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Donnerstag, 10. November 2016

Rückführung über Grenzen hinweg

Mitte Oktober bekam ich eine Nachricht von Urlaubern aus Houstrup.
Sie fütterten an ihrem Haus seit ein paar Tagen eine Katze.


Da sie in den Ohren tätowiert war, fragte man bei mir nach, ob die Mieze "eine von unseren" sei.
Sofort erkannte ich, dass das nicht der Fall war. Aber natürlich wollte ich gern helfen.
Und zum Glück gibt es da ja inzwischen ein kleines (aber sehr feines und funktionierendes!!!) Netzwerk.

Nachdem Romi und Sandra die Tätowierung im Ohr auslesen konnten (gut, dass die Mieze so brav war), konnte ich mit dieser Information bei meiner Katzen-Freundin Bianca in Dänemark anfragen.
Und Bianca begann sofort zu telefonieren. Diverse Tierschutzvereine und Tierärzte - und schließlich stand es fest:
Die Katze war Monate zuvor an einen neuen Platz gekommen und dort entlaufen.
Die Besitzer, ein dänisches Ehepaar, hatte schon alle Hoffnung verloren, ihre Katze nochmal wiederzufinden.
Nun konnten sie sie wieder mit nach Hause nehmen! Perfektes Timing - noch vor dem Winter.

Vielen Dank an Romi und Sandra für Eure Hilfe - und natürlich an Bianca, die wieder einmal Unmögliches möglich gemacht hat!

Anke

Dienstag, 20. September 2016

Erfolgreiche Suche - in vielfacher Hinsicht

Wenn ich nichts schreibe, wenn ich in Dänemark bin, heisst das zumeist nicht, dass es nichts zu tun oder zu berichten gibt, sondern eher, dass meine Tage 28 oder 30 Stunden haben könnten und auch diese ausgefüllt wären…
                       
Am Samstag fand ja der „Umzug“ von Nymindegab am südlichen Fjord-Ende 30 Kilometer weiter hoch in den Norden in die Ferienhaussiedlung Klegod statt.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, ging es noch zum Strand. Wunderschön, ein lauer Abend, fast wie im Sommer.


Auch am nächsten Tag ließen wir es entspannt angehen, ein bisschen Bewegung beim Walken.
Auf dem Rückweg dann aber die Blicke auf jede Terrasse und auch die Kontaktaufnahme mit den Urlaubern in der Siedlung.
Keiner (!) sagte, dass er hier schon Katzen gesehen habe.
Sollten die Tiere also tatsächlich alle von dem an der Durchgangsstraße nach Norden gelegenen Hof zuwandern?
Jedenfalls war die Suche zwischen den Häusern so ganz ohne Ansatzpunkte eher eine Nadel im Heuhaufen - zumal bei vielen Urlaubern sich den Katzen ja auch immer viele potentielle Futterstellen eröffnen, so dass sie auf meine nicht angewiesen sind…

Neben meiner Absicht zur Sichtung und gegebenenfalls Kastration (um diese Jahreszeit könnten die Tiere ja auch hochtragend sein oder gar bereits Junge bekommen haben, die noch sehr klein wären) der verwilderten Ferienhauskatzen hatte ich per Mail von deutschen Urlaubern erfahren, dass ihnen ihre Katze (der Siam-Kater „Baby“) im Bereich Houstrup entlaufen war.
Es startete also vor drei Wochen eine Suche, die insbesondere Sabine ganz erheblich unterstützte.
Tatsächlich wurde Baby immer mal wieder gesehen, näherte sich den Menschen aber nie an, so dass man seiner nicht habhaft wurde.
Sogar eine Falle lieh sich Sabine bei der Tierklinik in Nörre Nebel. Auch sie brachte aber keinen Erfolg.
So schrieb ich ihr kurz vor meiner Anreise, sie solle mir eine Chance zum Fangen von Baby lassen…;-)

Also nahm ich gleich am Sonntag auch Kontakt zu den Urlaubern und derzeitigen Bewohnern des Hauses auf, aus dem Baby entlaufen war.
Man stellte dort abends regelmäßig eine Schale mit Futter heraus, welche am nächsten Morgen ebenso regelmäßig leer war. Danke!
So entschloss ich mich am Sonntagabend an diesem Haus und einem weiteren, an dem Baby gesehen worden war, zwei Fallen aufzustellen. Dazu jeweils eine meiner Funkkameras zur direkten Überwachung.
Kaum nach der Installation wieder im Ferienhaus angekommen, bekam ich eine Nachricht auf mein Handy:

