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Dienstag, 10. Januar 2017

Nicht alles läuft glatt.... Leider

Am Morgen zuerst (und noch vor dem Frühstück) zum neuen Futterhaus, während Petra Zuhause ein super-leckeres Rührei mit Gemüse vorbereitete.
Leider zeigte sich auf der Wildcam jedoch nicht das erwünschte Ergebnis.
Im Gegenteil: nur Ben war in der Nacht in das Futterhaus gegangen. Das ist sehr ungewöhnlich und nicht wirklich meinem Wunsch und meiner Hoffnung entsprechend.
Mal sehen, was über den Tag passieren würde.

Ein Spaziergang durch die Siedlung erbrachte nur eine Katzensichtung, ein komplett schwarzes Tier, vermutlich Hugo (die Gegend würde passen):

wahrscheinlich Hugo

Am frühen Nachmittag konnten wir dann das zweite Futterhaus aufstellen im Neerlandiavej, also in einem anderen Bereich der Siedlung.
Es hat einen guten Standort bei einer netten Dänin, die an ihrem Haus bereits seit mehreren Jahren füttert und bislang noch keinen wettergeschützten Platz für das Futter hatte.
Da helfe ich dann natürlich besonders gern:

das neue Futterhaus mit seinem notwendigen Equipment

Auch hier stellte ich, um die ersten Besuche(r) überwachen zu können, eine Wildkamera dazu.
Schließlich wollen wir sicher sein, dass zumindest Saba und Misel ihren neuen Futterplatz annehmen werden.

Und als wir gerade wieder ins Auto steigen wollten, entdeckten wir Lena, die auf dem Weg zu eben dieser Futterstelle war.
Die Hübsche war ja bereits beim Einfangen im März relativ zutraulich. Auch jetzt ließ sie mich beim Füttern immerhin auf gut einen Meter heran, so dass ich auch sie entwurmen konnte.


Am Nachmittag wurde das Wetter dann schlechter, leider.
Es kam kräftiger Wind auf, und es begann auch zu nieseln.
Dennoch führte mich der Weg natürlich nochmals zu unserem ersten Futterhaus.
Wieder dieselbe Situation. Vier Katzen erwarteten mich: Ben, Thea, Tilda und Tim.
Nur Ben ging jedoch in das Futterhaus hinein, die anderen Katzen blieben in "sicherer" Entfernung und miauten mich an.
Die Situation macht mich traurig. Woran nur kann es liegen?
Ist Ben zu sehr Macho und Platzhirsch, so dass die anderen Katzen Angst haben sich mit ihm ein Futterhaus zu teilen?
Ist der Eingang für den Anfang zu klein (, da ich ihn ja absichtlich wegen der unerwünschten Mitfresser verkleinert habe)?
Solche Probleme gab es bislang noch nie. Obwohl an den Häusern auf Römö und in Hemmet Strand ebenso viele Tiere fressen.
Was also kann man tun?
Ein zweites Loch hinein schneiden würde dem Sinn des Hauses zuwider laufen.
Den Eingang vergrößern ebenfalls.
Vielleicht wird es der Hunger der Tiere richten - wobei ich keinesfalls möchte, dass sie sich von dieser nun so regelmäßig aufgesuchten Futterstelle entfernen.
Die Zeit für eine Lösung drängt, zumal wir schon am Mittwoch wieder heimfahren müssen.

Wieder Zuhause grübelte ich nach und ging nochmals zurück zum Futterhaus.
Ich zog die Näpfe fast bis zum Eingang nach vorn, so dass die Katzen nun auch fressen können ohne eine Pfote in das Haus hineinsetzen zu müssen.
Vielleicht würde das als erster Schritt ausreichen.

