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Freitag, 11. August 2017

Und das gab's auf Römö und in Ballum

Wie im letzten Eintrag bereits geschrieben, hatte ich im Juli auch eine Runde über die Insel Römö gedreht und eine Fang- und Kastrationsaktion in Grenznähe durchgeführt.

Auf Röm stellte ich die Wildcam für zwei Tage an dem (noch immer regelmäßig betreuten) Futterhaus bei der verstorbenen Karstine in der Inselmitte auf.
Diese Fellnasen sind dort unterwegs:
Lasse, Lale, Sylvia, ein dort schon länger fressender bekannter unkastrierter Kater - und neu: das weiße Tier

Am Reiterhof in Sönderstrand teilte man mir bei meinem Kurzbesuch mit, dass die kleine scheue Familie direkt am Wohnhaus (Anna, Lukas und Silas) noch immer dort sei und immerhin zumindest beim Fressen auch Annäherungen des Menschen zulässt.
Von der Anwesenheit von Max, Molly und Flora, die im Stall gefüttert werden, konnte ich mich selbst überzeugen:


Aber auch Herta sei noch dort.
Und was den Hofbesitzer und seine Frau am meisten freut:
Es gab keine Jungtiere mehr im letzten Herbst und auch nicht dieses Jahr!
Ein wirklich schöner Erfolg.

Auch am Hotel Kommandoergaarden ist alles bestens: Das Futterhaus leistet dort gute Dienste.

Der Hauptgrund für meinen spontanen Aufenthalt im Juli in Dänemark war aber ein Hilferuf einer Deutschen, die mit ihrem dänischen Freund in einem Haus zwischen mehreren Bauernhöfen in Ballum (ganz in der Nähe der deutschen Grenze) wohnt.
Sie hatte irgendwann die bei ihr vorbeikommenden Katzen zu füttern begonnen, weil sie ihr leid taten, denn augenscheinlich litten sie Hunger, überlebten aber doch Monat um Monat...
Rita war durch Erzählungen einer Freundin auf mein Projekt aufmerksam geworden. Und als sie mich anrief, sagte ich natürlich meine Unterstützung zu.

Da Rita regelmäßig füttert, musste eine Fangaktion einfach sein und relativ schnell zum Erfolg führen. Und tatsächlich:
In zwei Tagen konnten Elly und ich 11 (!) Katzen fangen: vier Mädchen und sieben Kater.


So gab es für die Tierarztpraxis meines Vetrauens viel zu tun:


und die Freilassungen waren fast schon Massenabfertigung...;-)


Dazu gelang es uns noch ein junges Kätzchen mitzunehmen und über den Tierschutzverein in Niebüll zu vermitteln.

Die Katzenmädchen hatten zum Zeitpunkt ihrer Kastration stark ausgeprägte und freigeleckte Zitzen, so dass wir annehmen mussten, dass die Miezen Kleine hatten - zumal Rita die vor einigen Wochen dicken Bäuche bestätigte.
Und wie ich nun bei einem Telefonat erfuhr, haben sie inzwischen ihren Nachwuchs auch mitgebracht zur Futterstelle. Sieben Kleine sind es insgesamt.
Dementsprechend ist dort eine Nacharbeit nötig. Vielleicht klappt sogar noch die eine oder andere Vermittlung, damit es bei Rita nicht noch mehr Vierbeiner werden, die zu versorgen sind.
Selbstverständlich werde ich aber auch hier mit Futterlieferungen zu unterstützen versuchen. Und für den Winter wollen wir ein Futterhaus aufstellen, um das Futter gegen Regen und Schnee zu schützen.
Bei 15-20 Katzen rentiert sich der Aufwand in jedem Fall.

Übrigens: Die Kastrationen der Katzen in Ballum habe ich nicht von den Projekt-Spenden bezahlt, sondern aus eigenen Mitteln, da es sich nicht um "klassische Ferienhauskatzen" handelt.

