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Donnerstag, 10. März 2016

5. und 6. Tag - "Soll" erfüllt - aber es steht 5:2...


Aufgrund der gestrigen Abend/Nacht-Fangaktion versuche ich die beiden letzten Tage zusammenzufassen.

Gestern um 4 Uhr morgens hörte ich etwas laut klappern. Ich schimpfte schon ein wenig über die Miezen, die mir nun doch wieder meine Nachtruhe raubten.
Aber nein, plötzlich war ich hellwach. Das Geräusch kam ja von der Falle auf meiner Terrasse.
Den Vorhang ein wenig beiseite gezogen, saß da tatsächlich ein schwarzes Tier und randalierte wild.
Gut, dass mich in den folgenden fünf Minuten niemand sah, als ich den schwarzen Wilden in den Abstellraum trug…;-)

Als der Wecker um 07:15 Uhr klingelte, entließ ich zuerst die drei Fänge vom Wohnhaus des Reiterhofs in Sönderstrand.
Wie schon berichtet, waren es neben der Katzenmutter zwei Kater.



Wie üblich bekamen auch sie bei der Entlassung ihre Namen: Anna, Silas und Lukas.

Lukas ganz links, Silas in der Mitte, Anna ist schon weg...

Anna verschwand im gestreckten Galopp in die Büsche, die beiden Kater ließen sich etwas bitten, liefen dann aber auch davon.

Dann fuhr ich mit dem Fang der Nacht zum Tierarzt.
In der Wartezeit ein ausgiebiges und gemütliches Frühstück beim örtlichen Bäcker.
Meine Treuekarte von dort (den Tierarzt-Besuchen sei Dank) brachte mir sogar einen Gratis-Cappuccino ein ;-)

Und bei der Abholung erfuhr ich (was aber eigentlich ja schon klar war), dass es sich wiederum um einen Kater handelte, der mir in die Falle gegangen war.
Es ist einfach unglaublich. Wo stecken nur all die Katzenmädchen?

Nachmittags dann nutzte ich den perfekten Sonnenschein und reinigte das Futterhaus in der Inselmitte gründlich.

Am Abend war dann die Großaktion am Hotel Kommandoergaarden geplant.
Equipment eines Katzenfängers...;-)

Das Auto bis zum Anschlag voll gepackt, fuhr ich auf meinen Posten nahe des Futterhauses.

Eigentlich hatte ich ja geplant, alle Katzen zu fangen und bis zum Abbruch der Aktion festzusetzen.
So stellte ich beide Fallen auf.

Und es dauerte nicht lang, da machte es auch schon „klapp“
Ich traute meinen Augen nicht: eine noch nicht kastrierte Katze - aber eine, die ich im November schon auf der Wildcam gesehen hatte, ein graues Tier:


Also, schnell in einen Umsetzkäfig umgepackt, denn er (das war aufgrund der Kopfform klar) würde mich auf jeden Fall zum Tierarzt begleiten.

Danach kam Mia. Bei ihr wusste ich, dass ich sie anfassen kann.
Also griff ich sie mir und setzte sie „händisch“ in einen der Körbe.

Dann ging alles schnell.
Plötzlich kamen vier Katzen auf einmal zum Futterhaus, dann noch eine fünfte hinzu.
Also gut, das musste doch auch anders abzuarbeiten sein, als mit Fallen…
Zwei große Dosen aufgemacht, in das Unterteil des Trockenfutter-Spenders geschüttet und den Damen und Herren hingestellt.

Olaf, Knut, Rieke und Ulla

So konnte ich diese hungrigen Mäuler perfekt auf einmal stopfen - und, es sei verraten, bei vieren funktionierte es auch wunderbar und sie störten nicht mehr an der Falle.

Als ich dann wieder um die Ecke bog und zu einer der Fallen hinsah, war darin bereits das nächste Tier: Grete.
Das traf sich gut.
Denn sie wollte ich aufgrund ihres extremen Katzenschnupfens und der Schonhaltung der rechten Hinterpfote ja auf jeden Fall mit zum Tierarzt nehmen.

