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Dienstag, 22. November 2016

Wieder viel Regen, aber zwei Fänge

Wie erwartet, erbrachte die Nacht leider nichts Gutes mehr.
Zwar wurde ich durch die regelmäßigen Fotos der Funkkamera geweckt - diese dienen aber nur der Sicherheit, dass tatsächlich noch ein Netz vorhanden ist für die Übertragung.
Ein Motiv zur Auslösung war leider nicht vorhanden.

Erst morgens nach dem Aufstehen erschien auf einer der Kameras eine Katze - noch neben der Falle.
Und ich hoffte auch, dass sie sich den Stress des Hineingehens ersparen würde, denn es sah ganz deutlich nach der im März kastrierten Lena aus.
Da ich die Fallen nun sowieso abbauen wollte, fuhr ich also dennoch dorthin.
Naja, und wie zu erwarten, hatte sich die dreifarbige Lena tatsächlich wegen Hungers in die Falle begeben.


Vorsichtig ließ ich die heraus. Zwar lief sie nicht panisch davon, kam aber auch nicht mehr zurück, obwohl ich ihr an der Terrasse eine Schüssel mit Katzenfutter aufstellte. Armes Ding.

So machte ich mich also mit dem einen gefangenen Kater auf nach Ringköbing in die Tierklinik.
Während der Kater dort kastriert wurde, machte ich einen Abstecher nach Klegod um dort mal auf dem Hof vorbeizuschauen, auf dem ich im September mit der Kastration dreier Katzendamen weiteren Nachwuchs zu vermeiden half.
Allen Katzen geht es gut. Und von den dort lebenden Tieren sind nur noch drei Kater unkastriert. Sollte ich einen Tag Zeit haben diese Woche, würde ich auch die gern noch in die Tierklinik fahren.

Dann holte ich aber zuerst einmal den kastrierten Kater "Morten" (Petra gab ihm diesen außergewöhnlichen Namen) beim Tierarzt ab.
Der junge Mann hatte die OP gut überstanden.

Am Nachmittag folgte dann bei strömendem Regen ein Gang durch die Siedlung.
Es wunderte mich eigentlich nicht, dass ich nur den weißen Kater zu Gesicht bekam - der Schmuser, der sich nun tatsächlich durch den Chip als "Ben" herausstellte!
Außerdem wechselte ich an der Futterstelle die Speicherkarte - und um es vorweg zu nehmen, kam bei der Durchsicht ein nicht geringer Zorn in mir auf:


Das ist unglaublich. Ein angeleinter Hund, der Mensch also in unmittelbarer Nähe, frisst mit Einverständnis seines Besitzers in Schüsseln (und nicht für ihn!) aufgestelltes Futter.
Glauben diese Urlauber, dass das mit zum Service gehört?

Dafür stimmte mich der liebe Morten dann im Ferienhaus wieder milde.
Er war hungrig. Als wir ihn mit einem Löffel durch das Gitter zu füttern versuchten, war er so gierig, dass er sich den Löffel in seinen Korb hineinzog, was Petra und mich zum Lachen brachte.
Vielleicht sollten wir ihm am besten die Dose direkt ebenfalls hinzu geben... ;-)

Morten

Am Abend erweiterten Petra und ich dann wie angekündigt unseren Radius auf die direkt nördlich an Vejlby Klit angrenzende Siedlung Vrist.
Wir überlegten zuerst, ob wir nur Futterstellen einrichten oder direkt mit dem Fangen beginnen sollten.
Wir entschieden uns für letzteres und hatten, wie sich herausstellte, gut gewählt.
Denn wir waren gerade wieder Zuhause angekommen und wollten uns Abendessen machen, da zeigte die Kamera die erste Katze:


Also ab ins Auto, die Katze umgeladen und die Falle wieder scharf gestellt.
Zeit zum Essen blieb uns danach - doch dann mussten wir uns erneut aufmachen und den zweiten und letzten Fang für den heutigen Abend holen:



Ich bin sehr gespannt, welche Geschlechter diese beiden haben...
Nicht, dass es nach dem morgigen Vormittag 3:0 für die Männer steht!

