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Mittwoch, 19. Oktober 2016

Nach Dänemark ist vor Dänemark...

Da war ja noch was nachzutragen von meinem letzten Aufenthalt...;-)

Am letzten Tag machten Martina und ich uns nämlich auf nach Bjerregard.
Viel ging mir durch den Kopf, als ich all die Stellen, Häuser und Straßen aufsuchte, an denen ich vor 13 Jahren das erste Mal war und die Ferienhäuser sah und Wege ging, an die ich viele schöne Erinnerungen habe.
Wir sahen Suse in Hegnet:


An einem anderen Haus in der Arvidvej entgegneten die Urlauber auf die Frage nach einer Katzensichtung im Urlaub: "Ja, Fenja."
Ich war überrascht, dass jemand eine Katze gleich beim Namen nennen kann, aber die junge Frau entgegnete, man habe den Flyer im Haus und natürlich gleich nachgesehen, welche Katze ihnen da über den Weg gelaufen ist.
Toll zu erleben, wie dieses Projekt immer mehr Menschen erreicht!

Natürlich entdeckten wir auch wieder Bamse und an der Futterstelle auch Kimi, der aber leider gar nicht gut aussieht. Zum Glück geht Per, unser Katzenbetreuer vor Ort, mit ihm zur Tierklinik. Bei der Behandlung unterstütze ich selbstverständlich finanziell.
Nach diversen Untersuchungen befürchtet man leider einen Tumor am Ohr oder einen Abszess, der einfach nicht heilen will... Wir werden sehen, wie es weitergeht.

Bei Karin konnten wir sie selbst, aber auch die Vierbeiner Jette und Jannik antreffen:


Wie schön!

Aus Houstrup erreichte uns dann noch die Meldung, dass Frida die Kastration offenbar gut überstanden hat, denn sie erschien zum Abendessen wieder im Engvejen, wo sie von den Urlaubern Anne und Mathias noch bis zu deren Urlaubsende weiter versorgt wurde. Danke dafür!

Da ich dort nach der Freilassung von Frida zwei Tage auch noch die Wildcam stehen hatte, wissen wir außerdem, dass es auch in Houstrup noch mehr Katzen gibt - war ja eigentlich klar...;-)
Denn diese hier kam auch zu den von Anne und Mathias gut gefüllten Näpfen:

unbekannten Geschlechts und sicher noch unkastriert

lecker!
Später fuhren wir dann nochmal nach Bork Havn.
Wir wollten am letzten Abend ganz gemütlich ein Eis am Hafen essen. Und das Wetter spielte mit.
Statt Sekt also ein Eis auf die Erfolge dieses Aufenthalts, die vielen neuen netten Kontakte und die vielen Unterstützer meiner Sache.
Ich bin dafür sehr dankbar!

In der Fischerhütte entdeckte ich dann auch die frisch kastrierte Hanna.
Sie lag inmitten des Mülls auf dem (wohl für die Katzen frei geräumten) Sessel:


Ich hoffe nur, dass der Hüttenbesitzer die Tiere tatsächlich durchgängig (zumindest mit Futter) versorgt, insbesondere in der nun folgenden Jahreszeit.

Und was die neue Aufgabe im Bereich Oksböl, genauer gesagt Jegum Ferieland, betrifft, so haben Martina und ich ein deutsches Paar kennengelernt, das ein Ferienhaus in dieser Siedlung hat.
Seit Jahren füttern sie dort Katzen, da sie sich auch immer über einen langen Zeitraum in Dänemark aufhalten. Auch hatten sie schon über Kastrationen nachgedacht, waren allerdings nach ihren Aussagen mit ihrer Idee ebenso abgewiesen worden, wie Thomas und ich zu Anfang.
So habe ich nun also mit dem Paar ausgemacht, dass die Tiere bei meinem Dänemark-Aufenthalt im kommenden März nach Möglichkeit alle gefangen und kastriert werden.
Hier ein Foto des morgendlichen Treibens:


- wobei noch eine ausgewachsene Katze und ein Kater fehlen.

Wie immer in den letzten Jahren komme ich also zu der Erkenntnis, dass mir die Arbeit nicht ausgehen wird bei meiner Tierschutzarbeit an der Westküste Dänemarks.

Anke

Sonntag, 13. März 2016

Umzug nach Vejlby Klit - 1. Tag

Am gestrigen Morgen klingelte der Wecker früh, denn packen war angesagt.
Schnell aber zuerst noch ein Blick auf die Speicherkarte der „Terrassen“-Wildcam der letzten Nacht:
Nur der Tiger-Kater hatte sich wieder an dem Futternapf eingefunden.

