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Sonntag, 9. Juni 2013

#Katzensichtungen Sonderstrand, #Römö. Nicht nur in diesem Jahr...

Eine ganz besondere Nachricht haben wir Anfang Mai aus Sonderstrand erhalten. Ein Paar aus Hessen, das bereits mehrfach in einem Ferienhaus in Dvaergternen war, hatte uns ein Update über die Situation vor Ort gebracht und gleichzeitig wertvolle Angaben über die letzten Jahre machen können.
So war Kirsten, die wir im März kastrieren lassen konnten, an diesem Haus bereits 2010 und 2012 gesehen worden. Sie scheint also sehr standorttreu zu sein. Begleitet wurde sie wieder von Maxi und Moritz, die 4. im Bunde war evtl. Tommy. Ganz sicher sind wir uns auch nach vielen Bildvergleichen nicht.

Eine ganz tolle Passage der Mail hier als Zitat:
Zusätzlich haben wir alle Vier entwurmt (Milbemax) und gespottet (Effipro). Damit müssten die Vier „ungezwickt“ bis zum Spätsommer durchkommen. Alle Vier sind wohlauf, bestens genährt und fühlen sich offensichtlich sehr wohl. 

Eine der übersandten Bilder zeigt eine Katze, die wir zwar auch im März dort gesehen hatten, aber nicht einfangen konnten. Damals hatte sie sich auffallend nahe bei Kirsten aufgehalten. Als sie jetzt im Mai gesehen wurde war sie jedoch alleine unterwegs. Gut möglich, dass es ein Kater ist.
Links im März, rechts im Mai 2013

Vielen lieben Dank an Carmen und Harry für die tolle Unterstützung. Ihr habt uns nicht nur wertvolle Hinweise gegeben, sondern auch den Katzen mit der Versorgung und dem regelmäßigen Futter sehr geholfen. Ganz besonderen Dank natürlich für die Spende und die Tipps zur Internetseite!

Anke und Thomas

Sonntag, 17. März 2013

8. Tag – zweiter Teil

Eigentlich gibt’s gar nichts mehr zu berichten. Leider.
Fragen bei Urlaubern erbrachten heute keine neuen Hinweise.

Und eben kamen wir durchgefroren nach dreieinhalb Stunden Wartezeit bei -1 Grad aus Sönderstrand zurück.
Wir hatten so lange an zwei scharf gestellten Fallen an unserer Futterstelle ausgeharrt.
Wir waren in der Zeit da, in der wir gestern (anhand der Wildkamera nachvollziehbar) dort Besuch von den drei noch nicht kastrierten Katzen hatten.
Zweimal lösten die Fallen auch aus: einmal wahrscheinlich, weil ein kleines Tigerchen die Pfote von der Seite hindurchstreckte.
Und beim zweiten Mal, man glaubt es kaum, saß doch tatsächlich wieder Tommy darin und maunzte jämmerlich. Heute am Morgen erst entlassen nach der Kastration hatte er anscheinend das „Erlebnis Falle“ schon wieder vergessen.
Gut zu erkennen war er aber für uns, da wir mit der Tierärztin vereinbart hatten, dass sie den Katzen auf dem Kopf ein Stück Fell rasiert, damit wir sie jetzt über die Tage gut wiedererkennen können. Besser noch als die in den Ohren angebrachte Tätowierung.

Anke

8. Tag – Frühstückseintrag

Zu ungewöhnlicher Zeit heute bereits am Morgen ein Eintrag an dieser Stelle.

Nachdem ich gestern nach Konnis Entlassung noch ihren Aufwachkäfig gesäubert und das Zimmer ausgesaugt und von Katzenstreu befreit hatte, hatten wir nur noch einen Übernachtungsgast, den schwarzen Kater Tommy.
Es war gut, dass wir ihn noch bei uns gelassen hatten, denn er schlief die Nacht hindurch ruhig und seine Narkose aus.
Erst mit der Dämmerung gegen 5:30 Uhr begann es zu kruscheln und leise zu miauen.

Na gut, um kurz nach 6 Uhr standen wir also auf. Er hatte lange genug in dieser Kiste gesessen.
Ab ins Auto und nach Sönderstrand.
Dort positionierten wir ihn auf der Terrasse, auf der wir ihn auch eingefangen hatten.
Das Türchen wurde geöffnet und wir warteten….
Mussten so lange warten, dass sich schließlich Thomas‘ Foto abschaltete - und dann Tommy davonlief. Also kein Foto von der Entlassung, nur von Thomas…;-)


Viel spannender war aber die Tatsache, dass alle unsere gestern Abend auf dieser Terrasse positionierten Futterschüsseln geleert waren. Allerdings kein einziges Katzenhaar darin.
Also wieder Ungewissheit.

