Posts mit dem Label Sonderstrand werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sonderstrand werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 5. Februar 2019

Eine Woche Römö und Ballum - 1. Teil: Römö

Kurz berichtet hatte ich schon von der Nachmittagsaktion in Bjerregard, bei der wir drei Katzenmädchen fangen und kastrieren lassen konnten im November.
Aber da waren ja noch die ersten sieben Tage, die ich auf Römö und in Ballum verbrachte und die zweite Woche dann auf Fanö.

Auf Römö hatte ich an einem Tag ziemlich genau ein Jahr zuvor an einer Futterstelle etliche Katzen fangen und kastrieren lassen können und ich wollte wissen, ob ich wirklich alle Fellnasen dort erwischt hatte.

So wollte ich an einem Abend eine Wildcam platzieren - aber wie es der Zufall, oder das Schicksal, manchmal fügt, lief mir dabei eine Katze über den Weg, die von Statur und Fellfarbe zu den anderen passte.
Eine halbe Stunde später wussten wir, dass sie auch hungrig genug war um in die Falle zu gehen.
Es handelte sich um ein schon altes Katzenmädchen, welches, so die Tierärztin, leider auch sehr krank war und daher erlöst werden musste.
Der Rest der Miezen jedoch waren die bereits kastrierten Tiere. Ein erfreuliches Ergebnis, zumal fast alle auf meiner Wildcam zu sehen waren.

In einem kleinen Ferienhausgebiet zwischen dem Campingplatz Lakolk und der Siedlung Bolilmark war es dann ein hübscher getigerter und noch unkastrierter Kater, der mir in die Falle ging.

Sergio nach seiner Kastration

Die weitere Suche nach Katzen an den Ferienhäusern brachte kaum Erfolg, auch von den alten Bekannten war es lediglich Meike, die Freunde während ihres und meines Aufenthaltes füttern konnten, so dass ich im Bereich Sönderstrand wenigstens diese Mieze wiedersehen durfte:

Meike im November 2018 - kastriert wurde sie 2013

Es ist zu vermuten, dass die übrigen Katzen in Sönderstrand schon sehr früh nach ihrer Kastration den Jägern zum Opfer gefallen sind, da ich von vielen nie eine Meldung bekam und sie auch selbst nicht wiedersah.

In der Inselmitte, wo nun schon seit einigen Jahren eine feste Futterstelle betrieben wird, konnte ich - zumindest auf Fotos - bekannte Katzen wiedersehen, nämlich die kastrierten Katzenmädchen Lale und Sylvia und einen Unkastrierten, der ebenfalls standorttreu ist:

Lale und Sylvia (oben), Kater (unten)

Zudem waren dort aber auch weitere Fellnasen, die ich noch nie gesehen habe und die sich auch nur nachts blicken ließen:
mir unbekannte Katzen am Futterhaus
Da bei einer nächtlichen Fangaktion dort aber auch nur Lale in die Falle ging und die anderen Katzen auch in den Tagen im November nicht regelmäßig dort erschienen, können es natürlich durchaus auch Tiere mit festem Besitzer aus der Nachbarschaft sein, obwohl sie sich über das Futterangebot zu freuen scheinen...;-)


Am Hotel Kommandoergaarden war ich einen Abend mit zum Füttern dabei, denn auch dort gibt es ja seit 2014 ein Futterhaus, für dessen Futter ich finanziell aufkomme.

immerhin 4 der regelmäßig dort noch erscheinenden 7 Katzen ließen sich an dem regnerischen Abend sehen

Es freut mich, dass die Dame, die die Tiere allabendlich mit Feuchtfutter und Wasser versorgt und auch das Trockenfutter bereitstellt, nichts von Katzennachwuchs zu berichten wusste!


Auch die Besitzer des Reiterhofs in Sönderstrand, bei dem in den Jahren 2015 und 2016 sieben Katzen von mir zum Kastrieren gebracht wurden, waren noch immer glücklich mit ihren Miezen.
Sechs von ihnen sind am Hof geblieben, werden gefüttert und manche lassen sich von den Urlaubern sogar anfassen, was die Kinder dort besonders freut.