Anke

Dienstag, 8. März 2016

4. Tag - 3:2 für die Kater



Wie befürchtet, war die Nacht alles Andere als ruhig.
Die Miezen haben im Abstellraum keine Ruhe gehalten - und da die Ferienhäuser sehr hellhörig sind und sich der Raum direkt neben meinem Schlafzimmer befindet, hatte ich keine Chance zu einer echten Nachtruhe.
Morgens um 07:30 Uhr hieß es dann aufstehen und ab gen Deutschland mit den drei gefangenen Miezen.
Da in der Praxis viel zu tun war und die Kastrationen erst gegen Mittag bzw. zwischendurch stattfinden würden, fuhr ich zuerst mit den beiden kleinen Tigerchen von gestern zur Insel zurück.
Natürlich waren sie bereits hellwach und bereit zu neuen (kastrierten) Abenteuern…;-)

Die Freilassung im Pferdestall gestaltete sich äußerst entspannt:

Molly (links), Max (rechts)

Und selbstverständlich gab es danach ein anständiges Katzenfutter-Frühstück für alle vier.
(Übrigens haben die Namen "Max" und "Molly" die jungen Mädchen gegeben, die regelmäßig aus Hamburg zum Reiten auf die Insel kommen und die Katzen gut kennen.)

Mittags stellte ich noch die Wildcam an der Kompost-Futterstelle in Sönderstrand auf - vielleicht werde ich bei der Auswertung noch ein paar alte Bekannte sehen können.
Zumindest hoffe ich das.
Dann ein kurzer Stopp in der Straße Dvaergternen neben dem „Stamm-Haus“ von Kirsten.
Ich klopfte, da sich dort deutsche Urlauber aufhalten.
Die Dame war super nett. Lustig war, dass sie mir auf meine Frage nach möglicherweise gesichteten Katzen antwortete, dass sie auch „ihre Katzen“ suche. Sie wohne sonst immer nebenan, aber das Haus sei nicht zur Vermietung gewesen in dieser Woche.
Da ich annahm, dass sie dann aufgrund der Gästebucheinträge im Haus nebenan unser Projekt kennen müsste, sagte ich ihr, dass ich die Frau sei, die sich um die Katzen kümmert und sie kastrieren lässt.
Die Freude bei meiner Gesprächspartnerin war groß, „mich nun mal persönlich kennenzulernen“.
Lustig und irgendwie schön ist das schon, ein kleines Bisschen bekannt zu sein bei den Katzenfreunden auf der Insel.

Im Hotel Kommandoergaarden sprach ich kurz mit der Besitzerin Therese. Sie werde mir nun fest ein Zimmer für den morgigen Abend zur Verfügung stellen, wo ich die gefangenen Katzen „zwischenlagern“ kann.
Außerdem schrieb sie ihrer Tante eine Nachricht, dass diese morgen dann nicht füttern muss.

Auf dem Heimweg schnell noch ein Stopp am Hundegeschäft „DogIn“ in Kongsmark.
Auch die Besitzerinnen dieses Shops unterstützen mich. (Danke dafür!)
Sie hatten mir davon berichtet, dass sie erzählt bekommen hatten, dass es in der Ferienhaussiedlung Lakolk in der Nähe der Ladenzeile wohl auch verwilderte Katzen gebe.
Leider hatten sie bislang nichts Näheres in Erfahrung bringen können, da die Läden erst zu Ostern wieder öffnen.
Dennoch werde ich dann morgen mal in dem Bereich unterwegs sein.

Zeit für einen kurzen Kaffee im Ferienhaus hatte ich dann heute auch noch.
Und während ich so am Esstisch saß, nahm ich eine Bewegung im Augenwinkel wahr.
Ein Blick auf die Terrasse und ich sah dieses Exemplar:



Immerhin gelang mir das Foto - da der Fotoapparat in Griffweite stand.
Denn als ich mich langsam erhob, flüchtete der Geselle sofort (und kam auch bisher nicht wieder, obwohl er kaum etwas gefressen hatte).

Im Anschluss fuhr ich dann aber erstmal wieder nach Deutschland.
Die drei kastrierten Miezen waren abholbereit.
Neben der Katzenmama waren es zwei Kater, die ich gefangen hatte. Nun gut.
Sie sind etwa sechs Monate alt. Katerkämpfe werden ihnen nun erspart bleiben.

Die Miezen stellte ich dann wieder warm, damit sie in Ruhe die Nachwirkungen ihrer Narkose ausschlafen können bis morgen früh.
Einer der jungen Kater schläft noch tief...

Dann hieß es wieder einmal säubern der Fallen, Umsetzkäfige und Transportboxen.

