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Freitag, 22. November 2019

Houstrup und Jegum im März 2019

Auch in der zweiten Woche wollte ich natürlich etwas tun, obwohl die Kastrationen nun in einer Tierklinik durchgeführt wurden.
Dankenswerterweise übernahm die Fahrten dorthin und auch die Abholung Biancas Mann auf dem Weg zur Arbeit. Ich musste die Katzen nur bis zu einem Treffpunkt auf dem Weg bringen und fühlte mich bei den Übergaben ein bisschen wie ein "Katzen-Dealer"...;-)

Kurz vor meiner Ankunft in Blåvand im März hatte ich ja noch Fotos von zwei neuen Katzen an einer Futterstelle eines dänischen Ehepaares in Jegum Ferieland bekommen (siehe mein Eintrag vom 08.03.).
Da Jegum tatsächlich nicht weit entfernt ist von Blåvand und es in Blåvand nichts Konkretes mehr für mich zu tun gab, entschloss ich mich zum Aufstellen einer oder zweier Falle(n) in Jegum an mehreren Nachmittagen, Abenden und Nächten und zeitgleich ebenfalls an Biancas Ferienhaus in Houstrup.

Und da ich sowieso gerade dort war, stellte ich an ein weiteres von mir aufgestelltes Futterhaus in Jegum auch eine Wildcam um zu sehen, wieviele der alten Bekannten dort noch zum Fressen kommen.
Tatsächlich konnte ich mich über ein paar von ihnen freuen:

oben beste Freunde Filip und Linn, unten Filipa und Aksel, alle kastriert im März 2017

Eine neue Katze versuchte ich dort auch zu fangen, sie erschien über die Nacht auch ein paar Mal an der Falle, war aber zu vorsichtig, um hinein zu gehen.



An dem anderen Futterhaus hatte ich mehr Glück:
Zwar fing ich auch zwei der bereits kastrierten Katzen - und diese zeigten sich bei ihrer Befreiung ziemlich ungehalten...;-)
Aber auch zwei kräftige bislang unkastrierte Kater wurden zum "Opfer". Einer davon hatte in kürzester Zeit die komplette Pappe in der Falle zerlegt.
Bei dem Zweiten wäre mir Angst und Bange geworden, wäre zwischen ihm und mir nicht das Gitter der Falle gewesen. Er war ja soooooooo sauer!

Leif (oben) und Ubbo (unten)

Zuletzt wurde mir dann von der Besitzerin des Ferienhauses noch die kleine getigerte Mae per Hand in die Box gesetzt. Auch diese noch junge Fellnase war neu am Haus.
Alle drei Kastrationen verliefen gut.
Leider wurde mir erst nach der Kastration von Mae gesagt, dass man sie vermitteln möchte, weil sie so zutraulich ist.
Super für Mae, dass sie die Chance hatte einen schönen Platz zu bekommen - aber ich hätte mich gefreut, wenn man die Kastration über den neuen Besitzer veranlasst hätte, da Mae wirklich zutraulich war und gut auf einer Pflegestelle hätte untergebracht werden können.

Denn, und dies sei hier noch einmal deutlich gesagt:
Mein Projekt hat die Kastration der in den dänischen Ferienhausgebieten mehr oder weniger verwildert lebenden (und auch verbleibenden) Katzen zum Ziel, um deren Zahl langfristig zu reduzieren und ihr Leben durch die Kastration zu erleichtern.
Nicht für jede Streunerkatze ist ein Platz auf einer Couch frei, und wir Deutschen sollten nicht vergessen, dass es auch bei uns viele unversorgte Katzen gibt, die verborgen in Hinterhöfen, an Müllcontainern und nicht zuletzt auf Bauernhöfen leben.

An einem Futterhaus in Houstrup wartete ebenfalls Arbeit auf mich, die noch in der ersten Woche parallel zu Blåvand getan werden konnte.
Die Aufklärung über die Wildkamera zeigte neben zwei Bekannten (die Kater Ebbi und Jonas) weitere zwei oder drei getigerte Katzen.

So stellte ich die Falle scharf und meine Funkkamera dazu.
Bianca erklärte sich bereit, bei Auslösung der Falle direkt dorthin zu fahren, da sie sich in der Nähe aufhielt.
Natürlich war Ebbi der Erste, der sich fangen ließ - aber Bianca war zur Stelle und er durfte wieder gehen. Danke, Bianca!


In den (sehr) frühen Morgenstunden des folgenden Tages konnten dann aber doch noch zwei neue Katzen gefangen werden, zwei Mädchen - offenbar Mutter und Tochter.

Jule (oben) und Marga (unten)
Beide waren echte Ferienhauskatzen und bei ihrer Freilassung so schnell, dass ich nur ihre Schatten fotografieren konnte.

So beendete ich meinen März-Aufenthalt mit 29 Kastrationen.
Zwei weitere gefangene Katzen mussten aufgrund ihrer Erkrankungen, die ihnen nach Einschätzung des Tierarztes unglaubliche Schmerzen bereitet hatten, eingeschläfert werden.
Ihnen zum Andenken diese Fotos:

Bei beiden Tieren hätte ich niemals erwartet, dass ich sie nicht wieder freilassen kann....

Doch Tränen und Wut gehören leider in fast jedem meiner Aufenthalte dazu.
Über die Situation der Tiere und die Dummheit und Ignoranz der Menschen.