Einen Fangauftrag erhielt ich noch von einem anderen Hof in Juvre.
Katzen müssten dort schon sein, so sagte der Besitzer. Leider jedoch versäumte er es seine Fellnase kastrieren zu lassen.
Und so brachte sie im Sommer drei Junge zur Welt.
Nun, die Vermehrung deutlich vor Augen, aber nicht in der Lage die Tiere anzufassen um sie zum Tierarzt zu bringen, war ich zur rechten Zeit dort.

Beginnend am Nachmittag hatte ich schnell zwei der Kleinen gefangen. Wie immer beim Fang mehrerer Katzen und ohne vorherige "Gewöhnung" an die Falle wird es aber mit jedem Zuschlagen und der sichtbaren Aufregung des gefangenen Tieres schwieriger.
Und so dauerte es bis zum Vormittag des nächsten Tages, bis alle vier Katzen gefangen waren, wobei auch der unkastrierte Kater, der sich auf dem Hof herumtrieb, in die Falle ging und damit mit zum Tierarzt fuhr...

Ich staunte nicht schlecht, als mir die Tierärztin beim Abholen berichtete, dass die Mutterkatze drei Mädchen (!!!) zur Welt gebracht hatte.
Daraus wären spätestens in diesem Jahr sicher mehr als ein Dutzend Katzen für den Hof geworden.
Höchste Zeit also.
die Katzenmuter mit ihren drei Mädels und dem Nachbarskater von einem Hof in Juvre auf Römö

Zum Glück beteiligte sich der Besitzer auch mit einer finanziellen Unterstützung der Kastrationen und wird die Tiere weiter versorgen.

Zusammenfassend also ein recht versöhnliches Ergebnis auf der Insel Römö.
Ein Besuch hat nun wohl wieder ein paar Jahre Zeit.
Danke an alle, die ihre Zeit opfern und die eingerichteten Futterstellen betreuen.

Anke

Freitag, 11. August 2017

Und das gab's auf Römö und in Ballum

Wie im letzten Eintrag bereits geschrieben, hatte ich im Juli auch eine Runde über die Insel Römö gedreht und eine Fang- und Kastrationsaktion in Grenznähe durchgeführt.

Auf Röm stellte ich die Wildcam für zwei Tage an dem (noch immer regelmäßig betreuten) Futterhaus bei der verstorbenen Karstine in der Inselmitte auf.
Diese Fellnasen sind dort unterwegs:
Lasse, Lale, Sylvia, ein dort schon länger fressender bekannter unkastrierter Kater - und neu: das weiße Tier

Am Reiterhof in Sönderstrand teilte man mir bei meinem Kurzbesuch mit, dass die kleine scheue Familie direkt am Wohnhaus (Anna, Lukas und Silas) noch immer dort sei und immerhin zumindest beim Fressen auch Annäherungen des Menschen zulässt.
Von der Anwesenheit von Max, Molly und Flora, die im Stall gefüttert werden, konnte ich mich selbst überzeugen:


Aber auch Herta sei noch dort.
Und was den Hofbesitzer und seine Frau am meisten freut:
Es gab keine Jungtiere mehr im letzten Herbst und auch nicht dieses Jahr!
Ein wirklich schöner Erfolg.

Auch am Hotel Kommandoergaarden ist alles bestens: Das Futterhaus leistet dort gute Dienste.

Der Hauptgrund für meinen spontanen Aufenthalt im Juli in Dänemark war aber ein Hilferuf einer Deutschen, die mit ihrem dänischen Freund in einem Haus zwischen mehreren Bauernhöfen in Ballum (ganz in der Nähe der deutschen Grenze) wohnt.
Sie hatte irgendwann die bei ihr vorbeikommenden Katzen zu füttern begonnen, weil sie ihr leid taten, denn augenscheinlich litten sie Hunger, überlebten aber doch Monat um Monat...
Rita war durch Erzählungen einer Freundin auf mein Projekt aufmerksam geworden. Und als sie mich anrief, sagte ich natürlich meine Unterstützung zu.

Da Rita regelmäßig füttert, musste eine Fangaktion einfach sein und relativ schnell zum Erfolg führen. Und tatsächlich:
In zwei Tagen konnten Elly und ich 11 (!) Katzen fangen: vier Mädchen und sieben Kater.


So gab es für die Tierarztpraxis meines Vetrauens viel zu tun:


und die Freilassungen waren fast schon Massenabfertigung...;-)


Dazu gelang es uns noch ein junges Kätzchen mitzunehmen und über den Tierschutzverein in Niebüll zu vermitteln.

