war ein Däne, der gerade den Rasen mähte, wie sich herausstellte der Hausbesitzer.
Und da wir uns nicht verständigen konnten, machte er sich sogar die Mühe mit mir zum Ferienhausvermieter zu fahren, damit man dort übersetzen könnte.
Im Ergebnis war es aber leider so, dass es keinen Zugang zum Dach gab, keine Luke, keine Treppe.
Ich war so nah dran und doch so weit weg....
Verdammt.
Aber sie hatte sich einen tollen und sicheren Platz für ihre Kleinen ausgesucht, eine tolle Katzenmama!

So fuhr ich enttäuscht zu Sabine zurück.
Dennoch sollten die verbleibenden Tage noch aufregend und erfolgreich werden!

Anke

Dienstag, 10. September 2019

Es war nur eine Schreibpause... ich bin noch aktiv!

Fast genau ein halbes Jahr ist mein letzter Eintrag hier nun her.
Die Facebook-Nutzer konnten zumindest noch lesen, dass Blavand zwar etliche Fänge und Kastrationen brachte, ich jedoch aufgrund widriger Umstände meine sehr hoch gesteckten Ziele im März leider nicht erreichte.

Einige Enttäuschungen über menschliche Verhaltensweisen und Anfeindungen meiner Arbeit sowie Drohungen per SMS führten schließlich dazu, dass meine Berichte ruhten.

Dennoch war ich nicht untätig. Im Gegenteil.
Auch im Mai und im Juli war ich im Sinne meines Projektes unterwegs und konnte trotz der eher "schwierigen" Sommermonate etwas erreichen.
Ja, mir gelangen sogar einige Kastrationen und ganz besondere Wiedersehen!

So zum Beispiel diese Beiden hier in Vejlby Klit:

Thea und Ben, kastriert 2016

Deshalb gibt es nun wieder was zu lesen, denn ich bin vom Sinn meiner Arbeit überzeugt - und ich hoffe sehr, dass man mir die Funkstille nicht übel nimmt.

Übrigens:
Mein alljährlicher November-Aufenthalt ist auch bereits in fortgeschrittener Planung. Die Ziele stehen fest.
Und wenn ich ganz viel Glück habe, wird mich meine Freundin Elly sogar die kompletten zwei Wochen begleiten.

Anke