Nachdem ich schließlich unzufrieden, kalt und etwas nass wieder am Ferienhaus angekommen war und den Schlüssel aus meiner Jacke herausholen wollte, zog ich dabei auch noch die getauschte Speicherkarte mit aus der Tasche.
Und wie es manchmal so ist, fiel die Karte in der Hülle (offenbar völlig senkrecht) in den Schlitz zwischen den Holzlatten des Treppenaufgangs. Oh nein, nicht auch noch das!
Hindurchgreifen war nicht möglich, zudem war die Treppe auch seitlich komplett verkleidet.
Lösen ließen sich die Bretter auch nicht und das Ofenbesteck war zu dick...
Petra hatte schließlich die rettende Idee: ein Kleiderbügel sollte helfen.
Er wurde aufgedreht, durch die Bretter in Richtung des 25 cm darunter befindlichen Sandes gesteckt um dort die Speicherkarte Zentimeter für Zentimeter in Richtung Treppenrand zu schieben.


Schließlich war es gelungen und ich konnte das gute Stück unter der Verkleidung hervorangeln.
Puh. Ein wenig Glück nach heute überwiegender Unzufriedenheit mit einem ungelösten Problem...

Anke

Sonntag, 8. Januar 2017

Das erste Futterhaus in Vejlby Klit

Gut geschlafen haben wir in der vergangenen Nacht.
Ich selbst ruhiger, als in 90% der letzten Nächte hier, denn zumeist stand ja irgendwo eine Falle scharf oder saß irgendeine (unzufriedene) Katze in einem Umsetzkäfig oder einer Box, um die man sich sorgte...
Dieser Aufenthalt soll ja aber einzig dazu dienen den Fellnasen auch in den urlauberarmen Monaten die dringend benötigte Nahrung zu bieten.
Also keine Fänge und damit kein Stress für mich/uns - und auch nicht für die Katzen.

Gleich nach dem Frühstück gingen wir wieder zu Nanny und Kurt.
Wir hatten gestern versprochen ihnen einige Flyer zu überlassen, die sie bei der Eigentümerversammlung im Mai verteilen könnten.
Außerdem entschieden wir zusammen, wo wir das Futterhaus auf ihrem Grundstück positionieren würden.
Und so machten Petra und ich uns gleich nach der Rückkehr ins Ferienhaus daran, das Haus zusammenzubauen und "aufstellfertig" herzurichten.


Meine Arbeit fand dabei unter den strengen Augen von Morten statt, der den ganzen Vormittag an unserem Haus unterwegs war und zwischenzeitlich sogar mit einer Maus erschien, die er genüsslich verspeiste:


Da soll mal wieder einer sagen, dass gefütterte oder kastrierte Katzen keine Mäuse fangen!!!
Morten jedenfalls war ganz sicher satt und kastriert ist er auch. ;-)

Auch das anschließende Aufstellen des Hauses an seiner endgültigen Position wurde überwacht.
Zu diesem Zweck fanden sich (natürlich) Ben, aber auch Thea und Tilda an der Futterstelle ein, die sich nach dem Fressen dann ausgiebig putzten:

Tilda auf dem Geländer, Thea unten

Die beiden Mädchen bekamen bei dieser Gelegenheit auch gleich noch eine Wurmpille von mir.
Und schließlich war Ben dann der Erste im (noch fast leeren) Futterhaus.


Am Nachmittag warteten wir dann leider vergeblich auf Morten, so dass unser nächster wichtiger Plan für den heutigen Tag verschoben werden musste.

Dafür stromerten Petra und ich nochmal durch die Siedlung. Petra stieß dabei auf die kleine Kiddie, die Schwester von Morten, die an "ihrem" Haus in den Rosenbüschen saß.


Ich hatte leider im südlichen Teil der Siedlung keine Katzensichtungen, allerdings den Termin zum Aufstellen des zweiten Futterhauses für die Katzen Saba, Misel und Lena für morgen ausgemacht.

Und bei meiner Rückkehr ins Ferienhaus stand dann die Tür offen. Das konnte nur für Katzenbesuch sprechen - und zwar für eine Mieze, die umschlossene Räume ertragen kann, was längst nicht alle verwilderten Katzen können!
Ein Blick ins Haus: Tom war zu Gast bei uns. Wie schön, der Schmusekater schlechthin.

Tom
Nach zwei Portionen Futter inklusive Wurmpille machte er es sich dann auf dem Boden vor der Couch gemütlich und blieb, bis Petra vorhin ins Bett ging.