Die Katzenmädchen hatten zum Zeitpunkt ihrer Kastration stark ausgeprägte und freigeleckte Zitzen, so dass wir annehmen mussten, dass die Miezen Kleine hatten - zumal Rita die vor einigen Wochen dicken Bäuche bestätigte.
Und wie ich nun bei einem Telefonat erfuhr, haben sie inzwischen ihren Nachwuchs auch mitgebracht zur Futterstelle. Sieben Kleine sind es insgesamt.
Dementsprechend ist dort eine Nacharbeit nötig. Vielleicht klappt sogar noch die eine oder andere Vermittlung, damit es bei Rita nicht noch mehr Vierbeiner werden, die zu versorgen sind.
Selbstverständlich werde ich aber auch hier mit Futterlieferungen zu unterstützen versuchen. Und für den Winter wollen wir ein Futterhaus aufstellen, um das Futter gegen Regen und Schnee zu schützen.
Bei 15-20 Katzen rentiert sich der Aufwand in jedem Fall.

Übrigens: Die Kastrationen der Katzen in Ballum habe ich nicht von den Projekt-Spenden bezahlt, sondern aus eigenen Mitteln, da es sich nicht um "klassische Ferienhauskatzen" handelt.

Anke

Montag, 8. Mai 2017

Happy End für Prinsesse von Römö

Eine ganz besondere Geschichte mit gutem Ausgang gibt es von Prinsesse zu erzählen. Auch sie wäre ohne mein Projekt so wohl nicht zustande gekommen.

Noch bevor wir überhaupt das erste Mal auf Römö aktiv wurden, erhielten wir im Dezember 2012 unabhängig voneinander zwei Meldungen über eine Katzenmutter mit Jungen und ein weiteres Tier im Bereich der Siedlung Sönderstrand.

Prinsesse (rechts), Dezember 2012
Im März 2013 machten wir uns dann also (wegen diverser Katzen-Hinweise) auf zur Insel Römö und konnten dort bereits bei unserem ersten Aufenthalt viele Tiere entdecken und auch kastrieren lassen.
Ja, wir konnten auch die beiden Jungen der Katzenmutter, Mikka und Meike, erwischen. Nur die Katzenmama selbst sahen wir nicht.
Auch 2014 waren wir dort, doch die Katzenmutter fanden wir nicht. Lediglich bei einer Auswertung der Wildcam an einer Futterstelle im November waren wir uns sicher, Meikes Mutter vor uns zu haben:
Prinsesse (rechts) und ihre Tochter Meike (links)

Für unseren Aufenthalt im März 2015 hatten wir uns deshalb fest vorgenommen, das Mädchen endlich zu fangen.
Und immerhin entdeckten wir sie auch bei einem unserer ersten Gänge durch die Siedlung.
Die Kleine war verschmust und hatte so wunderbar weiches Fell:

März 2015

Und schließlich hatten wir es geschafft und konnten sie kastrieren lassen:


Alles war gut verlaufen und wir gingen davon aus, dass Prinsesse (die Ferienhauskatzen bekommen bei mir immer erst nach ihrer Kastration einen Namen) ein paar glückliche Jahre auf der Insel vor sich haben würde, da sie völlig gesund wirkte.

Dann jedoch, Anfang Oktober 2016, teilte mir Vivien, eine deutsche Urlauberin, von Römö mit, dass sie eine Katze am Haus habe, die ihr nahezu blind zu sein schien.
Und Vivien hatte auch schon auf meiner Homepage geschaut und die Katze als Prinsesse identifiziert. Ein von ihr übersandtes Foto brachte mir Gewissheit:

Oktober 2016
Vivien fütterte Prinsesse, fragte sich aber natürlich zu recht, was aus der Katze werden würde, wenn sie nach Hause fahre.
Mit etwas Organisationsaufwand schafften wir es dann tatsächlich Prinsesse zum Tierarzt nach Deutschland zu bringen, der den Verdacht leider bestätigte....;-(
Ihr Sehvermögen war offenbar nur noch minimal, für eine Draußen-Katze keinesfalls ausreichend!