Gegen 10 Uhr war ich dann mit allem fertig.
Mit der Schlüsselabgabe hinterließ ich dann bei meinem Ferienhausvermieter noch ein paar Projekt-Flyer, ebenso wie bei dem Büro in Lakolk.

Nach Verlassen der Insel fuhr ich dann jedoch nicht Richtung Norden, sondern Richtung Süden, genauer gesagt nach Niebüll.
Denn zuerst traf ich mich mit Gesche, einem Mitglied des Tierschutzvereins Niebüll, die mir oft schon mit Rat und Tat spontan geholfen hat, wenn ich Zuhause einfach zu weit weg war.
Wir nahmen uns nun Zeit zu einem schönen Gespräch bei leckerem zweiten Frühstück.
Vielen Dank dafür!

Im Anschluss dann zum Bahnhof Niebüll, denn….
Ja, ich sollte Unterstützung bekommen!!!
Eine Freundin hatte mir zugesagt und sich mit dem Zug auf den fast 700 km weiten Weg gemacht.
Also holte ich Elly um 14:30 Uhr vom Bahnhof ab, dann noch ein Einkauf kurz vor der dänischen Grenze und weiter ab gen Norden.
Bamse

Ein kurzer Zwischenstopp in Bjerregard. 
Das musste sein.
Bamse und Kimi entdeckten wir an der Futterstelle.
Während Kimi gleich in die Büsche flüchtete, ließ Bamse sich natürlich streicheln.
Und sicher wäre es ihm am liebsten gewesen, wenn wir noch länger zum Kraulen seines dichten Fells geblieben wären.

Ein weiter Weg war es dann tatsächlich, plattes Land entlang der Küste hoch in den Norden.
Auf der linken Seite der Straße manchmal nur noch die Dünen, dahinter fast direkt die Nordsee.
Und im Dunkeln begegneten uns dann keine Autos und keine Menschen mehr, auch Häuser gab es nur noch sehr vereinzelt.
Erst gegen 19:30 Uhr kamen in dem völlig ausgekühlten Ferienhaus an.
Brrrrrrrrrrrr.
In Windeseile ausgepackt, schnell noch was gegessen (Elly kann so lecker kochen!) und ab ins Bett.

Und dann schliefen wir lang am heutigen Morgen.
Nach dem Frühstück eine erste Runde zu Fuß durch das wirklich große Ferienhausgebiet Vejlby Klit.
Ich glaubte nicht an eine Katzensichtung. Doch nicht am ersten Tag…

Also ging ich in der Nähe einer gemeldeten Katzensichtung zu einem durch Deutsche bewohnten Ferienhaus.
Meine übliche Frage nach eventuell im Urlaub schon gesehenen Katzen wurde von dem netten Herrn mit einem deutlichen „Ja.“ beantwortet. Und nicht nur ein „Ja.“, sondern auch „Ja. Drei.“
Was???
Ja, am Haus nebenan seien die Tiere in der letzten Woche gefüttert worden.
Eine schwarze Katze, ein schwarzes Tier mit weiß und eine getigerte Katze habe er gesehen.
Wow.
Natürlich wurde die bezeichnete Terrasse sofort mit einer Futterschüssel und daneben auch noch einem kleinen Haufen Trockenfutter bestückt.

Bei genaueren Blicken auf einem angrenzenden Grundstück konnte Elly im Sand auch mehr als reichlich Katzenpfoten-Spuren entdecken.
In diesem Bereich war wirklich so einiges los.
Und nur dreißig Meter weiter die erste Katze: ein schwarzes Tier mit weißem Brustfleck.
Sie ließ sich dann auch mit Futter locken.
Zwar nicht anfassen, aber beim Fressen wagte sie sich dann doch bis auf einen Meter an mich heran:


Es könnte sicher eines von den Tieren sein, das der Urlauber auch schon gesehen hatte.

Auf dem Weg zurück entdeckte Elly plötzlich eine ganz helle Katze, die den Weg überquerte.
Wir trennten uns, hatte ich doch die Funkgeräte für uns mitgenommen, die nun wieder gute Dienste erwiesen.
Das Tier verschwand unter der Terrasse eines Hauses, tauchte auch nicht mehr auf.
So stellten wir dort ein wenig Futter auf.