Ich selbst machte mich nach dem Abendessen nochmal auf zu einem kurzen Check des neuen Futterhauses:
Die Wildcam zeigt, dass drei der Katzen es schon angenommen haben. Nämlich Ben, Tim und Lille.


Leider hat sich Thea bislang nicht hineingewagt, aber sicher wird auch sie ihre Scheu noch verlieren, wenn sie hungrig genug ist.

Herzlichen Dank jedenfalls schon einmal an Nanny und Kurt für Eure Unterstützung!

Anke

Mittwoch, 23. November 2016

Besseres Wetter und wieder zwei Fänge

In der letzten Nacht hatte Tom mir zu fast vier Stunden durchgehendem Schlaf verholfen, da er gegen drei Uhr so lange von außen an dem Auslöser der offenstehenden Falle im Viktoriavej herumfummelte um an das darin befindliche Futter zu kommen ohne selbst hineinzugehen, dass sie schließlich zuschlug.
Als ich dies auf der Wildcam sah, stand ich nicht auf um sie wieder scharf zu stellen, sondern drehte mich einfach müde um - schließlich war er ja nicht gefangen, sondern nur die Falle unscharf.

Um 8 Uhr machte ich mich mit den beiden Fängen von gestern auf den Weg nach Lemvig zur dortigen Tierklinik.
Im Anschluss entließen wir (nachdem er hier im Haus noch "Frühstück" und eine Wurmpille bekommen hatte) den lieben Morten an seiner Geburtsstätte im Viktoriavej.

Morten nach seiner Freilassung

Sichtlich entspannt verließ er den Korb und freute sich über seine wiedergewonnene Freiheit, fraß eine große Portion, spielte mit den Grashalmen, rieb sich an Büschen und Balken und kam immer wieder auf uns zu gelaufen.
Schweren Herzens fuhren wir dann zurück ins Ferienhaus, um dort selbst in Ruhe zu frühstücken.
Im Anschluss reinigte ich das bereits benutzte Equipment und schon kam der Anruf aus der Tierklinik: ein Mädchen und einen Kater hatten wir gestern gefangen!
Beide waren nun kastriert und könnten bald abgeholt werden.
Das Mädchen hatte schon mehrfach Junge, so sagte mir die Mitarbeiterin.

So fuhren wir vorher nur kurz nach Vrist, wo am Fangplatz vom gestrigen Abend wiederum die Futterschüssel geleert worden war - weshalb wir uns entschlossen dort am Abend nochmal unser Glück zu versuchen.
Die beiden kastrierten Miezen holten wir danach ab und hofften auf eine ebenso unproblematische Folgenacht wie bei Morten.

Eine Runde noch durch die Siedlung zum Austausch der Speicherkarten der Wildkameras.
Die Schwester von Morten hatte wieder an dem Haus gefressen, an dem wir sie am Sonntag entdeckt hatten und ich nun morgen früh versuchen will sie zu fangen.

Auch die Auswertung der Kamera an dem Futterplatz im Carport in der Viktoriavej war spannend.
Da war so richtig was los in den letzten Stunden:
Ben, Lille, Tom, Tilda, Thea, Tim und zwei noch unkastrierte Tiere, die ich bereits im Mai entdeckt hatte.


Meine Güte, es wäre so wunderbar dort in der Nähe eine feste Futterstelle zu haben!
Sie würde den Tieren das Leben (insbesondere im Winter) so viel leichter machen.
Wenn es jemanden gibt, der mir da helfen könnte, wäre ich so dankbar.
Es geht um den geeigneten Platz dafür und die Betreuung - für die Ausstattung und finanzielle Unterhaltung würde von mir gesorgt.

Am Nachmittag fuhren Petra und ich wieder nach Vrist.
Wie verabredet, bauten wir die Falle an dem Haus auf, an dem wir gestern gefangen hatten.
Und schon kurze Zeit später hatten wir die erste Katze darin.
Ein ganz schlankes noch sehr junges Tigerchen:


Kaum war es nach Hause gebracht, meldete die Kamera uns einen erneuten Fangerfolg: wahrscheinlich ein Geschwisterchen, denn es war ebenso schmal und die Zeichnung fast identisch.

