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Montag, 27. September 2021

Juli 2021 - Teil 1

Am 17. Juli hatte ich mich auf den Weg gemacht nach Dänemark. Da Reisen endlich wieder erlaubt war, waren alle Häuser belegt und ich war froh, Obdach bei Sabine zu bekommen.

Schön war auch, dass zeitgleich mit mir Frank und Nicole zu Besuch waren und wir deshalb - neben meinen Fangaktionen - ein wenig Zeit für Plaudereien hatten.

Auf dem Plan zum Fangen standen eine Futterstelle in Vejlby Klit, eine in Ballum und vielleicht noch der Hafen in Ringköbing, da Bianca mir von dort über mehrere streunende Katzen berichtete.

Nach einer langen Stau-reichen Autofahrt verlief der zweite Tag jedoch bereits völlig anders als geplant. Eigentlich wollte ich nach Vejlby Klit, doch Bianca erzählte, dass ihr von einer jungen Frau aus Skaerbaek berichtete wurde, dass auf Römö am Hotel Kommandoergaarden der Zustand der Katzen äußerst schlecht sei und auch nicht mehr gefüttert werde.

Ich war verwundert, hatte ich doch zuletzt im April 40 Kilo Futter dorthin liefern lassen, nachdem Therese (die Hotelbesitzerin) mir sagte, dass das Futter (das ich seit 2014 regelmäßig auf eigene Kosten dorthin schickte) aufgebraucht sei.

Daher entschloss ich mich, den Fang in Ballum vorzuziehen und auf dem Weg dorthin auf Römö vorbeizuschauen und alle mir bekannten "Katzen-Orte" abzuklappern.

In Juvre hatte ich im November 2018 auf einem privaten Anwesen bei einem dänischen Pärchen vier Katzen gefangen und kastrieren lassen (alles Mädels) - ein Besuch dort ergab, dass alle noch dort seien, sie weiter versorgt würden und es ihnen gut gehe. Sehr schön.

Am Reiterhof von Sigurd Thomsen bekam ich zwar leider die Miezen auch nicht zu sehen, aber die guten Nachrichten wurden mir von allen Anwesenden berichtet:

Alle fünf in 2015 und 2016 kastrierten Mädchen und ein Kater waren noch auf dem Hof und werden entweder von Sigurds Frau Uta oder den regelmäßigen Reitgästen gut versorgt.

Damit war es aber leider Schluss mit den positiven Geschichten, denn:

Das Futterhaus in der Inselmitte am Haus der verstorbenen Karstine war zwar noch da, jedoch komplett leer. Eine von wem auch immer dort aufgestellte Wildcam zeigte bei einer kurzen Durchsicht auch nur eine Katze in zwei Tagen und Nächten.

Meine Güte... wieviele Katzen Thomas und ich dort im Jahr 2014 gefangen und kastrieren lassen hatten:  13 !!   Keines dieser Tiere war mehr da. Was wohl aus ihnen geworden ist? Überfahren, vergiftet, an Krankheit gestorben - vielleicht aber auch (weil manche ja zutraulich waren) mitgenommen oder irgendwo heimisch geworden?  Die letzten Alternativen gefallen mir am besten, leider jedoch ist die Wahrheit wohl eine andere.

Am Hotel Kommandoergaarden glaubte ich meinen Augen nicht trauen zu wollen. Das Futterhaus war nicht mehr da, aber eine alte Schüssel mit Essensresten stand wieder (wie 2014) mitten zwischen dem Müll und Dreck. Ich war wütend und wollte Therese sprechen. Nachdem ihre Tante, die sich die letzten vier Jahre allabendlich um die Katzen gekümmert hatte, gestorben war, sorgte keiner mehr für die Fellnasen. Und entsprechend kamen die Katzen ins Innere des Hotel und wurden dort wieder verjagt. Zumindest wurde mir mitgeteilt, dass auch dort von den 18 Tieren, die in den Jahren 2014 bis 2016 dort von uns gefangen wurden, KEINE (!) Katze mehr dort sei. Auch diese überfahren??

