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Freitag, 13. März 2015

7. Tag - vorerst letzter auf der Insel Römö


Gestern Abend gab es noch die beabsichtigte Fang-Aktion am Hotel Kommandoergarden.
Es ging uns um drei ganz bestimmte Katzen, eine davon kannten wir „live“ (die Schwarze mit dem weißen Unterfell), eine „live“ immerhin vom letzten November (die Kuh-Katze) und eine nur von der Auswertung der Wildkamera in den vergangenen Tagen (ein helles, langhaariges Tier).

Kater oder Katze?

Kurz nachdem wir am Futterhaus angekommen waren, waren auch schon einige Vierbeiner da.
Alle warteten offensichtlich auf die Fütterung.
Zwei (Hauke und Henrik) konnten wir gleich zufriedenstellen und hofften, dass sie uns beim Fangen nicht mehr dazwischenkommen.
Diese taten uns auch den Gefallen, aber da waren ja noch viele andere Fellnasen.
Kaum stand die Falle, war Olaf drinnen.
Nun entschieden wir, die gefangenen Katzen einfach in die Umsetzkäfige umzupacken und im Auto „zwischenzuparken“. So könnten sie uns wenigstens nicht nochmal stören.
Das nächste Klapp - wieder eine alte Bekannte: Rieke.
Und kurze Zeit später dann war Mia in der Falle.

Und danach war es wie abgeschnitten.
Bei nur um die 0 Grad setzten wir uns dann ins Auto. Und plötzlich tauchte die Kuh-Katze auf. Aber sie lief zielstrebig von A nach B, würdigte weder das Futterhaus noch unsere Fallen auch nur eines Blickes…

Weil dann wieder nichts passierte, ging ich zu dem Müllplatz.
Und dort saßen denn auch Knut, Torge und die schwarze Katze mit den weißen Stellen, die Mia so ähnlich sieht.
Und hier gab es eine erfreulich Überraschung bzw. Entdeckung meinerseits: dieses Tier war markiert - und zwar mit einem Kreis im Ohr. Es konnte sich also nur um Ulla handeln.
Merkwürdig, nun hat also auch sie diesen Fell-Veränderung.
Meine Güte, den beiden muss es wirklich kalt gewesen sein über den Winter.
Aber die Haut war weiß und sah weder schuppig noch gerötet aus.
Aber dennoch reifte in mir der Entschluss, die ohnehin gefangen im Auto sitzende Mia mit zum Tierarzt zu nehmen, um die Sache mal anschauen zu lassen.

So konnte ich nun aber auch diese drei füttern, sehr gut.

Torge, Knut und Ulla
Danach stieg ich zu Thomas ins Auto und nun mussten wir doch die Standheizung mal einschalten, so kalt war es.

Und dann hieß es warten…. warten… warten…
Dann erschien ein helles Tier an der Falle, es zog sich das erste Stück Wurst heraus, dann das zweite Stück.
Dann musste es weiter hineingehen, beim nächsten Stück noch weiter. Dann „klapp“.
Als wir in die Falle schauten, naja, ein bisschen enttäuscht waren wir schon. War doch auf den ersten Blick klar, dass da ein Kater in der Falle saß, riesig groß, kräftig und rot.


Nein, das war nicht das Tier von der Wildkamera.
Aber gut. Wir ließen die erste noch im Auto festgehaltene Katze frei, um den Großen in den Umsetzkäfig zu packen.
Meine Güte, was für eine Randale.. Gut, dass zwischen ihm und uns ein Gitter war.

Dann wieder Warten, wieder schlich die Kuh-Katze über den Hof, wieder interessierte sie die Falle nicht im Geringsten.
Und dann nochmal „klapp“.
Auch dieses Mal war es aber augenscheinlich ein Kater, schon wieder ein großes und kräftiges, dieses Mal getigertes Tier.
Beide Kater hatten wir noch nie am Hotel gesehen, auch nicht auf der Wildkamera.
Es scheint also tatsächlich so zu sein, dass nicht alle Katzen regelmäßig jeden Tag dort erscheinen.

Nach einer weiteren Wartezeit packten wir schweren Herzens zusammen - nicht ohne die Futterschüsseln nochmals zu befüllen und ins Futterhaus zu stellen.
Das war es dann also für diesen Urlaub auf Römö. Schade.

