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Freitag, 9. März 2018

Futterstellen auf Fanö, Kastrationen in Vejlby Klit und anderes

Die Überschrift wundert vielleicht, liegen doch die beiden Örtlichkeiten 140 km auseinander.

Aber mein Erfolg auf Fanö im November brachte mich dazu Futterstellen auf der Insel einzurichten, um die kastrierten Katzen, die sich an wenigen Stellen mit einer großen Anzahl von Tieren aufhalten, über die kalte Jahreszeit versorgen zu können.

Um nicht wieder ein Ferienhaus auf der Insel mieten zu müssen und flexibler zu sein, quartierte ich mich Anfang Dezember letzten Jahres bei meiner Freundin Sabine in der Nähe von Bjerregard ein.
Von hier aus konnte ich in kurzer Zeit auf die Insel Fanö und auch nach Nörre Lyngvig - denn von dort war mir berichtet worden, dass eine der im September kastrierten Katzen wieder Junge bekommen hatte...😲

Zuerst waren die Futterhäuser auf Fanö an der Reihe.
Der Aufbau verlief unkompliziert. Ich hatte zwei Helferinnen und inzwischen ja auch genug Erfahrung. Und im südlichen Rindby gelang uns auch sofort nach Aufstellen des Hauses die immer hungrige Ginny an und schließlich sogar in das Futterhaus zu locken, so dass sie schon kurze Zeit später regelmäßig ein und aus ging:


Mit diesem Anfang würden auch andere Katzen den Weg finden!
Danke, Cassandra, für Deine Tätigkeit als "Katzenfänger von Fanö".

Der folgende späte Nachmittag führte mich dann an den Hafen von Nörre Lyngvig.
Die beiden Kleinen entdeckte ich bald und zum Glück dauerte es auch nicht lang und ich konnte sie fangen.
Um die Mutter werde ich mich jedoch erneut kümmern müssen. Vielleicht ist sie in der Tierklinik schlicht vergessen worden zu kastrieren.
Natürlich waren die Fischer etwas ungehalten, denn sie hatten sich auf mein Versprechen verlassen, dass es von den Katzen dort keine Nachkommen mehr geben würde...
Immerhin geht es aber den drei erwachsenen Miezen gut dort, und die Kleinen musste man nach meinem Fang auch nicht mehr versorgen.

Finja, Afra und Mikkel

Schon mal "in der Nähe" wollte ich dann auch einen Abend für eine der Futterstellen in Vejlby Klit opfern, denn Anette (die dort fütternde Dänin) hatte berichtet, dass sie auf ihrer Terrasse wieder kleine Kätzchen gesehen habe im Spätsommer.
Tatsächlich konnte ich in einer Nachtaktion zwei der neuen Tiere fangen - beides waren jedoch Kater, so eilig wäre es hier also nicht gewesen. ;-)

Mattes und Malthe

Zwei Tage stand dann die Wildcam während meiner Anwesenheit auch in Houstrup - und ich bekam Inka mit ihren Jungen zu Gesicht. Sie suchen das Futterhaus zu meiner Freude ebenfalls regelmäßig auf:
Jonas, Lea und ihre Mutter Inka

Tja, und zum Abschluss meines Aufenthalts war es dann nochmals Fanö:
Die im November kastrierte Tara hatte ja drei Junge mit zum Ferienhaus gebracht. Auch sie waren erst 11-12 Wochen alt und hätten eine schwere Zeit vor sich, also wollte ich sie mitnehmen zur Vermittlung in Deutschland.

Es gelang die zwei noch dort befindlichen Kleinen zu fangen, so trat ich meinen Heimweg mit vier Katzenkindern an:


Wie sich später herausstellte, waren es vier Mädchen!!!
Danke, Sabine, dass Du mich in den Tagen so toll unterstützt und das Wohnzimmer vorübergehend als Katzenasyl zur Verfügung gestellt hast.


Damit schloss ich das Jahr 2017 mit sechs Dänemark-Aufenthalten und insgesamt 80 Kastrationen ab.
Puh, auch ich bin gerade erstaunt über diese unglaubliche Zahl...

Anke

Freitag, 15. September 2017

Die angekündigte Nacharbeit... und mehr

Noch einen Aufenthalt gab es außerplanmäßig. In der letzten Augustwoche war ich allein unterwegs und hätte nie erwartet um diese Jahreszeit so viele Kastrationen durchführen lassen zu können.
Aber der Reihe nach:
Die ersten Tage führten mich in Grenznähe - wie schon berichtet, wollte ich ja nochmal nacharbeiten an den Höfen in Ballum.
Und die Katzen sind an der Futterstelle inzwischen auch relativ zutraulich und kommen zu den Fütterungszeiten in großer Zahl.
Der provisorische Unterstand dient dabei nicht nur als Dach gegen Regen...:

diese Katzen sind bereits alle kastriert

Aber ich hatte ja vor, den Katzenbestand dort nach Möglichkeit etwas zu reduzieren und wollte daher ein paar der Jungtiere zur Vermittlung einfangen.