Doch - unglaublich aber wahr! - tat sich für die Sommerhauskatze Prinsesse eine Chance auf. Eine der Tierarzthelferinnen, Sahra, war bereit sie zu sich zu nehmen.
Gesagt, getan. Und Prinsesse machte das ganz toll.

in Deutschland in ihrem neuen Zuhause

Nun lebt die Hübsche in Deutschland, wird umsorgt und kann sogar umzäunten Freigang genießen.

Vielen Dank an alle, die bei dieser "Rettungsaktion" mitgeholfen haben!

Anke

Dienstag, 3. Mai 2016

Bekannte Fellnasen auf Rømø, in Bjerregard und Vejlby Klit

In den letzten Wochen gab es viele nette Mails von diversen Urlaubern.
Immer steckte ein Lob für die Arbeit dahinter (was mich natürlich sehr freut!), manchmal aber auch die eine oder andere Katzensichtung.
Das finde ich besonders toll, zumal es dieses Mal nur bekannte Fellnasen waren.

So wurde mir von Rømø berichtet, dass Meike sich im März in Sønderstrand eine Woche über Futter und Streicheleinheiten freuen konnte:

Meike, kastriert im März 2013

Und auch den Reiterhof dort besuchten Conny und Werner, wo ihnen freudig mitgeteilt wurde, dass es allen (inzwischen kastrierten) sieben Miezen gut geht.
Das ist super.

In Bjerregard tauchte Ole endlich mal wieder an einem Haus auf, dessen Urlauber (Steffi mit Familie) sich bei mir meldeten.

Ole, kastriert im März 2010

Mithilfe "meiner" Futterstellenbetreuerin Sabine, die den Urlaubern anlässlich der Meldung, dass Ole Würmer habe, gleich eine Pille vorbeibrachte, konnte er sogar direkt entwurmt werden.

Dasselbe gelang auch bei Nora (ebenfalls in Bjerregard).

Und die erste Sichtungsmeldung gab es nun sogar schon aus Vejlby Klit.
Hier erschien Tom am Haus zweier Katzenliebhaber und ließ sich dort verwöhnen.

Tom, kastriert im März 2016

Zugleich berichteten mir Sylvia und Rene, dass sie regelmäßige DK-Urlauber sind und auch im letzten Jahr in Vejlby schon Katzen am Haus hatten.

Ja, dass dieser Ort nicht zum letzten Mal mein Reiseziel war, das hatte ich hier bereits geschrieben.
Schön, wenn ich weiter helfen kann!

Und besonders schön ist auch, dass ich so viele Unterstützer habe.
Danke dafür!
Und weiter so....;-)

Freitag, 11. März 2016

7. Tag - doch nicht alles abgearbeitet.... grrrrr

Schon um 7 Uhr entließ ich den Kater Elias am Hotel Kommandoergaarden.
Er lief, sobald sich das Türchen der Box öffnete, einen echten 100 m-Katzen-Weltrekord…
Elias

Danach räumte ich im Ferienhaus einiges zusammen, sortierte viele Fotos und wusch alle Handtücher und Decken.

Am Nachmittag dann bei strahlendem Sonnenschein (also echtes Katzenwetter!) eine Runde Sönderstrand - natürlich mit der Hoffnung auf eine Katzensichtung.
Und die war mir auch vergönnt:
An einem der Häuser, an dem ich Kirsten in der Vergangenheit schon gesehen hatte und das bis zum heutigen Morgen auch belegt war, schaute ich auf Verdacht in die Mülltonne.
Treffer, leere Katzenfutter-Schälchen!
Also, vorsichtig eine Runde ums Haus. Und, tatsächlich:

Kirsten, kastriert im März 2013

Das Mädchen war sofort zutraulich.
Kam zum Fressen und zum Schmusen. Schnurrrrrrrrrrrrr.
Und da ich Würmer am Hintern entdeckte, bekam sie auch gleich eine Wurmtablette von mir.

@ Harry und Carmen: Entwurmen ist dann im April nicht mehr nötig…;-)

Im Anschluss gab es noch einen kurzen Kaffee mit Petra, der Futterhaus-Betreuerin in der Inselmitte.

Nachdem dann noch mehrere Paletten Katzenfutter am Hotel den Besitzer wechselten ;-)  fuhr ich zurück ins Ferienhaus und sichtete die Fotos der Wildcam von der heutigen Nacht auf meiner Terrasse.

Mich traf fast der Schlag:
Drei verschiedene Katzen waren an meinem aufgestellten Futternapf.

