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Dienstag, 10. Januar 2017

Vejlby Klit: 13 von 16 Katzen in 3 Tagen

Am Morgen die erste Runde zu den beiden Futterhäusern hier im Bereich der Viktoriavej.
Gute Nachrichten gab es dabei von dem kleinen Haus, welches nur für das Geschwisterpärchen Kiddie und Morten gedacht ist und das mir von Linne, die Kiddie sogar streicheln kann, auch bezahlt wurde.
Beide Miezen gingen seit Aufstellen des Hauses direkt hinein und haben darin nicht nur gefressen, sondern nutzen es auch, um darauf zu sitzen.
Das klappt also wenigstens.
Kiddie in und auf dem Haus (oben), Morten drinnen, Kiddie draußen (unten)

Schlechte Nachrichten jedoch weiterhin von dem großen Futterhaus.
Auch die Idee, die Schalen ganz nach vorn zu schieben, hat nicht geholfen.
Die Wildcam zeigte nur Ben und Thea und es wurde auch kaum etwas gefressen über die Nacht.
Wir haben also entschieden, dass ein weiteres Loch in das Haus hineingeschnitten werden muss, damit die Katzen sich nicht "in die Enge getrieben" fühlen, da sie sich ja offensichtlich nicht gut genug verstehen bzw. die ständige Anwesenheit von Ben den anderen Fellnasen Probleme bereitet.
Gleich nach meiner Rückkehr nach Hause werde ich den Grundstücksbesitzern eine Mail schreiben - mit dem für die Futtergabe verantwortlichen Hans habe ich bereits heute am Nachmittag darüber gesprochen.
Bis es so weit ist, werden die Katzen zusätzlich zu den beiden Schüsseln am Eingang des Futterhauses auch noch auf der Terrasse gefüttert.
Es scheint nicht zu ändern...

Dann tauchte an unserem Ferienhaus am Vormittag noch die kleine Lille auf. Super.
Eine Portion Futter bekam sie natürlich, streicheln lassen wollte sie sich leider nicht.

Lille

Am Nachmittag hieß es dann so langsam wieder alle Kameras einsammeln.
Gute Laune brachte die Auswertung der Wildcam von dem aufgestellten Futterhaus bei Anette im Neerlandiavej.
Sowohl Saba, als auch Misel und die gelegentlich vorbeikommende Lena haben das Haus angenommen.
Und anscheinend hat Anette einen zusätzlichen Futtergast, den sie selbst noch gar nicht kannte und den nur die Kamera offenbarte.
Es ist ein schlankes Kätzchen, das ich bereits im Mai auf einer Wildcam hatte, jedoch noch nicht live gesehen habe. Entsprechend ist es also höchstwahrscheinlich auch noch nicht kastriert.
Saba (oben links), Lena (oben rechts), noch Unbekannt (unten links), Misel (unten rechts)
Am Nachmittag erschien dann auch Tim an unserem Ferienhaus.
Nachdem der sich bei uns fest einquartierte Tom ihn dann aber von der Terrasse jagte, entdeckte ich ihn kurze Zeit später wieder in der Nähe des neuen Futterhauses:

Tim
Keine weiteren Katzensichtungen erbrachte unser Aufenthalt.
Nun, wir waren ja auch nur wenige Tage hier, kein Wunder also eigentlich.
Wobei dennoch die Freude darüber groß ist, dass wir fast alle im März und November hier in Vejlby Klit kastrierten 16 Tiere in diesen Tagen wiedergesehen haben.
Nur der alte Theo, der noch sehr junge Krümel und das kleine Nebelchen fehlen leider.

Morgen geht es nach Hause.
So ganz konnten wir unser Ziel nicht erreichen, aber wir hoffen, dass wir noch Abhilfe schaffen können.
Vielen Dank an alle Unterstützer, die sich hier inzwischen gefunden haben!