Hiernach tat sich bis um 23 Uhr nichts mehr, so dass wir uns entschlossen, mal eine Nacht sicher durchschlafen zu können und bauten die Fallen ab.
Natürlich nicht, ohne alle uns bekannten Futterstellen nochmals aufzufüllen.

Anke

Donnerstag, 17. November 2016

noch zwei Tage bis Vejlby Klit

Ab Samstag werde ich zusammen mit einer Freundin eine Woche in Vejlby Klit sein.
Wir wollen versuchen dort anzuknüpfen, wo ich im März mit Elly aufhören musste, da unsere Urlaubswoche vorbei war.
In nur fünf Tagen konnten wir im Frühjahr zwölf Tiere fangen und kastrieren lassen.
Ein gutes Ergebnis - aber natürlich sind damit noch nicht alle in der Siedlung lebenden Tiere kastriert.
Einige von ihnen kennen wir aufgrund der Auswertung der Wildkameras, andere haben wir gesehen, konnten sie aber (bislang) nicht fangen.

Außerdem wollen wir nun, wenn wir es zeitlich schaffen, das direkt nördlich gelegene Gebiet Vrist besser kennenlernen und wenn es sich anbietet auch dort schon mit dem Fangen und Kastrieren beginnen.

Passend zu diesem Vorhaben sind derzeit offenbar einige Katzenfreunde im Urlaub im Bereich Vejlby Klit. Das ergibt sich zumindest aus den Kontaktaufnahmen und Anfragen.
Am Haus eines deutschen Pärchens fanden sich gleich vier Miezen zum Fressen ein.
Das Schönste daran ist, dass mir alle vier bekannt sind!

oben:  Tilda (links) und (wahrscheinlich) Ben (rechts), unten:  Lille (links) und Tom (rechts)

So freue ich mich nächste Woche wieder einmal über viele Mit-Leser und gerne auch Kommentare in den von mir genutzten Medien.
Ich bin gespannt, wieviele neue Fänge uns gelingen!

Anke

Samstag, 19. März 2016

6. Tag - letzter Tag in Vejlby Klit, aber ganz sicher komme ich wieder

Am Morgen war, wie hier inzwischen schon gewohnt, zuerst einmal die Freilassung der am Vortag kastrierten Tiere an der Reihe.
Dies lief sehr entspannt ab, die weißen erwachsenen Herren, denen wir die Namen Ben und Leon gegeben hatten, waren sehr ruhig:

Ben kurz vor seiner Freilassung
Den kleinen Krümel behielten wir noch bis zum Nachmittag, da wir ihn noch in Ruhe füttern wollten.

Als Ben dann seinen Korb verlassen hatte und wir an dem Haus die Futterschüssel neu befüllen wollten, trauten wir unseren Augen nicht:
Auf der Terrasse des Hauses kam uns Tom entgegen und wollte gleich um meine Beine streichen.
Noch viel besser aber war, dass auf der Fußmatte des Hauseingangs eine weitere Katze saß:


Es war ein hübsches grau-weißes Tier.
Es erinnerte mich unglaublich an den Kater, den wir in Bjerregard im zweiten Dänemark-Jahr (2004) an unserem Haus hatten und der uns letztlich auch mit dazu bewegte, dieses Projekt zu beginnen.
Herr Nebel hatten wir den Kater damals genannt - wegen seiner Fellfarbe.

Am heutigen Morgen dann hatte ich also wieder ein so hübsches Tier vor mir und wieder war es zutraulich und ließ sich streicheln.
Und es ließ einen Blick unter den Schwanz zu: ein Mädchen. Wow.
Also gaben wir dem aufdringlichen Tom auf der Terrasse Feuchtfutter und füllten für das grau-weiße Mädchen etwas Futter in eine Schüssel.
Diese stellten wir in den nach Bens Freilassung nun leeren Transportkorb.
Das kleine Mädchen ging mit den Vorderpfoten hinein und ich half mit sanften Druck nach, schob sie hinein und schloss die Klappe.
Nun war dann doch ein wenig Randale angesagt im Transportkorb, also schnell eine Decke darüber und ab nach Hause.
Ein Telefonat mit der Tierklinik in Lemvig: Ja, wir könnten um 10:15 Uhr kommen.
Wunderbar, so hatten wir noch Zeit für das Frühstück.