Zum einen das Tier, das ich schon in der ersten Nacht auf der Kamera hatte, dann aber nicht mehr, so dass ich dachte, es sei nur zufällig vorbeigekommen, weil es da auch nichts fraß.
Aufgrund der Größe kann man (zum Glück) relativ sicher von einem Kater ausgehen:



Das zweite Tier war in der Nacht davor schon da.
Hier konnte ich es als den kastrierten Kater Odin identifizieren:



Das eigentliche Problem jedoch scheint mir das dritte Tier zu sein, denn aufgrund der Größe und Körperform könnte es gut ein Katzenmädchen sein:



Verdammt! Immer in den letzten Nächten!!! Was für ein Ärger.

Was heisst das nun?
Doch wieder Römö im November?
OK, es hilft nichts. Ich kann es nicht ändern.
Blick nach vorn und nicht zurück! Das habe ich in den letzten Monaten gelernt.

So, aber nun will ich noch eine Frage beantworten, die mir gestern eine meiner treuen Leserinnen (übrigens die Namens-Patin für Meike in Sönderstrand) gestellt hat:
„Woran hast Du eigentlich die vier Katzen am Hotel Kommandoergaarden erkannt, dass Du sie mit Namen benennen und sicher identifizieren konntest? Die sehen sich doch so ähnlich.“

Gute Frage! Danke dafür.
Nun, das eine Foto, das ich hier online gestellt hatte, ist ja nur eines von dutzenden.
Auf den anderen sind die Tiger-Zeichnungen der Katzen bzw. auch die Tätowierungen sichtbar.
Und da ich hier auf Römö den Katern und Katzen schon zur Geschlechtsunterscheidung die Tätowierung anders machen ließ, war dies ebenfalls (neben der Fellzeichnung) ein Merkmal.
Hier ein gutes Beispiel:

genau hinsehen, das sind zwei Tiger: vordere Katze "O", hintere "I"

„O“ ist Katze,  „I“ ist Kater.

Alles klar?   ;-)

Jetzt geht es gleich ins Bett, morgen früh aufstehen und packen.
Und dann heisst es:  
Vejlby Klit, ich komme!
Ihr Katzen dort, ich freue mich auf Euch!
.... und ich bin sehr gespannt.

Dienstag, 8. März 2016

4. Tag - 3:2 für die Kater



Wie befürchtet, war die Nacht alles Andere als ruhig.
Die Miezen haben im Abstellraum keine Ruhe gehalten - und da die Ferienhäuser sehr hellhörig sind und sich der Raum direkt neben meinem Schlafzimmer befindet, hatte ich keine Chance zu einer echten Nachtruhe.
Morgens um 07:30 Uhr hieß es dann aufstehen und ab gen Deutschland mit den drei gefangenen Miezen.
Da in der Praxis viel zu tun war und die Kastrationen erst gegen Mittag bzw. zwischendurch stattfinden würden, fuhr ich zuerst mit den beiden kleinen Tigerchen von gestern zur Insel zurück.
Natürlich waren sie bereits hellwach und bereit zu neuen (kastrierten) Abenteuern…;-)

Die Freilassung im Pferdestall gestaltete sich äußerst entspannt:

Molly (links), Max (rechts)

Und selbstverständlich gab es danach ein anständiges Katzenfutter-Frühstück für alle vier.
(Übrigens haben die Namen "Max" und "Molly" die jungen Mädchen gegeben, die regelmäßig aus Hamburg zum Reiten auf die Insel kommen und die Katzen gut kennen.)

Mittags stellte ich noch die Wildcam an der Kompost-Futterstelle in Sönderstrand auf - vielleicht werde ich bei der Auswertung noch ein paar alte Bekannte sehen können.
Zumindest hoffe ich das.
Dann ein kurzer Stopp in der Straße Dvaergternen neben dem „Stamm-Haus“ von Kirsten.
Ich klopfte, da sich dort deutsche Urlauber aufhalten.
Die Dame war super nett. Lustig war, dass sie mir auf meine Frage nach möglicherweise gesichteten Katzen antwortete, dass sie auch „ihre Katzen“ suche. Sie wohne sonst immer nebenan, aber das Haus sei nicht zur Vermietung gewesen in dieser Woche.
Da ich annahm, dass sie dann aufgrund der Gästebucheinträge im Haus nebenan unser Projekt kennen müsste, sagte ich ihr, dass ich die Frau sei, die sich um die Katzen kümmert und sie kastrieren lässt.
Die Freude bei meiner Gesprächspartnerin war groß, „mich nun mal persönlich kennenzulernen“.
Lustig und irgendwie schön ist das schon, ein kleines Bisschen bekannt zu sein bei den Katzenfreunden auf der Insel.