Die Sache machte mich traurig, sehr traurig sogar. Und wieder verfluchte ich die Tatsache, dass ich eben nicht vor Ort sein und damit auch die Versorgung der Katzen nicht kontrollieren kann - obwohl es eben an manchen Stellen offenbar nötig wäre.

Das noch am Hotel befindliche Futter holte ich ab und übergab es an Emma, die in Skaerbaek eine große Gruppe streunender Katzen versorgt. Zu diesen Katzen berichte ich demnächst noch mehr...


Im Anschluss fuhren Sabine und ich nach Ballum. Der Däne Allan füttert dort seit vielen Jahren Katzen, die sich von den umliegenden Höfen einfinden, weil sie bei ihm eben etwas zum Fressen bekommen. Seit 2018 fing ich dann auch bei ihm zur Kastration, weiß ich die Tiere hier im Anschluss doch gut versorgt. Und seine Mitteilung über neue Katzen, insbesondere wohl auch eine vor Wochen trächtige Katze, ließ mich daher eben auch wieder einmal an dieser Futterstelle Nachschau halten.

Als wir dort ankamen, begrüßte uns gleich eine zutrauliche Mieze, die ich mit Futter direkt in den Umsetzkäfig schieben konnte:

Bei ihr handelte es sich nach Allans Angaben um eine Mutterkatze, die vor ein paar Wochen Kleine bekommen haben müsste.

Im Anschluss gelangen uns noch drei weitere Fänge:

Und bei Brigitta erfuhr ich am nächsten Tag, dass es neben der Mutterkatze Suse ein weiteres Mädchen und zwei Kater waren.
 

Des Weiteren gab es dort in Ballum ein Wiedersehen mit bereits kastrierten Tieren - ein Wiedersehen, das mich natürlich wie immer sehr glücklich machte. 

Bea, Billa und Bente

Als ich am nächsten Nachmittag wieder nach Ballum fuhr und nach weiteren noch zu fangenden Katzen schaute und am Abend die aktuell kastrierten Tiere wieder freilassen wollte, suchte ich auch nach den Kitten der Mutterkatze Suse, die in den angrenzenden Gebüschen gut versteckt liegen könnten. Aber ich fand sie nicht...leider.

Und so ließ ich am Abend die Kater Samu und Sebbe und die Katzen Suse und Sally wieder frei, blieb aber noch ein wenig in der Hoffnung, doch noch "Kastrations-Beute" zu machen.

Und ich staunte nicht schlecht, als zwei Stunden nach ihrer Freilassung Suse dann mit zwei Kitten zur Futterstelle kam und die Kleinen direkt zum Futter in der Falle führte.

Zum Glück war ich offenbar zur rechten Zeit dort, denn die Kleinen waren sicher nicht älter als sechs Wochen - hätten also viel früher wohl noch gar kein Interesse an Katzenfutter gehabt.

Beide zusammen gingen im Halbdunkel in die Falle und kaum hatte ich sie im Auto verstaut, verschwand Suse um mit einem dritten Kleinen wiederzukommen. Einfach unglaublich. Hatte Suse wirklich so viel Vertrauen zu mir, dass sie mir ihre Kleinen brachte? Aber da Mama Suse so lieb war, nahm ich kurzerhand alle vier mit und durfte sie bis zu meiner Rückreise bei Sabine unterbringen:

Suse und ihre drei Kleinen (alle Mädels, und inzwischen alle vermittelt)
 

Die weiteren verbleibenden Tage führten mich nach Vejlby Klit, Hemmet Strand, Bork Havn und Ringköbing - dazu Näheres im folgenden Eintrag.

Anke

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Nach Dänemark ist vor Dänemark...