In der Tierklinik warteten wir dann, bis der heutige Fang in Narkose lag, wollten wir doch wirklich ganz sicher sein, noch ein Mädchen gefangen zu haben.
Ja, es wurde uns bestätigt.
Juchhu!
Bis zur Abholung würden noch ein paar Stunden vergehen, die wir nutzten, um bei den in Vejlby Klit ansässigen Ferienhausvermietern unsere Flyer auszulegen und mit den Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen.
Leider war der Novasol-Mitarbeiter nicht wirklich interessiert.
Bei ihm hatte man den Eindruck, dass er selbst die Katzen als „Problem“ empfindet - hingegen waren die Damen der anderen Büros ehrlich interessiert und berichteten von Katzen in Vejlby Klit.
Zudem erfuhren wir sogar, dass es im Herbst eine schwarz-weiße Katzenmama mit drei weißen Jungtieren gegeben hatte.
Oh, also hatte unser kleiner Krümel ursprünglich noch zwei Geschwister…
Und anscheinend war es doch nicht die Mutter, mit der er da vor zwei Tagen so idyllisch im Gras lag.

Aber wer kennt schon die Verwandtschaftsverhältisse in einer Katzenpopulation, wenn es sich denn nicht um Rassekatzen und ihre Züchter handelt…
Hier sind es oftmals nur Spekulationen, wer da mit wem vielleicht wie verwandt sein könnte ;-)

Im Anschluss durfte auch der kleine Krümel in die Freiheit.
Zwar lief er direkt davon, blieb dann aber doch neugierig herausschauend unter der Terrasse sitzen.

Krümel nach seiner Entlassung
Ein goldiger kleiner Kerl, den Elly und ich sehr ins Herz geschlossen haben.
Wir wünschen ihm (wie natürlich auch allen anderen Katzen) alles Gute!

Da ein Ferienhaus ganz in der Nähe der Entlassungsörtlichkeit über die letzten Tage von Dänen bewohnt war, gingen wir im Anschluss zu der auf der Terrasse sitzenden Dame, um nach Katzen zu fragen.
Es entwickelte sich ein sehr nettes Gespräch auf englisch, in dem die Dänin uns sagte, dass sie unsere Arbeit ganz super finde und bat uns um einen Flyer, den sie in ihr Gästebuch legen wollte.
Perfekt.

Am frühen Nachmittag konnten wir dann die kastrierte Katze von der Tierklinik in Lemvig abholen.
Nebelchen, so habe ich sie genannt, hatte alles gut überstanden und war von der Tierärztin auf etwa 4-5 Jahre geschätzt worden.
Und auch sie war bereits wieder rollig gewesen!

Nachdem wir sie zurück ins Ferienhaus gebracht hatten, machten wir uns auf eine Runde durch den nördlichen Teil Vejlby Klits.
Hierbei sprachen wir auch etliche Urlauber und auch dänische Hausbesitzer an. Viele von ihnen sprechen ja (zum Glück für uns) deutsch oder englisch.

Allen war das „Katzenproblem“ bekannt und alle waren hoch erfreut über unsere Arbeit.
Wir ernteten sehr viel Lob und ein älteres dänisches Paar versprach uns sogar, dass man meine Sache in der Eigentümerversammlung ansprechen wolle!
Das ist absolut erfreulich. 
So könnte Unterstützung zustande kommen, wie ich sie inzwischen auch in Bjerregard erfahre - oder zumindest doch das Wissen über das Katzenprojekt.

Von vielen Urlaubern wiederum bekamen wir gesagt, dass man „viele Katzen“ gesehen habe.
Mit einem jüngeren deutschen Pärchen kamen wir ebenfalls in ein super-nettes Gespräch.
Die Beiden erzählten uns, dass sie nicht zum ersten Male hier seien und über diesen Urlaub sehr viele Katzen an ihrem Haus gefüttert hätten.
Einige von ihnen hätten sie aus früheren Aufenthalten wiedererkannt - von einem Tier vermuteten sie aufgrund der Dicke und Form des Bauches, dass es zur Zeit schon wieder tragend sei.
Auch hier freute man sich über das Projekt.
Schön, so viel Lob und Zustimmung für die Kastrationen zu erfahren!