Dann rasch Zuhause die Kater in den Abstellraum und selbst ins Bett.
Nur knapp sieben Stunden später klingelte der Wecker.

Komfortabel war das Aussetzen von Odin, da wir ihn ja hier auf der Terrasse gefangen und so auch hier wieder aussetzen konnten.

Odin beim "Frühsport"..;-)

Dann die Kater und Mia ins Auto und schnell wieder ans Hotel, die Wildkamera geholt und Grete einpacken, um sie zur Untersuchung mit zum Tierarzt zu nehmen.
Wir hatten uns das ganz leicht vorgestellt. Aber ganz so war es nicht.
Der Mitarbeiter des Hotels, der Grete derzeit an seiner Wohnung füttert, wollte sie hochheben, aber sie entwand sich seinem Griff.
Also gut, dann musste ich eben ran.
Futter in einer Schüssel - und dann griff ich ihr ins Genick.
Es war nicht einfach, sie versuchte sich aus meinem Griff zu drehen, kämpfte gegen das Einpacken mit aller Macht, aber ich konnte sie ohne Verletzungen (weder auf ihrer noch auf meiner Seite) in die Box schieben.

Beim Tierarzt ging alles schnell und problemlos:
Die Kater waren rasch kastriert, Mia scheint eine Allergie zu haben, zumindest keine Parasiten. Aber wirklich tun kann man für eine „wildlebende“ Katze an einer Futterstelle mit 10-15 anderen Tieren eben leider auch nichts.
Und die arme Grete hat zwar keine ernsthafte Verletzung am Bein, dafür aber einen chronischen Katzenschnupfen. Sie wird ihre Rotznase behalten.
Eigentlich müsste sie inhalieren, aber wer will sich darum kümmern?
So bekam sie zumindest eine Depot-Spritze, vielleicht hilft auch das nun hoffentlich trockener und wärmer werdende Wetter.
Das sind die sehr traurigen Seiten an unserer Arbeit hier: Man kann für das einzelne Individuum nur sehr eingeschränkt etwas tun.

Am Nachmittag hieß es ein paar hundert Fotos sortieren und zum wiederholten Male Fallen, Umsetzkäfige und Transportkörbe säubern - zumal Grete sich sehr stinkig entleert hatte…


Die Wildkamera an der Kompost-Futterstelle in Sönderstrand musste noch eingesammelt werden. Auch dort hinterließen wir einen Brief und eine Wurmpille für Meike.

Danach schauten wir bei Therese, der Besitzerin, am Hotel Kommandoergarden vorbei.
Wir brachten ihr die laminierte Übersicht der bereits kastrierten Katzen am Hotel und sagten ihr, dass sie die Fotos doch ruhig aushängen könne, damit die Urlauber informiert sind über die Kastrationen.
Zudem wiesen wir darauf hin, dass ihre die Katzen fütternde Tante doch in jedem Falle nur das Futterhaus nutzen solle zum Füttern und nicht auch am Müll wieder etwas hinstellen möge.

Zur Sicherheit gegen das Eindringen von Hunden in das Futterhaus brachten wir noch ein Holzbrett am Haus an.
Die Wildkamera wird uns morgen zeigen, ob die Katzen mit diesem Brett vielleicht auch ein Problem haben…

Resumee:

Wir haben dieses Mal hier auf Römö eine weibliche Katze und sechs Kater kastrieren lassen können.

Beim Sichten der Fotos am Nachmittag stellte ich jedenfalls fest, dass wir von den 15 am Hotel kastrierten Katzen immerhin sicher 11 wiedergesehen haben.


Dennoch bleibt am Hotel noch etwas zu tun.
Die abendliche Überwachung des Futterhauses scheint in den ersten Tagen eines Aufenthaltes sinnvoll zu sein, um daraus Schlüsse über die anwesenden Katzen ziehen zu können.
Zudem berichtete uns Therese auch von Katzen an ihrem Pferdestall. Keine der Katzen habe sie sich angeschafft, alle seine über die Jahre einfach zugelaufen.
Wahrscheinlich gibt es dort also noch weitere Katzen, vielleicht haben sich dorthin aber auch die übrigen vier kastrierten Tiere zurückgezogen, die wir selbst nun in diesem Urlaub nicht mehr entdeckt haben.
Außer Acht lassen darf man aber auch nicht die direkt angrenzende Durchgangsstraße der Insel. Sie stellt eine große Gefahr für die Katzen dar - zumal Thomas Henrik oder Olaf auch über die Straße flitzen sah.