Madita
Im Innenhof des Hotels entdeckte ich dann noch Madita - die später auch noch in die Falle ging.


Eine augenscheinlich sehr alte Katze sah ich bereits, als es noch hell war. Sie hätte ich gern gefangen, denn es scheint ein Weibchen zu sein.
Aber sie tat mir den Gefallen nicht, obwohl sie, wie ich später bei der Auswertung der Fotos sah, mehrfach im Dunkeln um die Falle herumschlich.

Während des anschließenden Wartens gingen dann Knut und Thor in die Falle.
Was für ein wunderschöner Kater dieser Thor doch ist:

Thor
Den Rest der Zeit wartete ich bis 1 Uhr vergebens.
Aber die Wildcam zeigte mir am Morgen, dass auch keine andere Katze mehr gekommen war über Nacht.

So kann ich nun also sagen, dass mit Stand des gestrigen Abends von den seit November 2013 ursprünglich 18 am Hotel Kommandoergaarden kastrierten Katzen sicher noch 10 Tiere dort sind:
Grete, Thor, Madita, Knut, Olaf, Rieke, Mia, Ulla, Torge und Magnus.
Hinzugekommen sind der graue gefangene Kater und die wahrscheinlich alte schwarze Katzendame (hoffentlich bekommt sie keine Jungen mehr!).

Der Verbleib der Anderen ist ungewiss.
Ich weiß lediglich von einem überfahrenen getigerten Kater, der eine Tätowierung hatte (wahrscheinlich war es Sixty), und von einem Anwohner gegenüber erfuhr ich, dass sich bei ihm ein roter Kater eingefunden hatte, der erkrankt war und schließlich starb (dies könnte Erik gewesen sein).


Wodan
Heute am Morgen nun entließ ich zuerst den hier am Ferienhaus gefangenen Kater, der den Namen Wodan erhielt:


Der arme Kerl geriet auf der bereiften Holzterrasse erst einmal ein bisschen ins Rutschen…


Dann fuhr ich mit dem Grauen und Grete zum Tierarzt.
Wie sollte es anders sein, war das Graue natürlich tatsächlich ein Kater.
Und Grete war beim Tierarzt so lieb, dass wir sie uns ganz ohne Betäubung in Ruhe anschauen konnten.
Die leichte Lahmheit war zumindest keiner knöchernen Verletzung geschuldet. Hoffen wir also, dass es sich wieder gibt.
Und gegen die Schnupfennase gab es ein Medikament mit Depotwirkung.
Drücken wir ihr die Daumen, dass ihr das hoffentlich bald kommende warme Wetter Linderung verschafft.
Aber es wäre nicht richtig gewesen, Grete einzuschläfern, ihr Lebenswille (und übrigens auch ihr Appetit!) ist zu groß.
Vertilgte sie beim Aussetzen am Hotel auch gleich schnurrend und schniefend einen ganzen Beutel Feuchtfutter:
Grete
Der Nachmittag war für mich dann mit dem Säubern der Boxen und Fallen ausgefüllt.
Im Anschluss noch ein ausgiebiger Gang durch Lakolk mit seiner Ladenzeile - jedoch ohne neue Erkenntnisse.

Am frühen Abend begab ich mich nochmal nach Sönderstrand.
Molly und Max im Reitstall geht es super.

Anna, Silas und Lukas wurden zumindest von den Reitstall-Besitzern schon wieder gesehen, seien aber wohl sehr zurückhaltend im Moment. Kein Wunder!

Die Auswertung der Wildcam an der Kompost-Futterstelle ergab die erfreuliche Sichtung einer alten Bekannten, der lieben Meike:

Meike

Leider keine Kirsten, keine Prinsesse und vor allem keiner der kastrierten Kater im Bereich Sönderstrand… Ob hier doch die Jäger manchmal Hand anlegen, um Hasennachwuchs und Vögel zu „schützen“? 