Auch entdeckten wir bei unserem Rundgang noch die bereits kastrierten Katzen Tilda, Theo und Tim:
oben Tilda, unten Theo und Tim
Wunderbar, sie gesund und mit gutem Appetit nochmal vor der Abreise angetroffen zu haben.

Ein paar Hinweise auf uns noch nicht bekannte Katzen erhielten wir auch.
Diese Tiere gilt es - wie immer - beim nächsten Aufenthalt hier ausfindig zu machen und ebenfalls zu kastrieren.

Am Abend sammelten wir dann alle Kameras und Futterschüsseln ein und hinterließen an einigen der Häuser, an denen wir gefüttert hatten, noch Trockenfutter unter den Terrassen.

Morgen treten wir dann, wenn Nebelchen entlassen ist, unsere Heimreise an.
Und wie immer wird es in den kommenden Tagen irgendwann eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse der letzten vierzehn Tage geben.

Bedanken möchte ich mich aber schon jetzt vor allem bei Elly, die mich in dieser zweiten Woche mit sehr viel Tatkraft unterstützt hat.
Sie war eine perfekte Hilfe mit unglaublich viel Engagement. Mein „Lehrling“ hat gute Arbeit geleistet und ich würde mich sehr freuen, wenn sie mich im nächsten Jahr wieder hierher begleitet - denn zu tun gibt es ja reichlich!

Tja, und dann natürlich auch ein Dank an die Tierarztpraxis in Süderlügum und auch die Tierklinik in Lemvig - und selbstverständlich an alle Urlauber und dänischen Hausbesitzer, die uns halfen oder noch helfen werden.

Es kann gar nicht genug Unterstützer geben in dieser Sache - den Fellnasen zuliebe, die jede gute Tat wert sind!

Freitag, 18. März 2016

4.+ 5. Tag - alle Hände voll zu tun

Gleich nach dem Aufstehen fand gestern die Entlassung der übrigen am Vortag kastrierten Tiere statt.
Also fuhren wir wie üblich zu dem Platz, an dem wir sie eingefangen hatten.
Zuerst waren das Mädchen Thea und ihr Sohn Tim an der Reihe.
Thea war relativ entspannt, lief lediglich an den ersten Wall aus Strandhafer und blieb dort sitzen. Sie schien zuerst einmal ihr Geschäft zu erledigen.
Tim war ein bisschen schneller, sah dann aber seine Mutter und blieb auch in der Nähe.

Mit bereitgestelltem Futter konnte man beide sogar zurücklocken und sie fraßen gemeinsam aus einem großen Napf:
links Thea, rechts Tim
Theo, der Nächste bei der Entlassung blieb ebenfalls im Sichtbereich, nur das Mädchen Tilda lief davon.

Im Anschluss ging es direkt zurück ins Ferienhaus. Die Körbe waren zu reinigen, um sie wieder für die zur Kastration anstehenden Tiere nutzen zu können.
Und dann ab zur Tierklinik in Lemvig.
Mit den Katzen übergaben wir die entsprechende Anzahl an Mikrochips und auch Spot-on gegen Würmer, denn auch die Medikamente sind ja sehr teuer in Dänemark.
Man war sehr freundlich zu uns und die komplette Behandlung und der Umgang mit den Tieren erschien routiniert.
Für die Abholung wurde ein Termin am Nachmittag ausgemacht.

In der Zwischenzeit - und nachdem wir dann ganz in Ruhe gefrühstückt hatten - spazierten wir bei strahlendem Sonnenschein durch die Siedlung.

Und tatsächlich konnten wir eine ganz besondere Sichtung machen:


Wir vermuten, dass es sich um Mutter und Kind handelt.
Nun, so war klar, wen wir als nächstes zu fangen versuchen wollten.
Übrigens entdeckten wir die beiden Hübschen an dem Haus, an dem wir auch am Tag zuvor das weiße Tier hatten verschwinden sehen.
Ob es sich vielleicht um dieses handelte?