Aber wir hatten es ja nochmal mit der Wildkamera versucht. Thomas hat sie wiederum neu gestartet und als wir gerade nach Hause kamen, wurde die Speicherkarte ins Notebook gesteckt: Juchhu.
Unsere Futtergäste gut zu erkennen: tatsächlich Katzen.
Alle Drei waren da. Auch das Grau-weiße.
In mir keimt nun doch wieder ganz leise Hoffnung…


Anke

Freitag, 15. März 2013

6. Tag - das zweite Mädchen

Zuerst kann ich die Spannung nehmen: die Wildkamera funktionierte leider wieder nicht… und die Fallen waren am Morgen unangetastet :-(

Wir fuhren nach dem Frühstück erneut zu dem Haus der Deutschen, hofften wir doch, das Mädchen zu bekommen, das wir in den letzten beiden Tagen dort gesehen hatten.
Fast eine Stunde warteten wir, aber es ließ sich nicht blicken. Enttäuschung machte sich breit und ich rief bei unserer Tierärztin an und sagte ihr, dass wir nicht kommen würden…

Also ab nach Hause - doch als wir gerade 10 Meter gefahren waren, sah ich sie in den Büschen sitzen.
Sie war offensichtlich gerade unterwegs zum Frühstück…
Schnell wieder aus dem Auto und gelockt.
Sie kam relativ schnell zu mir gelaufen und ich konnte sie im Genick packen und in den Korb setzen, wie zwei Tage zuvor Kirsten.
Thomas fuhr mit ihr zum Tierarzt.
Dort erhielten wir dann die Bestätigung: ein Mädchen, sehr gut genährt.


Ich machte mich während Thomas‘ Tierarztbesuch mit dem Fahrrad auf den Weg zum Campingplatz Kommandörgarden. Von dort waren uns aus dem Herbst Katzensichtungen gemeldet worden.
Über eine Stunde hielt ich mich dort auf und schaute in viele Ecken, entdeckte auch etliche Katzenspuren, aber keine Tiere.

Am frühen Nachmittag kam Thomas nach Hause.
Wir stellten das frisch operierte Mädchen in den Aufwachkäfig - übrigens haben wir sie „Konni“ genannt.
Sie war noch sehr benommen und legte sich, wie viele kastrierte Mädchen in Bjerregard auch, in die Katzentoilette…
Und sie miaut und miaut…

Abends machten wir uns dann wiederum auf nach Sönderstrand.
An einem Haus, an dem wir auch Futterschüsseln entdeckt hatten, lockten wir.
Und plötzlich tauchten drei Katzen auf: eine schwarze, ein Tigerchen und ein grau-weißes.
Also ganz schnell die Falle aufgestellt - und es dauerte nicht lange, da war die grau-weiße drin.

Wir wollten sie dann umladen von der Falle in den Transportkorb, wie wir es schon ein Dutzend Male gemacht haben… Und dabei passierte mir das Missgeschick: Ich hielt das Gitter nicht richtig fest und sie wand sich nach draußen.
Zwar griff ich erneut zu und konnte sie auch kurz greifen, aber leider zu locker und sie entwand sich aus meinem Griff - auf und davon.
Ich befürchte, dass wir diese Katze nicht mehr wiedersehen werden oder sie zumindest nicht mehr in eine Falle gehen wird.
Ich mache mir solche Vorwürfe. Da sind die erlittenen tiefen Kratzer nur halb so schlimm. Heulen könnte ich über meine Dummheit.


Auf jeden Fall waren die anderen beiden Miezen durch das „Klapp“ der Falle zuerst einmal geflüchtet.
Also stellten wir die Falle erneut scharf und machten derweil einen Gang durch die Siedlung.
An der festen Futterstelle füllten wir die Näpfe und dann ging ich zu dem Haus des deutschen Paares, das heute abgereist war.
Ich traf dort einen Mitarbeiter von DanCenter, der gerade das Haus kontrollierte. Ich sprach ihn an und er war sehr interessiert an unserem Projekt, freute sich, dass man den Katzen so helfen könne. Gerne gab ich ihm unseren Flyer und sagte ihm, er möge seinen Kollegen gerne von uns berichten.

Auf dem Rückweg kontrollierten wir unsre Fallen: einen Fang konnten wir noch machen, die Schwarze von der Sichtung von vor einer Stunde.
Sie muss nun die Nacht in der Box sitzen, in die wir sie umgepackt haben.
Aber sie steht warm und trocken in unserer Abstellkammer. Wenigstens eine für morgen.


Die Fallen ließen wir einmal mehr scharf über Nacht. Vielleicht haben wir Glück.

Anke