So habe ich nun tatsächlich alles geschafft, was ich mir für diese Woche vorgenommen hatte.
Morgen ist mein letzter Tag auf der Insel - wer weiß, was er noch bringt...

Freitag, 13. März 2015

7. Tag - vorerst letzter auf der Insel Römö


Gestern Abend gab es noch die beabsichtigte Fang-Aktion am Hotel Kommandoergarden.
Es ging uns um drei ganz bestimmte Katzen, eine davon kannten wir „live“ (die Schwarze mit dem weißen Unterfell), eine „live“ immerhin vom letzten November (die Kuh-Katze) und eine nur von der Auswertung der Wildkamera in den vergangenen Tagen (ein helles, langhaariges Tier).

Kater oder Katze?

Kurz nachdem wir am Futterhaus angekommen waren, waren auch schon einige Vierbeiner da.
Alle warteten offensichtlich auf die Fütterung.
Zwei (Hauke und Henrik) konnten wir gleich zufriedenstellen und hofften, dass sie uns beim Fangen nicht mehr dazwischenkommen.
Diese taten uns auch den Gefallen, aber da waren ja noch viele andere Fellnasen.
Kaum stand die Falle, war Olaf drinnen.
Nun entschieden wir, die gefangenen Katzen einfach in die Umsetzkäfige umzupacken und im Auto „zwischenzuparken“. So könnten sie uns wenigstens nicht nochmal stören.
Das nächste Klapp - wieder eine alte Bekannte: Rieke.
Und kurze Zeit später dann war Mia in der Falle.

Und danach war es wie abgeschnitten.
Bei nur um die 0 Grad setzten wir uns dann ins Auto. Und plötzlich tauchte die Kuh-Katze auf. Aber sie lief zielstrebig von A nach B, würdigte weder das Futterhaus noch unsere Fallen auch nur eines Blickes…

Weil dann wieder nichts passierte, ging ich zu dem Müllplatz.
Und dort saßen denn auch Knut, Torge und die schwarze Katze mit den weißen Stellen, die Mia so ähnlich sieht.
Und hier gab es eine erfreulich Überraschung bzw. Entdeckung meinerseits: dieses Tier war markiert - und zwar mit einem Kreis im Ohr. Es konnte sich also nur um Ulla handeln.
Merkwürdig, nun hat also auch sie diesen Fell-Veränderung.
Meine Güte, den beiden muss es wirklich kalt gewesen sein über den Winter.
Aber die Haut war weiß und sah weder schuppig noch gerötet aus.
Aber dennoch reifte in mir der Entschluss, die ohnehin gefangen im Auto sitzende Mia mit zum Tierarzt zu nehmen, um die Sache mal anschauen zu lassen.

So konnte ich nun aber auch diese drei füttern, sehr gut.

Torge, Knut und Ulla
Danach stieg ich zu Thomas ins Auto und nun mussten wir doch die Standheizung mal einschalten, so kalt war es.

Und dann hieß es warten…. warten… warten…
Dann erschien ein helles Tier an der Falle, es zog sich das erste Stück Wurst heraus, dann das zweite Stück.
Dann musste es weiter hineingehen, beim nächsten Stück noch weiter. Dann „klapp“.
Als wir in die Falle schauten, naja, ein bisschen enttäuscht waren wir schon. War doch auf den ersten Blick klar, dass da ein Kater in der Falle saß, riesig groß, kräftig und rot.


Nein, das war nicht das Tier von der Wildkamera.
Aber gut. Wir ließen die erste noch im Auto festgehaltene Katze frei, um den Großen in den Umsetzkäfig zu packen.
Meine Güte, was für eine Randale.. Gut, dass zwischen ihm und uns ein Gitter war.