Die Kleinen werden noch leicht zutraulich und sicher irgendwann verschmuste Hauskatzen mit Freigang.
Und es würde jemand geben, der sich auch in Krankheit und im Alter um sie kümmert - abgesehen davon, dass an der Futterstelle wirklich genügend Katzen versorgt werden müssen und dies auch irgendwie bezahlt werden muss.





Die Fangaktion gestaltete sich nicht ganz so leicht wie gewünscht, wenn auch letztlich ohne größere Schwierigkeiten...
Meine Fütterin Rita meinte die Miezen in eine Transportbox locken und dann die Klappe schließen zu können.
Auch hatte Rita die Tage zuvor bereits "trainiert" und die Kleinen kannten die Box.

Dennoch war ich skeptisch, stimmte aber zu.

Tatsächlich waren schnell zwei der Kleinen in der Box. Aber mit dem heftigen Ansturm gegen die sich schließende Tür hatte Rita nicht gerechnet. Und schwupps waren die Kleinen wieder draußen - und nun natürlich etwas skeptisch und deutlich vorsichtiger.
Also musste schließlich doch die Falle her, und damit lief es auch problemlos, da die Kleinen brav hintereinander kamen und nicht gemeinsam in die Falle liefen.



Im Vorfeld hatte ich geklärt, dass sie mir von einer deutschen Tierhilfseinrichtung abgenommen und von dort vermittelt werden.
Paarweise mussten die Miezen die Nacht bei mir verbringen - aber sie fraßen, und das war ein gutes Zeichen.
Traurig, ihnen nun vorerst das freie Leben entziehen zu müssen, gab ich sie also am nächsten Tag ab.

Aber es gab auch noch Anderes zu tun an dieser Stelle. Waren ja im Umfeld noch einige andere unkastrierte Katzen.
Und auch hier war ich in den beiden mir zur Verfügung stehenden Tagen erfolgreich:

Zwei Kater und zwei Katzen

Und so scheint die Futterstelle im Bereich Ballum nun gut versorgt.
Ein Futterhaus für die Schlechtwettertage haben Rita und ich für die rund 15 Katzen ebenfalls aufgebaut.
Und die restlichen drei Kleinen will sie in den kommenden Wochen eigenständig (nun mit ein bisschen mehr Erfahrung) selbst einfangen und zum Kastrieren bringen.
Danke, Rita, für Alles!

Die nächste "Baustelle" meines Aufenthalts war ein Ferienhaus im Bereich Houstrup. Über meine Freundin Bianca war mir dort eine Katzenmutter mit ihren Kleinen gemeldet worden.
Da die Katzen bei den dänischen Hausbesitzern gern gesehen sind und gefüttert werden, war das Fangen nicht zeitaufwändig, da sie zuverlässig in der Nähe des Ferienhauses waren.
Und als ich das erste Kleine sah, war ich auch relativ sicher, dass eine Kastration bereits möglich war und die Jungen dazu nicht mehr zu klein waren.

Ebbi, ein Bekannter, der Urlaub auf dem Houstruper Campingplatz machte, unterstützte mich am Morgen des 31.08.
Die Mutter ist sehr zutraulich, so dass sie leicht mit Futter in eine Transportbox zu locken war und der "Fang" damit gänzlich entspannt verlief.
Auch das erste Kleine ließ nicht lange auf sich warten.


Und während ich auf der Fahrt in die Tierklinik war und Ebbi die Falle überwachte, ging auch das zweite Junge, ein Katerchen, in die Falle.

Am Nachmittag durfte ich die Familie abholen:
Die Mama, ihre Tochter und der kleine Kater waren wohlauf und nach der Freilassung am nächsten Tag auch bereits danach wieder beim Fressen auf der Wildcam zu sehen.

Links die Kleinen Lea und Jonas, rechts die Mutter Inka

Vielen Dank auch Dir, Ebbi, für Deinen Einsatz für die dänischen Fellnasen!

Schließlich erhielt ich noch eine Nachricht von Urlaubern aus dem Bereich Nörre Lyngvig. Auch diese Deutschen hatten Katzen entdeckt und baten mich um Unterstützung.
Dem Zufall sei dank und ich konnte helfen, da ich mich ja gerade selbst in Dänemark befand.
Und so hatte diese Geschichte einen besonders guten Ausgang, den ich im nächsten Eintrag erzählen werde.
.... ach ja, und dann gibt es sogar noch Spannendes aus Bjerregard zu berichten. Aber auch das demnächst.

Anke