Nun jedenfalls bin ich schrecklich müde und werde schlafen gehen.
Die Tierklinik wartet um 07:30 Uhr auf meinen Anruf.

Morgen werden wir uns dann sicherlich bei Tageslicht nochmal in Vrist umsehen, um vielleicht weitere geeignete Plätze für unsere Fallen zu finden.

Anke

Freitag, 23. September 2016

Nachtschicht und neue Baustellen

Am Dienstagmorgen war ich wie ausgemacht an dem entsprechenden Hof in Klegod.
Leider lief es aber nicht ganz so wie geplant, denn wir konnten zwar zwei der Katzenmädchen direkt mit der Hand in die von mir bereitgestellten Körbe setzen, der Kater witterte aber gleich die "Gefahr" und entwand sich dem Griff von Marianne.
Natürlich ließ er sich danach auch nicht mehr greifen - genauso wenig erschien das älteste der dortigen Katzenmädchen, ein buntes 5-jähriges.

So fuhr ich mit zwei Tieren zum Tierarzt, wo alles problemlos verlief - ich aufgrund der Fahrt- und Wartezeit allerdings bis zum Nachmittag brauchte.
Und, um das vorweg zu nehmen, konnte ich beide auch bereits am Abend wieder am Hof freilassen, da diese dort einen Unterschlupf haben und sich nicht erst um einen sicheren Platz kümmern mussten.
Geradezu aufdringlich waren am Abend dann die kleinen Katzen des Hofes, sie hätte man direkt mitnehmen können…;-)
oben links "Tyv", oben rechts "Blacky"
Am Nachmittag entschlossen wir uns dann unser Glück am Abend in Bork Havn zu versuchen, war uns die Situation dort doch einfach ein Greuel.
Mit Unterstützung von Martinas Freund, der zu einem Kurzbesuch zu uns ins Ferienhaus gekommen war, da er ebenfalls gerade frei und Interesse an meiner Arbeit geäußert hatte, fuhren wir also mit Einbruch der Dunkelheit zu dritt zum Hafen.

Die drei kleinen Katzen und ihre Mutter waren auch direkt zu entdecken.
… und der erste Fang ging schnell und unproblematisch und wurde sofort im Auto verstaut.
Aber wie befürchtet, hatten die übrigen Tiere dann Angst vor der Falle, in der gerade ihr Geschwisterchen gefangen worden war.
Sie liefen zwar um die Fallen herum, gingen aber nicht hinein.
Also war Warten angesagt, langes Warten.
Dann aber doch, Klapp! Das nächste Kleine.
Danach geschah lange Zeit nichts, so dass ich eine der Fallen umstellte ans andere Ende der Fischerhütten - und wir schließlich tatsächlich auch noch die Katzenmutter fangen konnten.

Bei der Rückfahrt zum Ferienhaus, auf der ich wirklich müde war, wurde mir sehr bewusst, dass ich mir in diesem Urlaub wohl ein Ferienhaus am „falschen Fleck“ gesucht, da ich mich im Vorfeld auf Klegod und die Arbeit dort konzentriert hatte.
Dabei bekam ich deutlich mehr in den weiter entfernt liegenden Gegenden zu tun.

So nahm ein junges Paar Kontakt zu mir auf, die ein Haus im Bereich Oksböl (nahe Nörre Nebel und Varde) gemietet hatten und dort ebenfalls eine Mieze am Haus fütterten.
Hinzu kam die Beobachtung am Hafen von Bork Havn.

Jedes Mal war dies eine weite Anfahrt und damit viel Zeit auf der Straße, die man nicht den Gebieten selbst widmen konnte.
Leider war das aber so nicht vorauszusehen.
Also, Augen zu und durch.
Um kurz nach 1 Uhr kamen wir wieder im Ferienhaus an, die drei Fänge aus Bork Havn schnell in der Abstellkammer verstaut - und ins Bett?
Nein, denn ein Blick auf die Wildcam am Haus zeigte, dass auch hier eine Katze an der Schüssel auf der Terrasse war. So wurde auch hier schnell noch eine Falle scharf gemacht.


