Unsere Freundin Birgit hatte in der Woche vom Freitag,10.08., diesen durstigen Tiger zu Gast. Gleich beruhigend für uns zu lesen, dass die Tätowierung im Ohr gut sichtbar war!
Sehr wahrscheinlich handelt es sich um Nora, die eine feste Anlaufadresse im südlichen Teil der Siedlung hat.
Vielen lieben Dank Birgit! Grüße an Deine Lieben!
Anke & Thomas
private Tierschutzarbeit für verwilderte Hauskatzen in Ferienhausgebieten an der dänischen Nordseeküste
Sonntag, 19. August 2012
Sonntag, 12. August 2012
Katzensichtung im Bjerregardsvej 61
Am vergangenen Dienstag wurde diese Katze am späten Abend im Bjerregardsvej 61 gesehen.
Anhand dieses Bildes sind wir leider nicht 100%ig sicher, um welchen Gesellen es sich dabei handelt.
Es könnte sich um Nora oder Jule handeln.
Vielen lieben Dank an Steffi,
Achim und Isabelle,
und viele Grüße an Bjerregardausreißer Pepe!
Samstag, 14. Juli 2012
Kein Einzelfall - verwilderte Hauskatze auch in Vejlby / Vrist
Die Situation in Bjerregard (so, wie sie früher war) ist sicherlich kein Einzelfall in Dänemark. Das erfahren wir regelmäßig, seit wir unser Handeln öffentlich gemacht haben.
Diese Mail (auszugsweise) erreichte uns vor wenigen Tagen:
Vor zwei Wochen machten meine Familie und ich Urlaub in Vrist an der Nordseeküste von Dänemark. Ich wählte dieses Urlaubsland in der Hoffnung diesmal keine hungrigen Katzen zu sehen wie in den südlichen Ländern. Aber weit gefehlt. Dass ein modernes Land wie DK in Sachen Tierschutz so unterentwickelt ist enttäuscht mich maßlos. Da ich beim Anblick von leidenden Tieren nicht wegschauen kann, versuche ich auch grenzübergreifend zu helfen, soweit ich kann.
...
In dem oben genannten kleinen Freizeitpark entdeckte ich sofort mehrere Katzen, die sehr dünn waren. Ein Kater, natürlich nicht kastriert, war sehr anhänglich und ich wollte ihn mit nach Deutschland nehmen.
...
Ich kam jedoch noch mit der Betreiberin des Parks ins Gespräch. Sie gab den Katzen Futter und wollte sich auch um den Kater kümmern. Ich sagte ihr, wie wichtig es sei die Katzen zu kastrieren. Damit schien sie allerdings überfordert zu sein. Dann zeigte sie auf einen benachbarten Bauernhof und sagte, dass die Katzen sicher alle von dort kommen.
Größere Kartenansicht
Ja, es stimmt, dass wir wahrscheinlich in Bjerregard, mit den speziellen Rahmenbedingungen, erfolgreich waren und es scheint an der Zeit, weiter zu ziehen. Gegen Uneinsichtigkeit bei den Menschen in Dänemark, wie auch hier in Deutschland, können wir natürlich wenig ausrichten.
Die Wahl unseres nächsten Zieles in DK wird natürlich mit solchen Nachrichten immer schwieriger. Man hat das Gefühl, gar nicht zu wissen, wo man anfangen soll.
Thomas
Vor zwei Wochen machten meine Familie und ich Urlaub in Vrist an der Nordseeküste von Dänemark. Ich wählte dieses Urlaubsland in der Hoffnung diesmal keine hungrigen Katzen zu sehen wie in den südlichen Ländern. Aber weit gefehlt. Dass ein modernes Land wie DK in Sachen Tierschutz so unterentwickelt ist enttäuscht mich maßlos. Da ich beim Anblick von leidenden Tieren nicht wegschauen kann, versuche ich auch grenzübergreifend zu helfen, soweit ich kann.
...
In dem oben genannten kleinen Freizeitpark entdeckte ich sofort mehrere Katzen, die sehr dünn waren. Ein Kater, natürlich nicht kastriert, war sehr anhänglich und ich wollte ihn mit nach Deutschland nehmen.