In Sönderstrand haben wir nur eine von uns in den vergangenen Jahren kastrierte Katze live gesehen, nämlich Kirsten.
Und Meike war deutlich auf der Wildkamera zu erkennen.

Meike

Leider fehlen jedoch die vielen anderen Tiere, die wir in den Vorjahren kastrieren ließen.
Da ist vor allem die so zutrauliche und verschmuste Konni gewesen - wobei sie durchaus auch von Urlaubern mitgenommen worden sein könnte.
Tja, und dann fehlen auch noch einige Kater.
Um hier noch ein bisschen genauer schauen zu können, werden wir wohl bei unserem nächsten Römö-Aufenthalt wieder in Sönderstrand wohnen.

Nun geht es morgen aber zuerst einmal an den Ringköbing-Fjord, nach Hemmet Strand.
Hier hoffen wir, unsere Fangquote wieder ein bisschen mehr zum weiblichen Geschlecht hin verschieben zu können!
Allerdings kennen wir zwar einige der an der Futterstelle verkehrenden Tiere von Fotos - die Geschlechter konnten jedoch bislang allesamt noch nicht festgestellt werden.
Es werden also in jedem Falle spannende Tage am Fjord.
Und einige Stunden wollen wir ja auch in Bjerregard verbringen! Darauf freue ich mich besonders.

Anke

Dienstag, 10. März 2015

4. Tag - ein neuer Fang am Hotel


Noch am späten Abend fuhr ich gestern nach Sönderstrand und holte die Falle. Leider ohne den gewünschten Inhalt…;-(
Und auch die Falle hier auf der Terrasse machten wir unscharf. Nur mit einer Katze wollten wir den Weg zum Tierarzt nicht fahren.

Die beiden kastrierten Tiere schliefen über Nacht offensichtlich wirklich tief und fest im Abstellraum, denn auch wir konnten die Nacht in Ruhe verbringen.
Da wir niemanden zur Kastration fahren mussten, konnten wir uns mit dem Freilassen am Morgen Zeit lassen.
Zuerst fuhren wir um kurz nach 7 Uhr nach Lakolk. Dort entließen wir den Kater „Emil“.

Emil
Er ließ sich nach dem Öffnen des Korbes viel Zeit zum Gehen, beschwerte sich aber offenbar lautstark über die Zeit der Gefangenschaft: miau, miauuuu, miaaaauuuu.
Dann schließlich lief er doch davon und drehte sich ein paar Meter weiter nochmals zu uns um - und abermals kam ein vorwurfsvolles „Miauuu“.

Dann rasch mit der hübschen Prinsesse nach Sönderstrand.
Sie war ebenso cool in ihrem Korb. Erst nachdem ich nach dem Öffnen der Klappe auch das darübergelegte Handtuch etwas anlupfte, lief sie davon.

Prinsesse
Und auch sie miaute zum Abschied.
Es ist schon interessant: Da sehen beide Katzen fast gleich aus, sind auch im Benehmen einander sehr ähnlich. Ob sie wohl miteinander verwandt sind?
Die Siedlungen, in denen sie leben, sind aber ein paar Kilometer voneinander entfernt - und beide Katzen wurden uns schon vor einigen Jahren von den jeweiligen Örtlichkeiten gemeldet:
Prinsesse im Dezember 2012, Emil im September 2013.

Nachdem wir die Katzen entlassen und im Anschluss gemütlich gefrühstückt hatten, nutzte ich den wunderbar sonnigen Tag, um die Körbe und Fallen ordentlich zu säubern und zum Trocknen in die Sonne zu stellen.
Als wir dann eine Kaffeepause machten, bekamen wir Besuch auf der Terrasse. Es war der Tiger, den wir hier auf dem Grundstück schon gesehen hatten.
Es sah fast so aus, als habe er eine Tätowierung im Ohr und das schmale Gesicht erinnerte uns auch an Freya - aber aufgrund der Fellfarbe kann sie es einfach nicht sein.


Wir werden die Katze fangen müssen, um sicher zu gehen. Denn eigentlich kann es keine „unserer“ kastrierten Miezen sein.

Im Anschluss nahm ich das Ferienhausgebiet „Bolilmark“ auf der Insel näher in Augenschein.
Ich entdeckte keine Katze, auch keine Spuren, die auf ihre Anwesenheit hindeuten.
Auch diverse Urlauber, die ich fragte, hatten keine Katzen gesehen.

