Freitag, 18. März 2016

4.+ 5. Tag - alle Hände voll zu tun

Gleich nach dem Aufstehen fand gestern die Entlassung der übrigen am Vortag kastrierten Tiere statt.
Also fuhren wir wie üblich zu dem Platz, an dem wir sie eingefangen hatten.
Zuerst waren das Mädchen Thea und ihr Sohn Tim an der Reihe.
Thea war relativ entspannt, lief lediglich an den ersten Wall aus Strandhafer und blieb dort sitzen. Sie schien zuerst einmal ihr Geschäft zu erledigen.
Tim war ein bisschen schneller, sah dann aber seine Mutter und blieb auch in der Nähe.

Mit bereitgestelltem Futter konnte man beide sogar zurücklocken und sie fraßen gemeinsam aus einem großen Napf:
links Thea, rechts Tim
Theo, der Nächste bei der Entlassung blieb ebenfalls im Sichtbereich, nur das Mädchen Tilda lief davon.

Im Anschluss ging es direkt zurück ins Ferienhaus. Die Körbe waren zu reinigen, um sie wieder für die zur Kastration anstehenden Tiere nutzen zu können.
Und dann ab zur Tierklinik in Lemvig.
Mit den Katzen übergaben wir die entsprechende Anzahl an Mikrochips und auch Spot-on gegen Würmer, denn auch die Medikamente sind ja sehr teuer in Dänemark.
Man war sehr freundlich zu uns und die komplette Behandlung und der Umgang mit den Tieren erschien routiniert.
Für die Abholung wurde ein Termin am Nachmittag ausgemacht.

In der Zwischenzeit - und nachdem wir dann ganz in Ruhe gefrühstückt hatten - spazierten wir bei strahlendem Sonnenschein durch die Siedlung.

Und tatsächlich konnten wir eine ganz besondere Sichtung machen:


Wir vermuten, dass es sich um Mutter und Kind handelt.
Nun, so war klar, wen wir als nächstes zu fangen versuchen wollten.
Übrigens entdeckten wir die beiden Hübschen an dem Haus, an dem wir auch am Tag zuvor das weiße Tier hatten verschwinden sehen.
Ob es sich vielleicht um dieses handelte?

Die außerdem von uns durchgeführte Befragung diverser weiterer Urlauber brachte Hinweise auf eine weiße Katze und mehrere schwarz-weiße, wobei von Tieren mit und ohne weiße Füße die Rede war.
Aber einen konkreten Hinweis auf einen Aufenthaltsort gab es nicht. Leider.
Und auch ein Rundgang durch den nahegelegenen „Sommerpark“ ergab nichts.

So fuhren wir am Nachmittag wieder zur Tierklinik.
Dort sagte man uns, dass der Kater mit der großen Verletzung an der Schulter wie befürchtet tatsächlich eingeschläfert werden musste.
Das gesamte Gelenk war von dem Abszess betroffen, hätte operiert und nachversorgt werden müssen.
Dies wäre bei einem wilden „Draußen-Kater“ nicht möglich gewesen.
So war es die einzige Lösung, da wir dem noch jungen Kater ein jämmerliches Ende im Siechtum ersparen wollten.
Dennoch bekam der Hübsche einen Namen von uns: in unserer Erinnerung soll er „Magnor“ heißen, was „Kämpfer“ bedeutet. Es erschien uns passend…:-(

Bei den übrigen drei Tieren handelte es sich um einen Kater und zwei Katzen, die wir kastriert mit ins Ferienhaus nehmen konnten.


Am Abend hatten wir uns dann entschieden einen Fangversuch der beiden weißen Katzen zu wagen, die wir am Nachmittag entdeckt hatten.
Tatsächlich hatten wir bald ein weißes Tier in der Falle. 
Aber irgendwie sah es so gar nicht nach Mädchen aus… 
Der Kopf war irgendwie zu rund.
Naja, natürlich nahmen wir es aber trotzdem mit.
Doch danach tat sich leider nichts mehr. 




Weder an dem Haus, an dem wir bis gegen 24 Uhr wachten, noch an einer weiteren Örtlichkeit, an der wir nun mehrere Tage gefüttert hatten und während des Fangversuchs die Überwachung durch die Funk-Wildcam gewährleisteten.
Wirklich sehr schade, aber nicht zu ändern.

Kater Hugo vor seiner Freilassung
Nach fünf Stunden Schlaf klingelte dann heute am Morgen der Wecker, denn zum einen waren die gefangenen Hugo, Lena und Lille freizulassen, zum anderen wollten wir nochmal eine gute Stunde für den Fang der weißen Mama nutzen…
Leider war an diesem Morgen aber gar kein Katzenwetter, so dass der Fang auch nicht klappte - die Entlassung war dafür unproblematisch.
Alle drei Miezen liefen schnell ihrer Wege.


Lena kastriert wieder in ihrem Revier

In der Tierklinik in Lemvig konnten wir auf unseren Patienten warten, denn in Narkose war schnell zu erkennen, dass es sich bei dem gefangenen weißen Tier um einen Kater handelte.

Und bei einer weiteren Runde Ansitzen nach dem Frühstück konnten wir zwei Fänge verbuchen!!
Wie sich herausstellte, waren es wieder Kater - und beide wiederum weiß.
Einer von ihnen war stattlich und erwachsen mit einem runden Katerkopf:


Der andere Fang jedoch war erst circa fünf Monate alt:


Wir vermuten, dass es sich dbei dem Kleinen tatsächlich um die Mieze handelt, die wir am Vortag mit der Mutter (?) gesehen hatten.

Tatsächlich konnten wir den beiden Herren am späten Nachmittag hier im Ferienhaus dann sogar noch etwas zum Fressen geben.
Bei dem kleinen Krümel war sogar eine Fütterung bei geöffneter Transportbox möglich ;-)

Nach dem Abendessen folgte der letzte Fangversuch für diesen Dänemark-Aufenthalt.
Leider verlief er erfolglos.
Dabei hatten wir doch noch so sehr auf ein Mädchen gehofft!

Morgen dann also die letzten beiden Entlassungen und noch ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit.
Und ein paar Stunden werden wir wohl nochmal zum Reinigen und Packen des Equipments brauchen.