Anke

Nicht alles läuft glatt.... Leider

Am Morgen zuerst (und noch vor dem Frühstück) zum neuen Futterhaus, während Petra Zuhause ein super-leckeres Rührei mit Gemüse vorbereitete.
Leider zeigte sich auf der Wildcam jedoch nicht das erwünschte Ergebnis.
Im Gegenteil: nur Ben war in der Nacht in das Futterhaus gegangen. Das ist sehr ungewöhnlich und nicht wirklich meinem Wunsch und meiner Hoffnung entsprechend.
Mal sehen, was über den Tag passieren würde.

Ein Spaziergang durch die Siedlung erbrachte nur eine Katzensichtung, ein komplett schwarzes Tier, vermutlich Hugo (die Gegend würde passen):

wahrscheinlich Hugo

Am frühen Nachmittag konnten wir dann das zweite Futterhaus aufstellen im Neerlandiavej, also in einem anderen Bereich der Siedlung.
Es hat einen guten Standort bei einer netten Dänin, die an ihrem Haus bereits seit mehreren Jahren füttert und bislang noch keinen wettergeschützten Platz für das Futter hatte.
Da helfe ich dann natürlich besonders gern:

das neue Futterhaus mit seinem notwendigen Equipment

Auch hier stellte ich, um die ersten Besuche(r) überwachen zu können, eine Wildkamera dazu.
Schließlich wollen wir sicher sein, dass zumindest Saba und Misel ihren neuen Futterplatz annehmen werden.

Und als wir gerade wieder ins Auto steigen wollten, entdeckten wir Lena, die auf dem Weg zu eben dieser Futterstelle war.
Die Hübsche war ja bereits beim Einfangen im März relativ zutraulich. Auch jetzt ließ sie mich beim Füttern immerhin auf gut einen Meter heran, so dass ich auch sie entwurmen konnte.


Am Nachmittag wurde das Wetter dann schlechter, leider.
Es kam kräftiger Wind auf, und es begann auch zu nieseln.
Dennoch führte mich der Weg natürlich nochmals zu unserem ersten Futterhaus.
Wieder dieselbe Situation. Vier Katzen erwarteten mich: Ben, Thea, Tilda und Tim.
Nur Ben ging jedoch in das Futterhaus hinein, die anderen Katzen blieben in "sicherer" Entfernung und miauten mich an.
Die Situation macht mich traurig. Woran nur kann es liegen?
Ist Ben zu sehr Macho und Platzhirsch, so dass die anderen Katzen Angst haben sich mit ihm ein Futterhaus zu teilen?
Ist der Eingang für den Anfang zu klein (, da ich ihn ja absichtlich wegen der unerwünschten Mitfresser verkleinert habe)?
Solche Probleme gab es bislang noch nie. Obwohl an den Häusern auf Römö und in Hemmet Strand ebenso viele Tiere fressen.
Was also kann man tun?
Ein zweites Loch hinein schneiden würde dem Sinn des Hauses zuwider laufen.
Den Eingang vergrößern ebenfalls.
Vielleicht wird es der Hunger der Tiere richten - wobei ich keinesfalls möchte, dass sie sich von dieser nun so regelmäßig aufgesuchten Futterstelle entfernen.
Die Zeit für eine Lösung drängt, zumal wir schon am Mittwoch wieder heimfahren müssen.

Wieder Zuhause grübelte ich nach und ging nochmals zurück zum Futterhaus.
Ich zog die Näpfe fast bis zum Eingang nach vorn, so dass die Katzen nun auch fressen können ohne eine Pfote in das Haus hineinsetzen zu müssen.
Vielleicht würde das als erster Schritt ausreichen.

Nachdem ich schließlich unzufrieden, kalt und etwas nass wieder am Ferienhaus angekommen war und den Schlüssel aus meiner Jacke herausholen wollte, zog ich dabei auch noch die getauschte Speicherkarte mit aus der Tasche.
Und wie es manchmal so ist, fiel die Karte in der Hülle (offenbar völlig senkrecht) in den Schlitz zwischen den Holzlatten des Treppenaufgangs. Oh nein, nicht auch noch das!
Hindurchgreifen war nicht möglich, zudem war die Treppe auch seitlich komplett verkleidet.
Lösen ließen sich die Bretter auch nicht und das Ofenbesteck war zu dick...
Petra hatte schließlich die rettende Idee: ein Kleiderbügel sollte helfen.
Er wurde aufgedreht, durch die Bretter in Richtung des 25 cm darunter befindlichen Sandes gesteckt um dort die Speicherkarte Zentimeter für Zentimeter in Richtung Treppenrand zu schieben.