Dann wieder Warten, wieder schlich die Kuh-Katze über den Hof, wieder interessierte sie die Falle nicht im Geringsten.
Und dann nochmal „klapp“.
Auch dieses Mal war es aber augenscheinlich ein Kater, schon wieder ein großes und kräftiges, dieses Mal getigertes Tier.
Beide Kater hatten wir noch nie am Hotel gesehen, auch nicht auf der Wildkamera.
Es scheint also tatsächlich so zu sein, dass nicht alle Katzen regelmäßig jeden Tag dort erscheinen.

Nach einer weiteren Wartezeit packten wir schweren Herzens zusammen - nicht ohne die Futterschüsseln nochmals zu befüllen und ins Futterhaus zu stellen.
Das war es dann also für diesen Urlaub auf Römö. Schade.

Dann rasch Zuhause die Kater in den Abstellraum und selbst ins Bett.
Nur knapp sieben Stunden später klingelte der Wecker.

Komfortabel war das Aussetzen von Odin, da wir ihn ja hier auf der Terrasse gefangen und so auch hier wieder aussetzen konnten.

Odin beim "Frühsport"..;-)

Dann die Kater und Mia ins Auto und schnell wieder ans Hotel, die Wildkamera geholt und Grete einpacken, um sie zur Untersuchung mit zum Tierarzt zu nehmen.
Wir hatten uns das ganz leicht vorgestellt. Aber ganz so war es nicht.
Der Mitarbeiter des Hotels, der Grete derzeit an seiner Wohnung füttert, wollte sie hochheben, aber sie entwand sich seinem Griff.
Also gut, dann musste ich eben ran.
Futter in einer Schüssel - und dann griff ich ihr ins Genick.
Es war nicht einfach, sie versuchte sich aus meinem Griff zu drehen, kämpfte gegen das Einpacken mit aller Macht, aber ich konnte sie ohne Verletzungen (weder auf ihrer noch auf meiner Seite) in die Box schieben.

Beim Tierarzt ging alles schnell und problemlos:
Die Kater waren rasch kastriert, Mia scheint eine Allergie zu haben, zumindest keine Parasiten. Aber wirklich tun kann man für eine „wildlebende“ Katze an einer Futterstelle mit 10-15 anderen Tieren eben leider auch nichts.
Und die arme Grete hat zwar keine ernsthafte Verletzung am Bein, dafür aber einen chronischen Katzenschnupfen. Sie wird ihre Rotznase behalten.
Eigentlich müsste sie inhalieren, aber wer will sich darum kümmern?
So bekam sie zumindest eine Depot-Spritze, vielleicht hilft auch das nun hoffentlich trockener und wärmer werdende Wetter.
Das sind die sehr traurigen Seiten an unserer Arbeit hier: Man kann für das einzelne Individuum nur sehr eingeschränkt etwas tun.

Am Nachmittag hieß es ein paar hundert Fotos sortieren und zum wiederholten Male Fallen, Umsetzkäfige und Transportkörbe säubern - zumal Grete sich sehr stinkig entleert hatte…


Die Wildkamera an der Kompost-Futterstelle in Sönderstrand musste noch eingesammelt werden. Auch dort hinterließen wir einen Brief und eine Wurmpille für Meike.

Danach schauten wir bei Therese, der Besitzerin, am Hotel Kommandoergarden vorbei.
Wir brachten ihr die laminierte Übersicht der bereits kastrierten Katzen am Hotel und sagten ihr, dass sie die Fotos doch ruhig aushängen könne, damit die Urlauber informiert sind über die Kastrationen.
Zudem wiesen wir darauf hin, dass ihre die Katzen fütternde Tante doch in jedem Falle nur das Futterhaus nutzen solle zum Füttern und nicht auch am Müll wieder etwas hinstellen möge.

Zur Sicherheit gegen das Eindringen von Hunden in das Futterhaus brachten wir noch ein Holzbrett am Haus an.
Die Wildkamera wird uns morgen zeigen, ob die Katzen mit diesem Brett vielleicht auch ein Problem haben…

Resumee:

Wir haben dieses Mal hier auf Römö eine weibliche Katze und sechs Kater kastrieren lassen können.