Zum Glück gibt es aber auch wunderbare Momente meiner Arbeit.
So auch im Mai, als ich eine Woche in Bjerregard verbrachte...

Anke

Freitag, 8. März 2019

Los geht's - Ankunft in Blåvand

Nicht umsonst habe ich in der letzten Woche noch einen Fanö-Abschlussbericht geschrieben.
Denn nun bin ich in Blåvand.

Nach neun Stunden Fahrt bin ich heute am Nachmittag hier angekommen.
Für das Ferienhausgebiet Blåvand (grob zwischen Esbjerg und Bjerregard) habe ich mich entschieden, weil mir Bianca berichtete, dass sie von dort immer wieder kleine oder kranke Katzen auf ihren Gnadenhof Janderup gebracht bekommt oder zumindest Meldungen erhält.
Auch mir selbst war vor Jahren bereits erzählt worden, dass ich in Blåvand ganz sicher viel zu tun hätte. Aber Anderes war dazwischen gekommen.

So reiste ich dann heute mit mehr Fanggerät an, als jemals zuvor:



Leider kamen seit dem Spätherbst des letzten Jahres, als ich das erste Mal mit direkten Anwohnern Kontakt hatte, kaum Meldungen über Aufenthaltsorte von Katzen.
Dabei ist mit Hinweisen so viel geholfen, wenn man wirklich erfolgreich sein will und schon beim ersten Aufenthalt eben nicht mit zehn kastrierten Tieren zufrieden ist.

Heute jedoch erhielt Bianca nach einem erneuten Aufruf in einer dänischen Gruppe durch eine Bekannte endlich etliche weitere Meldungen!
Einige der Hinweise betreffen die Haupteinkaufsstraße von Blåvand - es könnte also auch sein, dass es dieselben Streuner sind, die sich an verschiedenen Futterstellen durchfressen.
Aber ein paar Örtlichkeiten befinden sich auch inmitten der Ferienhäuser.
Ein guter Anfang!

So war ich abends auch nochmal unterwegs, während sich die meisten anderen Menschen schon im Ferienhaus auf der Couch befinden.
Und, siehe da, wenigstens fünf Streuner an einer Futterstelle konnte ich entdecken:


Zusammen verputzten sie 800 Gramm Feuchtfutter und auch noch ein bisschen Trockenfutter.

Morgen gibt es tagsüber eine Sichtungs- und Aufklärungsrunde.
Denn auch ich selbst muss mich in diesem neuen Gebiet zuerst einmal orientieren.

Neben Blåvand habe ich übrigens noch eine neue kleine Baustelle in Jegum Ferieland, die ich hoffentlich abarbeiten kann - an einer Futterstelle sind dort nämlich zwei Katzen aufgetaucht, die ich noch nicht kenne:


Und Bianca wird versuchen in der nächsten Woche parallel im Ferienhausgebiet Houstrup zu fangen, da ich nicht überall gleichzeitig sein kann (obwohl ich es gern wäre).
Auch dort gibt es Futterstellen - an beiden sind zwei oder drei neue Katzen zum Fressen erschienen.
Ich bin gespannt, ob es auch ein Wiedersehen mit alten, bereits kastrierten, Bekannten gibt an diesen Stellen. Ich wünsche es mir!

Wieviele gefangene und kastrierte Katzen es wohl werden in den kommenden zwei Wochen....

Anke

Montag, 17. Juli 2017

Gute Nachrichten aus Jegum

Als "Vorzeige-Projektgebiet" könnte man die Siedlung "Jegum Ferieland" (zwischen Esbjerg und dem Ringköbing Fjord) bezeichnen...;-)
Nach Hinweisen von Urlaubern und Vorarbeit durch meine Freundin Bianca war bereits mein erster Aufenthalt im März dort sehr erfolgreich. Ich hatte hier berichtet.
Insgesamt konnte ich in der Siedlung 14 Katzen fangen und kastrieren lassen: 6 Mädchen und 8 Kater!
Doch ich kam auch ins Gespräch mit Bewohnern des Ferienhausgebietes.
Menschen, die mich und die Katzen - auch nachdem ich wieder Zuhause bin - mit festen Futterstellen unterstützen.
Und davon konnte ich mich bei einem Kurzaufenthalt in der letzten Woche überzeugen.

An dem Ferienhaus, an dem ich Sofia, Mille, Milas und Liam fangen konnte, lernte ich an meinem vorletzten Tag im März Aase und Jens Peder kennen.
Die Beiden lieben die an ihrem Haus befindlichen Katzen und sorgten bereits in der Vergangenheit sporadisch für sie. Sie freuten sich sehr über mein Projekt und waren bereit ein festes Futterhaus aufzustellen, von dem auch andere verwilderte Katzen der Siedlung profitieren.
Also gab ich von Zuhause die Bestellung auf und die Beiden bauten das Futterhaus auch gleich auf.
Es dauerte nicht lange und es wurde von den Miezen angenommen!
Hier der Beweis durch die Wildcam, die ich in der letzten Woche zur Kontrolle dort stehen hatte:

Sofia, Milas und Hakon zeitgleich - auch Mille war auf den Fotos zu sehen
Einen weiteren Kontakt zu einer in der Siedlung lebenden Dänin knüpfte Uwe, als er durch die Siedlung lief und eine Katze entdeckte:
Hanne wohnt seit vielen Jahren in Jegum, füttert ebenfalls und konnte mir einige Informationen zu dort lebenden Katzen geben.
Neben anderen frisst bei ihr auch die schwarze Katze, die ich während meines Aufenthaltes im März nur einmal sah und nicht fangen konnte:


Hanne beruhigte mich bereits insofern, als dass sie sicher wusste, dass es ein Kater ist.
Und letzte Woche konnte ich ihn dann auch fangen und ebenfalls kastrieren lassen.
So kann die Freundschaft zwischen ihm und seinem roten Katzen-Kumpel, den Hanne bereits selbst kastrieren ließ, entspannt bleiben!