Im Hotel Kommandoergaarden sprach ich kurz mit der Besitzerin Therese. Sie werde mir nun fest ein Zimmer für den morgigen Abend zur Verfügung stellen, wo ich die gefangenen Katzen „zwischenlagern“ kann.
Außerdem schrieb sie ihrer Tante eine Nachricht, dass diese morgen dann nicht füttern muss.

Auf dem Heimweg schnell noch ein Stopp am Hundegeschäft „DogIn“ in Kongsmark.
Auch die Besitzerinnen dieses Shops unterstützen mich. (Danke dafür!)
Sie hatten mir davon berichtet, dass sie erzählt bekommen hatten, dass es in der Ferienhaussiedlung Lakolk in der Nähe der Ladenzeile wohl auch verwilderte Katzen gebe.
Leider hatten sie bislang nichts Näheres in Erfahrung bringen können, da die Läden erst zu Ostern wieder öffnen.
Dennoch werde ich dann morgen mal in dem Bereich unterwegs sein.

Zeit für einen kurzen Kaffee im Ferienhaus hatte ich dann heute auch noch.
Und während ich so am Esstisch saß, nahm ich eine Bewegung im Augenwinkel wahr.
Ein Blick auf die Terrasse und ich sah dieses Exemplar:



Immerhin gelang mir das Foto - da der Fotoapparat in Griffweite stand.
Denn als ich mich langsam erhob, flüchtete der Geselle sofort (und kam auch bisher nicht wieder, obwohl er kaum etwas gefressen hatte).

Im Anschluss fuhr ich dann aber erstmal wieder nach Deutschland.
Die drei kastrierten Miezen waren abholbereit.
Neben der Katzenmama waren es zwei Kater, die ich gefangen hatte. Nun gut.
Sie sind etwa sechs Monate alt. Katerkämpfe werden ihnen nun erspart bleiben.

Die Miezen stellte ich dann wieder warm, damit sie in Ruhe die Nachwirkungen ihrer Narkose ausschlafen können bis morgen früh.
Einer der jungen Kater schläft noch tief...

Dann hieß es wieder einmal säubern der Fallen, Umsetzkäfige und Transportboxen.

Die Wildcam von der Futterstelle in der Inselmitte hatte ich ebenfalls mit zurück gebracht.
Die Auswertung der Fotos ergab nun als derzeitige Kostgänger die bereits von der „Versorgerin“ Petra benannten Lale und den unkastrierten kräftigen Tigerkater mit weißen Pfoten.
Daneben hatte ich gestern ja schon Sylvia entdeckt, die auch in der Nacht und heute dreimal kam, dazu konnte ich auch Lasse identifizieren (also vier bekannte Tiere) und - Überraschung - eine neu hinzugekommene Fellnase.
Aufgrund der Haltung und Schwanzbewegung, die auf der Wildcam erkennbar sind, ziemlich sicher ein Kater. Aber ein wirklich hübsches Tier, wie ich finde:



Heute Abend nun habe ich mir ein wenig Ruhe gegönnt, nichts mehr unternommen und mal die Füße hochgelegt.
Allerdings konnte ich es nicht lassen, die Falle auf meiner Terrasse aufzustellen und scharf zu machen.
Vielleicht habe ich also morgen früh einen Grund, in Deutschland zu frühstücken…;-)

Freitag, 27. November 2015

Jahresabschluss in Dänemark - und Ausblick



Gestern war das Wetter wirklich prima.
Also gingen wir nach dem Frühstück direkt zum Reiterhof, wo wir die beiden kleinen Tigerchen wie geplant mit dem Spot-on gegen Flöhe versorgten.
Auch Herta war da - Flora hingegen hatten wir gute 100 Meter entfernt beim Mausen entdeckt.



