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Dienstag, 17. März 2015

11. Tag - endlich zwei Katzenmädchen


Leider geht schon wieder nichts mit Fotos - über eine Stunde habe ich es jetzt versucht...:-(

Es gibt sogar noch etwas von der letzten Nacht zu berichten:
Nachdem Thomas ins Bett gegangen war, entschloss ich mich nämlich, die Fallen doch nicht gleich zu schließen, sondern noch ein bisschen wach zu bleiben.

Vielleicht könnten wir ja noch etwas fangen, um nicht nur mit einem Kätzchen zum Tierarzt zu fahren.
Mit der Funk-Wildcam hat man die Situation vor Ort ja quasi „online“ im Wohnzimmer.
So muss man selbst nicht in der Kälte sitzen und die Katze auch nicht länger als nötig!
Ich machte es mir auf der Couch mehr oder weniger gemütlich, das Handy in Hör- und Griffweite.
Als ich mich dann umgedreht hatte und gern ein bisschen dösen wollte, begannen die drei kastrierten Kater im Abstellraum mit ihren Ausbruchsversuchen.
Sie klapperten mit ihren Körben, offenbar indem sie sich mit den Krallen in den Ritzen einhakten und kräftig zogen.
Keine Chance bei dieser Geräuschkulisse auch nur ein Auge zu schließen.
Zudem schien es, als würden sich die Kater abwechseln. Irgendeiner randalierte immer…

So wachte ich, bis um 00:52 Uhr eine Katze im Einwirkungsbereich der Kamera erschien.
Noch war aber nur zu erkennen, dass es ein schwarzes Tier mit weißen Füßen war…
Kurze Zeit später dann ein weiteres Foto: das Tier saß in der Falle, und es war der im März letzten Jahres kastrierte Mats.

Ich zog mich schnell an, fuhr zur Futterstelle und befreite Mats.
Auch dieser war in der Falle und beim Verlassen völlig entspannt, rannte noch nicht einmal davon.
Dennoch hoffte ich, dass er sich nicht nochmal in die Falle begeben möge…
Denn ich hatte für mich entschieden, die Nacht durchzumachen und die Fallen scharf zu lassen.

Ich bereitete die soeben ausgelöste Falle also neu vor, fuhr dann wieder heim und legte mich auf die Couch.
Abermals randalierten die Kater…grrr.
Ein paar Male dämmerte ich ein, um dann wieder hellwach zu sein wegen der Geräusche nebenan.

Um 02:38 Uhr war es ein anderes Geräusch, das mich hochschrecken ließ: die Meldung der Wildkamera.
Wieder ein dunkles Tier mit weißen Füßen.
Also schnell ins Auto - und die Überraschung und Freude war groß, als ich vor Ort erkannte, dass ein bislang unkastriertes (aber von der Wildkamera bekanntes) Tier in der Falle gefangen war.
Ich brachte es schnell zum Auto, lud es in den Umsetzkäfig um, da dieser kleiner und damit weniger verletzungsgefährlich ist.

Kurz danach konnte ich sogar noch die kleine Lily „live“ sehen, füttern und beinahe sogar anfassen.
Sie blieb ganz entspannt sitzen und schlug sich den Bauch mit gut 200 Gramm Feuchtfutter voll.
Damit war ich sicher, dass sie nicht mehr in die Falle gehen würde.

Und wieder fuhr ich im Anschluss ins Ferienhaus zurück.
Einschlafen konnte ich aus den bekannten Gründen nicht wirklich, aber eine neue Kameraauslösung gab es erst um 06:20 Uhr: der Tiger befand sich im Bereich der Fallen…
Aber dieses Tier ist einfach zu vorsichtig! Es entfernte sich schließlich wieder.

Nachdem Thomas aufgestanden war, entließen wir die drei (bestimmt ebenfalls müden) Kater in ihrem vertrauten Bereich.
Sie liefen zwar schnell aus dem Korb heraus, nach guten zehn Metern wurden sie aber langsamer und trotteten dann weiter.

Während Thomas sich dann mit unseren beiden Fängen (das junge Tier von gestern kam ja heute mit zum Tierarzt) auf den Weg zu Tierarzt machte, reinigte ich die Transportkörbe der Kater.

