Mittwoch, 30. April 2014

Resumee #Römö2014



Nachdem wir nun über einen Monat wieder Zuhause sind, ein kurzes Resumee unseres Aufenthalts auf Römö:
Zuerst einmal konnten wir mehr Katzen kastrieren, als jemals zuvor in einem Aufenthalt in Dänemark.
Katzen bei Karstine
Dies ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass wir
zwei Örtlichkeiten kannten, an denen sich viele Tiere aufhalten und deshalb dort gezielt fangen konnten.

Bei Karstine, der älteren Dame in der Inselmitte, waren dies neun Tiere:  fünf Kater und vier weibliche Katzen.
Mit den bereits im April 2013 gefangenen sind das nun insgesamt 13 kastrierte Tiere bei Karstine.

Katzen bei Karstine



Nach Auswertung unserer Wildkamera, die ja fast jeden Tag bei Karstine an der Futterstelle stand, können wir sagen, dass sich bei ihr insgesamt 16 Katzen aufhalten.





Katzen bei Karstine





Von den dreien, die wir nur von Fotos kennen, ist eines ein Langhaariges, das sicher „nur mal so“ vorbeikommt (war auch nur 1 x da) und hoffentlich ein Zuhause hat (zumindest sah das Fell äußerst gepflegt aus).





Katzen bei Karstine




Bei den anderen beiden Tieren ist uns leider das Geschlecht nicht bekannt, so dass wir nicht wissen, ob wir nochmal Nachwuchs „zu befürchten“ haben.







Katzen am Hotel/Camping


Unsere zweite „Baustelle“ war das Hotel Kommandörgarden mit angeschlossenem Campingplatz im südlichen Teil der Insel.
Nachdem wir kurzentschlossen fragten, ob wir dort kastrieren dürfen und man uns mit offenen Armen empfing, schafften wir in den letzten zwei Tagen immerhin noch fünf weibliche Katzen und zwei Kater.



Katzen am Hotel/Camping
Glück war es wirklich, dass wir eine solche Quote (männlich/weiblich) erwischten, denn wir nahmen, was uns in die Finger bzw. die Falle kam - nach Geschlecht konnten wir nicht sortieren.
Wir gehen noch von etwa 6-8 weiteren Tieren am Hotel aus, wahrscheinlich kommen in diesem Jahr aber noch einige dazu.

Insofern ist das Hotel Kommandörgarden für unseren nächsten Aufenthalt wieder fest eingeplant. Und dann ab dem ersten Fang-Tag!



Zudem konnten wir einen Kater im Ferienhausgebiet Sönderstrand fangen und kastrieren und sahen von den im letzten Jahr kastrierten Tieren zwei weibliche Katzen (Kirsten und Meike) und einen Kater (Moritz) wieder.

Insgesamt haben wir auf Römö also nun in zwei Jahren 28 Katzen kastrieren lassen können!

Anke

Freitag, 28. März 2014

14. Tag - #Bjerregard2014


Fenja, 2010

Am Morgen fuhr ich mit dem Fahrrad nach Hegnet. Zu gern wollte ich ja noch - vor unserer morgigen Abreise - wissen, ob Fenja und Uta den Winter gut überstanden haben.
Doch auch nach einer Stunde durch die Siedlung hatte ich noch keine Spur entdeckt.
Zufällig sah ich zwei deutsche Urlauber und fragte sie nach Katzen. Ja, gerade vorhin hätten sie ein Tier gesehen, ein helles, fast weißes mit ein bisschen braun.
Wow, das konnte nur Fenja sein!

So schaute ich dann auch noch bei den Dänen vorbei, die Uta nun schon zwei Winter versorgt hatten. Leider waren sie nicht Zuhause - eine Entwurmungspille hinterließ ich aber doch mit einer Nachricht und Grüßen von uns.
Und dann hatte ich Glück und traf die Dänin, die mit ihren Dackeln in der Siedlung lebt.
Sie berichtete mir, dass sie Fenja im Winter zwei Monate nicht gesehen habe - und vor kurzem sei sie wieder aufgetaucht. Sie füttere sie nun regelmäßig an ihrem Haus und wolle ihr auch einen Unterschlupf bauen. Auch dort hinterließ ich eine Tablette.
Ach ja, und da sie Kontakt zu dem anderen dänischen Ehepaar hat, konnte sie bestätigen, dass es auch Uta gut geht.
Das sind doch wirklich erfreuliche Neuigkeiten!