Die Wildcam von der Futterstelle in der Inselmitte hatte ich ebenfalls mit zurück gebracht.
Die Auswertung der Fotos ergab nun als derzeitige Kostgänger die bereits von der „Versorgerin“ Petra benannten Lale und den unkastrierten kräftigen Tigerkater mit weißen Pfoten.
Daneben hatte ich gestern ja schon Sylvia entdeckt, die auch in der Nacht und heute dreimal kam, dazu konnte ich auch Lasse identifizieren (also vier bekannte Tiere) und - Überraschung - eine neu hinzugekommene Fellnase.
Aufgrund der Haltung und Schwanzbewegung, die auf der Wildcam erkennbar sind, ziemlich sicher ein Kater. Aber ein wirklich hübsches Tier, wie ich finde:



Heute Abend nun habe ich mir ein wenig Ruhe gegönnt, nichts mehr unternommen und mal die Füße hochgelegt.
Allerdings konnte ich es nicht lassen, die Falle auf meiner Terrasse aufzustellen und scharf zu machen.
Vielleicht habe ich also morgen früh einen Grund, in Deutschland zu frühstücken…;-)

Mittwoch, 25. November 2015

... und zwei kastrierte Mädchen



Tatsächlich war es gestern am Morgen sehr einfach, die beiden Katzenmädchen am Reiterhof einzufangen.
Am schwierigsten war es, die Kleinen davon abzuhalten, ebenfalls mit in die Transportbox zu klettern...;-)
Kaum hatten sich jedoch die Türchen hinter den erwachsenen Miezen geschlossen, schon begann das Miauen…
Schnell die Kleinen noch gefüttert und dann ab zum Tierarzt.
Schon eineinhalb Stunden später holten wir beide Mädchen wieder ab:
Frisch kastriert, entwurmt, mit einem Spot-on gegen Flöhe (davon hatten sie reichlich) versehen, tätowiert und gechipt.
Die Rückfahrt auf die Insel war still, die Miezen lagen noch im Dämmerschlaf.
Mitgebracht haben wir auch ein Wurmmittel und Spot-on für die Kleinen. Auch die sollen ihre Plagegeister - zumindest einmal - loswerden.

Da das Wetter richtig schlecht war gestern, verbrachten wir dann den Rest des Tages im Ferienhaus.
Später besuchte uns Petra, die sich um die Futterstelle hier in der Inselmitte kümmert.
Mit ihr fuhr ich dann auch noch mal kurz zum Reiterhof, wo die Kleinen bei Betreten des Stalles direkt aus dem Stroh hervorkamen - so dass zumindest die Wurmkur schon mal verabreicht werden konnte und sie danach auch noch eine kleine Portion Futter bekamen, zusätzlich zu ihrer Abendration durch den Reiterhof-Besitzer.

Die Mädchen hier im Haus blieben die Nacht über sehr ruhig. Erst heute am Morgen begannen sie herumzukruscheln und zu miauen, so dass wir sie noch vor dem Frühstück wieder zum Reiterhof zurückbrachten.

Herta im linken Korb, Flora im rechten

Auch der Besitzer des Hofes kam hinzu, freute sich sichtlich, dass seine Miezen wieder da waren und versprach, die vier Katzen nun dort zu lassen und weiterhin zu versorgen.
Wir hingegen sagten zu im Frühjahr wiederzukommen und die beiden Kleinen zur Kastration zu bringen - immerhin sind die nächsten Ferienhäuser gleich um die Ecke, so dass eine Kastration absolut in unserem Sinne und für unsere Sache dienlich ist.

Nachmittags dann machten wir einen Spaziergang entlang des Wassers, sogar die Sonne kam dabei heraus.


Die Auswertung der Wildkamera an der Kompost-Futterstelle in Sönderstrand brachte leider nur Fotos eines Fuchses - keine Meike (, die wir dort ganz fest erwartet hatten!) und auch sonst keine Katze. Das macht uns etwas traurig, da es bislang immer regelmäßigen Katzenbesuch dort gab.

Die Wildkamera in der Inselmitte zeigte leider ebenfalls nur vier Katzen:
Lale, Sylvia, Lasse und einen unkastrierten Kater, der uns aber bekannt ist (nur nicht gefangen wurde).

oben Lasse und Lale, unten Sylvia und der kräftige Kater

Morgen wollen wir dann mal die Futterhäuser in der Inselmitte und am Hotel Kommandoergaarden sauber machen.
Zu tun haben wir hier sonst tatsächlich nichts. Keine weiteren Hinweise und auch von uns keine neuen Katzensichtungen!
Also doch mal Urlaub.