Der Rückweg mit dem Fahrrad führte mich dann durch Lakolk.
Auch hier klopfte ich an vielen Häusern und fragte die Urlauber nach Katzensichtungen.
Aber ausnahmslos wurde mir mit „nein“ geantwortet.
Eine nette junge Frau sagte mir sogar, dass sie seit vielen Jahren nach Römö fahre und sonst immer Katzen gesehen und auch gefüttert hätte - aber dieses Mal sei ihr noch keine Fellnase begegnet.
Natürlich bekam sie einen Flyer von mir. Vielleicht schreibt sie uns bei Gelegenheit.
Es würde uns sehr freuen.

Abends fuhren wir nach Sönderstrand und stellten dort die Falle an der Kompost-Futterstelle auf. Wir wollen sie diese Nacht mit der Funk-Wildcam überwachen - und im Auslösefall das Tier sofort abholen.

Danach - noch bei Licht - ging es zum Hotel Kommandoergarden.
Relativ schnell, nachdem wir gerufen und gelockt hatten, kamen sechs Katzen an das Futterhaus.


Irgendwie war uns da aber eine Tigerkatze zu viel.
Also stellten wir die Falle auf.
Mit Leberwurst hatten wir ganz schnell ganz viele Fellnasen, die sich um die Falle drängten.
Und ganz schnell war auch eine Katze darin und klapp…
Dummerweise bekamen das natürlich auch alle anderen Tiere mit - und so waren danach auch alle verschwunden.
Aber immerhin: der gefangene Tiger hat keine Ohr-Tätowierung, heisst, er ist noch nicht kastriert!

Und dann bekamen wir ein Bild von unserer Funk-Kamera: Meike war in der Nähe der Falle. Wir befürchteten schon, dass sie vielleicht hineinginge. Aber nein, noch widerstand sie der "Leberwurst-Versuchung" und verschwand wieder.

Während der weiteren Wartezeit am Futterhaus des Hotels gingen noch zwei bereits kastrierte und markierte Tiere in die Falle,
Stine und Hauke. 

oben Haukes Ohr-Tätowierung, unten Stine
Beide wurden nach Identifizierung natürlich sofort wieder in die Freiheit entlassen!

Als wir dann im Futterhaus die Näpfe vor dem Gehen füllten, kamen noch Knut, Rieke und Torge hinzu.
Und beim Heimfahren entdeckten wir in den Büschen sogar noch Grete.
Na, immerhin.
Das Wiedersehen mit bekannten Katzen freut uns immer ganz besonders!

Nun haben wir den einen Fang in unserem Abstellraum.
Die Fallen in Sönderstrand und auf unserer Terrasse bleiben scharf…
Vielleicht wird es also eine Nachtruhe mit Unterbrechungen.

Anke

Samstag, 7. März 2015

1. Tag - Anreise und erste Katzen


Die Zeit zwischen unserem Aufenthalt im November und dem jetzigen verging so schnell.
Gepackt hatten wir auch flott dieses Mal - trotzdem haben wir bislang noch nichts festgestellt, was wir vergessen hätten. Aber das wird noch kommen…;-)

Die Fahrt war sehr entspannt und bei schönem Wetter.
Da wir auch wieder dasselbe Haus haben, hat inzwischen alles seinen Platz und das Einräumen ging uns gut von der Hand.
Nach einer kurzen Pause und einem Kaffee machten wir uns auf den Weg.
Erst zum Haus der verstorbenen Karstine in der Inselmitte.
Dort sahen wir nach dem Futterhaus - gut gepflegt und mit Trockenfutter im Spender. Eine Katze sahen wir jedoch nicht. Aber wir füllten Feuchtfutter mit Katzenmilch auf und stellten die Wildkamera dazu. 
Denn es interessiert uns sehr, wieviele der Katzen hier noch fressen. Im November waren es noch mindestens neun Tiere.

Danach ging’s weiter in den Süden der Insel, nach Sönderstrand.
Ziel war der als Futterstelle umgebaute Komposter (das Ferienhausgrundstück eines älteren dänischen Paares), an dem wir im November (die bereits kastrierte) Meike und (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) deren Mutter auf der Wildkamera hatten.
Natürlich war die Mutter nun eines unserer erklärten Ziele.
Also füllten wir Feuchtfutter auf (Trockenfutter war reichlich vorhanden) und stellten die Wildkamera dazu.
Dann wollten wir weiter zum Hotel.