Oh nein, sicher würde diese Katze gleich in die Falle gehen…
Also ließ ich Martina Zuhause ins Bett gehen und fuhr selbst wieder zurück nach Houstrup.
… um dort festzustellen, dass das Tier säuberlich bis zum Auslöser alles gefressen, die Wippe aber nicht betreten hatte und damit nicht gefangen wurde.
Also bestückte ich die Falle erneut und blieb im Auto sitzen.

Wieder kam die Mieze, wieder fraß sie aber nur bis zum Auslöser vor und zog sich dann vorsichtig zurück.
Also wieder raus aus dem Auto und die Falle nachgefüllt - inzwischen war es schon relativ kalt geworden und die Kälte kroch nun auch ins Auto. Wie dumm, hatte ich mir nichts Warmes zum Anziehen mitgenommen.
Lange geschah nichts.
Aber dann, um kurz nach 3 Uhr, schlug die Falle zu.
Jawohl, nun hatte sie ihre Vorsicht doch vergessen und war einen Schritt „zu weit“ hineingelaufen.
Gut für mich!

Schnell packte ich sie ins Auto, stellte die Falle wieder scharf.
Aber bis um 06:30 Uhr passierte nichts mehr, so dass ich beide Fallen abbaute und die gefangene Katze zur Kastration bei der Tierklinik in Nörre Nebel abgab.
Dann fuhr ich selbst nach durchwachter Nacht zum Frühstück zu Martina ins Ferienhaus.

Im Anschluss, da ich so gar nicht müde war, entschlossen wir uns, das schöne Wetter für einen Gang „im Suchmodus“ ;-)  durch Houstrup zu nutzen.
Wir schauten also unter die meisten Terrassen, auf und hinter fast jeden Holzstapel, unter Büsche, nichts. Keine Spur des entlaufenen Katers und auch sonst keiner Katze.
Eine letzte Querstraße sollte es noch sein, wir hatten schon ein Treffen am Auto zur Rückfahrt vereinbart.
Da schaute ich um ein Gebüsch - und da saß er: Baby.
Er schaute mich an und sofort sprach ich ihn an.
Anscheinend hatte er keine Angst vor mir, er blieb sitzen und ich durfte mich ihm sogar annähern.
Ein wenig Futter in eine Schüssel, der Kerl fauchte mich an, als ich ihm zu nahe kam, blieb aber sitzen.
Wenn er kein Interesse an Futter hätte, hatte ich keinen Plan B, um ihn zu fangen.
Doch zum Glück fraß er, nachdem Martina und ich uns hinter einen Sichtschutz gestellt und so gar keine Notiz von ihm nahmen. Zumindest taten wir so…

In der Zeit holte ich die Falle aus dem Auto.
Ich ging leise sprechend auf Baby zu, durfte sogar die Falle einen Meter vor ihm abstellen.
Zu seiner Futterschüssel wagte er sich 10 cm in die Falle, jetzt wurde ich mutig, konnte ihn streicheln!

OK, der entscheidende Schritt.
Falle scharf, und zurück hinter die Sichtschutzwand, dennoch beruhigend und ermutigend auf den Kater eingesprochen.
Und keine zwei Minuten später war der Ausreißer eingefangen.
Was für eine Freude.
der entlaufene "Baby"
Die Besitzer informierte ich natürlich sofort - und sie machten sich auch direkt nach Ende ihrer Arbeit auf den Weg, um ihren Kater (der Zuhause kein Freigänger ist!) abzuholen.
Zwischenzeitlich war natürlich auch die Mieze vom Morgen kastriert.
Ja, ein Mädchen - und zwar eines, das irgendwo noch Junge hat, denn die Zitzen sind sehr ausgeprägt und frei geleckt. Daher ließ ich es auch nicht in Ruhe aus der Narkose erwachen, sondern eine Aufwachspritze geben, um es noch am frühen Abend wieder zu seinen Jungen zu entlassen.
Diese wirkte dann auch wirklich prima.
Die kleine hübsche Frida startete wie eine Kanonenkugel aus ihrem Transportkorb, so dass ich sie nur noch von hinten sah…;-)