Auf dem Weg nach Hause dann weiter Richtung Süden.
Und noch eine Katzensichtung, aber sehr scheu. 


Sie oder er flüchtete sofort über eine Wiese unter eines der Häuser. Wieder ein schwarzes Tier, ganz schwarz.

Zurück am eigenen Ferienhaus dann Nachschau auf die Terrasse.
Das Futter war leer. Mit Spannung dann ein Blick auf die Speicherkarte: 


Na, toll.
Also packten wir die Futterschüssel nun unter eine der Sonnenliegen. Da sollte dieser Vierbeiner nicht mehr drankommen.

Eine Kontrolle an den anderen aufgestellten Futterschüsseln brachte zumindest an dem ersten Haus ein positives Ergebnis, sowohl das Feucht-, als auch das Trockenfutter waren leer.
So stellten wir nun also hier auch die Wildkamera und die (unscharfe) Falle dazu.

Gerade noch gut zu Abend gegessen, erwartet uns morgen hoffentlich ein spannender Tag.
Wir haben einen Termin mit dem Direktor der örtlichen Tierklinik.
Nach dem schon von Zuhause geknüpften Mail-Kontakt wollen wir die konkreten Modalitäten für mögliche Kastrationen besprechen.
Es geht voran!

Dienstag, 29. September 2015

Zeit für Fotos aus Bjerregard - und eine traurige Nachricht

In den letzten Monaten bekamen wir etliche Meldungen aus Bjerregard Nord und Süd, dass viele "unserer" Katzen bei Urlaubern zu Gast waren, die Abwechslung des Futters außerhalb der Futterstelle anscheinend genossen und wohlauf sind.
Den größten Anteil hatte dabei mal wieder Lilly.

An einem Haus in der Bjerregardsvej erschien bei Urlauberin Anika erst sie und ließ sich verwöhnen:


Einige Tage später kam auch Ole dazu, so dass das "dream-team" wieder komplett war...;-)

Ole vorn, Lilly hinten
Eine weitere Urlauberin, Jutta, berichtete uns, dass sie Lilly nur kurz sah, sich aber sehr freute, da sie eben diese Katze auch bereits im Juni 2014 entdeckt und ins Herz geschlossen hatte.
Damals entstand dieses hübsche Foto:

Lilly


Und wieder war es Lilly, die jetzt im September bei Sylvia und Familie vorstellig und mit der Beschreibung "sah nicht unterernährt aus" sicher sehr zutreffend beschrieben wurde :-)))


Aber auch Mails und Facebook-Nachrichten von Urlaubern andere Katzen betreffend erreichten uns - jedoch zum Glück alles Fellnasen, die wir bereits kennen und die kastriert und (zumindest mit Futter) versorgt sind:


So waren es Carrie, Kimi und Bamse, die an unserer festen Futterstelle von Freunden gesehen wurden:

Bamse   

Kimi

Am Haus einer Dänin zudem die dort nun schon seit ein paar Jahren wie "angenagelt" verweilenden Jannik und Jette, denn auch die wollen ihren Platz sicherlich um keinen Preis mehr aufgeben.

Jannik

Jette
An einem weiteren Ferienhaus ist es Luna,die einen festen Platz gefunden hat:

Luna

Aus dem südlichen Bjerregard (also Hegnet) hatte ich über Facebook schon berichtet, dass auch Fenja wieder aufgetaucht ist, nachdem sie sich lange Zeit nicht hatte sehen lassen und wir nicht wussten, ob es das alte Mädchen noch gibt.

Fenja
Auch die zufriedene Suse, die ebenfalls gut versorgt wird und ihren sicheren Platz am Haus einer Dänin ebenfalls nicht für längere Zeit verlässt, ist immer ein Foto wert:

Suse

Tausend Dank an alle, die uns Fotos schicken und den Katzen ihr Leben ein wenig leichter machen.

Soweit zu den guten Nachrichten.

Sehr traurig machte uns eine Information, die wir im Mai bekamen:
Die Tierärztin unseres Vertrauens, Karen Enevoldsen, aus der Tierklinik in Nörre Nebel ist leider (im Alter von nur 57 Jahren) im April verstorben.
Karen war es, die uns unsere erste Katze in Bjerregard (Jule) im Jahr 2007 kastrierte.
Danach lagen viele "unter ihrem Skalpell".
Sie stand uns mit gutem Rat zur Seite und verteidigte uns mit unserem Projekt gegen die "Katzenschutzorganisation" Kattens vaern, die nie etwas von unserer Sache hielt und die Katzen lieber einschläfern lassen wollte...
Karen, wir vermissen Dich sehr!