Auf dem Rückweg sagte Thomas plötzlich: „Schau mal.“ und 100 Meter vor uns lief über den Sönderstrandvej eine Katze - viel weißes Fell war zu erkennen.
Thomas hielt an, ich mit Rucksack und Futter schnell raus aus dem Auto und einen parallelen Weg zu der Katze eingeschlagen.
Langsam ging ich auf ein Grundstück, auf dem die Katze nun etwa sein musste.
Und plötzlich schaute sie mich um die Hausecke an.


Es brauchte nicht lang und ich erkannte sie als eben diese Katze, die am Komposter auf der Wildkamera war und die wir erstmals im Winter 2012/13 gemeldet bekommen hatten.
Und ich hatte Glück: die Katze war zutraulich!
So fiel ein Blick unter den Schwanz leicht: ein Mädchen.
Und verschmust ist sie, schnurr, schnurr. Also schnell gefüttert und gestreichelt.
Thomas, der zwischenzeitlich auch das Auto geparkt hatte, gelang dann auch ein schönes Foto:


Leider haben wir morgen keinen Tierarzt an der Hand. So mussten wir das Mädchen (, das übrigens wunderbar weiches, fast plüschiges Fell hat) wieder gehen lassen.
Hoffentlich sehen wir sie wieder und können sie die Tage noch fangen.
In jedem Fall werde ich morgen Abend an diesem Haus auf sie warten, es scheint ein üblicher Weg von ihr zu sein - obwohl natürlich die Straße, die direkt zum Strand führt, eine der stärker befahrenen auf der Insel ist!

Danach dann zum Hotel Kommandoergarden.
Hier war die Enttäuschung groß.
Unser Futterhaus stand noch - allerdings viele Blätter darin. Eine kleine Schüssel im Haus, in der sich offensichtlich zuvor Feuchtfutter befunden hatte, war komplett leer, leider auch kein Behältnis für Trockenfutter vorhanden.
Also ging ich an den Müllplatz nahe der Küche und dem Hintereingang, wo bis letzten November gefüttert wurde (, wenn denn gefüttert wurde…).
Und dort saßen dann auch zwei Katzen.
Mia erkannte ich sofort, und ein hübscher kleiner Tiger miaute mich an, war aber sehr zurückhaltend.
Ich ärgerte mich sehr, schien es mir doch, als würden die Katzen dort wieder auf Futter warten.
Ich sprach die Miezen dann an, lockte sie.
Und sie folgten mir umgehend in Richtung des knapp 50 Meter entfernten Futterhauses.
Also anscheinend ist ihnen auch dieser Weg nicht unbekannt.
Vielleicht doch ein gutes Zeichen!

Hauke und Mia
Beim Füllen der Schüsseln am Futterhaus erschien noch ein weiterer schmaler Tiger.

Leider blieb es aber bei den Dreien.
Und wir sind sehr gespannt, ob sich bis zum morgigen Vormittag im Futterhaus etwas verändert, ob die Katzen also heute Abend noch etwas zu fressen bekommen hätten.

Und nach der Sichtung der Fotos eben sind wir uns relativ sicher, dass die beiden Tiger die von uns im November kastrierten Hauke und Torge sind.

Die ersten Stunden also schon spannend - und verbunden mit dem Ziel des Fangs eines bestimmten Tieres. Hoffentlich schaffen wir es!

Anke

Donnerstag, 27. November 2014

6. Tag - letzte Kastrationen und eine neue Futterstelle


Was taten wir wohl am Morgen des heutigen Tages?
Ja, wir fuhren zum Hotel.
Dort entließen wir den Kater Hauke.

Hauke
Und füllten im Anschluss noch die beiden Näpfe auf, die (noch) am Müllplatz des Hotels stehen.

