Posts mit dem Label Landsende werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Landsende werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 11. März 2015

5. Tag - die 60. kastrierte Katze in Dänemark


Zweimal sind wir aufgeschreckt vergangene Nacht.
Eine Auslösung der Wildkamera in Sönderstrand und ein „Klapp“ der Falle auf unserer Terrasse.

Leider wurde die Falle hier von jemanden ausgelöst, der von außen an das Futter zu kommen versuchte. Der Pappdeckel mit Leberwurst war ein wenig weggezogen, dies wies deutlich auf ein Pfoteln durch das Gitter hin.
Ob sich das Tigerchen nun noch einmal in die Falle traut?

In Sönderstrand fanden wir eine rote Katze in der Falle vor.

Leo in der Falle
Schon beim ersten Hinsehen gingen wir daher beide von einem Kater aus.

Bevor wir dann mit den beiden Fängen zum Tierarzt fuhren, sammelten wir schnell noch die Wildkamera am Futterhaus des Hotels Kommandoergarden ein.
Natürlich gönnte ich mir dann neugierig schon einen Blick auf die Fotos, in dem ich die Speicherkarte in den Foto einlegte: Da war wirklich reichlich Betrieb über Nacht.
Allerdings gingen wir davon ohnehin aus, da das Futter dieses Mal komplett leer geworden war.

Bei der Abholung unserer beiden Miezen nach der Kastration erfuhren wir, dass es dieses Mal tatsächlich zwei Kater waren, die wir hatten kastrieren lassen.

Und da das Tigerchen das zweite war, das heute operiert wurde, erhält der kleine Kerl nun den Namen „Sixty“.
Denn er ist die 60. kastrierte Katze seit Beginn unseres Projektes in Dänemark!
Aber keine Angst, es folgen nun nicht auch sixty-one…;-)

Den Nachmittag verbrachten wir wieder entspannt in der Sonne - nur einen Gang durch die Ferienhäuser in der Siedlung Kongsmark machten wir.
Und wen entdeckten wir gar nicht weit weg von unserem Ferienhaus? Freya. 

Freya

Sie lag auf dem Gartentisch eines Ferienhauses in der Sonne und putzte sich.
Und im Hintergrund lief auch gerade das Tigerchen vorbei, das nun schon mehrfach zu uns zu Besuch kam und das von der schmalen Kopfform Freya so ähnlich sieht.
Wie schön, dass es der kleinen Kämpferin so gut zu gehen scheint. Wohlgenährt sieht sie aus und wirkt völlig entspannt!

Eine genauere Durchsicht der Fotos des Hotel-Futterhauses ergab eine sichere Identifizierung von Madita.
Aber auch die schwarz-weiße „Kuh-Katze“ war zu sehen, die wir bereits im November entdeckt hatten, aber nicht fangen konnten.
Und ein helles, langhaariges Tier war noch zu sehen. Auch dieses ist definitiv noch nicht kastriert.
Also gab es einen Abend-Einsatz.

Wir sahen dabei viele Katzen. Einige, also die, die ohnehin bereits kastriert sind, konnten wir gleich zu Beginn verköstigen, so dass sie kein Interesse an dem Futter in der Falle mehr haben sollten.

zu viert an einem Napf

Dann erschien auch die Kuh-Katze. Sie schlich um die Fallen und lief dann in Richtung des früheren Futterplatzes am Müll davon.
Dann wurde es langsam kälter, nur noch 2,5 Grad.
Und es kamen keine Katzen mehr… Merkwürdig. Es konnten doch noch nicht alle satt sein.
Also ging ich nach vorn zum Müllplatz.
Und dort begegnete ich einer älteren Dame (eine Familienangehörige der Hotel-Besitzerin, wie sich herausstellte); diese hatte die Katzen eine knappe Stunde zuvor mit mehreren Dosen Katzenfutter gefüttert.
Oh, war ich sauer! Und die Dame bekam es auch zu spüren!
Wir saßen bei der Kälte und warteten auf die Tiere - und sie fütterte an einer Stelle, die definitiv entgegen der Absprache ist.
Hatten wir doch das Futterhaus extra zu dem Zweck gekauft und aufgestellt, damit die Katzen nicht mehr zwischen dem Müll, den Zigarettenkippen und den Scherben fressen sollen und müssen.
Wie ärgerlich.

Nun, es war nicht mehr zu ändern.
Also packten wir ein.
Nun haben wir nur noch den morgigen Tag, um unser Glück ein letztes Mal dort zu versuchen!

Eine gute Nachricht gibt es aber noch:
Wir hatten vor dem Fang-Versuch am Hotel die Speicherkarte der Wildkamera aus Sönderstrand geholt - und siehe da: unsere kastrierte Prinsesse war am frühen Nachmittag zum Fressen dort!

Prinsesse zwei Tage nach ihrer Kastration


Montag, 9. März 2015

3. Tag


Diese Nacht war unruhig, denn das gefangene Mädel gab alles um auszubrechen - aber vergeblich.

Ein Blick auf die Terrasse zeigte um 7 Uhr, dass auch unser getigerter Futtergast sich wieder eingefunden hatte, wie übrigens noch mehrfach über den ganzen Tag.
Um die Mittagszeit war das Tier dann sogar so entspannt, dass es sich am Haus zu putzen begann.