Da war ja noch was nachzutragen von meinem letzten Aufenthalt...;-)

Am letzten Tag machten Martina und ich uns nämlich auf nach Bjerregard.
Viel ging mir durch den Kopf, als ich all die Stellen, Häuser und Straßen aufsuchte, an denen ich vor 13 Jahren das erste Mal war und die Ferienhäuser sah und Wege ging, an die ich viele schöne Erinnerungen habe.
Wir sahen Suse in Hegnet:


An einem anderen Haus in der Arvidvej entgegneten die Urlauber auf die Frage nach einer Katzensichtung im Urlaub: "Ja, Fenja."
Ich war überrascht, dass jemand eine Katze gleich beim Namen nennen kann, aber die junge Frau entgegnete, man habe den Flyer im Haus und natürlich gleich nachgesehen, welche Katze ihnen da über den Weg gelaufen ist.
Toll zu erleben, wie dieses Projekt immer mehr Menschen erreicht!

Natürlich entdeckten wir auch wieder Bamse und an der Futterstelle auch Kimi, der aber leider gar nicht gut aussieht. Zum Glück geht Per, unser Katzenbetreuer vor Ort, mit ihm zur Tierklinik. Bei der Behandlung unterstütze ich selbstverständlich finanziell.
Nach diversen Untersuchungen befürchtet man leider einen Tumor am Ohr oder einen Abszess, der einfach nicht heilen will... Wir werden sehen, wie es weitergeht.

Bei Karin konnten wir sie selbst, aber auch die Vierbeiner Jette und Jannik antreffen:


Wie schön!

Aus Houstrup erreichte uns dann noch die Meldung, dass Frida die Kastration offenbar gut überstanden hat, denn sie erschien zum Abendessen wieder im Engvejen, wo sie von den Urlaubern Anne und Mathias noch bis zu deren Urlaubsende weiter versorgt wurde. Danke dafür!

Da ich dort nach der Freilassung von Frida zwei Tage auch noch die Wildcam stehen hatte, wissen wir außerdem, dass es auch in Houstrup noch mehr Katzen gibt - war ja eigentlich klar...;-)
Denn diese hier kam auch zu den von Anne und Mathias gut gefüllten Näpfen:

unbekannten Geschlechts und sicher noch unkastriert

lecker!
Später fuhren wir dann nochmal nach Bork Havn.
Wir wollten am letzten Abend ganz gemütlich ein Eis am Hafen essen. Und das Wetter spielte mit.
Statt Sekt also ein Eis auf die Erfolge dieses Aufenthalts, die vielen neuen netten Kontakte und die vielen Unterstützer meiner Sache.
Ich bin dafür sehr dankbar!

In der Fischerhütte entdeckte ich dann auch die frisch kastrierte Hanna.
Sie lag inmitten des Mülls auf dem (wohl für die Katzen frei geräumten) Sessel:


Ich hoffe nur, dass der Hüttenbesitzer die Tiere tatsächlich durchgängig (zumindest mit Futter) versorgt, insbesondere in der nun folgenden Jahreszeit.

Und was die neue Aufgabe im Bereich Oksböl, genauer gesagt Jegum Ferieland, betrifft, so haben Martina und ich ein deutsches Paar kennengelernt, das ein Ferienhaus in dieser Siedlung hat.
Seit Jahren füttern sie dort Katzen, da sie sich auch immer über einen langen Zeitraum in Dänemark aufhalten. Auch hatten sie schon über Kastrationen nachgedacht, waren allerdings nach ihren Aussagen mit ihrer Idee ebenso abgewiesen worden, wie Thomas und ich zu Anfang.
So habe ich nun also mit dem Paar ausgemacht, dass die Tiere bei meinem Dänemark-Aufenthalt im kommenden März nach Möglichkeit alle gefangen und kastriert werden.
Hier ein Foto des morgendlichen Treibens:


- wobei noch eine ausgewachsene Katze und ein Kater fehlen.