...
Ich kam jedoch noch mit der Betreiberin des Parks ins Gespräch. Sie gab den Katzen Futter und wollte sich auch um den Kater kümmern. Ich sagte ihr, wie wichtig es sei die Katzen zu kastrieren. Damit schien sie allerdings überfordert zu sein. Dann zeigte sie auf einen benachbarten Bauernhof und sagte, dass die Katzen sicher alle von dort kommen.
Größere Kartenansicht
Ja, es stimmt, dass wir wahrscheinlich in Bjerregard, mit den speziellen Rahmenbedingungen, erfolgreich waren und es scheint an der Zeit, weiter zu ziehen. Gegen Uneinsichtigkeit bei den Menschen in Dänemark, wie auch hier in Deutschland, können wir natürlich wenig ausrichten.
Die Wahl unseres nächsten Zieles in DK wird natürlich mit solchen Nachrichten immer schwieriger. Man hat das Gefühl, gar nicht zu wissen, wo man anfangen soll.
Thomas
Sonntag, 8. Juli 2012
Da war doch noch: Nora :-) im Humlegardsvej
Uta im Arvidvej gesichtet - es geht ihr gut!
| Arvidvej |
Kurz und knapp war die Meldung, die wir Ende Juni aus Bjerregard erhielten:
Hallo,
folgende Katze hält sich regelmäßig über
mehrere Stunden in der abgelaufener Kalenderwoche im Hinterhof des o.g.
Ferienhauses auf. Ich denke, daß die Katze frei laufend ist.
Schon bei den ersten Bildern war klar, wer da im Arvidvej regelmäßig zum Fressen kam.
Und es war für uns eine riesengroße Erleichterung!
Schließlich hatten wir die kleine Uta nach ihrer Kastration und dem Aussetzen am Haus im März diesen Jahres nicht mehr gesehen.
Das, was uns jetzt aber berichtet wurde, lässt keinen Zweifel, dass sie nichts anderes gemacht hat, als die Zeit davor - mit Ausnahme Nachwuchs zu bekommen! :-)
Vielen lieben Dank an Nadine,
alles Gute kleine Uta!
Thomas
![]() |
| Uta, Juni 2012 |
Samstag, 24. März 2012
23.03.2012 - Tag der Heimfahrt
Morgens um 6:00 Uhr hatten wir uns den Wecker gestellt. Schlecht geschlafen hatten wir beide, so dass es nicht so schwer fiel noch ein bisschen früher aufzustehen als sonst.
Meine Gedanken waren sehr oft bei Paul in dieser Nacht...
Nun mussten wir uns aber um Kimi kümmern, unsere "letzte-Drücker-Kastration".
Ab ins Auto mit ihm und zu unserer Futterstelle.
Ein bisschen ließ er sich bitten, bevor er mit großen Sprüngen in die Dünen verschwand.
Kurz wollte ich noch schauen, wer an der Futterstelle vielleicht "auf Wiedersehen" sagen würde.
Und tatsächlich hatte Carrie wohl in einem der gebauten Höhlen die Nacht verbracht und Gismo thronte auf einem Stuhl auf der Terrasse. Er bekam zum Abschied von mir noch ein Medikament gegen seine Ohrmilben ins Genick - wenig erfreut zog er dann ab...
Danach hieß es für uns räumen und packen.
Um 09:30 Uhr verabschiedeten wir uns für dieses Jahr von Bjerregard - noch ein bisschen trauriger als sonst.
Die Heimfahrt war völlig problemlos, und so konnten wir schon gegen 19:00 Uhr unsere Miezen Zuhause streicheln.
Vielen Dank schon einmal an dieser Stelle für all die Mails und Kommentare, die wir während unseres Aufenthaltes bekamen und vor allem auch für die tröstenden Worte nach Pauls Tod.
Wir werden zeitnah nochmal etwas von uns lesen lassen.
Anke
Meine Gedanken waren sehr oft bei Paul in dieser Nacht...
| Kimi |
Ab ins Auto mit ihm und zu unserer Futterstelle.