Zu guter Letzt gab es einen neuen Kontakt über Bianca.
Eine weitere Dänin war bereit an ihrem Haus die Katzen einer Futterstelle aus derselben Straße im Südwesten der Siedlung zu übernehmen, die leider nicht mehr betrieben werden kann.
Darüber freute ich mich sehr und auch hier konnte ich mich überzeugen, dass es gelungen war, die von mir gefangenen Katzen "umzuziehen":
Liv, Aksel, Filippa und Linn

Was für eine erfreuliche Fortsetzung meines März-Aufenthaltes.
Tausend Dank an alle, die meine Arbeit so toll unterstützen! Das Netzwerk wächst und wächst...
So müssen nun auch die Fellnasen in Jegum im Winter keinen Hunger mehr leiden.

Doch nicht nur in Jegum habe ich vorbeigeschaut in den letzten 10 Tagen.
Kurz war ich auch auf Römö und in Bjerregard, wo ich (natürlich) diesen Gesellen hier antreffen konnte, der sich gleich nachdem ich ihm ein paar größere Knoten aus dem Fell gekämmt hatte, einen Schattenplatz unter dem Auto suchte:

Bamse

Tja, und dann gab es noch eine echte "Hauruck-Aktion" an einem Hof in Ballum ganz im Süden Dänemarks.
Aber davon und von Römö möchte ich demnächst ausführlich berichten.
So viel vorweg:  es hat sich rentiert!

Anke

Freitag, 7. April 2017

Endlich der fehlende Bericht...

Da fehlte doch noch was, die Zusammenfassung der letzten beiden Tage des März-Aufenthalts nämlich.
Noch immer offen war für mich ja am Ende die Untersuchung, das heisst zuvor der Fang, der Katze an der Fischerhütte in Bork Havn, bei der ich die Spuren eines Abszesses an der Wange entdeckt hatte.
Also hatte ich mir vorgenommen, den Freitag für dieses Unterfangen zu nutzen.

Zuerst aber sah ich nach meinen beiden kleinen Patienten, Mille und Milas hatte ich sie genannt.
Sie waren wohlauf und ständig hungrig.
Ich hatte für sie zwei große Transportkörbe mit seitlichem Eingang miteinander verbunden, so dass sie nicht beengt sitzen mussten und ihr Geschäft vom Liegeplatz entfernt verrichten konnten.
Ein Herauslassen im Ferienhaus war leider nicht möglich, dafür waren die beiden Hübschen zu scheu.

Mille (links) und Milas (rechts)

Mit Sabine und einem weiteren Tierfreund und Bekannten von Bianca, Carsten, traf ich mich danach am Hafen von Bork Havn.
Während ich überlegte, wo man tagsüber am besten die Falle aufstellen könnte, sprachen Carsten und Sabine ein paar Leute an und erklärten ihnen, dass wir wegen der Katzen an der Fischerhütte hier sind und fragten, ob man die grau-weiße Katze vielleicht gesehen habe.
Noch im Aufbau der Falle wurde dann das Wetter schlechter, so war mir die Entscheidung abgenommen und ich stellte sie in den an die Hütte angrenzenden offenen, aber wenigstens überdachten, Schuppen.
Die Falle war scharf, Carsten wieder weg, eine graue Katze (welche auch immer) hatten wir nur auf der Flucht gesehen, da schaute ich - nur mal so - nach der Falle.
Und traute meinen Augen nicht, als ich sah, dass der Schieber geschlossen war und eine große schwarze Katze darin saß, 100%ig ein Kater.
Gesehen hatte ich dieses Tier zuvor noch nie. Welch ein Zufall.
Nun, so sollte dann also die Tierklinik in Nörre Nebel doch noch eine Kastration für mich machen dürfen, denn nochmal nach Deutschland fahren wollte ich nicht - zumal ich ja immer noch auf Hanna wartete...

Jedenfalls setzte ich den nicht besonders freundlichen Kater um und als Sabine und ich ihn gerade ins Auto tragen wollten, kam ein schwarz gekleideter Herr auf uns zu und fragte uns auf dänisch, was wir denn hier täten... Irgendwie wirkte er so offiziell.
Oh Schreck.
Zum Glück hatte ich ja Sabine dabei, die sich übermannte ;-) und ihm auf dänisch erklärte, dass wir die Katzen hier am Hafen einfangen und kastrieren lassen.
Unser Gegenüber war hocherfreut, wir dann natürlich auch - und als er wieder weg war, sagte Sabine mir, dass wir gerade mit dem Hafenmeister gesprochen hatten!
Im Gegensatz zu mir konnte sie nämlich den Schriftzug auf seiner Jacke lesen :-)
Na, was Besseres hätte uns doch gar nicht passieren können.
Das war ja quasi eine offizielle Genhmigung.