Wie immer in den letzten Jahren komme ich also zu der Erkenntnis, dass mir die Arbeit nicht ausgehen wird bei meiner Tierschutzarbeit an der Westküste Dänemarks.

Anke

Freitag, 13. November 2015

6. Tag - letzter Tag



Schon, als ich gestern Abend noch am Schreiben des Weblogs war, meldete sich bei mir die Funk-Wildcam. Ich hatte mir ja vorgenommen, die Falle um 20 Uhr abzubauen, um nicht wieder unruhig zu schlafen, weil sie auslösen könnte…

Um 19:13 Uhr tat sich aber etwas an der Falle.


Eine Tiger-Katze mit weißen Füßen - also vermutlich die, die die Urlauber am Mittag gesehen hatten.
Irgendwie sah es für mich nach einem Kater aus.
Also überlegte ich schon, ob ich ihn wirklich fangen wollte…
Noch einmal wegen eines Katers fast 130 km nach Deutschland fahren?

Nun, kurze Zeit später war das Tier in der Falle und ich fuhr hin, um ihn abzuholen.
Oh ja, das war ein Kater, und was für einer!
Ein großes, stattliches Tier, das mich anbrummte, als ich mich näherte.
Das Umladen von der Falle in den Umsetzkäfig war dann auch nicht ganz einfach, gelang aber ohne Zwischenfälle.

Nun gut, wenn ich schon mit einem Tier fahren sollte, dann könnte es auch noch ein zweites werden.
Also wurde die Falle erneut bestückt und scharf gestellt.

Der Kater wurde im Abstellraum „geparkt“, nun musste ich mich um Mimi kümmern.
Dieses Katzenmädchen ist einfach ein Traum!
So schade, dass sie niemand hat, der sie streichelt, sich um sie kümmert und vor dessen warmem Ofen sie schnurren und einschlafen darf.
Und sie war müde.
Im Sitzen senkte sich langsam der Kopf, das Schnurren wurde langsamer und leiser, die Augen gingen zu… Ups, und dann wurde sie wieder wach davon, dass ihr Kopf nach unten nickte.
Zu goldig!

Die Nacht verlief dann auch ohne Störungen. Ich konnte sechs Stunden durchschlafen.
Dann wurde ich durch ein „Pling“ wach, konnte aber auf dem Wildcam-Foto nichts erkennen.

Am Morgen dann zur Fallenkontrolle:
Wieder ein Igel, und wieder dieselbe Schweinerei in der Falle. Grrrrrrrrrrr.

Also gut, dann brachte ich den gefangenen Kater, der übrigens den Namen „Pit“ bekommen hat, zur Kastration in die Tierklinik Nörre Nebel.
Lang schon waren wir nicht mehr dort - aber dieser eine Kater sollte möglich sein und ich würde mir die weite Fahrt an meinem letzten Tag sparen.

Bis zu Pits Abholung beschäftigte ich mich mit putzen - und natürlich mit Mimi, die ich eigentlich so gar nicht wieder hergeben möchte…

Mittags brachte ich Pit ins Ferienhaus. Da er noch tief schlief, konnte ich ein Foto von ihm bei geöffnetem Korb machen:

Pit

Und danach entließ ich Mimi an dem Ort ihres Fangs.
Aber so einfach war das nicht. Mimi wollte nämlich nicht gehen.

Mimi

Sie kam immer wieder zurück zu mir und schnurrte und wollte schmusen.
Schließlich lief sie davon in die Hecke zwischen den Grundstücken, buddelte die Erde auf und verrichtete ihr Geschäft.
Ich nutzte die Gelegenheit und machte mich davon.