Ein bisschen ließ er sich bitten, bevor er mit großen Sprüngen in die Dünen verschwand.
Kurz wollte ich noch schauen, wer an der Futterstelle vielleicht "auf Wiedersehen" sagen würde.
Und tatsächlich hatte Carrie wohl in einem der gebauten Höhlen die Nacht verbracht und Gismo thronte auf einem Stuhl auf der Terrasse. Er bekam zum Abschied von mir noch ein Medikament gegen seine Ohrmilben ins Genick - wenig erfreut zog er dann ab...
Danach hieß es für uns räumen und packen.
Um 09:30 Uhr verabschiedeten wir uns für dieses Jahr von Bjerregard - noch ein bisschen trauriger als sonst.
Die Heimfahrt war völlig problemlos, und so konnten wir schon gegen 19:00 Uhr unsere Miezen Zuhause streicheln.
Vielen Dank schon einmal an dieser Stelle für all die Mails und Kommentare, die wir während unseres Aufenthaltes bekamen und vor allem auch für die tröstenden Worte nach Pauls Tod.
Wir werden zeitnah nochmal etwas von uns lesen lassen.
Anke
Donnerstag, 22. März 2012
12. Tag – 22.03.2012, Abschied von Paul
Ich möchte vorweg nehmen, was mich heute Abend so traurig
macht, dass ich auch nun schon wieder weinen muss: Paul war zu krank, um ihn
noch behandeln zu können, er wurde heute Nachmittag in der Tierklinik von
seinen Leiden (und die hatte er wirklich) erlöst.
Als ich heute am Morgen zu unserer Futterstelle kam, da sah
mich der alte Paul schon aus dem Futterhaus heraus an. Schnell ging ich also zu
ihm, goss ein bißchen Katzenmilch in eine Schüssel, schob diese in die Falle
und blieb daneben sitzen. Paul ging ganz brav hinein und ich schloss hinter ihm
die Klappe. Er trank seine Milch aus und wollte dann gehen. Ein bisschen
unruhig wurde er, aber ich bot ihm als Umstieg unseren dunklen Katzenkorb an -
und er ging sofort hinein. Er legte sich sogar hin und als ich ihn dann fünf
Minuten im Auto stehen hatte, war er schon eingeschlafen. Eigentlich
befürchtete ich schon zu diesem Zeitpunkt, dass wir ihn nicht wieder aussetzen
würden… Er schien ein so müder, alter Kater zu sein.
Also ließ ich ihm seine Ruhe und machte die Falle erneut
scharf, denn schließlich wollten wir ja auch den zweiten Kater, den schwarz-weißen,
am Vormittag noch namenlosen, fangen. Kaum war ich mit Paul zu Hause
angekommen, um ihn dort „zwischenzuparken“, klingelte mein Handy. Per teilte
uns mit, dass auch der andere Kater gefangen sei. Also holten wir auch ihn ab
und fuhren in die Tierklinik. Auf dem Weg zu Pers Haus lief uns dabei nochmal
Lilli über den Weg. Immer wieder kommt es zu Überraschungen am letzten Tag.
| Sofus |
Danach machten wir einen ausgedehnten Spaziergang bei
wundervollem Wetter. Und je länger es dauerte, bis uns jemand anrief, desto
größer wurde meine Hoffnung, dass es gut ausgehen könnte…
Aber um kurz nach 14 Uhr dann klingelte das Telefon: Die
Tierärztin sagte mir (und sie habe auch ihre Chefin zu Rate gezogen), dass es
wohl keine Hoffnung mehr für Paul gebe. Die Entzündung sei schon zu lange
vorhanden und zu weit fortgeschritten. Er bräuchte eine warme, zugfreie Umgebung
über viele Wochen und jeden Tag Augentropfen. Zudem so meinte sie, müsse er
aufgrund des Zustands des Auges große Schmerzen haben und es sei trotz einer
möglichen Behandlung nicht klar, ob er die Infektion überstehen könnte. Sofort
erinnerte ich mich an den Eindruck vom Morgen. Es schien mir, als sei er
einfach nur froh, in diesem dunklen Korb seine Ruhe zu haben. So traf ich dann
weinend die Entscheidung ihn zu erlösen, nicht ohne die Tierärztin zu bitten
ihn dabei zu streicheln, da er das so liebte und so laut schnurren konnte…
Eine Stunde später rief man uns wiederum an und teilte mit,
dass der andere Kater nun kastriert sei und wir auch ihn abholen könnten. Also
fuhren wir nach Nörre Nebel und nahmen „Kimi“ (so soll unser schwarz-weißer
Kämpfer ab heute heißen) und Paul in Empfang. Paul wollte ich hier in
Bjerregard beerdigen.