Am Abend fasste ich mir dann noch ein Herz und ging zu dem Hof in der Siedlung, in der ich dieses Mal wohnte.
Bereits am Vortag hatte ich bei einem Versuch der Kontaktaufnahme zwar keinen Menschen, dafür aber viele Katzen angetroffen:


Und das Gespräch hätte kaum besser laufen können:
Man kümmert sich dort um die Tiere, füttert sie, stellt ihnen einen Raum für die schlechten Tage des Jahres (der sogar beheizt werden kann) zur Verfügung, entfloht und entwurmt sie gelegentlich.
Nur die Kastration sei eben sehr teuer, daher gehe man hier einen anderen Weg…
Aber sehr gerne dürfte ich die Tiere kastrieren!
Also verabredete ich mich für den kommenden Morgen, um die Katzen, die sich sämtlich anfassen lassen, einzupacken.
Aber hierzu berichte ich morgen weiter.

Anke

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Bitte um Mithilfe: Kater in Bjerregard entlaufen

Wieder einmal ist während eines Urlaubsaufenthalts in Dänemark eine Katze entlaufen.
Da dies in Bjerregard, genauer in Hegnet im P-Chr-Dahls-Vej, passierte, wollen wir zwei Fotos des Tieres und die Informationen dazu hier veröffentlichen.
Vielleicht können wir helfen, dass "Lukas" den Winter nicht als Ferienhauskatze verbringen muss, zumal er Freigang Zuhause nur auf dem Balkon gewohnt ist.

Bei Lukuas handelt es sich um einen Burma-Kater mit schokoladen-braunem Fell und gelben Augen.
Weggelaufen ist er Ende November.

Hier zwei Fotos von Lukas:

entlaufener Lukas

Lukas ist nach Angaben seines Besitzers Fremden gegenüber zwar etwas scheu, bleibt bei leiser Ansprache jedoch sitzen, man kann auf ihn zu gehen und ihn hochnehmen.
Vor Kindern hat er aber Angst.

Sollten unsere Leser Informationen zu Lukas' Aufenthalt haben, bitte meldet Euch bei uns. Wir geben sie dann unmittelbar weiter.
Am besten wäre es, das Tier mit ins eigene Ferienhaus zu nehmen, wenn man seiner habhaft werden kann. Eine Abholung wird dann schnellstmöglich organisiert.

Und nochmal der wichtige Hinweis:
Die in Hegnet lebende Siam-Katze Fenja könnte durchaus auf den ersten Blick mit Lukas verwechselt werden - vielleicht auch nur dehalb, weil beide eben von der Fellfärbung keine "normalen" Haus- und Hof-Katzen sind.
Also bitte: genau hinschauen!
Lukas ist dunkler gefärbt und seine Augen sind gelb - die von Fenja leuchtend blau.
Und Fenja ist auch viel scheuer und würde eine Annäherung wohl eher nicht dulden!

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Anke

Mittwoch, 26. November 2014

5. Tag - spannende Geschichten


Wie schon gewohnt, ging der erste Weg am Morgen zum Hotel Kommandörgarden.
Dort entließen wir zuerst zwei der Mädchen, die gestern beim Tierarzt waren:
Rossi, die hübsche rötlich gezeichnete und die kleine Mia, die nochmals in Narkose gelegt, aber bereits im März kastriert worden war.

Und der Kater Henrik durfte auch nach draußen, denn auch er war wach genug, die Pupillenreaktion normal.

Henrik
Die beiden Mädchen liefen nicht davon. Nein, sie blieben so „aufdringlich“, wie sie es bereits beim Einfangen waren. So eine Entlassung ist einfach entspannt. Perfekt für beide Seiten. ;-)

Rossi (links) und Mia

So konnten wir sie sogar beide noch nach ihrer Entlassung füttern.
Das haben wir selten.

Danach kam die kleine Kämpferin Freya an die Reihe.
Sie zeigte uns, wie es in den meisten Fällen ist: Sie rannte geradezu in die Freiheit.
Und dies, da wir sie hier ja auch eingefangen hatten, direkt auf unserer Terrasse.

