Mittwoch, 25. November 2015

... und zwei kastrierte Mädchen



Tatsächlich war es gestern am Morgen sehr einfach, die beiden Katzenmädchen am Reiterhof einzufangen.
Am schwierigsten war es, die Kleinen davon abzuhalten, ebenfalls mit in die Transportbox zu klettern...;-)
Kaum hatten sich jedoch die Türchen hinter den erwachsenen Miezen geschlossen, schon begann das Miauen…
Schnell die Kleinen noch gefüttert und dann ab zum Tierarzt.
Schon eineinhalb Stunden später holten wir beide Mädchen wieder ab:
Frisch kastriert, entwurmt, mit einem Spot-on gegen Flöhe (davon hatten sie reichlich) versehen, tätowiert und gechipt.
Die Rückfahrt auf die Insel war still, die Miezen lagen noch im Dämmerschlaf.
Mitgebracht haben wir auch ein Wurmmittel und Spot-on für die Kleinen. Auch die sollen ihre Plagegeister - zumindest einmal - loswerden.

Da das Wetter richtig schlecht war gestern, verbrachten wir dann den Rest des Tages im Ferienhaus.
Später besuchte uns Petra, die sich um die Futterstelle hier in der Inselmitte kümmert.
Mit ihr fuhr ich dann auch noch mal kurz zum Reiterhof, wo die Kleinen bei Betreten des Stalles direkt aus dem Stroh hervorkamen - so dass zumindest die Wurmkur schon mal verabreicht werden konnte und sie danach auch noch eine kleine Portion Futter bekamen, zusätzlich zu ihrer Abendration durch den Reiterhof-Besitzer.

Die Mädchen hier im Haus blieben die Nacht über sehr ruhig. Erst heute am Morgen begannen sie herumzukruscheln und zu miauen, so dass wir sie noch vor dem Frühstück wieder zum Reiterhof zurückbrachten.

Herta im linken Korb, Flora im rechten

Auch der Besitzer des Hofes kam hinzu, freute sich sichtlich, dass seine Miezen wieder da waren und versprach, die vier Katzen nun dort zu lassen und weiterhin zu versorgen.
Wir hingegen sagten zu im Frühjahr wiederzukommen und die beiden Kleinen zur Kastration zu bringen - immerhin sind die nächsten Ferienhäuser gleich um die Ecke, so dass eine Kastration absolut in unserem Sinne und für unsere Sache dienlich ist.

Nachmittags dann machten wir einen Spaziergang entlang des Wassers, sogar die Sonne kam dabei heraus.


Die Auswertung der Wildkamera an der Kompost-Futterstelle in Sönderstrand brachte leider nur Fotos eines Fuchses - keine Meike (, die wir dort ganz fest erwartet hatten!) und auch sonst keine Katze. Das macht uns etwas traurig, da es bislang immer regelmäßigen Katzenbesuch dort gab.

Die Wildkamera in der Inselmitte zeigte leider ebenfalls nur vier Katzen:
Lale, Sylvia, Lasse und einen unkastrierten Kater, der uns aber bekannt ist (nur nicht gefangen wurde).

oben Lasse und Lale, unten Sylvia und der kräftige Kater

Morgen wollen wir dann mal die Futterhäuser in der Inselmitte und am Hotel Kommandoergaarden sauber machen.
Zu tun haben wir hier sonst tatsächlich nichts. Keine weiteren Hinweise und auch von uns keine neuen Katzensichtungen!
Also doch mal Urlaub.

Anke

Montag, 23. November 2015

Römö, nun doch



Wie ursprünglich geplant, dann aber zwischenzeitlich abgesagt…
Nun sind wir doch diese Woche gemeinsam auf Römö.
Warum nicht auch mal versuchen, auf dieser Insel Urlaub zu machen und eine Auszeit vom beruflichen Stress zu nehmen. Sich den Wind um die Nase wehen lassen, die Nachbarinsel Sylt besuchen und nicht nur unter Hausterrassen und Büsche schauen und nach Katzen suchen.
Wie sich vermuten lässt, haben wir schon heute gegen die „guten Vorsätze“ verstoßen - sonst würden wir es ja hier nicht schreiben…

Auf jeden Fall sind wir gestern angekommen. Die Fahrt war OK, allerdings begann es hinter Hamburg kräftig zu schneien.
Nur ein kleines Ferienhaus in Havneby haben wir gebucht, keinen Platz für den Aufwachkäfig eingeplant.