Schließlich war es gelungen und ich konnte das gute Stück unter der Verkleidung hervorangeln.
Puh. Ein wenig Glück nach heute überwiegender Unzufriedenheit mit einem ungelösten Problem...

Anke

Donnerstag, 24. November 2016

Ein Fang - aber was für einer...

Um 06:45 Uhr klingelte heute Morgen der Wecker. Zwar eine kurze Nacht, immerhin aber ohne Unterbrechungen.
Rasch fuhr ich in den Viktoriavej um die Falle an dem Haus aufzustellen, an dem nun zweimal morgens Mortens kleine Schwester gefressen hatte.
Kiddie, wie sie von dem dänischen Ehepaar, das sie füttert, genannt wird, sollte ja unbedingt noch kastriert werden.

Nach dem Scharfmachen der Falle frühstückten wir und danach ging die Fahrt mit den beiden gestern kastrierten Tieren Lotte und Torben nach Vrist.
Beide Miezen hatten abends in ihrer Box noch eine Kleinigkeit gefressen und am Morgen mit dem Futter sogar noch eine Wurmtablette bekommen.
Lotte ließ sich nach Öffnen des Türchens nicht lange bitten, Torben hingegen schaute herum, minutenlang, dann plötzlich jedoch rannte auch er davon.

Lotte

Zurück im Ferienhaus wollte ich gerade die am gestrigen Abend gefangenen Tiger-Katzen ins Auto laden, da kam ein Foto der Wildcam außerhalb der 30 Minuten-Reihe - Kiddie erschien an der Falle:

Kiddie
In der riesigen Hoffnung, dass das Mädchen hineingehen würde, wurden die beiden Anderen besonders schnell sicher im Auto verstaut. Dann schon kam das neue Foto: ja, sie war drinnen!
So konnte ich also mit drei Katzen gen Ringköbing starten. Perfekt.

Als ich die drei dort abgab, hoffte ich auf zwei Weibchen und machte einen kleinen Stadtbummel mit Einkehr in einem Café.
Zurück in der Tierklinik berichtete man mir, dass es tatsächlich zwei Mädchen waren!
Eines der Tigerchen ist ein ca. 2-3 Jahre junges Kätzchen, das aber selbst bereits des Öfteren Kleine hatte, so die Tierärztin.

Wieder Zuhause angekommen, machten wir nach dem Kaffeetrinken noch eine Runde zu Fuß durch die Siedlung.
Natürlich war Ben wieder am Futterplatz. Dieser verfressene Kater. Er scheint sich wirklich gar nicht mehr wegzubewegen von der Futterstelle, um auch bloß nichts zu verpassen.

Ben

Ein absoluter Schmusekater, der so sehr einen guten Platz irgendwo bei lieben Menschen auf der Couch verdient hätte!

Endlich traf ich dann auch eine Dänin in der Straße Vejlby Klit an, die hier wohnt und seit einigen Jahren auch Katzen füttert, die gelegentlich bei ihr vorbeikommen.
Sie erlaubte uns auf Nachfrage in der heutigen Nacht eine Falle auf ihrer Terrasse aufzustellen.
Bekannt waren ihr eine weiße kleine Katze und ein getigertes Tier.
Natürlich dachte ich sofort an Krümel... den kleinen kaum halbjährigen weißen Kater, den Elly und ich im März fangen und kastrieren lassen konnten.