Am Nachmittag dann fuhr ich nach Bjerregard.
Leider war kein Wetter, um einen weiten Gang durch die Siedlung zu machen.
So besuchte ich also die Dänin Jette, bei der Suse lebt (, die auch gerade Zuhause war):

Suse

Dann ein Abstecher zu dem dänischen Paar, das sich rührend um Nora kümmert.
Sie lag dort auf der Couch, stand dann für mich aber sogar mal auf.

Und schließlich ging ich auch zu Karin, wo Jannik und Jette inzwischen schon seit ein paar Jahren Zuhause sind.
Jette ist nun fast nur noch drinnen, da sie komplett taub ist - Jannik ist dafür noch immer ein stattlicher Draußen-Kater, der sein Haus und seine Terrasse verteidigt!

Jannik

Wieder zurück im Ferienhaus, sah ich nach Pit, der inzwischen schon wieder aufrecht im Korb saß.
Dennoch muss er sich mit der Freilassung bis morgen gedulden.
Er sollte mir dankbar sein, denn draußen tobt ein Sturm und peitscht der Regen.
Arme Mimi und all die anderen Katzen, die keinen Ofen haben, an dem sie sich wärmen können!

Morgen geht es wieder nach Hause.
Das Wetter soll sowieso nicht gut sein, und in Sachen Katzen kann ich nichts mehr tun.
Dann mache ich mich auf den Heimweg und freue mich auf Thomas!
Und das nächste Mal sind wir wieder zusammen hier in Dänemark. Gut so.

Anke

Dienstag, 29. September 2015

Zeit für Fotos aus Bjerregard - und eine traurige Nachricht

In den letzten Monaten bekamen wir etliche Meldungen aus Bjerregard Nord und Süd, dass viele "unserer" Katzen bei Urlaubern zu Gast waren, die Abwechslung des Futters außerhalb der Futterstelle anscheinend genossen und wohlauf sind.
Den größten Anteil hatte dabei mal wieder Lilly.

An einem Haus in der Bjerregardsvej erschien bei Urlauberin Anika erst sie und ließ sich verwöhnen:


Einige Tage später kam auch Ole dazu, so dass das "dream-team" wieder komplett war...;-)

Ole vorn, Lilly hinten
Eine weitere Urlauberin, Jutta, berichtete uns, dass sie Lilly nur kurz sah, sich aber sehr freute, da sie eben diese Katze auch bereits im Juni 2014 entdeckt und ins Herz geschlossen hatte.
Damals entstand dieses hübsche Foto:

Lilly


Und wieder war es Lilly, die jetzt im September bei Sylvia und Familie vorstellig und mit der Beschreibung "sah nicht unterernährt aus" sicher sehr zutreffend beschrieben wurde :-)))


Aber auch Mails und Facebook-Nachrichten von Urlaubern andere Katzen betreffend erreichten uns - jedoch zum Glück alles Fellnasen, die wir bereits kennen und die kastriert und (zumindest mit Futter) versorgt sind:


So waren es Carrie, Kimi und Bamse, die an unserer festen Futterstelle von Freunden gesehen wurden:

Bamse   

Kimi

Am Haus einer Dänin zudem die dort nun schon seit ein paar Jahren wie "angenagelt" verweilenden Jannik und Jette, denn auch die wollen ihren Platz sicherlich um keinen Preis mehr aufgeben.

Jannik

Jette
An einem weiteren Ferienhaus ist es Luna,die einen festen Platz gefunden hat:

Luna

Aus dem südlichen Bjerregard (also Hegnet) hatte ich über Facebook schon berichtet, dass auch Fenja wieder aufgetaucht ist, nachdem sie sich lange Zeit nicht hatte sehen lassen und wir nicht wussten, ob es das alte Mädchen noch gibt.

Fenja
Auch die zufriedene Suse, die ebenfalls gut versorgt wird und ihren sicheren Platz am Haus einer Dänin ebenfalls nicht für längere Zeit verlässt, ist immer ein Foto wert:

Suse

Tausend Dank an alle, die uns Fotos schicken und den Katzen ihr Leben ein wenig leichter machen.

