Dienstag, 13. März 2012

Tag 3, 13.03.2012


Nach dem Frühstück fuhren wir nach Thorsminde und haben uns dort an der Bebauungsgrenze mit Elena und Dennis getroffen. Die Beiden hatten uns geschrieben, da sie im Herbst eine sehr zutrauliche Katze an ihrem Ferienhaus hatten, die aber offensichtlich (, da völlig verwurmt) keinen Besitzer hatte. Dieses Tier wollten sie, wenn sie es wiedersähen, nun mitnehmen nach Deutschland. Da sie auch von anderen Katzen dort berichteten, wollten wir uns ein Bild von der Örtlichkeit machen - vielleicht käme Thorsminde als nächster Ort für Kastrationen infrage.
Nach einem netten Willkommenskaffee sind wir eine Stunde durch die Siedlung gelaufen. Tatsächlich haben wir zwei Katzen (auf unsrer Abfahrt dann noch eine) gesehen - auch Elena und Dennis sprachen von bisher drei Katzen in der Nähe der Ferienhäuser. Deutlich weniger Tiere also, als im Herbst.
Thomas und ich sehen allerdings ein Problem in Kastrationen dort, da es durchaus auch sein könnte, dass wir dann eine Katze einfangen, die einem dort wohnenden Dänen gehört - und wenn sie sich in der Lebendfalle nicht genau anschauen lässt, stellen wir am Ende erst in der Tierklinik fest, dass es sich um ein kastriertes Tier handelt. Das wäre super peinlich (und soll nicht sein!!) - scheint uns aber aufgrund der baulichen Gegebenheiten in Thorsminde (wenige Ferienhäuser und viele Häuser von dort wohnenden Dänen, die auch fließend ineinander übergehen) nicht sicher vermeidbar.
Wir wissen noch nicht, was wir tun werden.
Als wir wieder nach Hause fuhren, fragten wir auf dem Rückweg noch in Sondervig bei den Ferienhausvermietern „Novasol“ und „DanCenter“, ob dort Touristen-Meldungen über wildlebende Katzen bekannt seien.
Novasol sagte schlicht „nein“, der DanCenter-Mitarbeiter war sehr interessiert, da selbst Katzenbesitzer. Aber auch ihm war dies nicht bekannt, obwohl er selbst nur für Sondervig und die südlichen Häuser zuständig ist. Hier jedoch habe man dieses „Katzenproblem“ nicht.

Wieder zurück in Bjerregard führte uns der Weg zu unserer Futterstelle an Pers Haus. Unbedingt wollte ich aber zuvor  an dem Haus schauen, an dem im vergangenen Jahr Jannik und Jette von der Dänin gefüttert wurden, die dann plötzlich nichts mehr mit den Katzen zu tun haben wollte und sogar kattens vaern um deren „Beseitigung“ bat.
Ich traute meinen Augen nicht: Vor dem Haus saßen…..   Jannik und Jette!
Und nicht nur die Katzen saßen dort. Es gab zudem zwei Futterschüsseln und zwei große Styropor-Boxen, offensichtlich als Aufenthaltsort für kalte Nächte gedacht.
Auf viel und kräftiges Locken (auch mit einem Leckerlie) ließ sich „mein“ schöner Jannik herab, zu mir zu kommen. Zuerst durfte ich ihn nur leicht berühren, dann aber kräftiger streicheln. Fast ein bisschen dick ist er geworden, mein Lieblingskater.
Allerdings hat er eine große, ernst aussehende Wunde am linken Ohr. Also habe ich mir ein Herz gefasst und bei der Dänin geklopft. Ich wollte ihr vorschlagen, dass wir zur Behandlung mit Jannik zur Tierklinik fahren, es scheint leider wirklich nötig. Es war aber niemand Zuhause, so dass ich dort auf jeden Fall morgen wieder klopfen werde.

Bei Per war alles in Ordnung. Wir werden die Katzen dort über das Wochenende versorgen, wenn er unterwegs ist, und dann hoffentlich auch Gismo mal wieder zu Gesicht bekommen, den Schmuser.

Abends fuhr ich dann mit dem Rad schnell nochmal nach Hegnet - während Thomas unsere zweite Wildkamera beim Sohn unserer Freundin Birgit aufstellte, der in dieser Woche ebenfalls hier in Bjerregard ist und auf jeden Fall eine Katze (des Nachts) am Haus hat - die Spuren sind unverkennbar.
An unserem früheren Futterplatz in der Arvidvej waren leider nur die Möwen Abnehmer des Futters, obwohl ich es bereits gestern Abend hingestellt hatte.
An einem Haus an der Rebekkavej sprach ich dann auf der Terrasse befindliche Deutsche an. Und tatsächlich füttern diese seit gut einer Woche eine Katze.
Für morgen ist nun am Nachmittag ein Termin gemacht, an dem wir nochmals schauen dürfen (man will bis dahin ein Foto machen)- und sollte es ein nicht markiertes und damit unkastriertes Tier sein, wird am Donnerstag die Falle aufgestellt.

Fenja, 13.03.2012
Zu guter Letzt stattete ich dann noch Gitta und ihrem Mann einen Besuch ab, ein deutsches Ehepaar, das den Winter in Dänemark verbrachte. Nur eine Katze frisst derzeit an Gittas Haus - aber diese ist eine alte Bekannte, über die sich viele sehr freuen werden:  Fenja!