Die außerdem von uns durchgeführte Befragung diverser weiterer Urlauber brachte Hinweise auf eine weiße Katze und mehrere schwarz-weiße, wobei von Tieren mit und ohne weiße Füße die Rede war.
Aber einen konkreten Hinweis auf einen Aufenthaltsort gab es nicht. Leider.
Und auch ein Rundgang durch den nahegelegenen „Sommerpark“ ergab nichts.

So fuhren wir am Nachmittag wieder zur Tierklinik.
Dort sagte man uns, dass der Kater mit der großen Verletzung an der Schulter wie befürchtet tatsächlich eingeschläfert werden musste.
Das gesamte Gelenk war von dem Abszess betroffen, hätte operiert und nachversorgt werden müssen.
Dies wäre bei einem wilden „Draußen-Kater“ nicht möglich gewesen.
So war es die einzige Lösung, da wir dem noch jungen Kater ein jämmerliches Ende im Siechtum ersparen wollten.
Dennoch bekam der Hübsche einen Namen von uns: in unserer Erinnerung soll er „Magnor“ heißen, was „Kämpfer“ bedeutet. Es erschien uns passend…:-(

Bei den übrigen drei Tieren handelte es sich um einen Kater und zwei Katzen, die wir kastriert mit ins Ferienhaus nehmen konnten.


Am Abend hatten wir uns dann entschieden einen Fangversuch der beiden weißen Katzen zu wagen, die wir am Nachmittag entdeckt hatten.
Tatsächlich hatten wir bald ein weißes Tier in der Falle. 
Aber irgendwie sah es so gar nicht nach Mädchen aus… 
Der Kopf war irgendwie zu rund.
Naja, natürlich nahmen wir es aber trotzdem mit.
Doch danach tat sich leider nichts mehr. 




Weder an dem Haus, an dem wir bis gegen 24 Uhr wachten, noch an einer weiteren Örtlichkeit, an der wir nun mehrere Tage gefüttert hatten und während des Fangversuchs die Überwachung durch die Funk-Wildcam gewährleisteten.
Wirklich sehr schade, aber nicht zu ändern.

Kater Hugo vor seiner Freilassung
Nach fünf Stunden Schlaf klingelte dann heute am Morgen der Wecker, denn zum einen waren die gefangenen Hugo, Lena und Lille freizulassen, zum anderen wollten wir nochmal eine gute Stunde für den Fang der weißen Mama nutzen…
Leider war an diesem Morgen aber gar kein Katzenwetter, so dass der Fang auch nicht klappte - die Entlassung war dafür unproblematisch.
Alle drei Miezen liefen schnell ihrer Wege.


Lena kastriert wieder in ihrem Revier

In der Tierklinik in Lemvig konnten wir auf unseren Patienten warten, denn in Narkose war schnell zu erkennen, dass es sich bei dem gefangenen weißen Tier um einen Kater handelte.

Und bei einer weiteren Runde Ansitzen nach dem Frühstück konnten wir zwei Fänge verbuchen!!
Wie sich herausstellte, waren es wieder Kater - und beide wiederum weiß.
Einer von ihnen war stattlich und erwachsen mit einem runden Katerkopf:


Der andere Fang jedoch war erst circa fünf Monate alt:


Wir vermuten, dass es sich dbei dem Kleinen tatsächlich um die Mieze handelt, die wir am Vortag mit der Mutter (?) gesehen hatten.

Tatsächlich konnten wir den beiden Herren am späten Nachmittag hier im Ferienhaus dann sogar noch etwas zum Fressen geben.
Bei dem kleinen Krümel war sogar eine Fütterung bei geöffneter Transportbox möglich ;-)

Nach dem Abendessen folgte der letzte Fangversuch für diesen Dänemark-Aufenthalt.
Leider verlief er erfolglos.
Dabei hatten wir doch noch so sehr auf ein Mädchen gehofft!

Morgen dann also die letzten beiden Entlassungen und noch ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit.
Und ein paar Stunden werden wir wohl nochmal zum Reinigen und Packen des Equipments brauchen.