Soweit zu den guten Nachrichten.

Sehr traurig machte uns eine Information, die wir im Mai bekamen:
Die Tierärztin unseres Vertrauens, Karen Enevoldsen, aus der Tierklinik in Nörre Nebel ist leider (im Alter von nur 57 Jahren) im April verstorben.
Karen war es, die uns unsere erste Katze in Bjerregard (Jule) im Jahr 2007 kastrierte.
Danach lagen viele "unter ihrem Skalpell".
Sie stand uns mit gutem Rat zur Seite und verteidigte uns mit unserem Projekt gegen die "Katzenschutzorganisation" Kattens vaern, die nie etwas von unserer Sache hielt und die Katzen lieber einschläfern lassen wollte...
Karen, wir vermissen Dich sehr!

Anke

Freitag, 5. Juni 2015

Katzensichtungen im Frühjahr - Teil 2, Bjerregard Süd

Auch aus Hegnet erreichten uns in diesem Jahr schon viele Meldungen über bekannte Fellnasen.
Über jede einzelne freuen wir uns sehr!


Die 2010 kastrierte Suse hat ihren festen Platz bei einer Dänin in der Arvidvej gefunden.





Sie bekommt hier nicht nur Futter,
sondern hat auch einen trockenen und sicheren Schlafplatz.







Und diese Dänin ist es auch, die uns berichtete, dass auch Fenja (die schon alte Siam-Mix-Katze) wohlauf ist und sich in der ganzen Siedlung herumtreibt - obwohl auch sie gelegentlich an die Futterstelle zum Fressen kommt.


Von zwei Urlaubern bekamen wir dann noch schöne Fotos von Uta geschickt:

Über Sichtungen dieses 2012 kastrierten Mädchens freuen wir uns immer ganz besonders, ist sie doch die Tochter von Fenja und die Schwester der bei uns lebenden Ronja (und sieht dieser ähnlich, wie ein Ei dem anderen).






Nachzutragen bleibt noch aus Bjerregard Nord, dass auch Jannik und Jette weiterhin bei einer Dänin gut versorgt - und inzwischen sogar geimpft! - sind.
Gerade für Jette ist dieser sichere Platz von besonderer Bedeutung, da die Tierärzte herausgefunden haben, dass sie tatsächlich taub ist.

Vielen Dank für ihren Einsatz an Karin - und für die Fotos an Jette, Martina und Sabrina!

Anke

Die Meldungen von Römö und der östlichen Seite des Ringköbing Fjords folgen.

Donnerstag, 19. März 2015

12. Tag - wohl die letzte Kastration für diesen Aufenthalt

Leider schon wieder ohne Fotos.
Kein Netz mehr hier in Hemmet Strand...:-(((((


Gleich nachdem wir aufgestanden sind, entließen wir die beiden kastrierten Mädchen in die Freiheit.
Beide saßen, als wir in die Abstellkammer kamen, schon aufrecht in der hintersten Ecke ihres Körbchens und sahen uns mit großen Augen an.

Und als die Türchen der Körbe sich öffneten, ging es in schnellem Lauf in die Büsche.
… auf der Wildkamera sahen wir aber, dass das (auch von der Tierärztin) auf etwa fünf Monate geschätzte Tigerchen direkt nach unserem Weggehen zurück zur Futterstelle kam, um zu fressen.
Das ist die Unbeschwertheit der Jugend.
Übrigens haben wir das Kleine „Ormi“ genannt („Orm“ heisst in dänisch Wurm – und das passte, da Thomas und ich, als wir das Mädchen zum ersten Mal beide wie aus einem Munde sagten: „Was für ein kleiner Wurm ist das denn?“).

Im Anschluss setzten wir das gestern gefangene erwachsene Tigerchen ins Auto und fuhren zum Tierarzt. Wir hofften sehr, dass es vielleicht doch noch ein Mädchen wäre, was wir da kastrieren könnten.
Aber wir hatten kein Glück: wieder einmal ein Kater.