Auch Sabine musste dann fahren, der Kater war inzwischen im Auto verstaut und ich entschied noch eine Stunde zu bleiben und es zu versuchen, obwohl das Wetter inzwischen alles andere als vorteilhaft für Katzenfang zu sein schien. Schneeregen, Graupel, Regen - gut, dass die Falle wenigstens überdacht stand.
Ein Tier, nämlich der im September kastrierte Kalle, saß dann zwischenzeitlich auch mal am Hütteneingang und schaute in das schlechte Wetter hinaus.

Kalle

Meine Mail, aus dem Auto geschrieben, an die Tierklinik wurde sofort beantwortet:
Klar könnte ich den Kater bringen, bitte aber relativ zeitnah. Immerhin war Freitag.
Puh, also gut, ein weiter Weg ist es nicht von Bork Havn nach Nörre Nebel.
Also war ich mutig, deckte die Falle ein Stück zu, die Wildkamera hatte ich auch positioniert und machte mich auf den Weg zur Tierklinik.
Oh Schreck, ich hatte sowohl keine Transportbox, als auch keinen Mikrochip eingepackt.
Schlechte Organisation an meinem letzten Tag...;-)

Also gab ich den Kater in der Tierklinik ab und fuhr rasch weiter nach Jegum.
Kurz bevor ich an meinem Ferienhaus war, erreichte mich dann ein Foto der Funk-Wildcam auf dem Handy:


Oh nein, ausgerechnet jetzt... Wer mochte das wohl sein. Ganz sicher aber nicht Hanna, denn bei ihr kann man die weiße Fellfarbe an den Flanken erkennen.
Nun konnte ich es nicht ändern. Schnell ins Ferienhaus, alles Vergessene eingepackt und rasch zurück - über die Tierklinik wegen Korb und Mikrochip - nach Bork. Gut, dass nirgendwo Geschwindigkeitsmessungen stattfanden oder eine Polizeistreife unterwegs war ;-)
Aber es passierte nichts mehr auf der Kamera - vorerst jedenfalls.
Erst kurz vor meiner Rückkehr kam ein neues Foto: die Klappe war geschlossen.
Und als ich vor Ort angekommen sah, wen ich da gefangen habe, war die Freude groß.
Es war zwar nicht Hanna, aber ihr drittes Junges, das ich im September des letzten Jahres nicht erwischen konnte.
Auch das brachte ich also noch rasch zur Tierklinik, die schon lachen mussten, dass ich am Freitagnachmittag mit einer weiteren Katze kam.

Eine gute Stunde später durfte ich dann beide Tiere abholen.
Klar ist das Schwarze ein Kater - aber das Graue ist ein Mädchen!!! Wie schön. Ein Volltreffer.
Auch wenn ich Hanna nicht mehr einfangen konnte, hat der letzte Tag zwei Erfolge gebracht. Zum guten Schluss sozusagen.
Auch der Hafen von Bork Havn scheint nun mit erforderlichen Kastrationen abgearbeitet zu sein.

Ein gemütliches Abschiedsabendessen bei Sabine, dann fuhr ich zurück ins Ferienhaus.
Am nächsten Morgen dann zuerst die Entlassung von Aron, dem schwarzen Kater, und Ella, der grauen Katze, in Bork Havn:

Aron
Ella

Und dann ging es an das Aussetzen der beiden Kleinen, in das sich natürlich ein bisschen Traurigkeit mischte.
Wie würde es für sie wohl weitergehen?
Aber da hat sich was Tolles ergeben! Mehr dazu im nächsten Eintrag.

Anke

Samstag, 18. März 2017

Der letzte Abend in Jegum...zumindest vorerst

Morgen geht es wieder nach Hause, meine zwei Wochen hier in Jegum sind nun vorbei.
Es war ein unglaublich erfolgreicher Aufenthalt.
Insgesamt konnte ich 20 Katzen (neun Mädchen und elf Kater) fangen und kastrieren lassen.

Neben Jegum Ferieland war ich mit meinen Unterstützerinnen auch in Houstrup aktiv und einen Tag allein auch wieder in Bork Havn.
Aufgrund einer dringenden Familienangelegenheit musste Elly mich leider bereits am Dienstag schon wieder verlassen, so dass ich die letzten Tage nun allein verbrachte, aber bei einer abendlichen Fangaktion Unterstützung von Bianca bekam.
Danke Dir dafür, Bianca - auch für Deine weitere Hilfe durch Deinen Wohnort hier ganz in der Nähe, Deine dänischen Sprachkenntnisse und Deine Liebe zu den Fellnasen!

Wieder einmal stellte ich fest, dass diese Zeit eine gute Jahreszeit für die Arbeit in meinem Projekt ist.
Keine der Katzen war bisher tragend, sondern lediglich rollig oder gerade gedeckt.
Es waren noch nicht allzu viele Urlauber da, so dass ich die Tiere zu den selbst eingerichteten Futterstellen ziehen konnte um sie dort zu fangen.
Sämtliche Katzen waren in einem futtermäßig angemessenen Zustand.