Zuhause stellten wir Kimi in einen Abstellraum, wo er die
Nacht dunkel und geschützt verbringen könnte.
Und mit Paul ging ich gemeinsam seinen letzten Weg. Ich
legte ihn an einen stillen Platz, an dem er nun seine Ruhe und keine Schmerzen
mehr hat. Viele Gedanken gingen mir dabei durch den Kopf. Wie viele Nachkommen
mag er in seinen mindestens 9 Katerjahren wohl gezeugt haben? Ich erinnerte
mich an das erste Mal, als ich ihn sah, als er mit einem anderen großen Kater,
Peter, kämpfte. Auch Peter war regelmäßig an unserer Futterstelle, bis er im
vorletzten Winter plötzlich nicht mehr wiederkam…
| Fenja |
Danach schaute ich nochmal bei dem älteren, dänischen Paar
hier vorbei, das Nora versorgt und ließ auch dort eine Wurmtablette. Das Paar
freute sich sehr mich zu sehen und erklärte, wie froh sie über ihre Nora seien.
Trotzdem war dies der traurigste letzte Abend in Bjerregard.
Paul ist sicher bereits über die Regenbogenbrücke gegangen…
Er hat es verdient.
Anke
Auf den letzten Drücker - Fangaktion am Morgen des 22.03.2012
Ein toller Erfolg auf den letzten Drücker.
Am frühen Morgen gelang es Anke, die letzten beiden Kater einzufangen. Beide sind z. Zt. verpackt und warten auf ihre Kastration in der Tierklinik Nörre Nebel. Zumindest bei einem besteht jedoch die Befürchtung, dass es der letzte Gang ist.
Ganz früh war Anke bereits an der Futterstelle. Allein, mit Auto, Falle und Käfig ausgestattet. Es dauerte nicht lange und der alte Paul ging in die Falle. Mindestens 8 Jahre alt und ein echter Kämpfer. Jetzt kämpft er nur noch mit einem sehr stark entzündeten Auge.
Paul zum Haus gebracht und die Falle wieder scharf gemacht reichte es nur zum Ausziehen der Jacke und schon ging der Nächste in die Falle. Der scheue schwarz/weiße Kater, der uns die vergangenen Tage nur auf ein paar Meter heran ließ, war hineingetappt. Er scheint äußerlich gesund und fit.
Neuigkeiten über den spannenden Tag gibts dann heute Abend. Bitte Daumen drücken für den alten Paul!
Thomas
Am frühen Morgen gelang es Anke, die letzten beiden Kater einzufangen. Beide sind z. Zt. verpackt und warten auf ihre Kastration in der Tierklinik Nörre Nebel. Zumindest bei einem besteht jedoch die Befürchtung, dass es der letzte Gang ist.
Ganz früh war Anke bereits an der Futterstelle. Allein, mit Auto, Falle und Käfig ausgestattet. Es dauerte nicht lange und der alte Paul ging in die Falle. Mindestens 8 Jahre alt und ein echter Kämpfer. Jetzt kämpft er nur noch mit einem sehr stark entzündeten Auge.
| Paul |
| Noch namenlos |
Neuigkeiten über den spannenden Tag gibts dann heute Abend. Bitte Daumen drücken für den alten Paul!
Thomas
Mittwoch, 21. März 2012
11. Tag – 21.03.2012 - und eine Rechnung
| Einar |
Heute durften wir ausschlafen. Aber gleich um 8:00 Uhr fuhr
ich nach Hegnet. An der Arvidvej erwartete mich bereits Einar, er hatte sich
auf einer der beiden Terrassen des Hauses in die aufgehende Sonne gelegt und
wartete wohl auf das Frühstück, das er natürlich auch bekam!