Beim Sichten der Fotos am Nachmittag stellte ich jedenfalls fest, dass wir von den 15 am Hotel kastrierten Katzen immerhin sicher 11 wiedergesehen haben.


Dennoch bleibt am Hotel noch etwas zu tun.
Die abendliche Überwachung des Futterhauses scheint in den ersten Tagen eines Aufenthaltes sinnvoll zu sein, um daraus Schlüsse über die anwesenden Katzen ziehen zu können.
Zudem berichtete uns Therese auch von Katzen an ihrem Pferdestall. Keine der Katzen habe sie sich angeschafft, alle seine über die Jahre einfach zugelaufen.
Wahrscheinlich gibt es dort also noch weitere Katzen, vielleicht haben sich dorthin aber auch die übrigen vier kastrierten Tiere zurückgezogen, die wir selbst nun in diesem Urlaub nicht mehr entdeckt haben.
Außer Acht lassen darf man aber auch nicht die direkt angrenzende Durchgangsstraße der Insel. Sie stellt eine große Gefahr für die Katzen dar - zumal Thomas Henrik oder Olaf auch über die Straße flitzen sah.

In Sönderstrand haben wir nur eine von uns in den vergangenen Jahren kastrierte Katze live gesehen, nämlich Kirsten.
Und Meike war deutlich auf der Wildkamera zu erkennen.

Meike

Leider fehlen jedoch die vielen anderen Tiere, die wir in den Vorjahren kastrieren ließen.
Da ist vor allem die so zutrauliche und verschmuste Konni gewesen - wobei sie durchaus auch von Urlaubern mitgenommen worden sein könnte.
Tja, und dann fehlen auch noch einige Kater.
Um hier noch ein bisschen genauer schauen zu können, werden wir wohl bei unserem nächsten Römö-Aufenthalt wieder in Sönderstrand wohnen.

Nun geht es morgen aber zuerst einmal an den Ringköbing-Fjord, nach Hemmet Strand.
Hier hoffen wir, unsere Fangquote wieder ein bisschen mehr zum weiblichen Geschlecht hin verschieben zu können!
Allerdings kennen wir zwar einige der an der Futterstelle verkehrenden Tiere von Fotos - die Geschlechter konnten jedoch bislang allesamt noch nicht festgestellt werden.
Es werden also in jedem Falle spannende Tage am Fjord.
Und einige Stunden wollen wir ja auch in Bjerregard verbringen! Darauf freue ich mich besonders.

Anke

Dienstag, 10. März 2015

4. Tag - ein neuer Fang am Hotel


Noch am späten Abend fuhr ich gestern nach Sönderstrand und holte die Falle. Leider ohne den gewünschten Inhalt…;-(
Und auch die Falle hier auf der Terrasse machten wir unscharf. Nur mit einer Katze wollten wir den Weg zum Tierarzt nicht fahren.

Die beiden kastrierten Tiere schliefen über Nacht offensichtlich wirklich tief und fest im Abstellraum, denn auch wir konnten die Nacht in Ruhe verbringen.
Da wir niemanden zur Kastration fahren mussten, konnten wir uns mit dem Freilassen am Morgen Zeit lassen.
Zuerst fuhren wir um kurz nach 7 Uhr nach Lakolk. Dort entließen wir den Kater „Emil“.

Emil
Er ließ sich nach dem Öffnen des Korbes viel Zeit zum Gehen, beschwerte sich aber offenbar lautstark über die Zeit der Gefangenschaft: miau, miauuuu, miaaaauuuu.
Dann schließlich lief er doch davon und drehte sich ein paar Meter weiter nochmals zu uns um - und abermals kam ein vorwurfsvolles „Miauuu“.

Dann rasch mit der hübschen Prinsesse nach Sönderstrand.
Sie war ebenso cool in ihrem Korb. Erst nachdem ich nach dem Öffnen der Klappe auch das darübergelegte Handtuch etwas anlupfte, lief sie davon.