Da die Katzen neben der Kastration zusätzlich auch eine Entwurmungsspritze bekommen, entleeren sie sich zumeist schon in ihrer Transportbox - so auch zwei der Kater.
Die Bandwurmteile in den Hinterlassenschaften waren nicht zu übersehen. Schon ein bisschen eklig…

Außerdem hatten wir beschlossen die Fallen scharf zu lassen für das Tigerchen...
Und noch während ich putzte, tauchte gegen 10 Uhr wieder Lily an den Fallen auf, sie ging jedoch auch wieder.
Nur wenige Minuten später kam dann der Tiger ins Bild.
Und dann dauerte es nicht lang und er/sie saß in der Falle.
Schnell fuhr ich mit dem Fahrrad zum Ort des Geschehens, deckte die Falle ab und setzte das Tier, das fauchte und spuckte, in einen Umsetzkäfig.
Ein lautes, tiefes Grollen kam aus der Kehle der Katze! Gut, dass das Gitter zwischen ihr und mir war.
Ich deckte sie also gut zu und stellte sie in eine dunkle Ecke, denn für den Transport zum Ferienhaus musste ich auf Thomas‘ Rückkehr warten.

Ja, und als er dann wieder Zuhause war, erfuhr ich, dass wir zwei Mädchen gefangen hatten!
Auch die Tierärztin schätzte das Tigerchen auf etwa fünf Monate.
Dennoch konnten wir mit der Kastration nicht warten.
Und auch das zweite war ein zwar noch nicht tragendes, aber bereits rolliges Mädchen.
Beide packten wir nach ausreichendem Lüften in den Abstellraum, in dem in der letzten Nacht noch die Kater standen.

So hatten wir uns einen gemütlichen Nachmittag verdient.
Kaffee und Kuchen bei zweistelligen Temperaturen in der Sonne.
Schön!
Am späten Nachmittag noch einen Spaziergang am Fjord entlang und danach die Schüsseln an der Futterstelle aufgefüllt und die Wildkameras eingeschaltet.
Fangen werden wir heute Nacht nicht.

Morgen wollen wir, nachdem wir das Tigerchen kastrieren lassen haben, nochmal nach Bjerregard fahren und eine große Runde (auch durch Hegnet) machen.

Anke

Sonntag, 15. März 2015

9. Tag - Sichtungen und erste Fänge in Hemmet Strand



Sehr gut und ruhig geschlafen haben wir in der Nacht.
Vor dem Frühstück bin ich dann mit dem Fahrrad zur Futterstelle gefahren, um die Speicherkarten der Wildkameras zu tauschen.

Und die Auswertung war nicht uninteressant.
Insgesamt haben wir dort bisher sieben Katzen identifizieren können.

Diese drei sind die vor einem Jahr kastrierten Tiere:


Dazu kommen bisher dann noch diese vier, deren Geschlechter wir noch nicht kennen:


Allerdings handelt es sich bei allen um erwachsene, sogar relativ große und kräftige Katzen.
Hoffentlich nicht wieder alles nur Kater…;-)

Nach dem Frühstück stellten wir die beiden Fallen, natürlich unscharf, an die Futterstelle.
Hinein packten wir jeweils eine größere Menge Katzenfutter, so dass die Tiere darin fressen sollten.
Diese „vertrauensbildende Maßnahme“ ist unserer Erfahrung nach sinnvoll, daher wollen wir die Vormittage dafür nutzen.
So haben wir auch Gelegenheit selbst über Tag etwas zu unternehmen, ohne immer Gefahr laufen zu müssen, dass wir etwas gefangen haben, was wir umsetzen müssen.

Dann fuhren wir nach Bjerregard.
Wir parkten dort unweit der festen Futterstelle von Per.
Natürlich begrüßte uns dort auch gleich der dicke graue Kater Bamse. 
Bei ihm brachten wir gemeinschaftlich ein Spot-on gegen Flöhe und Zecken auf. Bei seinem Pelz ist das wirklich sinnvoll und nötig.
Und nachdem wir die Futterstelle gekehrt und wieder neu bestückt hatten, erschien auch Kimi.
Auch er ist nun schon etwas zutraulicher geworden. Zwar ist er vom Anfassen noch weit entfernt, aber immerhin bleibt er bereits bis auf einen Abstand von drei Metern noch sitzen.

Ein Rundgang durch Bjerregard erbrachte keine weiteren Katzensichtungen.
Jedoch sind alle Häuser, an denen von uns kastrierte Katzen versorgt werden, noch von den Menschen bewohnt, die sich um die Tiere kümmern. An manchen sahen wir auch Futterschalen stehen, so dass die Miezen offensichtlich dort noch gefüttert werden.
Das freut uns sehr!

Wieder zurück in Hemmet Strand, bereiteten wir zum einen diesen Weblog-Eintrag vor, zum anderen die für den Abend/die Nacht geplante Fangaktion.
Wurst wurde für eine in der Falle zu legende „Spur“ in kleine Stücke geschnitten und Pappteller auf ein Maß gebracht, dass man sie hinter den Auslöser legen kann.