Die beiden hier in meinem letzten Eintrag erwähnten Fänge in Houstrup waren Kater und Katze.

hier Noah und Nanne bei ihrer Freilassung in Houstrup
Am nächsten Tag folgte dort noch ein Kater, den ich Ebbi nannte:

Ebbi
Auch den roten Kater von der Wildcam hier in Jegum konnte ich "dingfest" machen und kastrieren lassen.
Kasper
Am Dienstag entdeckte ich dann bei meiner Katzensuch-Runde ein kleines Tellerchen auf der Terrasse eines Ferienhauses - nicht weit weg von dem Café und Kaufmann hier im Ferienhausgebiet Jegum.
Also füllte ich das Tellerchen neu. Die menschlichen Bewohner waren zu dieser Zeit nicht anwesend. Als ich zwei Stunden später wiederkam, war der Teller bereits leer.
Und dann bemerkte ich, dass ich beobachtet wurde:


Ein kleines Wesen, sicher nicht älter als ein halbes Jahr...
Also die Wildcam an die Terrasse und den Teller erneut großzügig aufgefüllt.

Und die Sichtung am nächsten Morgen machte Mut zur Hoffnung auf weiteren Fangerfolg.
Ich hatte die Bilder bereits auf Facebook gepostet.
Denn es war nicht nur diese eine Katze, die dort fraß, sondern noch drei weitere:

So war klar, was am nächsten Abend auf dem Plan stehen würde...;.)

Und tatsächlich waren die beiden Kleinen schnell gefangen. Bianca und ich konnten darauf sogar im Auto warten.
Die anderen Beiden ließen sich jedoch mehr Zeit. Bianca schickte ich nach Hause, ich selbst suchte mir einen kuscheligen Platz vor dem Ofen in meinem Ferienhaus und hielt die von meiner Funkkamera übersandten Fotos im Blick.
Tatsächlich fing ich um kurz nach 24 Uhr die getigerte Katze und um kurz nach 5 Uhr dann die schwarze Mieze mit dem weißen Kinn.
Dies bedeutete für mich ins Auto zu steigen, zum Fangort zu fahren, die Katze aus der Falle umzusetzen, die Falle wieder neu zu bestücken und scharf zu machen.
Müde war ich deshalb auf der Fahrt zum Tierarzt, aber auch glücklich, noch vier weitere Tiere kastrieren lassen zu können.
Zwei Stunden später erfuhr ich: es waren zwei Katzen und zwei Kater!
Die beiden erwachsenen Tiere wurden, wie üblich, bereits am Folgetag wieder entlassen,

Liam schaut noch, während Sofia davonläuft

die beiden Kleinen behielt ich noch einen Tag bei mir, da sie auch in Gefangenschaft gut fraßen und ich sie an dem Schlechtwetter-Tag noch im warmen Haus lassen wollte.

Derweil beschäftigte ich mich am Freitag anders - wiederum mit einem erfreulichen Ergebnis.
Dazu aber mehr, wenn ich morgen wieder Zuhause bin, denn jetzt muss ich ins Bett.
Es liegen über 800 km Autofahrt vor mir.

Anke

Montag, 13. März 2017

Zweite Woche mit zwei weiteren Fängen gestartet

Am Samstagmorgen konnte ich nach dem Aufstehen den hier im Ferienhausgebiet am Vortag gefangenen Kater entlassen.
Harry, so habe ich ihn genannt, wartete zuerst einen Moment, dann schnell heraus aus dem Korb, um sich in gebührendem und sicherem Abstand nochmals nach mir umzusehen:

Harry nach seiner Freilassung

Im Anschluss putzte ich sämtliche Fallen, Umsetzkäfige und Transportboxen.
Und dann fuhr ich nach Husum, wo ich Elly, die mich in der zweiten Woche unterstützt, vom Zug abholte. Martina hingegen verabschiedete ich, denn sie fuhr wieder nach Hause.
Danke, Martina, für Deine Hilfe!

Als Elly und ich dann schließlich am späten Nachmittag in die Siedlung zurückkamen, schauten wir natürlich bereits aufmerksam nach rechts und links - und tatsächlich entdeckten wir eine schmale, kleine, schwarze Katze, die wir hier noch nicht gesehen hatten, am Buschwerk neben einem Grünstreifen:


Schnell das Auto am Straßenrand geparkt, versuchten wir ihr zu folgen, verloren sie dann aber im Bereich Blabaervangen aus den Augen.
Nach einem gemütlichen Abendessen dann ab ins Bett. Das erste Mal in dieser Woche ohne Wecker oder ohne eine Wildcam überwachen zu müssen...
Beim Aufwachen heute dann stellte ich fest, dass es bereits 11:15 Uhr war.... Ups...

Nach dem Frühstück also eine Runde durch die Siedlung - leider ohne jede Katzensichtung.

So stellten wir am Abend eine Falle in Houstrup auf, dort, wo wir am Freitag bereits das schwarze Katzenmädchen fangen konnten, das übrigens bei seiner Entlassung so gar nicht gehen wollte und es sich im Korb gemütlich gemacht hatte:


Kurz nachdem wir die Falle scharf hatten und wieder Zuhause waren, bekamen wir eine Meldung der Wildcam, dass sich eine Katze an der Falle befand (, die dann auch hineinging):


Ein zweiter Fang gelang vier Stunden später, so dass nun zwei Katzen in unserem Gästebad auf die morgige Kastration warten:


Was die Geschlechtsbestimmung betrifft, wage ich noch keine Prognose.
Mit einem solchen Erfolg an dieser Futterstelle hatten wir aber tatsächlich nicht gerechnet.
Wir werden in den kommenden Tagen sehen, ob es dort noch mehr Tiere gibt.