Anke

Sonntag, 23. November 2014

2. Tag - Fänge am Hotel Kommandörgarden


Am Morgen als erstes der Blick zu der obligatorisch auf der Terrasse stehenden Futterschüssel. Sie war tatsächlich leer. Aber wir hatten keine Wildkamera aufgestellt - so bleibt uns der Futtergast noch verborgen. Vielleicht erwischen wir ihn in der kommenden Nacht…

Nach dem Frühstück ging es zu Karstines Haus. Dort wechselten wir zum einen die Speicherkarte der Wildkamera, zum anderen bauten wir dort das neu gekaufte Futterhaus auf.
vorher
Es soll das Futter im Winter zumindest trocken halten und auch einen gewissen Schutz gegen Möwen und Igel bieten.
Wir haben es unweit der aktuellen Futterstelle aufgestellt, ein bisschen im Schutze der Büsche. 

nachher
Und, wie sich am Nachmittag herausstellte, haben es die Katzen auch bereits angenommen. Perfekt!

Dann fuhren wir nach Sönderstrand.
Trotz eines langen Spaziergangs durch die Ferienhaussiedlung keinerlei Katzensichtungen. In der von einem dänischen Ehepaar auf ihrem Grundstück stehenden zu einem Futterplatz umgebauten Thermo-Komposter entdeckten wir frisch aufgefülltes Katzenfutter. Dort können sich die Vierbeiner also noch sättigen. Schön, dass es auch hier ein paar solcher Plätze gibt, wenn auch weniger als in Bjerregard.

Am Nachmittag kamen uns Freunde besuchen, die regelmäßig Urlaub in Bjerregard machen und uns dort bereits mit Rat und Tat unterstützten.
In ihrem Beisein sichteten wir die Fotos der Speicherkarte von der Nacht an Karstines Haus.
Viele bekannte Fellnasen entdeckten wir an der Futterstelle.
Ganz sicher waren das:
Ole, Jytte, Lasse, Baghira, Lale, Rocky und Nils.

vier auf einem Foto...
Und auch das schwarze Tier mit den weißen Hinterläufen, das wir im März nur auf der Kamera hatten und nicht einfangen konnten, war zu sehen und ist Gast an der Futterstelle.

Nach dem Abendessen fuhren wir mit unserer Fang-Ausrüstung zum Hotel Kommandörgarden.
Gut drei Stunden brachten wir dort zu.
Entgegen der Absprache hatte man leider bereits Reste des Buffets zum Füttern nach draußen gestellt.
Trotzdem war relativ schnell eine Katze gefangen.

Knut
Bei einem Blick ins Ohr stellte sich jedoch heraus, dass es Knut war, den wir bereits im März hatten kastrieren lassen.
Also wurde er wieder befreit.

Drei Katzen gingen uns danach noch in die Falle.
Alles neue Fänge.
Ein Tiger, der spuckte, fauchte und knurrte.
Ein silbergraues, zierliches noch junges Kätzchen, überaus freundlich und sogar in der Falle anfassbar und schnurrend. Da tut es mir jetzt schon leid, sie wieder in eine ungewisse Zukunft entlassen zu müssen.
Und zuletzt eine schwarze Katze - bei allen dreien wollen wir uns aber geschlechtlich nicht festlegen.
Das wird uns morgen am Mittag die Tierärztin sagen.

Sehr problematisch ist dort am Hotel die Vorliebe der Katzen für gewürzte Speisen.
Da kommt man mit dem üblichen Katzenfutter nicht gut weiter…:-(

Die drei gefangenen Tiere haben wir nun in dem so wunderbar geeigneten warmen Abstellraum unseres Ferienhauses untergebracht.
Zum Glück waren sie eben auch ganz ruhig. Ein paar Stunden werden sie vielleicht sogar schlafen.

Morgen Abend werden wir definitiv weiter am Hotel zu fangen versuchen.
Und ein Gespräch mit der Hotel-Besitzerin steht am Nachmittag auf dem Programm.
Auch sie soll ein wenig Verantwortung übernehmen.
Mal sehen, wie wir sie davon überzeugen können.

Anke