Danach fuhren wir mit Putzutensilien in die Inselmitte.
Das Futterhaus bauten wir auseinander, kehrten es aus, entfernten die Schnecken und deren Spuren, und dann ließen wir es lange in der Sonne trocknen.
Am Hotel Kommandoergaarden gab es in Sachen Futterhaus nichts zu tun.
Der Standort dort ist ideal. Es steht sehr wettergeschützt, so dass es nur minimal feucht ist und keine Pflege erforderlich war.
Lediglich die Wildkamera installierten wir, sind wir doch neugierig, wer dort zum Fressen kommt.

Am Nachmittag wollten wir die Wildcam in Sönderstrand an der Kompost-Futterstelle holen.
50 Meter bevor wir ankamen (mein Blick ist sowieso immer aufmerksam in Richtung der Büsche und Ferienhäuser gerichtet) entdeckte ich sie!
Meike. Juchhu!!!
Sie saß auf einem quer gewachsenen Kiefernast.

Meike

Also stieg ich schnell aus und sprach sie an.
„Miau“ kam sofort zurück - aber anfassen lassen wollte sie sich von mir nicht.
Aber sie sieht wirklich sehr gut aus.

Eine lange Walking-Runde führte uns im Anschluss durch die Siedlung - jedoch ohne weitere Katzensichtungen.
Nur, als wir ins Ferienhaus zurückkamen, entdeckten wir eine langhaarige Katze, die völlig entspannt bei uns auf dem Grundstück saß und sich putzte.
Sie gehört zu einem der fest bewohnten Häuser hier. 
Kein Interesse an uns - und wir auch nicht an ihr ;-)

Heute nun hatten wir einen Tag Sylt geplant.
Leider war das Wetter schlecht, dennoch verbrachten wir den Tag auf der deutschen Nachbarinsel.
Auf dem Rückweg schnell noch die Kamera an der Inselmitte geholt (leider blieb es dort bei den vier genannten Katzen) und dann auch noch die Speicherkarte am Futterhaus des Hotels gewechselt.
Hier zeigte eine erste Durchsicht mindestens acht verschiedene Katzen.

Wobei es bei den Tigern und den komplett schwarzen Tieren durchaus mehr sein könnten - diese sind bei den Nacht-Aufnahmen nicht auseinander zu halten.


Morgen wollen wir abreisen.
Wie es im nächsten Jahr weitergeht?
Sicher eine Woche Römö - das haben wir ja versprochen.
Wir wollen dann wieder mitten in Sönderstrand wohnen.
Dann hoffen wir mit einer Futterstelle am eigenen Ferienhaus auch wieder Besuch zu erhalten - vielleicht sogar von einer der beiden Katzen, die uns aus dem Bereich Dvaergternen gemeldet wurden, die wir selbst aber nie sahen.
Außerdem stehen die beiden Tigerchen am Reitstall zur Kastration. Hoffen wir, sie werden den Winter gut überstehen!
Und dann haben wir eine „Inventur“ am Hotel Kommandoergaarden geplant.
Wir wollen an einem Abend alles abgreifen, was wir können um festzustellen, wer dort tatsächlich frisst bzw. die unkastrierten Tiere dann noch kastrieren zu lassen.

Aber eigentlich sind wir drauf und dran, uns auch nochmal nach einem neuen Ort umzuschauen, an dem wir aktiv werden können.
An dem es wirklich etwas zu tun gibt (so, wie es zu Anfang in Bjerregard war) und der geeignet ist, weil es ein Ferienhausgebiet ist, das weder direkt an eine fest bewohnte Siedlung, noch an einen Bauernhof grenzt (auch hier ist Bjerregard einfach perfekt gewesen).

Gehört haben wir schon viel von Katzen in den Bereichen um Vrist und Vejlby Klit.
Vielleicht sollten wir auch die Insel Langeland in unsere Überlegungen einbeziehen…

Wir freuen uns über Hinweise aus unserer Leserschaft.
Vielleicht ist dieses Thema auch für ein dänisches Forum geeignet.
Einige unserer Leser sind dort aktiv.
Wenn also von den Mitgliedern Hinweise auf Ferienhauskatzen in bestimmten Gebieten kommen, bitte leitet diese an uns weiter!
Auch für einen Aufruf wären wir dankbar.

Denn uns liegt sehr daran, die Zeit, die uns in unseren „ganz speziellen Urlauben“ bleibt, sinnvoll und mit möglichst großem Erfolg zu nutzen.
Unsere über die Jahre gewonnene Erfahrung sollte uns dabei helfen.

Thomas & Anke