Anke


Samstag, 11. März 2017

... und noch zwei

Bereits vor dem Frühstück entließen wir am Donnerstagmorgen die am Mittwoch kastrierte Katze Siri an der Stelle, an der wir sie gefangen hatten.
Die Kleine sah bei ihrem Spurt ein wenig aus wie ein Känguruh auf der Flucht:

Siri bei ihrer Entlassung
Nach dem Frühstück wurde die an einem Holzstapel positionierte Wildcam der letzten Nacht ausgewertet.
Tatsächlich war hier eine neue Katze zu sehen:


Hoffen wir, dass sie irgendwann in der nächsten Woche noch in der Falle sitzt.
Später teilten wir uns auf und durchstreiften die Siedlung - hatten dabei aber leider wiederum kein Katzenwetter, so dass uns nur eine neue Sichtung vergönnt war. Ein kräftiger schwarzer Kater mit weißen Füßen, der sich auch nicht locken ließ, sondern "ganz Kater" seiner Wege ging.
Aber Martina entdeckte in ihrem Bereich dann doch einige Örtlichkeiten, die zur Einrichtung einer Futterstelle geeignet erscheinen.
Diese würden wir also nun in den kommenden Tagen überwachen, ggf auffüllen, mit einer Wildcam bestücken und im besten Falle sogar zu fangen versuchen.

Das Ansprechen der wenigen Urlauber im Ferienhausgebiet erbrachte leider keinerlei konkrete Hinweise auf kätzische Anwesenheit.

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag sollte wiederum ein paar Fänge bringen.
So setzten wir alle drei Fallen ein, die wir im nördlichen Bereich des Feriengebietes, an unserem eigenen Haus und eine auch in Houstrup (am Ferienhaus meiner "Katzen-Freundin" Bianca), wo ebenfalls verwilderte Katzen unterwegs sind, aufstellten.

Die Falle in Houstrup schlug zu fünf Minuten nachdem wir den Ort verlassen hatten.
So konnten wir die erste Mieze umpacken und einladen.
Die Nacht über hielten uns dann zwar die Meldungen der Funk-Wildcam wach, jedoch ohne Fang-Erfolg.
Erst, als ich am Morgen auf dem Weg war die Fallen wieder abzubauen, schlug eine weitere zu.
Gefangen war die "Neu-Sichtung" des Vortages, der kräftige Kater:


Beim Tierarzt stellte sich, wie angenommen, heraus, dass wir einen Kater und eine Katze gefangen hatten. Wir sind also immer noch ausgeglichen, was die Anzahl an Fängen der beiden Geschlechter betrifft...;-)

Eine gute Nachricht gibt es noch von den Kastrationen an der festen Futterstelle im Süden der Siedlung:
Alle fünf dort gefangenen, kastrierten und wieder ausgesetzten Tiere sind bereits einen Tag später wieder an der Futterstelle erschienen.

links Filippa, Filip und Aksel - rechts Linn und Liv
Gut zu erkennen sind sie auf der Wildcam an der Rasur zwischen den Ohren, eine gute Methode um bei einer Aktion in einem Gebiet schnell sicher zu wissen, ob das betreffende Tier bereits gefangen worden ist.

Anke

Donnerstag, 9. März 2017

Acht Kastrationen inzwischen - 4:4

Mit den drei Fängen ging es am Montagmorgen zum Tierarzt - wie erwartet handelte es sich um zwei Kater und eine Katze.
Und während sie noch ihre Narkose ausschliefen, konnten wir die nächsten Tiere bereits einfangen.
An derselben Futterstelle gelang uns der Fang zweier weiterer Mädchen.
Wunderbar konnte ich mit der Funk-Wildcam die einzelnen Schritte festhalten:


Zwei hübsche zarte dreifarbige Wesen waren es, von denen eines seine Gefangenschaft klaglos hinnahm, während das andere durch die Gitter alles attackierte, was sich in Reichweite befand.

An einer weiteren Örtlichkeit in der Siedlung, an der wir (ebenfalls aufgrund eines Hinweises) einen Futterspender aufgestellt hatten, gingen dann noch zwei Kater in die Falle:


So waren es dann zwei Mädels und zwei Kater, die ich am Dienstag zur Kastration bringen konnte.

Hiernach wurden die Katzen des Vortages wieder in die Freiheit entlassen:


Danach machten Martina und ich uns mittags auf nach Bork Havn. Denn am Sonntag hatten wir bei einem kurzen Aufenthalt am Hafen festgestellt, dass die dort in einer Fischerhütte lebende Hanna eine total dicke Wange hatte.
Nachdem ich dies meiner Katzen-Freundin Bianca erzählte, nahm diese Kontakt zu einer großen Tierschutzorganisation auf und bat um einen Besuch in Bork Havn, da ich mit dem Hüttenbewohner im September schließlich schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Dieses Treffen sollte ich nun übernehmen.
Und ich möchte mich an dieser Stelle bedanken für den ersten netten Kontakt zu einer dänischen Organisation dieser Art!
Erstmals zeigte man sich einverstanden mit, ja sogar erfreut über meine Arbeit.

Hanna jedoch hatte sich offenbar ihre Wange selbst aufgekratzt (wahrscheinlich war darunter ein Abszess), jedenfalls war das Fell an der betreffenden Stelle verklebt und die Wange fast wieder in einem normalen Zustand.
Ein Greifen des Tieres war aber nicht möglich. Sollte die Wange wieder anschwellen (wovon leider auszugehen ist), werde ich spätestens Anfang der kommenden Woche einen Fangversuch starten um Hanna ein Antibiotikum und eine Spülung der Wunde zukommen zu lassen.