In der Rebekkavej war das Futter leider wieder von den Möwen
geholt worden. Wo nur ist unsere arme, kleine Uta? Keiner hat sie seit Montag,
seit wir sie nach der OP herausgelassen haben, mehr gesehen.
Ein Aufruf an alle
unsere Leser: Wer in diesem Jahr in Hegnet eine zierliche silbergraue Katze
sieht, bitte, wenn möglich, unbedingt fotografieren und uns eine Mail schicken!
Sie ist die einzige in dieser Färbung, daher gibt es auch bei Fotos aus
größerer Entfernung keine Verwechslungsgefahr.
Am Nachmittag wollten wir nochmal eine Fangaktion zwecks
Kastration und Behandlung von Paul bzw. dem schwarz-weißen Kater versuchen.
Als wir bei Per ankamen, berichtete dieser, dass Paul gerade
weggegangen war. Und kurz nachdem wir nach knapp zwei Stunden Wartezeit wieder
dort weg waren, kamen sogar beide Kater. Es ist einfach unglaublich - so, als
ahnten sie es…
Eigentlich hatten wir vor, morgen den letzten schönen Urlaubs-Sonnentag
hier zu genießen und nicht auf Katzen zu warten bzw. nochmals nach Nörre Nebel
zu fahren, aber wahrscheinlich werden wir es nochmal versuchen.
Tja, sonst gibt es nichts zu berichten vom heutigen Tage.
Am späten Nachmittag tourte ich mit dem Fahrrad zwei Stunden
durch Bjerregard. Keine Katzen (leider auch weder Ole noch Luna, die uns hier
in der Siedlung fehlen) und auch keine Urlauber, die Katzen gesehen haben.
Also hatte ich Zeit wieder einmal zu rechnen:
Nimmt man alle von uns hier kastrierten Katzen und rechnet
für jede weibliche Mieze in jedem Jahr nur drei Junge ein (ohne Kinder und
Kindeskinder), so kommen wir auf 87 nicht geborene Katzen. Und ich habe dabei
tatsächlich nur die Katzen gerechnet, die nun auch noch hier sind (also in
diesem Jahr noch von uns gesichtet wurden bzw. die Jahre, in denen wir sie
sahen), also die Jungen tatsächlich auch hier geboren hätten. Diese Zahl von 87
Katzen ist also das absolute Minimum.
Wenn von den drei geborenen Jungen dann nur eines ein
Katzenmädchen gewesen wäre, wären bei wiederum je drei Jungen nochmal weitere
141 Nachkommen entstanden. Und auch hier habe ich noch mit wenig Mädchen unter
den geborenen Tieren gerechnet.
Anke
Dienstag, 20. März 2012
10. Tag – 20.03.2012
Mitten in der Nacht meinte ich ein Kruscheln aus dem Auto zu
hören, das direkt neben unserem Schlafzimmerfenster geparkt ist, also stand ich
auf und ging im Schlafanzug nach draußen: Ich leuchtete dem armen Jannik ins
Gesicht, der ganz brav in seinem Korb saß und sein Schicksal für diese Nacht wohl
hinnahm. Also wieder ins Bett, denn um 7:00 Uhr klingelte der Wecker.
Schnell in die Bjerregardsvej ans Haus der dänischen Dame: Futter in die Falle und scharf gemacht. Aber Jette schien sich zu erinnern und fraß lediglich das Anlock-Futter aus der Schale vor der Falle und das erste in der Mitte - weiter in Richtung des Auslösers ging sie nicht. Also rief ich Thomas an, dieser kam mit unserem selbst gebauten „Fernauslöser“. Wir befestigten einen Haken am Auslöser und von dieser ging ein Faden weg, den ich, versteckt hinter einer Wand, in der Hand hielt. So musste Jette nicht bis zum Auslöser hinein - da sie klein genug ist, konnte man die Falle betätigen, wenn man sicher wusste, wo sie sich befand. Deshalb setzte Thomas sich ins Auto, beobachtete die doch eigentlich hungrige Jette und gab mit dann ein Zeichen. Ein kurzer Zug meinerseits an dem Faden - und klapp, Jette saß in der Falle.
| Jannik nach Tierarztbesuch |
Mit Jette dann ab in die Tierklinik.