Aber immer nur, wenn wir nicht Zuhause waren.

Nach einem schnellen Frühstück fuhren wir dann zum Tierarzt.
Nach gut zwei Stunden Wartezeit konnten wir beide kastrierten Tiere (, die sich unglaublich ähnlich sehen) wieder abholen:
Prinsesse (dänisch für „Prinzessin“ auf Vorschlag einer Leserin)

Prinsesse (schläft noch)

und Emil haben wir sie genannt.
Emil (schläft auch noch)

Beide sind schon einige Jahre alt - etwa fünf bis sechs schätzt die Tierärztin.
Prinsesse war bereits rollig, zum Glück aber noch nicht tragend.
So blieb ihr eine Total-OP erspart.

Beide Katzen erhielten auch einen Mikrochip.
So können wir sie sicher identifizieren, auch wenn die Tätowierungen nicht mehr gut zu erkennen sind. Wir werden sie auch beim Haustierregister TASSO registrieren lassen.

Beide Katzen stehen nun noch im Abstellraum. Morgen früh werden wir sie entlassen.

Am Nachmittag machten wir einen Gang durch Lakolk.
An der Futterstelle fand sich dann die große grau-weiße Katze ein, die wir im März 2013 gesehen hatten und die uns im Dezember 2014 von einem Urlauber gemeldet worden war.

Snorre (ist bereits kastriert)

Ein Blick unter den Schwanz zeigte, dass es sich offenbar um einen kastrierten Kater handelt.
Nun, den müssen wir also nicht zum Tierarzt bringen.
Natürlich fragen wir uns aber, welches Schicksal ihn in das Ferienhausgebiet trieb.
Ob er wohl ausgesetzt wurde?
Auf jeden Fall ist er Menschen gegenüber aufgeschlossen, auch von mir ließ er sich streicheln.
Hoffen wir, er findet immer nette „Dosenöffner“ und wird nicht ernstlich krank.

Und einen Namen haben wir ihm nun auch gegeben: „Snorre“ heisst er ab sofort.


Danach fuhren wir nach Sönderstrand.
Auf dem Weg dorthin entdeckten wir hier in unserer Straße in der Nähe eines Hofes eine getigerte Katze. Natürlich sprang ich gleich aus dem Auto.
Als ich mich ihr näherte, konnte ich erkennen, dass das Tier tätowiert und gut genährt war.


Sie ließ sich anfassen - ganz sicher gehört sie also zu dem Hof. Gut so!

In Sönderstrand machten wir einen Spaziergang, um an den Häusern nach möglichen Futterstellen zu suchen, nach alten Bekannten Ausschau zu halten und die Wildkamera von der Kompost-Futterstelle mitzunehmen.
In der Straße Dvaergternen  (an „Eurem“ Haus, Carmen und Harry) klopfte ich bei den Urlaubern und fragte nach Katzensichtungen.
Sie sagten, dass sie durch den Gästebucheintrag aufmerksam geworden seien und „ja“, Kirsten sei bereits am Haus erschienen und habe sich sogar schon anfassen lassen.
Aber in Begleitung sei sie nicht gewesen - auch weitere Katzen habe man noch nicht gesehen.

Auf dem Rückweg fuhren wir am Hotel Kommandoergarden vorbei.
Etliche Katzen kamen zur Futterstelle, als wir dort waren.


Zeitgleich saßen fünf Tiere im Futterhaus.
Uns erschienen es irgendwie auch mehr getigerte Katzen, als wir bisher dort kastrieren ließen.
Wir werden dann wohl morgen und/oder übermorgen auch da nochmal unser Glück beim Fangen versuchen müssen oder doch zumindest mal ein bis zwei Stunden zur Beobachtung nutzen.


Beim Abendessen entschlossen wir uns, über den Abend noch zwei Fallen aufzustellen.
Eine direkt an unserem Haus - hier haben wir es auf das Tigerchen abgesehen und hoffen, dass nicht wieder die wilde Freya (, die wir ja schon im November kastrieren ließen) hinein geht.
Die zweite stellten wir nach Sönderstrand.
Und stellten dort auch unsere neueste Errungenschaft dazu: die Funk-Wildkamera.
Sie zeichnet nicht nur die Fotos auf, sondern überträgt diese auch direkt auf unser Handy.
So sollten wir (hoffen wir auf Zuverlässigkeit!!!) erfahren, wenn ein Tier in die Falle geht.
Aufgestellt haben wir die Falle an einem kleinen Trampelpfad, den auch Prinsesse beim Durchqueren der Siedlung benutzt hat und der ein echter Katzenpfad zu sein scheint.
Es kann also durchaus sein, dass wir - wenn überhaupt - einen „alten Bekannten“ befreien müssen.

Gerade eben gab es dann doch noch eine Überraschung.
Bei der Sichtung der Fotos der Wildkamera der Kompost-Futterstelle.
Nicht nur Meike war dort zu sehen, sondern eine einfarbig helle Katze. Die kennen wir noch gar nicht…
noch unbekannt
Und nun sitzen wir hier im Ferienhaus und warten gespannt.
Ob noch eine der Fallen auslösen wird - wenn nicht, werden wir zumindest die in Sönderstrand um 23 Uhr holen.
Eine Katze soll nicht im Regen sitzen müssen über Nacht.