Am Dienstagabend dann der bisher letzte Fang, wieder ein buntes Katzenmädchen:


Übrigens ergab mein Gespräch mit der die Kastrationen durchführenden Tierärztin, dass drei der Katzen bereits rollig waren und eine sogar schon gedeckt, aber noch nicht tragend, war.
Hier wären also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit allein in diesem Jahr wieder mindestens 10-12 kleine Katzen zur Welt gekommen...

Nachdem die bislang letzte Mieze nun am Mittwoch kastriert wurde und die anderen vier Katzen freigelassen waren, trafen wir uns mit meinen Freunden Sabine, Nicole und Frank zu einem ausgiebigen Kaffeetrinken.
Ein paar nette und entspannte Stunden, nach denen wir dann nur noch einmal loszogen, um die eingerichteten Futterstellen zu kontrollieren und aufzufüllen.

Den Donnerstag möchte ich nun nutzen, um vielleicht an den neuen Futterstellen etwas zu fangen bzw. die wenigen hier befindlichen Urlauber anzusprechen und nach Katzensichtungen zu fragen um in der weitläufigen Siedlung weitere Tiere zu finden.

Anke

Dienstag, 7. März 2017

Erfolge auch am zweiten Tag

Zu müde bin ich um noch einen ausführlichen Eintrag zu machen...
Der folgt dann morgen.
Aber so viel sei verraten: Auch der Verlauf des Montags veranlasst mich in ein paar Stunden den Weg zum Tierarzt einzuschlagen.
Und es rentiert sich!

Dazu schon mal ein schönes Foto:


Vertrauen schaffen mit der unscharfen Falle.
Bei mehreren Tieren an einer Futterstelle eine sinnvolle Sache, die aber nur bei einem längeren Aufenthalt möglich ist...;-)

Anke

Sonntag, 5. März 2017

Neues "Revier" mit viel Arbeit

Endlich gibt es wieder etwas zu berichten - quasi "live" aus einem für mich neuen Ferienhausgebiet.
Gestern sind wir angekommen in Jegum Ferieland, wieder in Dänemarks Westen, etwas südlich von Bjerregard und einige Kilometer im Landesinnern.
Die Fahrt war sehr entspannt. Gutes Wetter, nicht viel Verkehr und kein Zeitdruck.
Nur leider gab es im Ferienhaus eine schlechte Nachricht: Die Heizung ist wegen technischen Defektes ausgefallen... Erst morgen steht ein Monteur zur Verfügung.
Daher hieß es heute bei nur 4-6 Grad: Ofen an um die Raumtemperatur erträglich zu machen!

Nach dem Frühstück zog es uns direkt zu einer Futterstelle, deren Betreuer wir im vergangenen September durch einen Hinweis eines jungen deutschen Pärchens kennenlernten.
Er berichtete uns damals, dass er die Katzen schon seit Jahren füttert und diese natürlich auch regelmäßig zu ihm kommen.
Auch ein paar Fotos hatte er mir geschickt, so dass ich wusste, nach wem ich Ausschau halten muss und wen es zu fangen gilt.
Drei Katzenmädchen waren ganz sicher dabei...

Außerdem hatte ich Hinweise auf weitere Tiere in der Siedlung bekommen, und das auf der Suche nach Baby im September durchstreifte Gebiet Houstrup, wo ich die Katze Frida kastrieren lassen konnte, ist ebenfalls nicht weit entfernt und verspricht weitere Arbeit.
Also reichlich zu tun für 14 Tage.

die Karte von Jegum - nützlich für eine Orientierung im Gebiet

Leider wurden Martina und ich bereits bei unserer ersten Runde am Vormittag total nass, denn es regnete teilweise stark.
Dennoch entdeckten wir an der Futterstelle zwei Katzen und installierten auch direkt die Wildcam um Informationen über die aktuellen Kostgänger zu erhalten.
Mehr blieb für uns wegen des Wetters vorerst nicht zu tun.
So begaben wir uns - nachdem wir wieder etwas getrocknet waren - um die Mittagszeit Richtung Hemmet Strand um nach dem dortigen Futterhaus zu sehen.
Kaum ausgestiegen, wurden wir auch schon lautstark aus dem Gebüsch heraus anmiaut.
Kein Zweifel, was dieses Miauen heißen sollte: Ich habe Huuuuunger!

Lily, kastriert 2014

Natürlich wurde Lily sofort gefüttert: 200 Gramm verputzte sie wie nichts.

Ein Blick in das Futterhaus bestätigte meine Vermutung: alles war wie leer gefegt. Kein Krümel Trockenfutter mehr in irgendeiner Ecke!
Sehr ärgerlich, denn dieser Zustand wurde mir bereits einige Male in den vergangenen Monaten beschrieben.
Doch die Organisation für diese Futterstelle wurde mir aus der Hand genommen von einem deutschen Paar, das mit dem Hausbesitzer befreundet ist, so dass ich mich hier leider nicht mehr einmischen kann und soll.
Schlimm nur, dass diese Befindlichkeiten einzelner Menschen auf dem Rücken der Tiere ausgetragen werden!
Denn die Miezen haben in diesem Winter offenbar mehrfach vor leeren Futterspendern gestanden...:-(