Um die Mittagszeit machte ich mich nochmal auf die Suche nach Lilly und Ole im hinteren Bereich des Bjerregardvejs, aber leider wurde ich nicht fündig…:-(

Da mir das Haus der dänischen Familie, an der (wahrscheinlich) Luna versorgt wird, bekannt ist, führte mich meine Fahrrad-Runde schließlich auch noch dorthin. Und bei schönem Wetter blieb ich auch ein bisschen dort. Und das Warten lohnte sich, plötzlich war sie da:

Scheu, aber ein Foto war möglich. Und der bräunliche Farbstich des Fells und die Zeichnung:
Ja, es ist Luna! Die erste Sichtung seit 2010. Erst im letzten November hatte der Hausbesitzer mit uns Kontakt aufgenommen und berichtet, dass er eine tätowierte Katze versorgt.
Es freut uns sehr, dass es auch Luna gut geht und sie so einen tollen Platz hat!
In den Jahren zwischen 2010 und 2013 waren wir bei zwei Sichtungen zwar von Luna ausgegangen, inzwischen wissen wir es aber besser: diese beiden Meldungen aus dem Bjerregardsvej waren Ole, der sich nach seiner Kastration von Hegnet nach Bjerregard aufgemacht hatte und hier inzwischen sesshaft ist.

Dann waren wir heute noch in Hemmet Strand und holten die dort noch zurückgelassene Wildkamera. Leider war Lily noch nicht darauf zu sehen - aber zwei Tiere hatten die Futterstelle nach der ganzen Unruhe schon wieder angenommen. Eines war ein schwarz-weißes, das immer wieder um die Fallen geschlichen, aber nie hineingegangen war. Das andere ist eine rote langhaarige Katze. Bei beiden sind uns die Geschlechter nicht bekannt.

Nun sitzen wir an unserem letzten Abend dieses Aufenthalts im Ferienhaus.
Viele nette Menschen haben wir in diesem Urlaub kennengelernt oder wiedergesehen, vielen sind die Sommerhauskatzen nicht (mehr) egal - und das ist das Beste, was passieren konnte.
Tausend Dank dafür!

Wenn wir dazu beigetragen haben, so ist das der schönste Lohn für unsere Arbeit. Von Zuhause werden wir diesen Dänemark-Aufenthalt nochmal Revue passieren lassen: 20 Katzen haben wir kastrieren lassen, zehn Kater und zehn Katzen - und vor allem haben wir hier fast alle bisher kastrierten Tiere wiedergesehen, auch darüber werden wir mit Fotos berichten.

Anke






Donnerstag, 27. März 2014

13. Tag - #Bjerregard2014



Die Nacht war für mich sehr durch Nachdenken geprägt.
Am Abend hatten wir Lily nämlich nicht mehr in den Aufwachkäfig gepackt, da sie bereits in ihrer kleinen Transportbox alles andere als still hielt.
Sollten wir sie also wirklich noch zwei Tage behalten?

Lily
Am Morgen, als es dämmerte, hörten wir durch zwei Räume, dass auch das Mädchen offensichtlich wach geworden war und nicht in ihrer Box bleiben wollte. Gut, dass so eine Transportbox ausbruchssicher ist. Jedenfalls war sie offensichtlich mehr als bereit in die Freiheit entlassen zu werden.
So packten wir sie ins Auto. In Hemmt waren nicht nur beide Fallen leer, sondern auch die davor platzierten Trockenfutter-Stückchen nicht angerührt.
Die Fallen und Fangaktion hatten in der Katzenpopulation wohl doch viel Unruhe gestiftet. Nun, so sind unsere Kastrationsaktionen für dieses Jahr abgeschlossen.

Lily wurde sehr entspannt in die Freiheit entlassen, sie blieb im Gebüsch sogar nochmal sitzen und drehte sich zu uns um, bevor sie sich davon machte.

Alles Gute, kleine Lily! Eine Hoffnung haben wir noch, Dich vielleicht nochmal wiederzusehen, nämlich auf der Wildkamera, die wir noch bis morgen Nachmittag dort stehen lassen. Das wäre schon sehr beruhigend.

Auf dem Rückweg holten wir die Wildkamera aus der Arvidvej und fanden bei einer Durchsicht unsere Vermutung bestätigt: Suse und Einar geht es gut, sie sind Hegnet treu geblieben.

In der Mittagszeit wurden dann Fallen, Umsetzkäfige und Transportkörbe gründlich gesäubert und für die Heimfahrt am Samstag bereitgestellt.
Danach noch eine Runde über die Futterstelle (Bamse erhielt bei seinem dichten Fell ein Spot-on gegen Flöhe) und (wie jeden Tag bisher) ging es auch an dem Haus vorbei, an dem unsere erste kastrierte Katze (im Jahr 2007) Jule versorgt wird. Bis jetzt hatten wir sie aber nicht gesehen, nur gestern hatte ich eine Futterschüssel auf der Terrasse entdeckt.