Nun haben wir in unseren zwei Wochen Dänemark 3 Katzen und 10 Kater gefangen.
Das war ja wirklich wie verhext dieses Mal.

Dennoch können wir sagen, dass die Durchsicht der Aufnahmen unserer Wildkameras an der Futterstelle keine anderen Katzen, als die nun kastrierten zeigt.
Also war dies wohl das Maximum, was wir herausholen konnten in dieser Woche hier in Hemmet Strand.
Unsere Freunde Sibylle und Uwe, die uns ja mit ihrer Feststellung der Katzen hierher führten, haben nun Kontakt zu der Vorsitzenden der Eigentümergemeinschaft von Hemmet Strand aufgenommen.
Sie haben uns und unser Projekt erwähnt.
Vielleicht gelingt es über diesen Kontakt mehr von den Katzen hier zu erfahren und damit auf breiter Front Zustimmung und Unterstützung zu erfahren.
Denn wie ich schon schrieb: Ganz sicher gibt es in einer solchen Ferienhaussiedlung weitere Menschen, die die Katzen füttern. Man muss sie „nur“ finden.

Nachmittags fuhren wir wie angekündigt nach Bjerregard.
An der ältesten unserer Futterstellen trafen wir nicht nur Per, sondern auch die Kater Bamse und Kimi.
Bamse war bereits, als er dort zulief, ein Schmusekater - Kimi jedoch hat erst nach der Kastration seine Scheu vor dem Menschen ein wenig abgelegt.
Ja, er kommt sogar ins Haus, sagt Per.

Einen kurzen Besuch statteten wir dann noch einer dänischen Bewohnerin in Hegnet ab.
Auch sie hat ihr Herz für Katzen entdeckt und füttert die Miezen nun regelmäßig.
Ja, sie hat ihnen sogar einen trockenen Unterschlupf gebaut und kann die 2010 kastrierte Suse zu ihren festen Futtergästen zählen.
Suse genießt inzwischen sogar die Streicheleinheiten, die sie bekommt.

Immer wieder bin ich glücklich darüber, dass die Katzen in Bjerregard seit den Kastrationen fast alle Menschen gefunden haben, die sich kümmern und die Tiere versorgen.
Wir hätten nie geglaubt, dass es einmal so weit kommen würde.

Wieder in Hemmet Strand zurück, schaute ich beim Sortieren der Fotos vom Notebook aus dem Fenster.
Und was sah ich an der Terrasse unseres Hauses vorbeilaufen? Eine Katze!
Genauer gesagt handelte es sich auf den ersten Blick sogar um eine Katze, die wir zuvor noch nicht gesehen und eben also auch nicht kastriert hatten!
Ein Tigerchen mit weißen Hinterläufen.
Das Tier lief jedoch zielstrebig weiter, obwohl ich mit Rufen und dem Anbieten von Futter zu locken versuchte.
Dennoch haben wir natürlich für die heutige Nacht eine Falle auf unserer Terrasse aufgestellt.
Das Handy werde ich neben das Bett legen, da wir die Funk-Wildcam auf die Falle ausgerichtet haben.
Aber das wäre einfach zu schön…

Kurz vor dem Abendessen suchte ich nochmal die Futterstelle auf und begegnete dort Lily.
Sie wurde von mir entwurmt und ließ sich sogar fast streicheln.
Wenn ich daran denke, wie wild auch sie war, als wir sie nach der Kastration im März letzten Jahres bei uns im Haus hatten!

Ob der heute kastrierte Tiger-Kater Ares auch einmal seine Scheu vor dem Menschen verliert?
Vorhin war er jedenfalls schon wieder so wach, dass er mich gern angesprungen hätte, als ich nach seinem Befinden schauen wollte…

Anke