Prinsesse
Und auch sie miaute zum Abschied.
Es ist schon interessant: Da sehen beide Katzen fast gleich aus, sind auch im Benehmen einander sehr ähnlich. Ob sie wohl miteinander verwandt sind?
Die Siedlungen, in denen sie leben, sind aber ein paar Kilometer voneinander entfernt - und beide Katzen wurden uns schon vor einigen Jahren von den jeweiligen Örtlichkeiten gemeldet:
Prinsesse im Dezember 2012, Emil im September 2013.

Nachdem wir die Katzen entlassen und im Anschluss gemütlich gefrühstückt hatten, nutzte ich den wunderbar sonnigen Tag, um die Körbe und Fallen ordentlich zu säubern und zum Trocknen in die Sonne zu stellen.
Als wir dann eine Kaffeepause machten, bekamen wir Besuch auf der Terrasse. Es war der Tiger, den wir hier auf dem Grundstück schon gesehen hatten.
Es sah fast so aus, als habe er eine Tätowierung im Ohr und das schmale Gesicht erinnerte uns auch an Freya - aber aufgrund der Fellfarbe kann sie es einfach nicht sein.


Wir werden die Katze fangen müssen, um sicher zu gehen. Denn eigentlich kann es keine „unserer“ kastrierten Miezen sein.

Im Anschluss nahm ich das Ferienhausgebiet „Bolilmark“ auf der Insel näher in Augenschein.
Ich entdeckte keine Katze, auch keine Spuren, die auf ihre Anwesenheit hindeuten.
Auch diverse Urlauber, die ich fragte, hatten keine Katzen gesehen.

Der Rückweg mit dem Fahrrad führte mich dann durch Lakolk.
Auch hier klopfte ich an vielen Häusern und fragte die Urlauber nach Katzensichtungen.
Aber ausnahmslos wurde mir mit „nein“ geantwortet.
Eine nette junge Frau sagte mir sogar, dass sie seit vielen Jahren nach Römö fahre und sonst immer Katzen gesehen und auch gefüttert hätte - aber dieses Mal sei ihr noch keine Fellnase begegnet.
Natürlich bekam sie einen Flyer von mir. Vielleicht schreibt sie uns bei Gelegenheit.
Es würde uns sehr freuen.

Abends fuhren wir nach Sönderstrand und stellten dort die Falle an der Kompost-Futterstelle auf. Wir wollen sie diese Nacht mit der Funk-Wildcam überwachen - und im Auslösefall das Tier sofort abholen.

Danach - noch bei Licht - ging es zum Hotel Kommandoergarden.
Relativ schnell, nachdem wir gerufen und gelockt hatten, kamen sechs Katzen an das Futterhaus.


Irgendwie war uns da aber eine Tigerkatze zu viel.
Also stellten wir die Falle auf.
Mit Leberwurst hatten wir ganz schnell ganz viele Fellnasen, die sich um die Falle drängten.
Und ganz schnell war auch eine Katze darin und klapp…
Dummerweise bekamen das natürlich auch alle anderen Tiere mit - und so waren danach auch alle verschwunden.
Aber immerhin: der gefangene Tiger hat keine Ohr-Tätowierung, heisst, er ist noch nicht kastriert!

Und dann bekamen wir ein Bild von unserer Funk-Kamera: Meike war in der Nähe der Falle. Wir befürchteten schon, dass sie vielleicht hineinginge. Aber nein, noch widerstand sie der "Leberwurst-Versuchung" und verschwand wieder.

Während der weiteren Wartezeit am Futterhaus des Hotels gingen noch zwei bereits kastrierte und markierte Tiere in die Falle,
Stine und Hauke. 

oben Haukes Ohr-Tätowierung, unten Stine
Beide wurden nach Identifizierung natürlich sofort wieder in die Freiheit entlassen!