Freya
Nach Füttern am neuen Futterhaus in der Inselmitte fuhren wir zum Tierarzt - leider ja heute nur mit einer Katze, von der wir sogar vermuteten, dass es sich um einen Kater handelt.
Schon eine Stunde nach der Abgabe konnten wir ihn wieder abholen. Es war ein Kater, den wir Hauke nennen.

Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir nach Sönderstrand, um nochmal nach der aufgestellten Wildkamera zu schauen, die an dem umgebauten Bio-Komposter steht, an dem wir im März auch bereits Meike (2013 kastriert) wieder entdeckt hatten und froh waren, dass sie nun eine feste Futterstelle hatte.

Die Hausbesitzer waren gerade da. Wir hatten sie noch nicht persönlich kennengelernt, lediglich Flyer mit einem Hinweis auf die dänische Seite unserer Homepage hinterlassen.
Also stellte ich mich kurz vor. Der ältere Herr war begeistert von unserer Arbeit.
Und er berichtete, dass er gerne die Katzen füttere - und er freue sich, dass er nun sogar ein hübsches Kätzchen habe, das er sogar streicheln könne.
Er tue das gern und er wünschte uns für unsere Arbeit alles Gute.
Gerne dürften wir die Kamera bei ihm stehen lassen.

Später bei der Auswertung der Fotos sahen wir tatsächlich eine alte Bekannte - was uns riesig freute!

Meike
Danach durfte auch die gestern kastrierte dünne Annika am Hotel wieder in ihre Büsche flüchten, wozu sie keine zweite Aufforderung benötigte. 

Annika
Für den Abend hatten wir uns eine (wahrscheinlich letzte für diesen Urlaub) Fangaktion vorgenommen.
Zu diesem Zweck hatten wir uns Leberwurst, Geflügelwurst und Thunfisch besorgt.
Denn bereits gestern merkte man den Katzen an, dass die Angst vor der Falle stärker war, als die Lust auf das, was darin lag.
Da mussten wir schließlich gegensteuern…

besondere Fangmethoden

Und so waren wir auch erfolgreich.
Bei 3 Grad Außentemperatur fingen wir nach zweieinhalbstündiger Wartezeit immerhin zwei Katzen ein, die wir noch nicht kastriert haben.

Nun sind es nach unseren Beobachtungen noch zwei Tiere, die wir noch nicht gefangen haben.
Eine von ihnen ist sehr auffällig weiß-schwarz gefleckt, sie erkennen wir auch im kommenden März und können sie zu den anderen auseinanderhalten!
Das andere ist sicher ein Kater. Der macht uns also zumindest in Sachen Nachwuchs keine Probleme.

Schließlich hatten wir noch ein gutes Gespräch mit der Hotelbesitzerin Therese.
Wir haben gemeinsam einen Platz für ein Futterhaus gefunden.
Dieses befindet sich relativ wettergeschützt von dem Müllplatz entfernt und wird dann als neue Futterstelle dienen.
So müssen die Tiere nicht mehr zwischen den Scherben und Zigarettenkippen auf dem Boden fressen.
Wir sind sehr froh darüber.
Therese war zudem erstaunt, wieviele Tiere wir nun bereits bei ihr kastrieren konnten.
Zusammen mit den Katzen aus dem März sind es nun allein am Hotel  9 Katzenmädchen und 5 Kater!
Mal sehen, welches Geschlecht morgen noch dazu kommt.

Eine letzte spannende Aktion muss ich nun zum Abschluss des Tages ebenfalls berichten:
Im Mai war einem Urlauber sein Siam-Kater Aramis auf Römö entlaufen.
Der Besitzer hatte zwar Hinweise auf das Tier erhalten, hatte ihn aber bis jetzt nicht zurückbekommen.
Nachdem er auf unser Projekt aufmerksam geworden war, hatte er uns angeschrieben.
Und wir hatten natürlich bei unseren Gesprächen mit den Hotel-Mitarbeitern in den letzten Tagen auch den Siam-Kater angesprochen.
Und heute nun berichtete uns eine Mitarbeiterin, dass sie den Kater bereits über den Sommer immer wieder am Pferdestall des Hotels gesehen habe.
Aufgrund meines Hinweises habe sie ihn nun im Gästebad eingesperrt.
So gingen wir gemeinsam nach dort.
Und tatsächlich: Da saß Aramis!
Wir nahmen ihn sofort an uns und brachten ihn in unser Ferienhaus.

der im Mai entlaufene Aramis heute in unserem Ferienhaus
Sein von mir informierter Besitzer ist sehr froh - morgen wird der Kater abgeholt und nach Hause zurückgebracht.