Nach dem Abendessen bei Einbruch der Dunkelheit fuhren wir dann zur Futterstelle.
Schon als wir die Fallen aufbauten, wurden wir von einer Fellnase beobachtet.
Und nachdem wir die Fallen scharf gemacht und uns wieder ins Auto gesetzt hatten, dauerte es nur wenige Minuten, dann „Klapp“.
Unser erstes „Opfer“ in Hemmet Strand war dann dieses Tier, der Größe und dem Geruch nach definitiv ein Kater!


Wir blieben noch eine knappe Stunde dort.
Und über unsere Funk-Wildcam sahen wir zwar, dass ein Vierbeiner um die Falle herum schlich, er ging jedoch nicht hinein.
Also fuhren wir zurück ins Ferienhaus.
Die Überwachung von dort klappte perfekt.
So wurde uns dann auch gemeldet, dass später wieder etwas in die Falle gegangen war.
Wie das erste, ist dieses Tier ebenfalls relativ groß, riecht allerdings nicht so streng…


Als wir die Falle nach dem Umsetzen des gefangenen Tieres in den Umsetzkäfig wieder aufstellen wollten, flüchtete von dem Futterplatz gerade eine Tigerkatze.
Also hofften wir, auch diese noch fangen zu können und blieben wiederum vor Ort.
Erfolg hatten wir jedoch leider keinen mehr, weshalb wir um 22:15 Uhr zurück nach Hause fuhren.
Die Fallen werden wir dann um 23 Uhr unscharf machen.

Anke

Samstag, 14. März 2015

8. Tag - Umzug nach Hemmet Strand


Wegen upload-Problemen heute (hoffentlich nur heute) ohne Fotos... ---> Foto-Nachträge kamen dann doch am Folge-Tag...;-)

Die vergangene Nacht war quasi schlaflos…
Gegen 22 Uhr sind wir ins Bett, aber ab 23:30 Uhr hielten uns die Kater in Atem.
Sie waren mit ihrer Gefangenschaft ganz offenbar nicht einverstanden und versuchten auszubrechen.
Ein paar Male hörte es sich so an, als sei es ihnen auch gelungen. Obwohl ich wusste, dass sie es nicht schaffen können.
Um 01:00 Uhr hielt es mich nicht mehr im Bett. Ich weckte Thomas und sagte ihm, dass wir zum Hotel fahren müssten, um sie rauszulassen.
Also aufstehen, anziehen.
Als wir den Katern dann aber in die Augen sahen, war die Pupillenreaktion noch nicht normal.
Grrrrr.
Also gingen wir wieder ins Bett - und ich versuchte (erfolglos) die Geräusche aus dem Abstellraum zu ignorieren.
Als um 06:30 Uhr der Wecker klingelte, hatten wir beide das Gefühl, dass wir eher wenig geschlafen hatten. Ähnlich wie die Kater ;-)

Zuerst entließen wir also die Quälgeister, die wir Erik und Magnus genannt haben, am Hotel.
Freilassung Magnus

Dann hieß es Ferienhaus auf Römö räumen, Schlüssel abgeben und Fahrt nach Hemmet Strand.
Dort kamen wir schon gegen 11:30 Uhr an.
Ein hübsches kleines Haus haben wir gemietet.
Nachdem wir alles eingeräumt und einen Kaffee getrunken hatten, machten wir uns auf zu der Futterstelle.
Unsere Freundin Sabine hatte dort bereits in den letzten Tagen als besonderes Leckerli Feuchtfutter gegeben - sonst gibt es dort nur Trockenfutter für die Miezen in dem neu von Sibylle und Uwe aufgebauten Futterhaus.

An der Futterstelle stellten wir also zwei Wildkameras auf.
Eine am Futterhaus, eine in der Nähe des auf der Terrasse stehenden Feuchtfutters.
Ein Rundgang durch die Siedlung erbrachte eine Katzensichtung - ein getigert-weißes Tier im gestreckten Galopp über eine Wiese, sonst nichts.
Allerdings kennen wir hier bislang auch keine Aufenthaltsorte oder mögliche andere Futterstellen der Katzen...

Aber abends kurz vor’m Dunkelwerden ging ich dann doch nochmal neugierig zu den Wildkameras.
Und die Auswertung ergab bereits drei Katzen:
Die schon im letzten März kastrierten Lily und Mats und ein bislang unbekanntes Tier:


Nun machen wir es uns gemütlich, planen für die nächsten Tage (in der Hoffnung, dass die Katzen unsere Pläne nicht durchkreuzen) und werden früh ins Bett gehen und bestimmt gut schlafen.

Anke