Danach gefrühstückt und dann schnell zu Pers Haus.
Eineinhalb Stunden Wartezeit - wieder ohne Ergebnis. Nur Gismo und dieses Mal Carrie
ließen sich sehen - wobei man Gismo auch hätte übersehen können, so gut
getarnt, wie er im Strandhafer lag:
| Gismo |
Danach holten wir Jette ab und sie wiederum blieb bis zum Abend in unserer Obhut und wurde dann wieder an „ihrem“ Haus herausgelassen.
Am Nachmittag schaute ich schnell nochmal bei Jannik vorbei
und traf die dänische Dame. Wieder hatten wir ein sehr schönes Gespräch. Sie
kümmert sich inzwischen unglaublich um beide Katzen - sogar Wurmpillen gibt sie
ihnen und Leckerlie. Nur leider, so erzählt sie, geht Jannik nicht wirklich
freundlich mit „seiner Lebensgefährtin“ um. :-(
Wahrscheinlich hat sogar er ihr den Biss am
Schwanz verpasst, unter der sie nun so litt und der in der Tierklinik ebenfalls
geöffnet und gespült wurde. Nun, so sind Katzen manchmal.
Außerdem berichtete sie mir, dass an ihrem Haus über den
Winter zwei andere Katzen erschienen waren, Jannik duldete sie jedoch nicht, so
dass sie sich wieder entfernten. Beide waren jedoch tätowiert und eine ließ
sich auch streicheln und hatte ganz weiches Fell!
| Einar |
Am späten Nachmittag gingen wir nochmal nach Hegnet. In der
Arvidvej saß bereits Einar an unserer vorübergehenden Futterstelle und auch nur
er erschien auf der Wildkamera.
Im Rebekkavej jedoch konnten wir leider bisher Uta nicht
mehr entdecken. Hoffentlich hat sie - jetzt nach ihrer frischen OP - eine andere
Futterstelle gefunden. Sie hat es doch gerade im Moment so dringend nötig.
Anke
Montag, 19. März 2012
9. Tag – 19.03.2012
| Uta |
Um 5 Uhr den Wecker gestellt und nochmal bei Uta
reingeschaut, nachdem sie gestern Abend wieder eine Portion Katzenmilch
verdrückt hatte. Auch die Sichtung der „Big Brother“-Aufnahmen in ihrem Käfig
sprachen dafür, dass sie wieder munter ist. Das Feuchtfutter hat sie zwar nicht
angerührt, dafür aber die vier Stückchen Leckerlie mit ihren Schmerztabletten.
Und da ich ihr gestern Abend versprochen hatte, dass die „Knast-Zeit“ heute
vorbei sei, verluden wir also nach dem Frühstück den Käfig und fuhren nach
Hegnet.
Alle zur Verdunklung genutzten Handtücher und Bettlaken
hochgeklappt, einen Moment gewartet und schon raus aus dem Korb und ab in die
Dünen. Thomas blieb nur ein ganz schnelles Foto:
| Uta zurück an ihrem Haus, kastriert und gesund |
Nun haben wir dort die Wildkamera aufgestellt, um zu sehen,
ob sie zum Fressen wieder an das Haus kommt (und natürlich, ob es ihr gut
geht).
Auf der Rückfahrt hielten wir kurz am Haus eines deutschen
Ehepaares, das den Winter über in Hegnet verbrachte und seit einigen Wochen
Fenja füttert. Tatsächlich sahen wir sie in der Sonne liegen - sie meckerte uns
an, weil wir sie bei ihrem Schönheitsschlaf störten…;-)
| Fenja, 19.03.2012 |
An dieser Stelle muss der Webmaster einmal (nicht ganz ernst gemeint) bemerken, dass ich sie nicht gestört habe und sie mich auch nicht angemeckert hat! Thomas, der Webmaster, ;-)
| Lilli, meckert auch... |
Am Nachmittag dann hatten wir ja vor, noch einen der
unkastrierten Kater bzw. Paul zur
Tierklinik zu fahren. Natürlich kamen aber nur Gismo und Lilli - die anderen
ließen sich nicht blicken.