Dann sollte es zum Tierarzt gehen.
Außer den beiden Fängen zur Kastration wollten wir noch eine weitere Katze mitnehmen, die uns zwei junge Leute brachten, die im Hotel arbeiten und die Katze an ihrer Wohnung füttern.
Sie berichteten uns, dass sie starken Schnupfen habe und sie machten sich Gedanken.
So vereinbarten wir gestern, dass wir sie mitnehmen würden zum Tierarzt, wenn sie sie heute am Morgen in einer Box vorbeibrächten.
Die Box bekamen sie leihweise von uns. Pünktlich um 08:30 Uhr waren sie mit der Katze da.
Und ich freute mich, dass es sich um Grete handelte, die sie uns da nun mitgeben wollten. Das Katzenmädchen war von uns ebenfalls im März kastriert worden. Tatsächlich war sie nun ein bisschen verschnupft. Ein Check beim Tierarzt täte also sicher gut.

Während Thomas sich dann also auf den Weg machte, nutzte ich die Zeit, um hier im Ferienhaus ein bisschen aufzuräumen, Fallen und Körbe zu reinigen und mich mit Aramis zu beschäftigten.

Aramis
Natürlich hatte er von uns auch Futter bekommen, was er sehr gierig verschlang.
Sicher durfte er in den Monaten hier nicht allzu wählerisch sein.

Am Mittag wurde Aramis dann abgeholt.
Ein freundlicher Kater kann nun den Winter in einem warmen Haus verbringen. Er hatte einen deutlich längeren „Insel-Abenteuer-Urlaub“ als geplant. Aber es ist gut ausgegangen!

Als Thomas zurückkam, berichtete er, dass es sich bei unseren gestrigen Fängen um einen Kater und eine Katze handelte. Wir nannten sie Olaf und Rieke.

Und von Grete gab es auch nichts Schlimmes zu berichten.
Sie hat wirklich einen leichten Schnupfen.
Dieser sollte aber mit einer Antibiotika-Gabe auszuheilen sein.
So konnten wir das Mädel gleich zurückbringen. Denn da sie lieb war und sich beim Tierarzt gut und ohne Gegenwehr untersuchen ließ, war eine Narkose nicht nötig.

Grete (kastriert im März 2014)
Und was Thomas noch vom Tierarzt mitbrachte, war ein weiteres großes Futterhaus.
Dieses hatten wir uns dorthin liefern lassen - denn wir wollen ja am Hotel für eine neue, aufgeräumte Futterstelle sorgen.
So wurde das Haus am Nachmittag zusammengebaut und gleich zum Hotel gefahren.
Der Platz scheint gut geeignet.


Hoffen wir, dass die Katzen die neue Futterstelle finden.

Die Frage, ob tatsächlich die Angestellten des Hotels bereit sind, die 50 Meter zu dem Futterhaus zu laufen und dort zu füttern, anstelle die Buffet-Reste einfach in den an die Küche angrenzenden Müll zu kippen, wird erst die Zeit beantworten.
Jedenfalls werden wir Therese, die Hotelbesitzerin, gelegentlich wieder darauf hinweisen.

Nach dem Abendessen fuhr ich nochmal zum Hotel.
Ich wollte versuchen, den Katzen den neuen Futterplatz zu zeigen und die Tiere beim Fressen zu sichten - nun, wo viele von ihnen eine Rasur auf dem Kopf haben, kann man sie so wunderbar direkt von den Anderen unterscheiden.

Leider war es aber richtig kalt (nur noch 2 Grad), und es blies ein eisiger Wind. Daher waren über eine Stunde kaum Katzen zu sehen.
Vier der kastrierten Katzen folgten mir aber immerhin über 2/3 der Strecke bis zum neuen Futterhaus.

Torge, Hauke und Ulla als Vorreiter
Und zwei von ihnen (natürlich auch Mia) kamen bis direkt vor das Haus und fraßen dort ihre abendliche Portion Feuchtfutter.

Dann sollte sich doch hoffentlich der neue Platz in der Katzenpopulation „herumsprechen“.
Denn an die alte Futterstelle am Müll stellte ich nun heute nichts mehr.

Ein bisschen stinkende Leberwurst und Thunfisch in die Futterschüssel im Haus.
Vielleicht hilft’s.
Und damit wir morgen wissen, wer gefressen hat, stellten wir die Wildkamera mit dazu.
Nun heisst es noch einmal Daumen drücken, denn dieser Platz wäre ein echter Fortschritt!

Neue Erkenntnisse zu weiteren Katzen gewann ich leider nicht.
Also werden wir im nächsten März unser Glück mit weiteren Beobachtungen versuchen müssen. Auch diesbezüglich setzen wir Hoffnungen in die etwas abseits gelegene Futterstelle, da wir dort ungestörter sind.

Anke