Und heute: Ja! Sie saß tatsächlich dort, die kleine Jule.
Jule, erste kastrierte Bjerregardkatze
Unser erstes „Bjerregarder Erfolgsmodell“. Ein bisschen scheuer ist sie geworden, aber ihre charakteristischen Kerben auf der Nase und die Zeichnung sprechen für sich. Es ist Jule.
Ach, ist das schön.

Anke

Mittwoch, 26. März 2014

12. Tag - #Bjerregard2014



Am Morgen blieben wir zuerst einmal ohne Frühstück.
Es ging daran, die „stinkenden Kater“ (Mats und Jasper genannt) wieder in die Freiheit zu entlassen. Wir fuhren also nach Hemmet Strand.
Zuerst dort der Blick um die Ecke - in Erwartung einer geschlossenen Falle, wahrscheinlich aber mit einem Igel besetzt…;-(
Aber nein, es saß etwas Anderes darin: eine schwarz-weiße Katze. Eben jene, die uns im letzten Herbst von den Hemmet-Urlaubern Sibylle und Uwe gemeldet worden war und die die Beiden ziemlich sicher als Mädchen identifiziert hatten.
Schnell wurde die kleine Lily (so haben sie Sibylle und Uwe genannt, so dass wir jetzt eine Lilly in Bjerregard und eine Lily in Hemmet Strand haben) ins Auto gebracht.

Dann holten wir die beiden Kater. Beide waren entspannt, wollten zuerst gar nicht aus dem Korb heraus - dann liefen sie aber doch zurück in ihr Revier.
Mats
Die Fallen wurden neu bestückt und bleiben über Tag stehen - vorweg nehmen kann ich aber schon, dass wir leider keinen Fang mehr zu verzeichnen hatten heute.
Lily wurde also in der Tierklinik abgegeben. 4,2 kg wiegt sie.
Lily
Den Vormittag vertrieben wir uns dann mit Lesen und Bilder sortieren. Das Wetter war schlecht.
Am Mittag machte ich mich nochmal auf eine Runde durch Bjerregard. Alle befragten Urlauber antworteten unisono „Katzen haben wir hier nicht gesehen.“
Eigentlich ist das gut so, denn die kastrierten haben ihre Futterstellen - und Kleine gibt es eben nicht mehr hier, somit auch nicht so viele Katzen, wie noch vor Jahren, als jeder Urlauber in Bjerregard von Katzen zu berichten wusste.
Leider fehlen mir bislang nur die im letzten November kastrierten Micky und Marie!

Kurz nach 14 Uhr meldete sich dann ein Mitarbeiter der Tierklinik. Die Katze sei zur Abholung bereit.
Tatsächlich saß Lily schon aufrecht in ihrem Korb, allerdings noch mit riesigen Pupillen.
Außerdem erfuhren wir, dass das Mädchen beginnend tragend war - sechs kleine Kätzchen hätte sie in ein paar Wochen geboren!
Lily wurde bei uns also zuerst dunkel und warm gestellt - heute Abend zieht sie um in den Aufwachkäfig, wo wir sie vermutlich bis Freitag beobachten und möglichst auch füttern wollen, da es natürlich bei der OP nicht mit einem kleinen Schnitt abging.

Am Nachmittag dann eine Tasse Kaffee und interessante Gespräche mit unserem Futterstellenbetreuer Per, danach fuhren wir zur vorletzten Fallenkontrolle nach Hemmet Strand. Leider waren dieses Mal beide leer. Und auf der Wildkamera war den ganzen Tag über auch nur ein Tier zu sehen. Ebenfalls schwarz-weiß, jeden Tag war diese Katze schon da, aber sie streckt lediglich den Hals in die Falle und futtert die direkt am Eingang liegenden Trockenfutter-Bröckchen.
 So haben wir morgen früh die letzte Chance auf einen Fang…

Zuhause kam Nora zum Abendessen auf unsere Terrasse - am Nachmittag hatte ich bereits eine Wurmtablette für das Mädchen bei dem sie versorgenden dänischen Ehepaar abgegeben. Der Herr erzählte mit Freuden, wie lieb Nora sei, wieviel Mäuse sie mitbringe und dass sie gerade auf der Couch schlafe.
Die kleine Nora hat es wirklich gut getroffen!

Ach ja, es gibt auch von dem Haus in der Arvidvej in Hegnet, in dem die Besitzer die Katzen füttern, und wir jetzt für zwei Tage eine Wildkamera aufgestellt hatten, noch etwas zu berichten: Außer zwei getigerten Katzen (wahrscheinlich Suse und Einar) fressen dort auch zwei Marder. Tja, auch solche Mitesser bleiben nicht aus.

Anke