Anke

Donnerstag, 19. März 2015

13. Tag - Putzen und Verabschieden

Schreibe heute mal mit dem Handy, dann gelingt mir wenigstens das Einstellen von abfotografierten Fotos - schließlich "isst das Auge ja auch mit"...;-)
Also bitte nicht über die Qualität der Fotos wundern.

Aber zur Sache:

Wie schon angenommen, ging in der Nacht keine Katze mehr in unsere Falle. Schade.
So waren wir heute tagsüber aber entspannter.
Zuerst packten wir am Morgen Kater Ares ins Auto und entließen ihn an der Futterstelle in die Freiheit.
Auch hier war er der wildeste der gefangenen Kater.
Kater Ares vor seiner Freilassung

Nachdem er Thomas schnell nochmal anzugreifen versuchte und anfauchte, als er ihm die Klappe des Transportkorbes öffnen wollte, lief er wie eine Kanonenkugel aus dem Korb und durch die angrenzenden Büsche. Weg war er.

Nach dem Frühstück wurden dann die Körbe, Fallen und Umsetzkäfige gesäubert.
Bei dem wunderbaren Wetter machte das richtig Spaß und trocken wurden die Gerätschaften auch noch vor dem Einpacken.
Wir haben uns entschieden, morgen schon nach Hause zu fahren.
Eine Kastration kommt ohnehin nicht mehr infrage und auch das Wetter soll morgen nicht so gut werden.

Einen Spaziergang unternahmen wir dann entlang des Fjordes noch bei strahlendem Sonnenschein in die nächste Ortschaft Skaven. Bei einem Gang durch die Siedlung schien es, als seien hier viele Häuser fest bewohnt.
Ob es hier wohl auch Ferienhauskatzen gibt?

Auf dem Rückweg gingen wir natürlich wieder an der Futterstelle vorbei.
Lily saß in den Büschen und miaute uns an.
Nun gut, dann gab es natürlich frisches Feuchtfutter für das Mädchen. Und das ließ sie sich nicht zweimal sagen.

Lily lässt sich's schmecken

Beim Kaffeetrinken entdeckten wir dann von unserem Ferienhaus aus eine schwarz-weiße Katze. Wir konnten sie allerdings dem angrenzenden Bauernhof zuordnen, zumal das Tier ein Halsband trägt. Puh.

Im Anschluss war noch ein Abschlussbesuch in Bjerregard fällig.
Bamse und Kimi wurden versorgt

Bamse ist ein Genießer

und wir holten die Wildkamera wieder ab, die wir gestern bei der Dänin in Hegnet aufgestellt hatten. In dieser einen Nacht erschien zumindest nur Suse an der Futterstelle und dem Unterschlupf - aber Jette, die Dänin, hatte sich bei anderen Bewohnern der Siedlung erkundigt, die ihr berichteten, dass sie noch vor knapp zwei Wochen die kleine graue Uta gesund und munter gesehen und auch gefüttert hätten.

Am Abend ging ich zur hiesigen Futterstelle in Hemmet Strand.
Im Anschluss wieder der spannende Blick auf die Fotos der Speicherkarte.
Und tatsächlich: am letzten Tag eine neue Sichtung...

... doch noch ein neues Tier

Unsere Freundin Sibylle hatte diese langhaarige Katze auch schon gesehen, aber ebenfalls nicht regelmäßig.
Vielleicht gehört sie sogar Ferienhausbesitzern, die die Katze mitbringen, wenn sie in das Haus fahren.

Nun, wir können es derzeit nicht klären.
Aber ein nächster Schritt ist in Hemmet Strand gemacht. Und weitere werden folgen.

Anke

12. Tag - wohl die letzte Kastration für diesen Aufenthalt

Leider schon wieder ohne Fotos.
Kein Netz mehr hier in Hemmet Strand...:-(((((


Gleich nachdem wir aufgestanden sind, entließen wir die beiden kastrierten Mädchen in die Freiheit.
Beide saßen, als wir in die Abstellkammer kamen, schon aufrecht in der hintersten Ecke ihres Körbchens und sahen uns mit großen Augen an.