Dennoch führte der erste Spaziergang am gestrigen Nachmittag zu der Kompost-Futterstelle in Sönderstrand. Ist ja schließlich egal, wo man spazieren geht. 
Oh je, sie existiert zwar noch, war aber komplett leer. Das hatten wir so zuvor noch nicht gesehen. Aber gut, so füllten wir Futter in die Teller und stellten die Wildcam dazu.

Abends dann kein Katzenfangen, sondern gemütliches Auf-der-Couch-Sitzen…

Heute tagsüber ein schöner Spaziergang durch die Siedlung (ohne Katzensichtug).
Nur mit diesem Vierbeiner hier:


Aber der Nachmittag war einem Besuch am Futterhaus in der Inselmitte vorbehalten.
Keine Katze dort - zufällig trafen wir aber Karstines Sohn, der uns sagte, dass nach seiner Meinung nicht mehr als vier Katzen noch dort zum Fressen kämen.
Das wären tatsächlich sehr wenig. Von den dort kastrierten 14 Katzen wissen wir, dass vier verstorben sind und zwei weitere (junge Tiere) relativ kurz nach der Kastration verschwanden (vielleicht von jemandem mitgenommen, da sie nicht nur sehr hübsch, sondern auch zutraulich waren).
Aber was ist mit den restlichen Katzen? Zwar ist die Straße direkt neben dran, dennoch…
Also wird auch dort (hoffentlich) eine Wildcam weitere Informationen liefern.

Im Anschluss suchten wir das „Dog In“, ein Geschäft für Hunde, ebenfalls in Kongsmark, auf.
Wir hatten dort ein super-nettes Gespräch mit einer der Besitzerinnen.
Wir informierten sie über unsere Arbeit und sie versprach, interessierte Kundschaft auf uns hinzuweisen und uns bei Bedarf auch zu unterstützen.
Vielen Dank, Birgit!

Tja, und dann taten wir es doch:
Wir hatten ja noch diesen Hinweis auf einen Reiterhof hier auf der Insel.
Auf dem sollte es Katzen geben…
Also statteten wir dem Besitzer einen Besuch ab.
Sehr offen sagte er uns, dass er Katzen habe. Diese seien auch nicht kastriert.
Aber wenn wir das machen wollten, nur zu.
Er beschrieb uns, wo wir die Tiere finden könnten.
Und tatsächlich: beim Öffnen der Schiebetür des Stalls kamen uns die Miezen schon entgegen.
Zwei ausgewachsene Katzenmädchen und zwei Jungtiere (wir schätzen sie um die 12 Wochen, ein Kater und eine Katze).
Besonders die Kleinen (reine Tigerchen) sind total zutraulich und verschmust.



Der Besitzer füttert die Katzen morgens und abends. Einen trockenen Platz im Stall haben sie auch. Weiter kümmert er sich jedoch nicht. Es ist also wie auf vielen Höfen bei uns.

So werden wir morgen früh die beiden Mädchen in je einen Korb zu locken versuchen (oder mit sanfter Gewalt einpacken) und kastrieren lassen.
Die Kleinen sind dann erst im nächsten Frühjahr dran, da wäre es jetzt noch viel zu früh.

Ein Spaziergang in der Dämmerung brachte mir dann noch eine sehr erfreuliche Sichtung in Sönderstrand:
Kirsten

Sie saß auf der Fußmatte eines Ferienhauses in der Straße Strandskaden.
Wahrscheinlich war sie dort in der letzten Woche gefüttert worden und wollte sich deshalb nicht so recht von dem Haus trennen.
Alte Gewohnheiten der Ferienhauskatzen.
Die neuen Bewohner, die während meiner Anwesenheit nach Hause kamen, hatten sie jedenfalls noch gar nicht entdeckt!

So, nun aber erstmal den gemütlichen Abend genießen!
Draußen regnet es. Dunkel ist es schon lang.