Als wir dann im Futterhaus die Näpfe vor dem Gehen füllten, kamen noch Knut, Rieke und Torge hinzu.
Und beim Heimfahren entdeckten wir in den Büschen sogar noch Grete.
Na, immerhin.
Das Wiedersehen mit bekannten Katzen freut uns immer ganz besonders!

Nun haben wir den einen Fang in unserem Abstellraum.
Die Fallen in Sönderstrand und auf unserer Terrasse bleiben scharf…
Vielleicht wird es also eine Nachtruhe mit Unterbrechungen.

Anke

Freitag, 28. November 2014

7. Tag - Abschied von den Miezen



Relativ entspannt schliefen wir heute bis 8 Uhr.
Hatten wir doch nur die beiden kastrierten Tiere von gestern wieder freizulassen, aber keine neuen mehr zum Tierarzt zu fahren.

So nahmen Thomas und ich uns sogar noch die Zeit zum Frühstücken.
Auch Rieke und Olaf hatten wir - da sie nicht wirklich scheu sind - je eine Futterschüssel in ihre großen Boxen gestellt.
Bis zum Losfahren hatte Olaf sie auch geleert, Rieke hingegen boykottierte die Fütterung in Gefangenschaft.
Dennoch war sie bei der Freilassung die Entspanntere. Sie blieb sogar noch ein wenig in unserer Nähe.

Rieke
Ganz im Gegensatz zu Olaf:

Olaf in Schräglage...;-)

Im Anschluss sammelten wir noch die Wildkamera am südlichen Ende von Sönderstrand ein.

Danach aufräumen im Ferienhaus, die Abstellkammer auskehren und wieder die Gartenmöbel hineinräumen, die zu Gunsten der Katzen ausgelagert worden waren.

Dann endlich wartete die spannende Auswertung der Fotos der Wildkamera am neuen Futterhaus beim Hotel Kommandörgarden und an der Kompost-Box in Sönderstrand.

Wirklich hatten bereits etliche Katzen des Hotels den Weg in das Haus gefunden. Auch wenn manche zuerst ein bisschen skeptisch schauten und das Haus von allen Seiten beäugten.

ein vorsichtiger Blick hinein...

Die Örtlichkeit wird sich in der Katzenpopulation herumsprechen.
Hoffen wir, dass es mit der regelmäßigen Fütterung ebenso klappt und das Haus auch ein bisschen gepflegt wird.

Die Auswertung der Speicherkarte der zweiten Kamera brachte dann doch noch eine Überraschung:
Eine zweite Katze war (sogar zusammen mit Meike!) auf einem Foto zu sehen.
Ganz sicher sind wir uns nicht bezüglich der Identifikation des Tieres.


Aber es hat sehr große Ähnlichkeit mit einer Katze, die uns im Dezember 2012 aus Sönderstrand gemeldet wurde. Und zwar Meikes Mutter!
Sollte sie tatsächlich noch in Sönderstrand unterwegs sein? Wow.
Nun, dann wissen wir ja, wen wir im nächsten März einzufangen und kastrieren zu lassen versuchen.

Am Abend besuchten wir ein letztes Mal das Hotel.
Wir gaben einen Merkzettel ab für die Mitarbeiter und natürlich auch etwas Futter - falls mal keine Reste vom Buffet übrig sind, was jetzt in der Urlauber-armen Zeit durchaus des Öfteren vorkommen könnte.

Schade, es hätte noch viel zu tun gegeben.
Insbesondere liegt uns noch immer das Gebiet „Lakolk“ hier auf der Insel am Herzen. Wieder hat unsere Zeit dafür nicht gereicht…:-)

Für uns geht es morgen nach Hause.
Doch die kalte und nasse Jahreszeit kommt.
Dann fällt es mir immer besonders schwer, die Fellnasen hier wieder sich zu überlassen und nicht mehr für sie sorgen zu können.
In Gedanken werde ich des Öfteren bei ihnen sein - bei „unseren“ Sommerhauskatzen.

Anke