Und als die Türchen der Körbe sich öffneten, ging es in schnellem Lauf in die Büsche.
… auf der Wildkamera sahen wir aber, dass das (auch von der Tierärztin) auf etwa fünf Monate geschätzte Tigerchen direkt nach unserem Weggehen zurück zur Futterstelle kam, um zu fressen.
Das ist die Unbeschwertheit der Jugend.
Übrigens haben wir das Kleine „Ormi“ genannt („Orm“ heisst in dänisch Wurm – und das passte, da Thomas und ich, als wir das Mädchen zum ersten Mal beide wie aus einem Munde sagten: „Was für ein kleiner Wurm ist das denn?“).

Im Anschluss setzten wir das gestern gefangene erwachsene Tigerchen ins Auto und fuhren zum Tierarzt. Wir hofften sehr, dass es vielleicht doch noch ein Mädchen wäre, was wir da kastrieren könnten.
Aber wir hatten kein Glück: wieder einmal ein Kater.

Nun haben wir in unseren zwei Wochen Dänemark 3 Katzen und 10 Kater gefangen.
Das war ja wirklich wie verhext dieses Mal.

Dennoch können wir sagen, dass die Durchsicht der Aufnahmen unserer Wildkameras an der Futterstelle keine anderen Katzen, als die nun kastrierten zeigt.
Also war dies wohl das Maximum, was wir herausholen konnten in dieser Woche hier in Hemmet Strand.
Unsere Freunde Sibylle und Uwe, die uns ja mit ihrer Feststellung der Katzen hierher führten, haben nun Kontakt zu der Vorsitzenden der Eigentümergemeinschaft von Hemmet Strand aufgenommen.
Sie haben uns und unser Projekt erwähnt.
Vielleicht gelingt es über diesen Kontakt mehr von den Katzen hier zu erfahren und damit auf breiter Front Zustimmung und Unterstützung zu erfahren.
Denn wie ich schon schrieb: Ganz sicher gibt es in einer solchen Ferienhaussiedlung weitere Menschen, die die Katzen füttern. Man muss sie „nur“ finden.

Nachmittags fuhren wir wie angekündigt nach Bjerregard.
An der ältesten unserer Futterstellen trafen wir nicht nur Per, sondern auch die Kater Bamse und Kimi.
Bamse war bereits, als er dort zulief, ein Schmusekater - Kimi jedoch hat erst nach der Kastration seine Scheu vor dem Menschen ein wenig abgelegt.
Ja, er kommt sogar ins Haus, sagt Per.

Einen kurzen Besuch statteten wir dann noch einer dänischen Bewohnerin in Hegnet ab.
Auch sie hat ihr Herz für Katzen entdeckt und füttert die Miezen nun regelmäßig.
Ja, sie hat ihnen sogar einen trockenen Unterschlupf gebaut und kann die 2010 kastrierte Suse zu ihren festen Futtergästen zählen.
Suse genießt inzwischen sogar die Streicheleinheiten, die sie bekommt.

Immer wieder bin ich glücklich darüber, dass die Katzen in Bjerregard seit den Kastrationen fast alle Menschen gefunden haben, die sich kümmern und die Tiere versorgen.
Wir hätten nie geglaubt, dass es einmal so weit kommen würde.

Wieder in Hemmet Strand zurück, schaute ich beim Sortieren der Fotos vom Notebook aus dem Fenster.
Und was sah ich an der Terrasse unseres Hauses vorbeilaufen? Eine Katze!
Genauer gesagt handelte es sich auf den ersten Blick sogar um eine Katze, die wir zuvor noch nicht gesehen und eben also auch nicht kastriert hatten!
Ein Tigerchen mit weißen Hinterläufen.
Das Tier lief jedoch zielstrebig weiter, obwohl ich mit Rufen und dem Anbieten von Futter zu locken versuchte.
Dennoch haben wir natürlich für die heutige Nacht eine Falle auf unserer Terrasse aufgestellt.
Das Handy werde ich neben das Bett legen, da wir die Funk-Wildcam auf die Falle ausgerichtet haben.
Aber das wäre einfach zu schön…

Kurz vor dem Abendessen suchte ich nochmal die Futterstelle auf und begegnete dort Lily.
Sie wurde von mir entwurmt und ließ sich sogar fast streicheln.
Wenn ich daran denke, wie wild auch sie war, als wir sie nach der Kastration im März letzten Jahres bei uns im Haus hatten!

Ob der heute kastrierte Tiger-Kater Ares auch einmal seine Scheu vor dem Menschen verliert?
Vorhin war er jedenfalls schon wieder so wach, dass er mich gern angesprungen hätte, als ich nach seinem Befinden schauen wollte…

Anke