Nachdem wieder alle Futterstellen aufgefüllt waren, positionierte ich die Falle und dann setzten wir uns zum Abendessen.
Nicht lange dauerte es, da bekam ich dieses Foto:


"Das ist Krümel.", schoss es mir durch den Kopf.
Ich sprang auf, stieg ins Auto und fuhr zu der Falle. Langsam ging ich um das Haus herum. Dort saß die schmale weiße Katze. Ich sprach sie an und sie schaute zu mir, lief nicht sofort weg.
Also tatsächlich Krümel.
Aber bei genauerem Hinsehen: Nein, diese Katze hat keine Tätowierungen in den Ohren und der kleine dunkle Fleck auf dem Kopf ist auch anders als bei Krümel.
Das konnte jetzt nicht wahr sein.
Sollte es sich wirklich um die Mutter all der weißen Tiere in der Siedlung handeln?

Sofort zog ich mich ein paar Meter zurück, nachdem ich nochmal ein paar kleinere Kügelchen Leberwurst in die Falle gelegt hatte.
Ganz still setzte ich mich in eine Ecke der Terrasse, machte meine Taschenlampe aus und wartete.
Einige Minuten später "Klapp". Drinnen war die Katze.
Zuhause nochmals ein genauer Blick in die Ohren: Nein, da ist keine Tätowierung - noch nicht ...;-)



Meine Güte, bin ich nun gespannt, ob es tatsächlich "die weiße Katzenmama" ist.

Der Rest des Abends verlief entspannt. Die kastrierten Katzen fraßen ein wenig und wir füllten nochmals die Näpfe am Carport in der Viktoriavej - nachdem die letzten Hunde-Gassigänger ihre Runden gedreht haben.

Die Falle auf der Terrasse lasse ich scharf.
Da ist ja noch das unbekannte Tigerchen... und eigentlich der letzte Fang-Abend für diesen Urlaub.
Leider.

Anke

Dienstag, 22. November 2016

Wieder viel Regen, aber zwei Fänge

Wie erwartet, erbrachte die Nacht leider nichts Gutes mehr.
Zwar wurde ich durch die regelmäßigen Fotos der Funkkamera geweckt - diese dienen aber nur der Sicherheit, dass tatsächlich noch ein Netz vorhanden ist für die Übertragung.
Ein Motiv zur Auslösung war leider nicht vorhanden.

Erst morgens nach dem Aufstehen erschien auf einer der Kameras eine Katze - noch neben der Falle.
Und ich hoffte auch, dass sie sich den Stress des Hineingehens ersparen würde, denn es sah ganz deutlich nach der im März kastrierten Lena aus.
Da ich die Fallen nun sowieso abbauen wollte, fuhr ich also dennoch dorthin.
Naja, und wie zu erwarten, hatte sich die dreifarbige Lena tatsächlich wegen Hungers in die Falle begeben.


Vorsichtig ließ ich die heraus. Zwar lief sie nicht panisch davon, kam aber auch nicht mehr zurück, obwohl ich ihr an der Terrasse eine Schüssel mit Katzenfutter aufstellte. Armes Ding.

So machte ich mich also mit dem einen gefangenen Kater auf nach Ringköbing in die Tierklinik.
Während der Kater dort kastriert wurde, machte ich einen Abstecher nach Klegod um dort mal auf dem Hof vorbeizuschauen, auf dem ich im September mit der Kastration dreier Katzendamen weiteren Nachwuchs zu vermeiden half.
Allen Katzen geht es gut. Und von den dort lebenden Tieren sind nur noch drei Kater unkastriert. Sollte ich einen Tag Zeit haben diese Woche, würde ich auch die gern noch in die Tierklinik fahren.

Dann holte ich aber zuerst einmal den kastrierten Kater "Morten" (Petra gab ihm diesen außergewöhnlichen Namen) beim Tierarzt ab.
Der junge Mann hatte die OP gut überstanden.

Am Nachmittag folgte dann bei strömendem Regen ein Gang durch die Siedlung.
Es wunderte mich eigentlich nicht, dass ich nur den weißen Kater zu Gesicht bekam - der Schmuser, der sich nun tatsächlich durch den Chip als "Ben" herausstellte!
Außerdem wechselte ich an der Futterstelle die Speicherkarte - und um es vorweg zu nehmen, kam bei der Durchsicht ein nicht geringer Zorn in mir auf:


Das ist unglaublich. Ein angeleinter Hund, der Mensch also in unmittelbarer Nähe, frisst mit Einverständnis seines Besitzers in Schüsseln (und nicht für ihn!) aufgestelltes Futter.
Glauben diese Urlauber, dass das mit zum Service gehört?