Am Nachmittag fuhren Martina und ich dann nochmal zu der Futterstelle hier in Jegum. Eigentlich planten wir eine der Fallen "zur Gewöhnung" aufzustellen und unscharf zu lassen.
Da sich jedoch wieder zwei Katzen im unmittelbaren Umfeld aufhielten und anscheinend Hunger hatten, dachten wir: "Warum nicht versuchen?".
... und 15 Minuten später hatten wir die erste Katze gefangen.
Wir setzten das Tier in einen kleineren Käfig um, machten die Falle erneut scharf und fuhren schnell zurück zum Ferienhaus um die Funk-Wildcam zu holen und die Falle vom Ferienhaus aus überwachen zu können.
Schon bei unserer Rückkehr zur Futterstelle saß das zweite Tier in der Falle.

die ersten beiden heutigen Fänge
Und auch danach schlichen noch zwei weitere Miezen um die Falle herum.
Wie es aber schon so oft war, fraßen sie das Futter bis kurz vor den Auslöser ohne diesen zu betreten...
Erst um 22 Uhr bekam ich eine erneute Meldung über einen Fang: Von Gewicht, Geruch und Benehmen sicherlich ein Kater!
Auch dieser wurde am eigenen Ferienhaus untergestellt und die Falle nochmals scharf gemacht.
Bis jetzt jedoch ohne weiteren Erfolg. Leider.

Anke

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Nach Dänemark ist vor Dänemark...

Da war ja noch was nachzutragen von meinem letzten Aufenthalt...;-)

Am letzten Tag machten Martina und ich uns nämlich auf nach Bjerregard.
Viel ging mir durch den Kopf, als ich all die Stellen, Häuser und Straßen aufsuchte, an denen ich vor 13 Jahren das erste Mal war und die Ferienhäuser sah und Wege ging, an die ich viele schöne Erinnerungen habe.
Wir sahen Suse in Hegnet:


An einem anderen Haus in der Arvidvej entgegneten die Urlauber auf die Frage nach einer Katzensichtung im Urlaub: "Ja, Fenja."
Ich war überrascht, dass jemand eine Katze gleich beim Namen nennen kann, aber die junge Frau entgegnete, man habe den Flyer im Haus und natürlich gleich nachgesehen, welche Katze ihnen da über den Weg gelaufen ist.
Toll zu erleben, wie dieses Projekt immer mehr Menschen erreicht!

Natürlich entdeckten wir auch wieder Bamse und an der Futterstelle auch Kimi, der aber leider gar nicht gut aussieht. Zum Glück geht Per, unser Katzenbetreuer vor Ort, mit ihm zur Tierklinik. Bei der Behandlung unterstütze ich selbstverständlich finanziell.
Nach diversen Untersuchungen befürchtet man leider einen Tumor am Ohr oder einen Abszess, der einfach nicht heilen will... Wir werden sehen, wie es weitergeht.

Bei Karin konnten wir sie selbst, aber auch die Vierbeiner Jette und Jannik antreffen:


Wie schön!

Aus Houstrup erreichte uns dann noch die Meldung, dass Frida die Kastration offenbar gut überstanden hat, denn sie erschien zum Abendessen wieder im Engvejen, wo sie von den Urlaubern Anne und Mathias noch bis zu deren Urlaubsende weiter versorgt wurde. Danke dafür!

Da ich dort nach der Freilassung von Frida zwei Tage auch noch die Wildcam stehen hatte, wissen wir außerdem, dass es auch in Houstrup noch mehr Katzen gibt - war ja eigentlich klar...;-)
Denn diese hier kam auch zu den von Anne und Mathias gut gefüllten Näpfen:

unbekannten Geschlechts und sicher noch unkastriert

lecker!
Später fuhren wir dann nochmal nach Bork Havn.
Wir wollten am letzten Abend ganz gemütlich ein Eis am Hafen essen. Und das Wetter spielte mit.
Statt Sekt also ein Eis auf die Erfolge dieses Aufenthalts, die vielen neuen netten Kontakte und die vielen Unterstützer meiner Sache.
Ich bin dafür sehr dankbar!

In der Fischerhütte entdeckte ich dann auch die frisch kastrierte Hanna.
Sie lag inmitten des Mülls auf dem (wohl für die Katzen frei geräumten) Sessel:


Ich hoffe nur, dass der Hüttenbesitzer die Tiere tatsächlich durchgängig (zumindest mit Futter) versorgt, insbesondere in der nun folgenden Jahreszeit.

Und was die neue Aufgabe im Bereich Oksböl, genauer gesagt Jegum Ferieland, betrifft, so haben Martina und ich ein deutsches Paar kennengelernt, das ein Ferienhaus in dieser Siedlung hat.
Seit Jahren füttern sie dort Katzen, da sie sich auch immer über einen langen Zeitraum in Dänemark aufhalten. Auch hatten sie schon über Kastrationen nachgedacht, waren allerdings nach ihren Aussagen mit ihrer Idee ebenso abgewiesen worden, wie Thomas und ich zu Anfang.
So habe ich nun also mit dem Paar ausgemacht, dass die Tiere bei meinem Dänemark-Aufenthalt im kommenden März nach Möglichkeit alle gefangen und kastriert werden.
Hier ein Foto des morgendlichen Treibens:


- wobei noch eine ausgewachsene Katze und ein Kater fehlen.

Wie immer in den letzten Jahren komme ich also zu der Erkenntnis, dass mir die Arbeit nicht ausgehen wird bei meiner Tierschutzarbeit an der Westküste Dänemarks.

Anke