Samstag, 13. April 2013

Katzensichtung Römö, Sonderstrand. Nicht nur alte Bekannte!

Hallo liebe Freunde,

schon bald nach unserer Rückkehr erreichte uns die erste Meldung von Römö. Hier ein Auszug:


Hallo Katzenfreunde.
 
wir waren vom 23.03. bis 30.03.13 auf der Insel Römö. Unser Haus war am Sönderstrand, Strandskaden. Dort besuchten uns erst 2 Katzen, einen Tag später wurden daraus 4 Katzen. Sie haben sich überwiegend bei uns aufgehalten und es machte den Eindruck, als wenn sie unter der Terrasse des Hauses übernachtet haben. Alle 4 Katzen machten gesundheitlich einen sehr guten Eindruck. Das Fell glänzte sehr schön, keine Verletzungen äußerlich zu sehen. Sie wurden von uns mit Katzenfutter versorgt,was auch relativ schnell aufgegessen war.


Auf den sehr guten Bildern waren recht schnell Kirsten, Maxi und Moritz zu identifizieren, die wir unweit dieses Hauses zur Kastration einfangen konnten. Sie sind also sehr standorttreu. 
 
Kirsten

Maxi

Moritz

Unsicher sind wir uns noch bei einer Katze, die Maxi sehr ähnlich sieht und die wir bislang noch nicht zuordnen können. Leider haben wir von dieser Katze noch kein aussagekräftiges Foto. Im Gegensatz zu Maxi hat sie einen eher rundlichen weißen Fleck auf der Brust.

Vielen lieben Dank an Ingo und Familie für die tolle Rückmeldung!


Anke & Thomas

p.s.:
Aufmerksam auf unser Projekt wurden die Urlauber, weil sie unseren Flyer in ihrem Ferienhaus fanden. Den hatte Anke den Vormietern während unseres März-Aufenthaltes gegeben.

Sonntag, 24. März 2013

Der Sonntag danach - wieder Zuhause

Nun sind wir wieder in unseren eigenen vier Wänden.
Die Fahrt war sehr angenehm: staufrei und das Wetter hat gut mitgespielt.
Unsere Katzen freuen sich sehr, dass sie wieder geschmust werden.

Wir haben einen Anfang gemacht auf Römö, aber uns ist klar, dass es noch sehr viel zu tun gibt.
Der Weg ist noch weit.

Danke für die bisherigen Unterstützungen mit netten Mails, Kontakten, Bildern und auch finanzieller Art.

Wir hoffen, dass wir über das Jahr viele Katzenfotos von Urlaubern geschickt bekommen, dass uns die „alten Kontakte“ treu bleiben und auch neue hinzukommen.

Wir sind für alle Mitteilungen dankbar!



Donnerstag, 21. März 2013

12. Tag – der letzte Tag für dieses Jahr

Wie schon nachberichtet, hatten Meike und wir eine ruhige Nacht. Schön.
Trotzdem hieß es heute Abschied von ihr nehmen, was mir sehr schwer fiel. Zumal sie am Morgen nochmal einen drauflegte, was das Schmusen betraf und Thomas so heftig mit dem Kopf gegen die Stirn stieß, dass er dies als Angriff wertete…;-)

Gut eine Stunde saß ich dann zwischen 7 und 8 Uhr nochmal an der Futterstelle - irgendwie wollte ich es einfach nicht unversucht lassen. Aber nichts!

Meike packten wir dann nach dem Frühstück ein. Auch das war völlig unproblematisch, da sie nach den Schmuseeinheiten ohnehin immer wieder in ihr Körbchen zurückging und darin auch schlief.
So konnte ich wunderbar das Türchen schließen und den Korb nehmen.
Wir fuhren nach Sönderstrand - ich mal wieder den Tränen nahe. Zum Glück schien wenigstens die Sonne.
Trotzdem miaute die kleine Meike leise, als ich das Türchen öffnete. Wie sie sich wohl entschieden hätte, wenn sie es uns hätte sagen können?

Aber dann mit ein bisschen Nachhelfen kam sie aus dem Korb und lief, aber nicht hektisch, davon. Blieb sogar nochmal kurz im Schnee sitzen.


Natürlich füllten wir nochmal die vorhandenen Näpfe mit Trockenfutter auf.

Und danach fuhren wir zum Touristenbüro in Havneby.
Thomas sprach mit einer Mitarbeiterin, die sehr interessiert an unserem Projekt war und unsere Flyer gerne auch in der Siedlung wohnenden Dänen, von denen sie weiß, dass sie Katzen füttern, geben wollte.

Hiernach wollten wir noch zu der Ferienhausvermittlung DanCenter und im Abschluss unser nicht verbrauchtes Feuchtfutter bei der Dame an dem alten Reetdachhaus abgeben (wenigstens eine Futterspende sollte sie erhalten, wenn wir schon in diesem Jahr nicht anders helfen konnten).

Bei DanCenter empfing man uns absolut herzlich. Alle anwesenden Mitarbeiter waren sehr aufmerksam und man spürte ehrliches Interesse und Freude über unser Projekt.
Ja, eine der Mitarbeiterinnen bot uns sogar an ihre Pause zu nutzen, um mit uns zu dem Reetdachhaus zu fahren. Gesagt, getan.

Die ältere Dame war glücklich über eine mögliche Kastration der bei ihr zum Fressen kommenden Katzen. Eine genaue Zahl konnte sie nicht sagen, sie meinte aber es seien 7-10 Tiere, mal mehr, mal weniger.
Über das Futter freute sie sich riesig und wir verabschiedeten uns mit einem „Auf Wiedersehen im nächsten März“.
Das waren noch tolle Gespräche, die unsere Laune (zumal die Sonne am Vormittag schien) verbesserten.

Im Ferienhaus tranken wir einen Kaffee - bei einem Blick auf die Terrasse (wie immer hatten wir Futter dort stehen für mögliche vierbeinige Gäste) wollten wir unseren Augen jedoch nicht trauen:
Ein kleines graues Kätzchen saß da und fraß.


Wenn wir sie noch bekämen, gäbe das eine „Auf-die-Schnelle-Kastration“ - aber beim Öffnen der Tür lief sie davon und bis ich die Falle aufgebaut hatte (obwohl es höchstens zwei Minuten dauerte), war sie in den angrenzenden Grundstücken verschwunden und kam auch nicht wieder…

Am Nachmittag bekamen wir dann noch eine Mail von der Mitarbeiterin von DanCenter.
Sie hatte sich informiert wegen der alten Dame in dem Reetdachhaus. Nach Aussagen ihrer Nachbarn kümmert sie sich wohl mehr um die Katzen, als um sich selbst, da sie ein großes Herz und nur wenig Geld hat.
Also werden wir nicht nur im nächsten Jahr dort die Kastrationen, sondern auch in der nächsten Zeit dort eine Futterpatenschaft übernehmen.
In Bjerregard machen wir das schließlich auch.
Wenn jemand ganz ausdrücklich dafür spenden möchte, dann bitte einfach in der Betreff-Zeile „Futter Römö“ schreiben - denn ansonsten bleiben, wie Ihr wisst, die Spenden allein für die Kastrationen vorbehalten!
Futter und sonstige Ausstattung und Notwendigkeiten finanzieren weiterhin wir.

Nun ist es fast 18 Uhr.
Abschiedsstimmung kommt auf, nachdem wir eben nochmal eine Runde gegangen sind - ohne irgendwelche Katzen zu sehen.
Alle Katzensachen (Aufwachkäfige, Fallen, Körbe, Wildkamera, Katzenklo und die nicht benötigten Plastikschüsseln…) und mein Fahrrad sind schon im Auto verstaut.
Der Rest folgt morgen früh.

Da habe ich doch heute tatsächlich einen Abend am warmen Ofen und nicht bei Minusgraden im Auto…;-)
Ich würde aber auch tauschen…


Anke

P.S.: Es schneit schon wieder...;-(

Nachtrag 11. Tag – kein neuer Fang

Auch gestern konnten wir leider keine Katze mehr einfangen.
Zwar sah ich drei von ihnen an der Futterstelle - aber wiederum war die Scheu vor der Falle zu ausgeprägt.
So blieb es bei dem Übernachtungsgast Meike, die ja soooooo lieb ist.
Sie hat sogar ihre Toilette benutzt und heute, also an unserem letzten Tag hier, ist sie noch verschmuster.
Sehr traurig bin ich, dass ich sie nachher aussetzen werde. Und sie vielleicht auch ein bisschen..;-)
Hoffentlich bleibt sie so zutraulich!

Heute werden wir unsere restlichen Flyer noch verteilen und dann langsam packen, da wir morgen nach Hause fahren.
Und dann hoffen wir, dass auch hier der Schnee wegtaut, kein neuer mehr hinzukommt und es endlich Katzenwetter wird!

Anke

Mittwoch, 20. März 2013

11. Tag - Fortschritte nur "drinnen"

Bis um 22:20 Uhr habe ich gestern Abend bei -2 Grad ausgeharrt und die aufgestellten Fallen bewacht. Sehen konnte ich ja schon ab 19 Uhr nichts mehr, aber meine Ohren waren aufmerksam, ständig auf ein „Klapp“ hoffend - aber es kam keins.
Dabei hatten wir extra Leberwurst gekauft, die wir selbst zwar nicht essen, die aber sehr stark riecht, also eigentlich die Miezen in die gehasste Falle ziehen sollte.

Und als ich die Fallen dann vor dem Gehen kontrollierte und unscharf stellte, traute ich meinen Augen nicht: tatsächlich war in einer Falle alles bis vor die Auslösewippe gefressen worden, in der zweiten Falle sogar die Plastikfolie von der Wippe heruntergezogen worden.
Nun habe ich wirklich keine Idee mehr, wie man die Miezen hier überlisten soll.

Als ich dann durchgefroren ins warme Ferienhaus kam (und die armen Katzen müssen draußen bleiben), berichtete Thomas, dass „unsere“ kleine Meike bereits neugierig aus ihrem Körbchen schaut.
Die Nacht war dann so ruhig, dass ich fast schon besorgt am Morgen nach ihr schaute.
Aber alles war bestens. Sie saß aufrecht und schaute mich an, wich auch nicht zurück, als ich die Tür des Aufwachkäfigs öffnete.
Also streckte ich mal die Hand hinein.
Und, siehe da, sie kam mit ihrem Köpfchen und wollte gekrault werden!!
Und dann begann sie zu schnurren.
In Gesellschaft wurden dann auch fast 100 Gramm Feuchtfutter gefressen.


Am späten Vormittag brachten wir dann unsere Flyer zu der Ferienhausvermietung Römö Holidays.
Im Tourismusbüro in Havneby sagte man Thomas, dass die Mitarbeiterin, die über alles Bescheid wisse, erst morgen wieder da sei.
Und auch der Ferienhausvermieter DanCenter ist morgen dran, hatte heute nämlich Ruhetag.

In Sönderstrand entdeckten wir an einem Ferienhaus eine Tigerkatze - und gegenüber wurde offensichtlich eine Katze am Haus gefüttert. Leider waren die Menschen aber gerade nicht Zuhause.
Aber es ist auch nicht wirklich gutes Wetter heute. Schnee, nasser Schnee, brrrr.
Heute Abend ist unsere letzte Chance, noch ein Tier zur Kastration zu fangen.
Wir sind uns noch nicht sicher, wo in Sönderstrand wir diese Chance nutzen werden.

Auf jeden Fall hat uns Meike am Nachmittag wieder Freude bereitet:
Die kleine Katze schmust und schurrt wie eine ganz Große!
Sie rollt sich nun schon auf die Seite, wenn man das Zimmer betritt und ihren Aufwachkäfig öffnet.
Nur ein Toilettengang fehlt noch..;-)


Anke

Dienstag, 19. März 2013

10. Tag – Das 3. Weibchen


Die Kontrolle der Fallen am frühen Morgen blieb leider ohne Erfolg. Unberührt standen sie noch so, wie wir sie am Vorabend verlassen hatten.

So erhielt das kleine Tigerchen eine Sonderfahrt zum Tierarzt. Wir waren beide sehr gespannt. War uns ein weiteres Weibchen in die Falle gegangen? Während der OP verbrachten wir die Zeit wieder einmal beim örtlichen Bäcker.

Beim Abholen dann die gute Nachricht: Ja, wir hatten ein Weibchen eingefangen, das, wie alle anderen, bei bester Gesundheit und noch gar nicht alt ist. Der Name stand vorher schon fest: Meike, sollte die Kleine heißen. 
Wieder einmal stand hier jemand Namenspate, der uns sehr geholfen hatte. Herzlichen Dank dafür.



Während ich diese Zeilen schreibe, steht Anke wieder am Ferienhaus in Sonderstrand und bewacht die Fallen. Draußen ist es ca. 0° und es schneit immer wieder leicht. Unbewacht können wir die Fallen nicht mehr lassen.
Es fehlen uns hier in Sonderstrand, nachdem was wir bislang wissen, noch die kleine Grau-weiße und der erwachsene Tiger, die bereits an den Fallen aufgetaucht sind.

Auch für den Fall, dass wir in diesem Frühjahr keine Katze mehr einfangen können:
  • Drei Katzen haben wir kastrieren können und damit mind. 9 bis 12 kleine Katzen verhindern können. 
  • Die vier kastrierten Kater werden sich (hoffentlich) aus allen Katerkämpfen raus halten und so gar keinen Anlass geben, Verletzungen und Krankheiten zu verbreiten.

Auch wenn wir in Römö (und an vielen anderen Stellen) noch einiges zu tun haben werden.  

Thomas

Video, Meike ging in die Falle

Das Video von gestern Abend, als wir die kleine Meike, das 3. Kätzchen (!), einfangen konnten.



Thomas

Montag, 18. März 2013

9. Tag – Enttäuschung, und dann doch ein kleiner Erfolg

Wir hatten die Fallen über Nacht scharf gelassen, schließlich läuft uns die Zeit davon.
Und als wir am Morgen dann zur Futterstelle kamen, waren wir einmal mehr enttäuscht.
Keine Katze hatten wir gefangen, das Futter in der Falle war unberührt.
Auf der Wildkamera allerdings waren fünf unterschiedliche Katzen zu erkennen - und zusätzlich Tommy. Eigentlich sollten wir also noch mindestens fünf Katzen zum Tierarzt fahren, aber daraus wird sicher nichts.

Das hat nach meiner Einschätzung - und ich glaube, nach einer Woche kann man schon mal bilanzieren - verschiedene Gründe:

Es gibt hier in Sönderstrand einige andere Futterstellen, die vielleicht nicht stetig, aber doch immer mal wieder, bestückt werden, so dass die Tiere nicht so hungrig sind, sondern sich ihre Vorsicht leisten können.

Es kommen mehrere Katzen zur selben Zeit an unsere Futterstelle, erleben daher, wenn ein anderes Tier gefangen wird, was die Vorsicht noch zu vergrößern scheint.
Das hatten wir in Bjerregard so nicht.

Es ist sehr kalt dieses Jahr. So friert auch das gut riechende angebotene Futter schnell und der Reiz in die Falle zu gehen, nimmt ab.

Und zu guter Letzt haben wir auch viel Neuschnee, also auch nicht wirklich Katzenwetter, so dass die Miezen auch nicht über Tag draußen sitzen und uns nicht auffallen, wenn sie an exponierten Plätzen in der Sonne sitzen.
Zudem kennen wir uns noch nicht so gut aus, wie in Bjerregard, wo wir zuletzt fast jeden Pfad kannten.

Also müssen wir für das erste Jahr wohl feststellen, dass es hier für uns großen Handlungsbedarf gibt, wir aber doch nicht so viel erreichen konnten, wie wir eigentlich wollten.
Wir haben uns auf das Gebiet Sönderstrand konzentriert, die anderen Siedlungen außen vor gelassen. Und wir haben die alte Dame, die die Katzen füttert, noch nicht angesprochen.
Das macht nur Sinn, wenn wir jemanden dabei haben, der dänisch spricht, und ihre Fragen beantworten bzw. unsere stellen kann.

Wir hoffen, dass Ihr Leser, Freunde und Spender nicht enttäuscht seid.
Wir bleiben am Ball - denn es ist uns ein großes Anliegen!
Und: ein Anfang ist gemacht.


Ja, und jetzt um 21:40 Uhr gibt es endlich auch wieder etwas Positives zu berichten:
Nachdem es den ganzen Tag über kräftig geschneit hatte und wir nicht vor die Tür gegangen sind, sondern das erste Mal unsere Sauna nutzten, hatten wir uns gegen 18 Uhr wieder aufgemacht zu unserer Futterstelle.
Und dieses Mal haben wir ein paar besondere Leckerlie in die Falle gelegt: Bratwurststückchen und etwas Schafskäse.

Aufnahme vom 28.12.2012
Und gegen 19:15 Uhr näherten sich drei Katzen der Falle: Tommy, das Grau-weiße und ein zierlicher Tiger.
Nach ein paar Minuten dann „Klapp“, das Grau-weiße lief gleich davon, Tommy sprang nur etwas weg und wartete.
Und wir liefen zu der Falle, in der ein kleines Tigerchen mit weißen Füßen saß.
Aufgrund der Meldungen, die wir im Dezember erhalten haben, ist es sicher ein Geschwister von Mikka - nur das Geschlecht kennen wir noch nicht.
Sie bleibt über Nacht in unserer warmen Abstellkammer und wird morgen kastriert.

Zum Glück wieder ein - wenigstens ein bisschen - erfolgreicher Tag.

Anke

Sonntag, 17. März 2013

8. Tag – zweiter Teil

Eigentlich gibt’s gar nichts mehr zu berichten. Leider.
Fragen bei Urlaubern erbrachten heute keine neuen Hinweise.

Und eben kamen wir durchgefroren nach dreieinhalb Stunden Wartezeit bei -1 Grad aus Sönderstrand zurück.
Wir hatten so lange an zwei scharf gestellten Fallen an unserer Futterstelle ausgeharrt.
Wir waren in der Zeit da, in der wir gestern (anhand der Wildkamera nachvollziehbar) dort Besuch von den drei noch nicht kastrierten Katzen hatten.
Zweimal lösten die Fallen auch aus: einmal wahrscheinlich, weil ein kleines Tigerchen die Pfote von der Seite hindurchstreckte.
Und beim zweiten Mal, man glaubt es kaum, saß doch tatsächlich wieder Tommy darin und maunzte jämmerlich. Heute am Morgen erst entlassen nach der Kastration hatte er anscheinend das „Erlebnis Falle“ schon wieder vergessen.
Gut zu erkennen war er aber für uns, da wir mit der Tierärztin vereinbart hatten, dass sie den Katzen auf dem Kopf ein Stück Fell rasiert, damit wir sie jetzt über die Tage gut wiedererkennen können. Besser noch als die in den Ohren angebrachte Tätowierung.

Anke

8. Tag – Frühstückseintrag

Zu ungewöhnlicher Zeit heute bereits am Morgen ein Eintrag an dieser Stelle.

Nachdem ich gestern nach Konnis Entlassung noch ihren Aufwachkäfig gesäubert und das Zimmer ausgesaugt und von Katzenstreu befreit hatte, hatten wir nur noch einen Übernachtungsgast, den schwarzen Kater Tommy.
Es war gut, dass wir ihn noch bei uns gelassen hatten, denn er schlief die Nacht hindurch ruhig und seine Narkose aus.
Erst mit der Dämmerung gegen 5:30 Uhr begann es zu kruscheln und leise zu miauen.

Na gut, um kurz nach 6 Uhr standen wir also auf. Er hatte lange genug in dieser Kiste gesessen.
Ab ins Auto und nach Sönderstrand.
Dort positionierten wir ihn auf der Terrasse, auf der wir ihn auch eingefangen hatten.
Das Türchen wurde geöffnet und wir warteten….
Mussten so lange warten, dass sich schließlich Thomas‘ Foto abschaltete - und dann Tommy davonlief. Also kein Foto von der Entlassung, nur von Thomas…;-)


Viel spannender war aber die Tatsache, dass alle unsere gestern Abend auf dieser Terrasse positionierten Futterschüsseln geleert waren. Allerdings kein einziges Katzenhaar darin.
Also wieder Ungewissheit.

Aber wir hatten es ja nochmal mit der Wildkamera versucht. Thomas hat sie wiederum neu gestartet und als wir gerade nach Hause kamen, wurde die Speicherkarte ins Notebook gesteckt: Juchhu.
Unsere Futtergäste gut zu erkennen: tatsächlich Katzen.
Alle Drei waren da. Auch das Grau-weiße.
In mir keimt nun doch wieder ganz leise Hoffnung…


Anke

Samstag, 16. März 2013

7. Tag – leider „nur“ ein Kater

Diese Nacht haben wir nur kurze Zeit schlafen können, denn unser Gast Konni hielt uns wach. Sie miaute fast ohne Unterlass, immer, wenn wir gerade eingeschlafen waren, so dass wir hofften, sie würde irgendwann heiser ;-)  und  wir standen am Morgen wirklich müde auf.


Beide aufgestellte Fallen in Sönderstrand waren geschlossen, aber niemand darin.
Wahrscheinlich hatte eine der Katzen von außen so lange an der Wippe „herumgepfotelt“, bis sich die Klappe schloss…
Mir hängt mein Missgeschick von gestern noch immer sehr nach. Diese Katze wird ganz sicher nicht mehr in eine Falle gehen in diesem Jahr.
Nun, da wir morgen ohnehin niemanden zum Tierarzt fahren können (Sonntag), wurden die Fallen offen festgestellt und stehen mit ein bisschen Futter darin, um das Vertrauen zurückzugewinnen...

Also nur mit dem einen Fangerfolg des gestrigen Tages zur Tierärztin, der arme Kerl hatte allerdings über Nacht in seinen Korb gesch… , so dass die Fahrt für alle sehr unangenehm war.
Und dann begann es auch noch kräftig zu schneien.
Beim Tierarzt stellte sich heraus, dass es ein Kater ist. Ein wenig enttäuschend - umso schlimmer, dass mir die Mieze gestern entflohen ist. Denn die Beiden waren ja augenscheinlich ein Paar.

Beim Heimkommen begrüßte uns Konni miauend. Was sonst?
Und dann fraß sie eine große Portion Feuchtfutter. Danach war sie still und wir konnten bei weiterhin starkem Schneefall einen Mittagsschlaf machen und unseren entgangenen Schlaf nachholen...
Danach gab’s nochmal Futter und ein bisschen Katzenmilch für Konni, dann reichlich Schmuseeinheiten, die sie sehr genoss und dann nahm ich sie (schweren Herzens) hoch und setzte sie in einen Korb, um sie nach Sönderstrand zurückzubringen.
In eine ungewisse Zukunft - aber zumindest nicht mehr mit Sorgen um eigenen Nachwuchs…

Der Kater muss leider noch eine Nacht bei uns bleiben, denn seine Pupillen sind noch nicht wieder im Normalzustand.

Das Aussetzen von Konni wurde dann von vielen Zuschauern begleitet: die Familie, die ab heute in dem Haus des deutschen Paares wohnen. Auch Deutsche.
Wir trafen sie, als wir mit Konni ankamen und sie sagten uns zu, die Miezen am Haus weiter zu füttern. Danke sehr!
So hinterließen wir gern ein gutes Kilo Trockenfutter. Natürlich ohne den Hinweis auf die Bereitstellung von Wasser zu vergessen, denn das brauchen die Miezen auch.

Da über Tag ja wiederum Schnee gefallen war, waren wir auf die Spuren an der festen Futterstelle gespannt, aber dort war die Enttäuschung sehr groß: nur Vogelspuren, aber davon jede Menge, um nicht zu sagen mehrere Dutzend.
Nein, diese Teller füllten wir heute nicht neu, zuerst wollen wir morgen im Schnee schauen, ob überhaupt Katzen hierher kommen.

Zu guter Letzt schauten wir nochmal nach den offen gelassenen Fallen: Katzenspuren waren dort einige - aber wer?

Nun, für den morgigen Tag planen wir am späten Vormittag einen Gang durch Sönderstrand.
Wir werden mal wieder den Urlaubern „auf die Nerven gehen“. Denn wir haben nur noch ein paar Tage und wir hoffen, dass wir vielleicht morgen erzählt bekommen, dass der eine oder andere Urlauber bei seiner heutigen Ankunft hier eine Katze auf seiner Terrasse vorfand…

Uns fehlen noch immer völlig die im Dezember von einer Urlauberin fotografierten großen getigerten Katzen mit viel weiß. Wo die nur gefüttert werden oder was aus ihnen geworden ist?

