Mittwoch, 14. März 2012

Tag 4 – 14.03.2012

Am Morgen auf dem Weg zum Brötchen-Holen war natürlich auch ein Tausch unserer Wildkamera-Speicherkarten angesagt - wobei aber deren Auswertung keine Neuigkeiten erbrachte.

Wie also an neue Informationen gelangen? Oft schon hatte ich in den vergangenen Jahren beim Kaufmann die Urlauber angesprochen und nach Katzensichtungen gefragt. Dieses Mal wollte ich noch direkter sein. Thomas und ich fuhren nach Hegnet. Wir brachten zuerst die Falle an das Haus im Rebekkavej, um die dort gefütterte Katze schon mal an „das große grüne Metallteil“ zu gewöhnen und konnten dabei sogar schon einen Blick auf die morgen einzufangende  Katze werfen. Ob es sich wirklich - wie vermutet - um das Geschwisterchen von Ronja und Frida handelt, was wir bei unserer Einfangaktion im Herbst 2009 nicht zu Gesicht bekamen?
Arvidvej 14.03.2012

Zur Erinnerung: Fenja hatte in diesem Herbst (das letzte Mal vor der Kastration) Junge. Im Oktober hatte Wiebke noch ein "beiges" und zwei graue Kätzchen bei ihr gesehen. Wir entdeckten im Arvidvej am Einfangtag aber nur noch zwei, die wir dann mit nach Deutschland nahmen. Im Jahr darauf schickten uns Urlauber ein Foto einer grauen Katze, offensichtlich das dritte Kätzchen aus dem Wurf. Wir sind also gespannt!

Arvidvej

 Dann teilten wir heute Hegnet  in zwei Hälften. In einer ging Thomas von Haus zu Haus, in der anderen ich. Insgesamt haben wir an 19 Häusern deutsche Urlauber angetroffen und gefragt. Einen Herrn erwischte ich „frisch aus der Dusche“ nur mit Bademantel bekleidet. Trotzdem berichtete er mir von einer schwarz-weißen Katze, die er allerdings nicht näher beschreiben konnte. Und Thomas erhielt von vier Urlauberfamilien einen Hinweis auf eine getigerte Katze an einem bestimmten Haus. Tatsächlich konnten wir sie nach fast einer halben Stunde Wartezeit an diesem Haus entdecken - allerdings nur von Ferne, da sie sehr scheu ist, und Menschen waren auch nicht Zuhause. Eine Identifizierung war daher nicht möglich.

Wieder in unserer Siedlung versuchte ich es erneut an „Janniks und Jettes Haus“ - wieder war leider die dort wohnende Dame nicht da, aber Jette konnte ich fotografieren.

Jette
Und auf dem Weg nach Hause trottete vor mir plötzlich eine schwarz-weiße Katze entlang - auf Rufen allerdings lief sie deutlich schneller, so dass mir nur ein Foto von hinten gelang. Allerdings reichte es aus: es war zweifelsfrei der bei Per fressende Kater, der noch unkastriert ist, sich allerdings auch bislang nicht einfangen ließ.
Bjerregard
Am Nachmittag dann trafen wir uns auf einen Kaffee mit Frank und Nicole, einer Bjerregardkatzen-Bekanntschaft - eine super nette Unterhaltung!

Und danach fuhr ich per Fahrrad nochmal nach Hegnet.
In der Arvidvej war die deutsche Familie zuhause, die die Tigerkatze füttert. Sie sagten auf Nachfrage, dass sie einen Zettel im Haus gefunden hätten, auf dem der Vormieter bat, die dort erscheinende Katze zu füttern, was man auch tut. Leider hatte man bisher nicht auf eine Tätowierung geachtet und habe auch keinen Fotoapparat dabei.
Also wird es an uns sein, hier nochmal eine Identifizierung zu versuchen.

Ein letztes Mal vor der Einfangaktion begab ich mich dann zur Rebekkavej. Und nicht nur die deutschen Urlauber traf ich dort an, sondern auch den dänischen Vermieter. Und ein kurzes Gespräch mit ihm, ließ mich die ganze Heimfahrt strahlen:

Er berichtete in sehr gutem Deutsch, dass es eine Eigentümerversammlung der Ferienhäuser gegeben habe, an der etwa 70-80 Personen teilnahmen. Einer der Teilnehmer holte dann einen unserer dänischen Flyer heraus und berichtete über unser Projekt. Jeder wollte dann schauen und der Flyer wurde herumgegeben. Er erzählte, dass es so viele positive Reaktionen auf unser Projekt gegeben habe und man es gerne unterstützen wolle.

Ich bin unglaublich glücklich. Dies ist so etwas wie ein Durchbruch. Wir haben die Dänen gewonnen! Nun ist es an uns, mehr daraus zu machen - und das wollen wir.