Dafür stimmte mich der liebe Morten dann im Ferienhaus wieder milde.
Er war hungrig. Als wir ihn mit einem Löffel durch das Gitter zu füttern versuchten, war er so gierig, dass er sich den Löffel in seinen Korb hineinzog, was Petra und mich zum Lachen brachte.
Vielleicht sollten wir ihm am besten die Dose direkt ebenfalls hinzu geben... ;-)

Morten

Am Abend erweiterten Petra und ich dann wie angekündigt unseren Radius auf die direkt nördlich an Vejlby Klit angrenzende Siedlung Vrist.
Wir überlegten zuerst, ob wir nur Futterstellen einrichten oder direkt mit dem Fangen beginnen sollten.
Wir entschieden uns für letzteres und hatten, wie sich herausstellte, gut gewählt.
Denn wir waren gerade wieder Zuhause angekommen und wollten uns Abendessen machen, da zeigte die Kamera die erste Katze:


Also ab ins Auto, die Katze umgeladen und die Falle wieder scharf gestellt.
Zeit zum Essen blieb uns danach - doch dann mussten wir uns erneut aufmachen und den zweiten und letzten Fang für den heutigen Abend holen:



Ich bin sehr gespannt, welche Geschlechter diese beiden haben...
Nicht, dass es nach dem morgigen Vormittag 3:0 für die Männer steht!

Nun jedenfalls bin ich schrecklich müde und werde schlafen gehen.
Die Tierklinik wartet um 07:30 Uhr auf meinen Anruf.

Morgen werden wir uns dann sicherlich bei Tageslicht nochmal in Vrist umsehen, um vielleicht weitere geeignete Plätze für unsere Fallen zu finden.

Anke

Freitag, 18. März 2016

4.+ 5. Tag - alle Hände voll zu tun

Gleich nach dem Aufstehen fand gestern die Entlassung der übrigen am Vortag kastrierten Tiere statt.
Also fuhren wir wie üblich zu dem Platz, an dem wir sie eingefangen hatten.
Zuerst waren das Mädchen Thea und ihr Sohn Tim an der Reihe.
Thea war relativ entspannt, lief lediglich an den ersten Wall aus Strandhafer und blieb dort sitzen. Sie schien zuerst einmal ihr Geschäft zu erledigen.
Tim war ein bisschen schneller, sah dann aber seine Mutter und blieb auch in der Nähe.

Mit bereitgestelltem Futter konnte man beide sogar zurücklocken und sie fraßen gemeinsam aus einem großen Napf:
links Thea, rechts Tim
Theo, der Nächste bei der Entlassung blieb ebenfalls im Sichtbereich, nur das Mädchen Tilda lief davon.

Im Anschluss ging es direkt zurück ins Ferienhaus. Die Körbe waren zu reinigen, um sie wieder für die zur Kastration anstehenden Tiere nutzen zu können.
Und dann ab zur Tierklinik in Lemvig.
Mit den Katzen übergaben wir die entsprechende Anzahl an Mikrochips und auch Spot-on gegen Würmer, denn auch die Medikamente sind ja sehr teuer in Dänemark.
Man war sehr freundlich zu uns und die komplette Behandlung und der Umgang mit den Tieren erschien routiniert.
Für die Abholung wurde ein Termin am Nachmittag ausgemacht.

In der Zwischenzeit - und nachdem wir dann ganz in Ruhe gefrühstückt hatten - spazierten wir bei strahlendem Sonnenschein durch die Siedlung.

Und tatsächlich konnten wir eine ganz besondere Sichtung machen:


Wir vermuten, dass es sich um Mutter und Kind handelt.
Nun, so war klar, wen wir als nächstes zu fangen versuchen wollten.
Übrigens entdeckten wir die beiden Hübschen an dem Haus, an dem wir auch am Tag zuvor das weiße Tier hatten verschwinden sehen.
Ob es sich vielleicht um dieses handelte?