Übrigens sieht Aramis sehr gut genährt und gesund aus.
Er hat sich die Monate perfekt durchgeschlagen. Es scheint ihm nicht schlecht ergangen zu sein.
Schön, dass er den kalten Winter nun nicht mehr hier auf der Insel verbringen muss. ;-)

So versöhnt uns dieser Tag mit dem gestrigen, ja doch ein bisschen traurigen.

Anke

Donnerstag, 28. November 2013

6. Tag, #Bjerregard2013

Vor dem ins Bett Gehen noch ein vorsichtiger Blick zu Kira ins Gästebad. Noch immer saß sie leise miauend auf der Fensterbank, gefressen hatte sie nichts.
Die Nacht war für uns ruhig - trotzdem haben wir beide schlecht geschlafen, denn es war stürmisch, sehr stürmisch. Um 06:30 Uhr aufgestanden, schnelles Frühstück, Kira hatte nichts gefressen, sich aber inzwischen in den Transportkorb zurückgezogen - dann ins Auto zur Fallenkontrolle.
Beide glaubten wir nicht an einen Erfolg.

Micky wird entlassen
Aber auch Micky wollten wir entlassen. Also hinein ins Auto mit ihm und in die Rauhesvej. Zuerst schaute ich ums Eck zu unserer scharf gestellten Falle, über die wir halb ein Bettlaken gedeckt hatten, falls doch eine Katze darin über Nacht ausharren müsste.
Als erstes erkannte ich, dass die Klappe geschlossen war. Ja, bestimmt der Wind, sagte ich mir.
Aber nein, da saß das kleine schwarze Kätzchen. Es hatte in der Falle sogar noch die Schüssel mit Feuchtfutter geleert. Schön.
Zuerst wurde schnell Micky entlassen. Der lief aber natürlich nicht gleich weg, sondern wollte erst noch schmusen - und fressen. Ja, gern, Micky...
Dann setzten wir das kleine schwarze Kätzchen von der Falle in den Umsetzkäfig und fuhren mit ihr nach Nörre Nebel. Ganz ruhig war sie dabei. 6,9 kg abzüglich 3,5 kg für den Umsetzkäfig.

Dann machten wir uns auf nach Hemmet Strand.
Dort war die Falle wie befürchtet zwar geschlossen, aber wohl durch den Wind - denn das Futter war noch drin und keine Katze dabei. Schade. So bauten wir die Wildkamera ab, füllten den Futterautomat auf, stellten ihn ein und ließen auch eine große Schüssel mit Wasser am Ferienhaus. Vielleicht schafft es unsere Bekannte, Sibylle, den Ferienhausvermieter von einer Dauer-Futterstelle für den Winter zu überzeugen.
Hemmet Strand
Betreuen würde sie Sabine, das ist schon geklärt: Genial, danke Sabine!


Die Überraschung kam dann aber bei der Auswertung der Kamera-Aufzeichnung von Hemmet Strand:
Offensichtlich vier verschiedene Katzen waren in der Nacht dort. Drei schwarz-weiße und ein großes weißes Tier mit getigerten Flecken.

Dann ging es ins Ferienhaus zurück.
Dort wartete auf der Terrasse schon Ole auf uns, der sich in den letzten zwei Tagen zur echten „Hauskatze“ entwickelt hat und unbedingt hinein wollte. 
 
Ole
Dann kam der Anruf aus der Tierklinik:
Das schwarze Kätzchen ist ein Mädchen, mindestens einmal hatte sie schon Junge - und bis jetzt war sie auch nicht kastriert. Also doch noch ein echter Erfolg! Wunderbar.

Nach diesem Ergebnis machte ich mich auf zu unserer festen Futterstelle hier.
Dort war großes Saubermachen angesagt: Alles abgebaut, ausgekehrt, das Futterhaus desinfiziert und ausgeputzt. Die Decken für die Winterhäuser wurden gewaschen, im Wind getrocknet und dann wieder ausgelegt.
Natürlich schaute Bamse bei alledem genau zu. Und schließlich kam auch noch Kimi.