… und tatsächlich schlug sie um kurz nach 3 Uhr zu.
Puh, raus aus dem Bett, Falle abgedeckt und die Katze ins Auto gestellt, denn sie war wirklich wild und ich wollte sie deshalb nicht zu den inzwischen ruhigen Tieren aus Bork Havn packen.

Um 6:30 Uhr klingelte dann wieder mein Wecker.
Alle vier Katzen eingeladen und dann nochmal beim hiesigen Hof vorbei.
Dort konnte ich dieses Mal das hübsche (noch unkastrierte dreifarbige) Mädchen ebenfalls einpacken.
So ging es dann mit fünf „Aufträgen“ zum Tierarzt:
2 x erwachsen und weiblich
1 x erwachsen und vermutlich männlich
2 x ca. 5 Monate und vom Geschlecht unbekannt

Die Wartezeit verbrachte ich wie immer beim örtlichen Bäcker (das habe ich bei Facebook ja schon geschrieben ;-) ) und erfuhr bei der Abholung, dass es sich bei den Kleinen um einen Kater und eine Katze handelte und der wilde letzte Fang tatsächlich ein Kater war.
Super.
Also Rückfahrt…
Und später am Abend im Beisein der Familie noch das Mädchen direkt am Hof (es heisst dort Tobi) entlassen. Es war wieder fit genug.

Ganz früh am nächsten Morgen dann den Kater Rasmus hier direkt am Ferienhaus in die Freiheit geschickt - er ist einer von der Sorte, bei der mir in der Dunkelheit kein Foto der Entlassung gelang.

Mit den restlichen Dreien fuhr ich, um keinesfalls aufzufallen, noch im Dunkeln nach Bork Havn - auch da war leider kein Foto möglich, so dass mir nur die der Drei in Gefangenschaft blieben:

links oben "Kalle", rechts oben "Agneta", unten die Mutter "Hanna"

Nach dem Frühstück im Ferienhaus fuhren wir - eigentlich nur auf dem Weg von A nach B - nochmal zum Hof.
Die Miezen überfielen uns da geradezu und fanden meinen Bus zuerst total spannend und schließlich wohl auch für einen Mittagsschlaf geeignet.

ein windgeschützter Platz - zum Spielen und Schlafen...;-)

Es fiel uns schwer, die Fellnasen schließlich wieder hinauszuschieben.
Aber wir wollten ja noch weiter. 

Denn inzwischen war noch eine Meldung bei mir eingegangen:
Eine selbst noch sehr junge Katzenmutter hatte im August auf dem Campingplatz in Houstrup fünf Kleine bekommen, von denen zwei direkt bei der Geburt gestorben waren.
Die restlichen drei versorgte die Mama sehr gut und blieb im Bereich eines bestimmten Wohnwagens, wo sie auch gefüttert wurde.


Da nun aber die Camping-Saison zu Ende geht, sorgt man sich um die Kleinen und es war guter Rat teuer.
Zuerst hatte man überlegt, die Mutter kastrieren zu lassen und die Kleinen mit nach Deutschland zu nehmen und dort eventuell einem Tierschutzverein zur Vermittlung zu geben.
Die Jungen waren aber noch zu klein, um sie nun schon von ihrer Mutter zu trennen.
So entschlossen wir uns also, dass ich die Vier mit nach Hause nehme, dort noch ein wenig beieinander lassen und schließlich vermitteln werde.
Die Mutter nun sich selbst zu überlassen, wäre keine gute Wahl.

Und noch eine Baustelle taten Martina und ich auf.
Der Hinweis kam über das junge Pärchen aus dem Ferienhausgebiet im Bereich Oksböl.
Sie hatten auf der Suche nach einem möglichen Katzenbesitzer ihrer zugelaufenen Mieze herumgefragt und von einem bestimmten Haus erfahren, an dem „viele“ Katzen zu finden seien.
Wir konnten das Haus finden und, ja, dort gibt es zu tun.
Mehr dazu aber in einem der nächsten Einträge…

Anke