Die außerdem von uns durchgeführte Befragung diverser weiterer Urlauber brachte Hinweise auf eine weiße Katze und mehrere schwarz-weiße, wobei von Tieren mit und ohne weiße Füße die Rede war.
Aber einen konkreten Hinweis auf einen Aufenthaltsort gab es nicht. Leider.
Und auch ein Rundgang durch den nahegelegenen „Sommerpark“ ergab nichts.

So fuhren wir am Nachmittag wieder zur Tierklinik.
Dort sagte man uns, dass der Kater mit der großen Verletzung an der Schulter wie befürchtet tatsächlich eingeschläfert werden musste.
Das gesamte Gelenk war von dem Abszess betroffen, hätte operiert und nachversorgt werden müssen.
Dies wäre bei einem wilden „Draußen-Kater“ nicht möglich gewesen.
So war es die einzige Lösung, da wir dem noch jungen Kater ein jämmerliches Ende im Siechtum ersparen wollten.
Dennoch bekam der Hübsche einen Namen von uns: in unserer Erinnerung soll er „Magnor“ heißen, was „Kämpfer“ bedeutet. Es erschien uns passend…:-(

Bei den übrigen drei Tieren handelte es sich um einen Kater und zwei Katzen, die wir kastriert mit ins Ferienhaus nehmen konnten.


Am Abend hatten wir uns dann entschieden einen Fangversuch der beiden weißen Katzen zu wagen, die wir am Nachmittag entdeckt hatten.
Tatsächlich hatten wir bald ein weißes Tier in der Falle. 
Aber irgendwie sah es so gar nicht nach Mädchen aus… 
Der Kopf war irgendwie zu rund.
Naja, natürlich nahmen wir es aber trotzdem mit.
Doch danach tat sich leider nichts mehr. 




Weder an dem Haus, an dem wir bis gegen 24 Uhr wachten, noch an einer weiteren Örtlichkeit, an der wir nun mehrere Tage gefüttert hatten und während des Fangversuchs die Überwachung durch die Funk-Wildcam gewährleisteten.
Wirklich sehr schade, aber nicht zu ändern.

Kater Hugo vor seiner Freilassung
Nach fünf Stunden Schlaf klingelte dann heute am Morgen der Wecker, denn zum einen waren die gefangenen Hugo, Lena und Lille freizulassen, zum anderen wollten wir nochmal eine gute Stunde für den Fang der weißen Mama nutzen…
Leider war an diesem Morgen aber gar kein Katzenwetter, so dass der Fang auch nicht klappte - die Entlassung war dafür unproblematisch.
Alle drei Miezen liefen schnell ihrer Wege.


Lena kastriert wieder in ihrem Revier

In der Tierklinik in Lemvig konnten wir auf unseren Patienten warten, denn in Narkose war schnell zu erkennen, dass es sich bei dem gefangenen weißen Tier um einen Kater handelte.

Und bei einer weiteren Runde Ansitzen nach dem Frühstück konnten wir zwei Fänge verbuchen!!
Wie sich herausstellte, waren es wieder Kater - und beide wiederum weiß.
Einer von ihnen war stattlich und erwachsen mit einem runden Katerkopf:


Der andere Fang jedoch war erst circa fünf Monate alt:


Wir vermuten, dass es sich dbei dem Kleinen tatsächlich um die Mieze handelt, die wir am Vortag mit der Mutter (?) gesehen hatten.

Tatsächlich konnten wir den beiden Herren am späten Nachmittag hier im Ferienhaus dann sogar noch etwas zum Fressen geben.
Bei dem kleinen Krümel war sogar eine Fütterung bei geöffneter Transportbox möglich ;-)

Nach dem Abendessen folgte der letzte Fangversuch für diesen Dänemark-Aufenthalt.
Leider verlief er erfolglos.
Dabei hatten wir doch noch so sehr auf ein Mädchen gehofft!

Morgen dann also die letzten beiden Entlassungen und noch ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit.
Und ein paar Stunden werden wir wohl nochmal zum Reinigen und Packen des Equipments brauchen.