Später holte Thomas das schwarze Mädchen von der Tierklinik ab, Marie haben wir sie genannt.
Marie haben wir nun gerade mit ihrem geöffneten Transportkorb in den Aufwachkäfig gesetzt.
Hoffen wir, dass sie die Zeit bis zur morgigen Entlassung am Abend gut übersteht - und vielleicht sogar frisst.

Bisher waren ja nur die Römö-Katzen da so unproblematisch. Hier in Bjerregard waren die gefangenen Miezen ja eher abweisend - obwohl gerade durch die in Dänemark durchgeführten Total-OPs (hier werden trotz ausgeschlossener Trächtigkeit nicht nur die Eierstöcke entfernt, sondern die gesamte Gebärmutter) eine Nahrungsaufnahme mit den mitgelieferten Schmerztabletten so wichtig wäre…

Eins müssen wir ja noch erzählen:
Kira
Die entlaufene Kira ist inzwischen wieder bei ihren Besitzern.
Sie holten sie vorhin hier bei uns ab. Und das Wiedersehen war unglaublich: Kira kam auf Ansprache von Susanne (ihrer Besitzerin) gleich aus ihrem Korb, in dem sie den ganzen Tag gesessen hatte, ohne ihr Futter anzurühren.

Ja sogar ein Leckerlie nahm sie gleich an. Diese Katze hat ihre Besitzer eindeutig wiedererkannt - und in all der Entspannung ließ sie sich dann sogar auch von mir streicheln.
Eine wirklich tolle Geschichte.

Susanne und Tim, wir wünschen Euch weiterhin viel Spaß mit Eurer Kira!

Schön, dass wir helfen konnten.

Anke

Dienstag, 13. Dezember 2011

Entlaufene Katze Kenia in Bjerregard nach 48 h wieder gefunden!

Um 15.33 Uhr erreichte uns die Mail, auf die (wahrscheinlich nicht nur) wir gewartet hatten:

Es geschehen noch Wunder!!! Wir haben sie gefunden!!!
48 Stunden kaum Schlaf, hundertmal die Häuser in der Umgebung
abgesucht und nun endlich haben wir unter einem
Haus völlig verängstigt gefunden!
Wir sind so froh! Das war wirklich das schönste Weihnachtsgeschenk!

Wir möchten euch ganz, ganz doll danken für eure Hilfe danken!


Alles Gute!
Kenia, Annika und Kristof

Montag, 12. Dezember 2011

Aktuell: Katze entlaufen - Bjerregard, Arvidvej


Heute kam diese Mail aus Bjerregard und wir möchten der Bitte um Veröffentlichung gerne nachkommen. Wer Hinweise auf "Kenia" hat, bitte umgehend melden!

Hallo Anke und Thomas,
Kenia
ich würde mich freuen, wenn Ihr helfen könntet:

wir haben gestern Nacht kurz vor unserer Abreise aus dem
Arvidvej (Nr. 244) in Bjerregard beim Reinigen ein Fenster versehentlich offen stehen lassen, so dass unsere Kenia beim neugierigen Blick aus dem Fenster herausstürzte. Die nächtliche Suchaktion verlief nicht erfolgreich – ich stolperte im Dunkeln noch über sie, dann verschwand sie in die Nacht.

Wir haben nun die Bitte, ob Ihr unsere Suche vielleicht auf
Eurer Seite posten könntet – wir haben schon viele lokale
Unterstützer gefunden und wären über weitere Hilfe natürlich
hocherfreut.

Kenia ist ca. 50 cm lang, hat weiches langes dichtes Fell,
die Farbe des Felles ähnelt einer grau getigerten Hauskatze,
allerdings ist ihr Fell länger und der Schwanz ist buschig.
Sie ist sehr scheu, Umgang mit Menschen aber gewohnt
und ist eine reine Hauskatze. Kenia hat eine lädierte Vorderkralle
und grüne Augen, ihr Chip sitzt unterm Fell auf der linken
Halsseite und hat die Nr. 276097202098113. Kenia ist auch
bei www.tasso.net gemeldet – eine Suchmeldung ist hier auch
schon geschaltet ( unter Suchmeldungen>Ausland).

Über Eure Rückmeldung wären
wir sehr sehr dankbar.

Liebe Grüße aus Bjerregard
und noch einmal vielen Dank,

Annika & Kristof 

Dieses Suchplakat wurde bei den Ferienhausvermietern angebracht: