Freitag, 21. März 2014

6. Tag, #Römö2014



Am Morgen war der Blick in unseren Aufwachkäfig mal wieder sehr erfreulich. Die kleine Nicki hatte ihr Feuchtfutter (gutes Carny kitten) gefressen und die Katzenmilch getrunken. Sie saß schmollend auf dem Transportkorb. Zum Aussetzen wäre es deutlich einfacher, wenn sie hineinginge, aber …..
So packten wir die beiden kastrierten Kater (einer von Karstine, den wir „Nils“ nannten (Danke, Ester) und "Micha" hier aus der Siedlung, ebenso wie „Morla“ und „Nicki“ von Karstine mitsamt Aufwachkäfig ins Auto und machten uns auf die Aussetzungsrunde.

Zuerst durfte Micha wieder an seinem Haus in der Straße „Sneppen“ in die Freiheit.

Danach zu Karstines Haus.
Nicki hatte uns zwischenzeitlich den Gefallen getan, sich in ihre Box zu setzen, so dass wir wiederum drei Transportkäfige mit Morla, Nicki und Nils bei Karstine aufreihen konnten.

Bei allen Dreien dauerte es nach Öffnung der Gitter nicht lang, bis sie sich in ihr gewohntes Revier davon machten - zum Glück war auch Morla gut bei Gesundheit, sie war definitiv die Schellste! Gerade ihr wünschen wir nun noch eine schöne Zeit ohne Stress durch Trächtigkeit und Säugen der Kitten.

Danach wollten wir uns noch eine Stunde gewähren zum Fang des unkastrierten Mädchens bei Karstine. Das schöne ist, dass sie die Einzige ist, die zuerst zuverlässig hinter dem Haus an den Näpfen sitzt. Auch dieses Mal war es so. Das Schlechte ist, dass sie extrem vorsichtig ist. Also wie präpariert man die Falle am besten?
Dieses Mal entschieden wir uns für whiskas-100Gramm-Beutel in Kombination mit Ölsardine. Eine kleine Schüssel schon vorn in die Falle, den Rest nach hinten auf den Auslöser bzw. ein Papptellerchen dahinter. Gleich war das Mädchen, das wir bereits im Vorfeld „Lale“ nannten, an der Falle. Leider aber nur AN der Falle und nicht darin. Und da saß sie….
Wir fragten uns, wer dickeres Sitzfleisch haben würde. Also warteten wir eine Stunde, sagten uns noch weitere 20 Minuten zu, immer noch saß Lale neben der Falle.
Nach weiteren zehn Minuten ging Thomas mal um die Ecke schauen. Und es kam unser beliebtestes Handzeichen „Daumen hoch“, Lale war gefangen. Genial, wir sind glücklich.

Also, schnell nach Hause. Die Transportkäfige sauber gemacht, die vier gefangenen Tiere vom gestrigen Abend am Hotel ins Auto gepackt und so mit einem Transport von fünf Tieren zum Tierarzt.
Und als wir dort waren und die Miezen abgegeben hatten, ging es mir plötzlich grottenschlecht. Irgendwie war mein Kreislauf im Keller und es ging so gar nichts mehr.
Thomas saß also allein bei unserem Bäcker, ich lag im Auto auf der Rücksitzbank.
Selbst von der Abholung der Katzen um die Mittagszeit weiß ich nicht mehr viel. Lediglich, dass uns die Tierärztinnen fröhlich vermeldeten, dass von den fünf gefangenen Katzen dieses Mal tatsächlich vier (juchhu!!!) Mädchen seien.
Damit hätten wir so gar nicht gerechnet. Absolut klasse.

Also, zurück zum Ferienhaus mit der teuren Fracht, inzwischen war nur noch blauer Himmel und Sonne weit und breit. Die Katzen wurden noch in der Abstellkammer verstaut und bei mir ging leider nichts mehr, als ab ins Bett.. grrrrr.
Am Abend fuhr Thomas also allein los.
Zuerst füttern bei Karstine. Dazu bleib die Wildkamera dort, weil wir hofften, von unseren kastrierten und entlassenen Tieren bereits wieder welche zu sehen –
und im Anschluss zum Hotel.
Thomas entdeckte dort etliche Katzen, unter anderen zwei rote Tiere, zwei größere Tiger mit weiß, ein schwarz-weißes, noch zwei kleine Schwarze, den dicken schwarzen Kater, den wir bereits am Vortag gesehen hatten und noch ein dünnes Tigerchen ohne weiß. Insgesamt gingen ihm drei Katzen in die Falle. So kräftig wie sie alle sind, würde es uns aber nicht wundern, wenn sie alle Kater wären…

Tja, so haben wir also den Abschluss bei Karstine für dieses Jahr mit
vier Katzen und sechs Katern!
Schön ist auch, dass die Katzen alle noch nicht tragend waren, das bedeutet, dass ihnen die Groß-OP (der Gebärmutter-Entfernung) erspart blieb und es mit einer Entfernung der Eierstöcke ausreichte.
Und natürlich gab es auch eine Entwurmung zur Gesundheitssorge „on top“.

Anke

Donnerstag, 20. März 2014

Rest des 4. Tages und der 5. Tag, #Römö2014


Versehentlich war der Text des Blogs dann gestern am Nachmittag schon online gegangen, so kommt dann jetzt noch die Ergänzung…
Am Nachmittag hatten wir nach einer Siedlungsrunde gemütlich früh zu Abend essen wollen, um dann nochmal bei Karstine zu fangen.

Aber beim Mail-Check sah ich die Nachricht von Urlaubern, die ich zwei Tage zuvor mit meiner üblichen „Katzenfrage“ angesprochen hatte. Sie schrieben mir, dass sie auf dem Grundstück eine tote Katze entdeckt hätten. Also setzte ich mich schnell ins Auto und fuhr in die Straße „Sneppen“. Als ich das Auto abstellte, traute ich meinen Augen kaum, saß doch da eine schwarz-weiße Katze und sah mich an. Und das war doch tatsächlich der, der am Sonntag bei uns auf der Terrasse war.
Und da fiel mir auf, dass ich so hastig ins Auto gesprungen war, dass ich doch tatsächlich - und das passiert mir hier in Dänemark sonst nie!!! - kein Katzenfutter dabei hatte. Nun gut, also schnell wenigstens ein Foto des Tieres gemacht, mal gelockt und gerufen und dann ging ich zu den Urlaubern mit dem traurigen Fund. Die Dame zeigte mir dann auch gleich das Tier. Es war kein von uns kastriertes, aber es handelte sich um das, was uns im letzten März beim Umladen von der Falle in den Transportkorb entflohen war. Und wie das Schicksal es will, fanden wir den kleinen Kerl, ja, es war ein Kater, nun auf genau diesem Grundstück tot.
Ich gehe davon aus, dass er angefahren wurde und sich dann noch 30 Meter weiterschleppte. Er lag langgestreckt, hatte keine sichtbaren Verletzungen und auch keine Zeichen für eine Vergiftung oder sonstige absichtliche Handlungen…
Ich nahm ihn mit und werde ihn beerdigen.
Danach aßen wir ganz schnell - ohne Appetit und traurig - unser Abendessen.
Wir beschlossen auf dem Weg in die Inselmitte einfach eine Falle dort aufzustellen, wo ich kurz zuvor die schwarz-weiße Katze gesehen hatte.

Im Anschluss fuhren wir schließlich zu Karstine. Zuerst entließen wir unser erstes in diesem Frühjahr kastriertes Mädchen, die kleine Sylvia, in die Freiheit. Sie ließ sich nicht lange bitten!
Im Anschluss wurden die Fallen aufgestellt und dann begann es wie aus Kübeln zu schütten.
Trotzdem ging schon nach wenigen Minuten ein graues Tier in die Falle. Beim näheren Hinschauen schien es sich um ein wirklich altes Exemplar zu handeln, einen fellmäßig sehr ungepflegten Kater wohl, dessen ursprünglich weiße Füße richtig braun-gelb waren…
Es randalierte in der Falle aber wir ließen ihm keine Chance zum Ausbruch - mit den an die Falle anzusetzenden Umsetzkäfigen funktioniert das wirklich perfekt.
Ja, und als nächstes war doch schon wieder die kastrierte Jytte in der Falle, das Mädchen hatte anscheinend so gar kein Problem mit dem Klapp des fallenden Metalls, unglaublich. Ein verfressenes Wesen!
Danach dauerte es eine Stunde, aber schließlich hatten wir einen weiteren Fangerfolg. Ein Tigerchen mit weiß, noch ohne Tätowierung.
Danach packten wir ein und versorgten die noch vor Ort befindlichen Tiere mit ausreichend Futter. Zudem ließen wir die Wildkamera stehen, um zu sehen, wer nun in der Nacht überhaupt noch dort erscheint (denn immerhin hatten wir ja vier bereits kastrierte und zwei frisch gefangene Tiere noch bei uns im Ferienhaus und die frisch freigelassene Sylvia würde sicher auch nicht gleich wieder zum Haus kommen).
Die Fallenkontrolle in Sneppen war auf dem Heimweg (noch!?) leider negativ.
Zuhause setzten wir dann noch das kastrierte Mädchen Nicki mit ihrem Transportkorb in den Aufwachkäfig - und dann gingen wir selbst ins Bett.
Tatsächlich hatten wir nun schon acht Katzen gefangen, davon immerhin zwei Mädchen (und zwei noch unbekannten Geschlechts)!

Am Mittwochmorgen Weckerklingeln um 6 Uhr. Ein schneller Kaffee, dann packten wir die drei freizulassenden Kater und die zwei frisch gefangenen ins Auto.
Kontrolle in „Sneppen“: Jawohl, das erhoffte Tier saß in der Falle, hatte sich brav unter den über die halbe Falle gelegten Bettbezug zurückgezogen und war zur Ruhe gekommen.


Freilassung der Kater bei Karstine am Haus (der getigerte „Tiger“ mit dem verkrüppelten Füßchen, der schwarze Baghira und der graue Franky, offensichtlich Bruder der kleinen Nicki, die noch einen Tag bei uns bleibt), füttern und Tausch der Speicherkarte der Wildkamera. Dann ab nach Deutschland!
Während des Wartens, die Leser kennen das nun schon, ein Kaffee und ein Brötchen beim Bäcker, dann noch ein Einkauf und die restliche Wartezeit im Auto verbracht.

Auf der Wildkamera-Karte war Erfreuliches zu sehen: Offensichtlich nur sechs unterschiedliche Tiere an den Fressnäpfen >  natürlich Jytte, die im April kastrierten Ole und Lasse, ein reiner Tiger, der vielleicht die kastrierte Elsa sein könnte, Rocky und…. eine schwarz-weiße Katze, von der wir sicher sind, dass es ein Mädchen ist, noch unkastriert, die wir schon die ganzen Tage zu fangen versuchen, die aber sehr zurückhaltend ist.
Sie hatten wir auch am Morgen noch kurz gesehen, als wir bei Karstine ankamen. Morgen früh wollen wir um 6 Uhr bei Karstine sein und ein letztes Mal diese Katze zu fangen versuchen. Es muss einfach gelingen.
Auf der anderen Seite ist es sehr erfreulich, dass wir wohl sonst tatsächlich alle Tiere jetzt eingefangen haben. Das ist ein wirklich großer Erfolg, den wir zwar erhofft, aber nicht wirklich angenommen hatten.

Als wir dann zur Abholung zu unserer Tierärztin kamen, war die Überraschung groß: Zwei Kater, eine Katze. Ja, und ausgerechnet das graue alte Tier ist ein Mädchen. Auch die Tierärztin schätzt es allerdings auf vielleicht schon 15 Jahre - so haben wir es „Morla“ getauft, wie die Schildkröte aus der Unendlichen Geschichte. Bestimmt hat Morla im letzten Jahr Nicki und Franky zur Welt gebracht, da sie alle drei diese wunderschöne graue Farbe haben.

Wir fuhren dann ins Ferienhaus zurück und schmiedeten Pläne für den restlichen Tag. Alle kastrierten Tiere wurden in der Abstellkammer „zwischengeparkt“.
Während Thomas eine Runde Laufen ging, setzte ich mich ins Auto, beerdigte den kleinen grau-weißen Kater und fuhr dann in das Hotel „Kommandörgarden“ an der Durchgangsstraße von Römö. Bereits im Jahr 2012 hatten wir mitgeteilt bekommen, dass hier viele Katzen am Müll des Hotels bzw. auf dem angrenzenden Campingplatz leben. Bei einer ersten Nachschau im März des letzten Jahres hatte ich selbst dort keine Katze entdeckt, allerdings sahen wir unweit davon vereinzelt Tiere die (Haupt-)Straße überqueren.
Nun fasste ich mir ein Herz und fragte dort nach.
Tatsächlich wurde ich an der Rezeption sehr nett empfangen. Ja, man füttere die Katzen und es seien auch sehr viele (eine Schätzung von 10-15 wurde ausgesprochen). Die meisten seien getigert, aber es gebe auch schwarze Tiere. Wenn wir dort Katzen fangen und kastrieren wollten, könnten wir dies gerne tun.
Mit dieser Neuigkeit kam ich ins Ferienhaus zurück. Thomas mahnte mich, dass wir uns zuerst um die noch fehlende Katze bei Karstine kümmern müssten. Aber ich wollte die Tiere dort am Hotel nicht unbeachtet lassen.
Also teilten wir uns nach dem Essen auf: Thomas fuhr zu Karstine, ich ans Hotel.
Ich wartete eine Stunde vergebens, kein Tier tauchte auf. Dann aber, mit dem Einbruch der Dämmerung wurden aus einem zwei, aus zweien drei, dann vier, fünf, sechs.
Meine Falle war schnell aufgestellt und schnell war auch das erste Tier darin. Da Thomas noch bei Karstine saß, lud ich die erste Mieze allein um, um die Falle wieder frei zu haben. Als dann die Falle ebenfalls erneut besetzt war, traf es sich gut, dass Thomas (leider erfolglos) in der Inselmitte abbrechen wollte, da das „Objekt unserer Begierde“ ohnehin nicht aufgetaucht war bisher.
Wir luden also das zweite Tier um, ein drittes und ein viertes konnten wir ebenfalls fangen.
Und schließlich wurden wir von einer Mitarbeiterin angesprochen, die uns fragte, wo wir denn herkämen und wo wir denn wohnen.
Oh weh, ich dachte schon, dass man uns nun doch unser Tun untersagen wollte. Aber nein, weit gefehlt. Man war froh darüber. Ich hatte dann auch Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit der Chefin, die uns sogar zum Essen einlud für einen der kommenden Tage.
Perfekt. Vier Fänge für morgen. Und hoffentlich kommt noch der ersehnte zwischen 6 und 7:30 Uhr hinzu…
Insgesamt zählten wir am heutigen Abend übrigens 9 Katzen am Hotel….

Anke

Dienstag, 18. März 2014

4. Tag, #Römö2014


Tatsächlich habe ich so schlecht geschlafen wie lange nicht. Bei Thomas war es nicht viel besser, wohl aber immer noch seinem Rücken geschuldet.
Der erste Blick galt am Morgen unserem kleinen Mädchen. Nein, es hatte nichts gefressen. Das Arme. Es saß im hintersten Eck des ohnehin schon kleinen Transportkorbes. Also versuchte ich es mit anderem Feuchtfutter - aber auch das kam nicht an.
Nach einem schnellen Kaffee und Tee luden wir unsere vier gefangenen Vierbeiner vom gestrigen Abend und den kastrierten Kater ins Auto.

Zwischenstopp bei Karstine am Haus, Entlassung des kleinen Wilden, den wir übrigens „Rocky“ getauft haben. Er stieß sogar die Tür des Korbes noch selbst auf…


Rasch noch ein bisschen Futter in die Büsche gestellt, die Wildkamera, die wir über Nacht an der Futterstelle positioniert hatten, eingesammelt  und dann ab nach Deutschland.
Die Spannung war groß: Wie würde der Anteil männlich/weiblich sein und vor allem, was ist mit der Pfote des getigerten Kätzchens?

Zur Verkürzung der Wartezeit eine Einkehr beim örtlichen Bäcker und eine kurze Ruhezeit im Auto.
Schon im Auto sitzend hielt ich es vor Neugier nicht aus, was für Ergebnisse uns die Wildkamera präsentieren würde. Wir hatten die Karte seit der Nacht an der umfunktionierten Biotonne nicht gewechselt, aber dort würde ja ohnehin nichts drauf sein…
Weit gefehlt! Und die Freude war riesig über das Kätzchen, das wir dort mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wiedererkannten: Meike (kastriert im letzten März)!
Sie ist pummelig und offenbar wohlauf.
Tja, und die Fotos der Nacht bei Karstine zeigen wohl vier oder fünf verschiedene Tiere, zwei oder gar drei davon sicher bereits im letzten Jahr kastriert!
Um 12 Uhr konnten wir dann die vier Katzen abholen.
Drei Kater und eine Katze sind zu vermelden. Und die Pfotenverletzung ist bereits älter, der vordere Teil der Pfote verknöchert, das Katerchen kommt damit zurecht, sagt die Tierärztin. Da er aber wohl wieder Opfer eines Bisses geworden war, tat ihm die tierärztliche Inaugenscheinnahme ganz gut - inklusive der Antibiotikum-Spritze!

Anke

Montag, 17. März 2014

3. Tag - #Römö2014



Dass ich so spät bin mit meinem Eintrag spricht für einen ereignisreichen Tag - und so war es!
Am Morgen um 6 Uhr klingelte der Wecker. Schließlich hatten wir um 07:30 Uhr Termin bei Karstine…
Trotzdem reichte noch die Zeit für einen Blick auf die Speicherkarte der Wildkamera, die wir auf den Napf hier an unserer Futterschüssel auf der Terrasse gerichtet hatten.
Deutlich zu erkennen war Moritz, den wir im letzten Jahr kastrieren ließen.

Später am Tag erfuhren wir dann von Urlaubern (Harry und Carmen), die wir bereits seit dem letzten Jahr per Mail kennengelernt hatten, dass Moritz zusammen mit Kirsten sich fest an ihrem derzeitigen Urlaubs-Domizil gar nicht weit weg von unserem Haus aufhält - und dort natürlich auch gut versorgt (inkl. Entwurmung) wird.

Wir jedoch fuhren dann zu Karstine und stellten fest, dass dort doch schon die Bauarbeiten in vollem Gange waren…;-(
Petra, eine Mitarbeiterin eines Ferienhausvermieters, die wir im letzten Jahr kennengelernt hatten, wartete schon verabredungsgemäß auf uns, um zu dolmetschen.
Wir beratschlagten also gemeinsam. Vielleicht könnte man dann besser am Abend fangen… oder vielleicht doch gleich einen Versuch starten - zwar nicht an der üblichen Futterstelle, dort war zu viel Trubel, aber ein bisschen versteckt hinter einem alten Reethaufen.
Gesagt, getan.
Wir konnten schon beim Aufstellen der Falle ein sicher hungriges Kerlchen in den Büschen sitzen sehen. Und es dauerte auch nicht lange, klapp! Ein schmales Tigerchen mit weißen Füßen und weißer Schwanzspitze. Umladen in den Umsetzkäfig und Falle wieder aufgestellt.
Noch einmal hatten wir Glück. Ein schwarzes Kätzchen mit weißen Füßen.

Mit diesen beiden fuhren wir also zur Tierarztpraxis unseres Vertrauens kurz hinter die Grenze - die Fallen blieben unscharf mit etwas Futter bestückt in den Büschen stehen.
Nach zwei Stunden hatten wir Bescheid: Das Schwarze ist ein junger Kater, das Tigerchen ein Mädchen (noch nicht tragend, so dass eine Entfernung der Eierstöcke ausreichte).
Stolz fuhren wir zurück! Der Kater bleibt über Nacht in einem großen Transportkäfig, das kleine Mädchen wurde mit seinem Korb in den Aufwachkäfig gestellt, bis es frisst oder der Käfig vielleicht anderweitig gebraucht wird.

Nach dem Heimkommen gleich einen schnellen Kaffee und dann eine Runde mit dem Fahrrad.

An der Biotonnen-Futterstelle hatte sich nichts verändert - haben die Tiere hier so reichlich zu fressen, dass sie wählerisch sein können?
Mein in der Straße „Sneppen“ deponiertes Futter war jedenfalls leer.
Aber noch fehlen uns all die bekannten Tiere:  Mikka, Maxi, Tommy, Meike und Konni….

Am Nachmittag besuchten wir kurz Harry und Carmen. Wir unterhielten uns sehr nett, auch diese Beiden setzen sich für streunende Katzen ein - und natürlich ist man dann schnell auf einer Wellenlänge.
An ihrem Haus hatten wir auch Gelegenheit Kirsten und Moritz zu sehen.
Moritz werden wir wohl doch demnächst nochmal mitnehmen zu der Tierärztin, um sein Auge anschauen zu lassen, denn das 3. Augenlid ist komplett vorgezogen und der Augapfel scheint in die Höhle gerutscht zu sein. Aber Moritz geht es anscheinend nicht schlecht, er hat ein gepflegtes Fell und frisst gut. Hoffen wir das Beste für ihn.

Nach einem schnellen Abendessen fuhren wir dann um kurz vor 19 Uhr zu Karstine. Wir hatten sie noch einmal gebeten nicht zu füttern. Und tatsächlich erwarteten uns vor dem Haus bereits 8-10 Katzen, die aber natürlich direkt in die Büsche flüchteten.
Also schnell die beiden Fallen scharf gemacht. Und es dauerte keine zehn Minuten - klapp!
Zwei Katzen waren in eine Falle gegangen. Ein graues Tier und ein graues mit weiß, wohl noch sehr jung.
Schnell in zwei Umsetzkörbe verteilt und die Falle wieder aufgestellt.
Nach wiederum nur wenigen Minuten - klapp. Aber dieses Mal war es die im letzten April kastrierte Jytte, deutlich an der Tätowierung im Ohr zu erkennen. Also ließen wir sie ziehen.
Wie es oft so ist, wurde dann die Wartezeit länger. Das Klapp der Falle und das anschließende ängstlich bis panische „ans-Gitter-Springen“ der gefangenen Tiere verunsichern natürlich die anderen.
Daher entschlossen wir uns, um die Fallen dann ein bisschen interessanter (und unwiderstehlich ;-) zu machen, Ölsardine darin zu deponieren.

Und das wirkte: Zuerst schlug die eine zu und ehe wir diese noch wegstellen konnten auch die zweite. In einer saß ein kleines schwarzes Tier, in der anderen ein Tigerchen. Dieses allerdings jagte mir einen gewaltigen Schrecken ein, denn die linke Vorderpfote ist unnatürlich abgeknickt und (offensichtlich jedoch eine ältere Verletzung) halb aufgeschlitzt und ohne Behaarung.
Daher schaute ich auch gar nicht, ob es vielleicht Elsa (auch im letzten April kastriert) ist, die wir da gefangen haben, denn ich möchte sie sowieso der Tierärztin vorstellen.
Wir brachten dann unsere vier „Gefangenen“ zu unserem Haus und deponierten sie für die Nacht in der warmen Abstellkammer.

Schließlich wurde im Haus noch die Tür der Box des kleinen kastrierten Tiger-Mädchens geöffnet und Futter, etwas zu trinken und das Klo in dem Aufwachkäfig deponiert.
Und nun hoffe ich, dass alle hier im Haus, der kastrierte Kater in seiner Transportbox, das kleine Mädchen in seinem Käfig, die vier in der Abstellkammer und auch wir gut schlafen. Wobei ich es bestimmt nicht werde…;-)

Anke

Sonntag, 16. März 2014

2. Tag - #Römö2014



Früh ausgeschlafen hatten wir. Unsere Futterschüssel draußen war um einen Meter verschoben und fast geleert worden - jedoch ohne sichtbaren Hinweis auf das dafür verantwortliche Lebewesen.
Nach dem Frühstück die erste Runde durch Sönderstrand. In der Straße „Sneppen“ war die Schüssel ebenfalls geleert, ein helles Katzenhaar war zurückgeblieben. Und kurz vor dem Grundstück, auf dem die umfunktionierte Biotonne als Futterplatz dient, sahen wir ein älteres dänisches Ehepaar, das gerade zu diesem Haus fuhr. So konnten wir hier nicht kontrollieren, ob gefressen worden war.
Thomas musste sich danach - der Arme hat starke Rückenschmerzen - auf direktem Wege nach Hause begeben. Ich machte noch ein paar Schlenker durch die Siedlung.

Und am Nachbargrundstück des Hauses, in dem wir im letzten Jahr die meisten Fangerfolge hatten, entdeckte ich in einer gemütlichen Graskuhle ein schwarzes Fellknäuel.

Leise sprach ich es an - und als sich der Kopf hob, war mir gleich klar, wer mich da anblickte: Kirsten!
Ein bisschen vorsichtig, dann aber doch bereit für ein paar Streicheleinheiten, kam das Mädchen zu mir und wurde natürlich auch gern geschmust.
Ein dichtes weiches Fell hat die Kleine, und schlecht genährt ist sie auch nicht.
Wunderbar, meine Freude war sehr groß.

So ging ich glücklich nach Hause. Ein bisschen lesen, ein wenig Mittagsschlaf. In der Scheibe spiegelte sich dann aber eine Bewegung. Und Thomas sagte im selben Moment „Wir haben Besuch.“.
Ein hübsches schwarz-weißes Kätzchen sah uns durch die Scheibe an, ganz scheu war es und lief über die Terrasse davon. Leider hinkte es leicht mit dem linken Hinterlauf. Ich lief sofort nach draußen, die Futterschüssel dabei - aber leider kam es nicht zurück.
Dennoch gelang bereits zu Anfang ein Foto, und ich brauchte nur einen Blick um zu wissen, dass uns dieses Tier schon einmal gemeldet worden war (im Februar 2013 von Inga B.). Jedoch hatten wir es (irgendwie denke ich, dass es ein Kater ist) letztes Jahr selbst nicht gesehen.

Am Nachmittag / Abend noch eine Runde mit dem Fahrrad durch die Siedlung - und bei der Gelegenheit die Wildkamera mit einem dänischen Info-Flyer an der Biotonne aufgestellt (, die übrigens wieder neu befüllt worden war).
Für morgen heisst es Daumen drücken. Wir wollen um 07:30 Uhr bei Karstine in der Inselmitte sein und dort fangen, was wir bekommen können.
Wir haben ihr ausdrücklich ausrichten lassen, dass sie heute Abend nicht mehr füttern soll, damit die Tiere morgen Hunger haben. Hoffentlich hält sie sich daran!

Anke

Samstag, 15. März 2014

1. Tag - Ankunft #Römö2014


Am Nachmittag sind wir in unserem Ferienhaus auf Römö, in Sönderstrand, angekommen. Sönderstrand im Süden der Insel haben wir dieses Mal ja ganz bewusst gewählt, weil wir hier im letzten Urlaub die meisten Katzen sahen und näher dran sein wollten.
Das übliche Einräumen des Hauses und zur Einstimmung natürlich auch das Lesen des Gästebuches im Haus. Und immer wieder wurde da von Katzen berichtet, die zu Gast waren auf der Terrasse…
Allerdings der letzte Eintrag aus September letzten Jahres.
Nun, egal, trotzdem stellten wir natürlich Futter heraus.

Dann eine Fahrrad-Runde durch die Siedlung.
Viele Häuser sind um- oder gar neu gebaut. So ist das Füttern bzw. Einrichten einer Futterstelle an den „alten Stellen“ nicht mehr ganz so einfach.
Dennoch habe ich an der umfunktionierten Biotonne am Rande der Siedlung, die wir auch schon im letzten Jahr entdeckt hatten, mit Freude gesehen, dass dort noch immer gefüttert wird. Zwei Teller mit Trockenfutter und sogar ein paar Geflügelknochen und Fischhäute.
An einem anderen Haus, in dem im letzten Jahr auch Urlauber wie Besitzer fütterten, habe ich auf Verdacht ebenfalls mal eine Schüssel deponiert.

Mit Einbruch der Dunkelheit ging es dann noch schnell zu Karstine, der älteren Dame in der Inselmitte.
Wir hatten ausgemacht, heute dort bereits die (unscharfen) Fallen zu deponieren und in den Fallen zu füttern, denn am Montag wollen wir gleich morgens dort zu fangen versuchen. Zufällig traf ich auch Karstines Sohn. Er spricht ein wenig deutsch und sagte mir, dass er seine Mutter nochmals instruieren wolle und dass sie im Moment etwa 15 Katzen rund um das Haus habe - einige davon sähen sehr krank aus…
Nun, mit Spannung und natürlich Sorgen erwarten wir die kommenden Tage!

Anke

Mittwoch, 12. März 2014

Frühling in Bjerregard

Freunde sind im Moment in Bjerregard und sie haben uns Fotos geschickt, die für sich sprechen und sich irgendwie ähneln:

Bamse

Ole
Wenn ich diese Katzen so sehe, muss ich immer an die Mitarbeiterin von "Kattens vaern" denken, die mir erzählen wollte, dass das Leben solcher Ferienhauskatzen "nicht lebenswert" sei...
Eine solche Aussage ist einfach so weit weg von der Realität!

Und auch Jannik und Jette sind noch an "ihrem" Haus glücklich und zufrieden:

Jannik und Jette

Wir freuen uns sehr darauf, dass wir die Kater und Katzen in gut einer Woche selbst auch wieder (zumindest zum Teil...;-) streicheln und ein bisschen verwöhnen dürfen.

Tausend Dank an Frank und Nicole - auch dafür, dass Ihr gerade aushilfsweise sogar die Futterstelle betreut.

Anke

Montag, 10. März 2014

Endlich wieder eine Katzensichtung - #Suse in Hegnet

Neues Jahr, neues Glück. Endlich eine Sichtungsmeldung.
Im Februar wurde Suse in der Arvidvej entdeckt.
Sie scheint den Winter gut überstanden zu haben.
Suse
Das freut uns sehr.
Bald sehen wir sie hoffentlich auch selbst gesund wieder.

Danke an Elske und Andreas für die Nachricht.

Samstag, 22. Februar 2014

Nur noch kurze Zeit...

In drei Wochen ist es soweit. Um diese Uhrzeit ist dann hoffentlich bereits das Ferienhaus eingeräumt und vielleicht die erste Sichtungsrunde in Sönderstrand gemacht. Wir haben uns viel vorgenommen dieses Frühjahr: Zwei verschiedene Ferienhäuser haben wir gewählt, das heisst nach einer Woche umziehen, denn wir wollen sowohl auf Römö unsere Arbeit fortsetzen, als auch in Bjerregard nach dem Rechten sehen und in Hemmet Strand zu fangen beginnen.

Auf Römö warten auf uns ein paar neue Katzen bei Karstine in der Inselmitte. Dort wissen wir zwar genau, wo sie sind, aber die Tiere sind sehr scheu - daher wird das Fangen wohl nicht einfach und wir werden parallel arbeiten müssen. Ja, und in Sönderstrand haben wir im letzten März noch einige Miezen gesehen, die uns leider nicht in die Falle gingen. So werden wir dort unser Glück auf's Neue versuchen.

Dann folgt Bjerregard, unser altes "Revier" - wobei wir hier natürlich gerne nach unseren vierbeinigen Freunden schauen, aber insbesondere in Hemmet Strand (auf der anderen Seite des Fjordes) ein paar Tiere einfangen und kastrieren wollen.
Mit von uns geschicktem Futter betreibt dort eine Freundin seit November eine Futterstelle, anhand der Spuren im Schnee fressen dort nicht nur ein oder zwei Katzen - und auch die Futtermenge spricht dafür. Zumal wir im letzten November auf der Wildkamera auch vier verschiedene Katzen identifizieren konnten.


So hoffen wir also, dass wir unser Spendenbudget auf Null setzen werden - das würde für einen guten Fangerfolg sprechen...;-)

Wie immer freuen wir uns über Mitleser, Daumendrücker und viele Kommentare im Blog und bei Facebook.