Anke

Freitag, 15. März 2013

6. Tag - das zweite Mädchen

Zuerst kann ich die Spannung nehmen: die Wildkamera funktionierte leider wieder nicht… und die Fallen waren am Morgen unangetastet :-(

Wir fuhren nach dem Frühstück erneut zu dem Haus der Deutschen, hofften wir doch, das Mädchen zu bekommen, das wir in den letzten beiden Tagen dort gesehen hatten.
Fast eine Stunde warteten wir, aber es ließ sich nicht blicken. Enttäuschung machte sich breit und ich rief bei unserer Tierärztin an und sagte ihr, dass wir nicht kommen würden…

Also ab nach Hause - doch als wir gerade 10 Meter gefahren waren, sah ich sie in den Büschen sitzen.
Sie war offensichtlich gerade unterwegs zum Frühstück…
Schnell wieder aus dem Auto und gelockt.
Sie kam relativ schnell zu mir gelaufen und ich konnte sie im Genick packen und in den Korb setzen, wie zwei Tage zuvor Kirsten.
Thomas fuhr mit ihr zum Tierarzt.
Dort erhielten wir dann die Bestätigung: ein Mädchen, sehr gut genährt.


Ich machte mich während Thomas‘ Tierarztbesuch mit dem Fahrrad auf den Weg zum Campingplatz Kommandörgarden. Von dort waren uns aus dem Herbst Katzensichtungen gemeldet worden.
Über eine Stunde hielt ich mich dort auf und schaute in viele Ecken, entdeckte auch etliche Katzenspuren, aber keine Tiere.

Am frühen Nachmittag kam Thomas nach Hause.
Wir stellten das frisch operierte Mädchen in den Aufwachkäfig - übrigens haben wir sie „Konni“ genannt.
Sie war noch sehr benommen und legte sich, wie viele kastrierte Mädchen in Bjerregard auch, in die Katzentoilette…
Und sie miaut und miaut…

Abends machten wir uns dann wiederum auf nach Sönderstrand.
An einem Haus, an dem wir auch Futterschüsseln entdeckt hatten, lockten wir.
Und plötzlich tauchten drei Katzen auf: eine schwarze, ein Tigerchen und ein grau-weißes.
Also ganz schnell die Falle aufgestellt - und es dauerte nicht lange, da war die grau-weiße drin.

Wir wollten sie dann umladen von der Falle in den Transportkorb, wie wir es schon ein Dutzend Male gemacht haben… Und dabei passierte mir das Missgeschick: Ich hielt das Gitter nicht richtig fest und sie wand sich nach draußen.
Zwar griff ich erneut zu und konnte sie auch kurz greifen, aber leider zu locker und sie entwand sich aus meinem Griff - auf und davon.
Ich befürchte, dass wir diese Katze nicht mehr wiedersehen werden oder sie zumindest nicht mehr in eine Falle gehen wird.
Ich mache mir solche Vorwürfe. Da sind die erlittenen tiefen Kratzer nur halb so schlimm. Heulen könnte ich über meine Dummheit.


Auf jeden Fall waren die anderen beiden Miezen durch das „Klapp“ der Falle zuerst einmal geflüchtet.
Also stellten wir die Falle erneut scharf und machten derweil einen Gang durch die Siedlung.
An der festen Futterstelle füllten wir die Näpfe und dann ging ich zu dem Haus des deutschen Paares, das heute abgereist war.
Ich traf dort einen Mitarbeiter von DanCenter, der gerade das Haus kontrollierte. Ich sprach ihn an und er war sehr interessiert an unserem Projekt, freute sich, dass man den Katzen so helfen könne. Gerne gab ich ihm unseren Flyer und sagte ihm, er möge seinen Kollegen gerne von uns berichten.

Auf dem Rückweg kontrollierten wir unsre Fallen: einen Fang konnten wir noch machen, die Schwarze von der Sichtung von vor einer Stunde.
Sie muss nun die Nacht in der Box sitzen, in die wir sie umgepackt haben.
Aber sie steht warm und trocken in unserer Abstellkammer. Wenigstens eine für morgen.


Die Fallen ließen wir einmal mehr scharf über Nacht. Vielleicht haben wir Glück.

Anke