So ging ich zu Jannik und Jette und habe mich sehr nett mit
der dänischen Dame unterhalten. Sie wiederum war sehr erfreut, dass wir uns um
die Bissverletzung von Jannik kümmern wollten und so musste eben er kurzentschlossen
nochmal nach Nörre Nebel heute…
Er ließ sich - zwar unwillig, aber ohne bösartige Gegenwehr
- in den Katzenkorb schieben und zwei Stunden später holten wir ihn wieder ab.
Die linke Wange musste geöffnet und gespült werden. Ein
Depot-Antibiotikum soll die restlichen Keime vernichten. Ursache war wohl ein
Katzenbiss - die durch die Zähne verursachten Löcher gut zu erkennen. Da
natürlich aber auch er in Narkose behandelt werden musste, haben wir wieder
einen Patient heute Nacht - der aber in seinem Korb im Auto schlafen wird.
Für morgen ist die Vorbereitung bereits im Gange: die
(unscharfe) Falle steht vor dem Haus der dänischen Dame; Jette bekommt darin
bereits ihr Abendessen serviert. Und morgen früh werde ich mein Glück
versuchen.
Anke
Sonntag, 18. März 2012
8. Tag – 18.03.2012
Nichts gefressen hat die kleine Uta über die Nacht - und geschlafen
hat sie in ihrer Toilette…
Also war unsere Stimmung dem Wetter entsprechend: schlecht.
Am Vormittag ging’s auf dem Weg zu Pers Haus bei Jannik und
Jette vorbei, beide saßen wie üblich vor dem Haus. Jannik konnte ich dieses Mal
sehr ausgiebig streicheln und fühlte dabei neben der sichtbaren Ohrverletzung
auf derselben Kopfseite einen riesigen verkapselten Abzess, fast in Tischtennisballgröße.
Das wird man aufschneiden müssen, also bleibt auch ihm eine erneute Narkose in
der Tierklinik nicht erspart. Bei Jette mache ich mir mehr Gedanken, wie wir
sie eingefangen bekommen, da sie so scheu und ängstlich ist.
Die letzten Tage werden wir also noch viel Arbeit haben.
Bei Per saß im strömenden Regen Gismo unter dem Vordach und
freute sich sichtlich und hörbar, dass ich kam. Schnell ein wenig geschmust und
dann 150 Gramm Feuchtfutter - mmh.
Nachmittags blieben wir Zuhause, es regnete weiter. Sabine
kam zu Besuch, wir hatten sie vor zwei Jahren über ihren damals entlaufenen
Kater „Kater“ kennengelernt, der sich nach ihrem Umzug entschlossen hatte,
ebenfalls an unserer Futterstelle zu bleiben. Er ist ein echter Draußen-Kater,
da er Sabine ursprünglich ebenfalls zugelaufen war, von ihr kastriert wurde und
über Sommer immer mit ihr in einem kleinen Ferienhaus wohnte.
Abends hatte der Regen dann aufgehört und wir liefen nach
Hegnet - im Gehen konnten wir gerade noch hören, dass Uta zumindest ihre frisch
hingestellte Katzenmilch schleckte. Hoffentlich frisst sie über Nacht, dann
können wir sie mit gutem Gewissen entlassen morgen früh.
In Hegnet füllten wir die Futternäpfe in der Arvidvej und
tauschten die Speicherkarte der Wildkamera. Und auf dem Rückweg, aufgrund der
Dämmerung kaum mehr zu erkennen, entdeckten wir noch einen Tiger - anscheinend derselbe,
der auch an der vorübergehenden Futterstelle (mit Wild-Kamera) frisst.
Gerade eben ergab der Vergleich mit unseren Fotos aus 2010:
es ist Einar!
| Einar, 17.03.2012 |
Anke
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