Anke

Mittwoch, 18. November 2015

Wieder Zuhause


Ein kurzes Update noch bezüglich der vergangenen Woche:
Den Wecker hatte ich mir am Tag meiner Heimfahrt am Samstag auf 5 Uhr gestellt.
Aber bereits ab gegen 4 Uhr ließ Pit mich nicht mehr schlafen. Er kruschelte in seiner Kiste herum, so dass ich schließlich aufgab und aufstand…;-)

Tatsächlich gab es sogar eine Regenpause, so dass ich den Korb in Ruhe und Trockenheit aus dem Auto ausladen konnte - wie immer ganz in der Nähe der Stelle, an der die Katze auch gefangen wurde.
Und nur ein paar Sekunden später rieb sich jemand an meinen Beinen:
Mimi erschien zu Pits Freilassung und schnüffelte ganz interessiert an seinem Korb.

Pits Freilassung - unten den Augen Mimis...;-)

Dann ging alles sehr schnell. Kaum ging das Türchen auf, flüchtete Pit aus der Gefangenschaft, blieb jedoch in den angrenzenden Büschen sitzen.
Gut, dass Mimi da war.
Und dann hieß es Abschied nehmen. Von Mimi fiel mir das wirklich schwer, habe ich das nette, unkomplizierte und verschmuste Mädchen doch sehr ins Herz geschlossen!
Aber es musste sein und der wieder einsetzende Regen ließ sie dann auch davon laufen.
„Pass auf Dich auf, Mimi.“

Die Katzensachen waren dann schnell gesäubert und zusammengepackt, das Ferienhaus schnell aufgeräumt.
Beim Einladen ins Auto dann wurde ich aber „geduscht“. Grrrrrr. Und der Wind war heftig.
So gar kein Katzenwetter.

Die Heimfahrt aber lief gut, wobei ich merkte, dass die Woche doch ziemlich anstrengend war.
So war ich auch abends froh, auf der heimischen Couch zu sitzen, ohne ein unzufriedenes Miauen aus dem Abstellraum oder Ausbruchsversuche aus dem Katzenkorb zu hören und wieder mal in Ruhe ausschlafen zu können.
Thomas berichtete ich dann am Sonntag genauestens über alle Geschehnisse.

Sehr freut uns, dass die Urlauber an Mimis Haus das Mädchen nun noch in dieser Woche füttern werden.
Und, siehe da: Kaum ist eine (wenn auch nur vorübergehende und nicht ständig verfügbare) Futterstelle eingerichtet, schon kam ein weiterer felliger Gast zum Fressen:

völlig unbekannt und seeeeehr hungrig

Na, die Frage des Ortes unseres nächsten DK-Aufenthalts im März 2016 scheint noch nicht geklärt.

Jedenfalls ist nun auch in Bork Havn ein Anfang gemacht.
Die drei kastrierten Katzen sind nach Aussagen der Tierärzte in einem guten Allgemeinzustand.

In Hemmet Strand wird die durch eine bauliche Nachrüstung gegen Füchse und Schakale (auch die soll es am Ringköbing Fjord geben!) gesicherte Futterstelle gut angenommen.

Und in Bjerregard ist zum Glück sowieso alles beim Alten…;-)

Wobei:
Leider war das Wetter nicht dazu geeignet, dort auf eine stundenlange Suche nach einer vielleicht neuen Katze zu gehen - denn noch immer ist ja die Frage offen, woher „Klein-Pedder“ kam.

Hier würden wir uns wirklich freuen, wenn unsere Leser ihre Freunde und Bekannten aufmerksam machen könnten, die sich in den kommenden Monaten in Bjerregard (insbesondere rund um die Bjerregardsvej/Sigfr.-Jensens-Vej/Julianevej) aufhalten.
Übersandte Fotos von Katzen (mit den Beobachtungsörtlichkeiten) sind nun wieder besonders wichtig - denn vielleicht können wir dann im nächsten Frühjahr auch hier noch etwas tun, wenn nötig.
Eine unkastrierte Katze würde sonst innerhalb kurzer Zeit unseren großen Erfolg in Bjerregard zunichte machen.

Anke