Dienstag, 25. November 2014

4. Tag - Erfolge, aber auch Trauriges


Am Morgen wurden zuerst unsere drei Patienten von gestern wieder in die Freiheit entlassen.
Stine - schnell weg...
Die beiden Mädchen waren dabei richtig schnell.

Stine





Ulla
Das Katerchen ließ sich bitten, lief dann aber auch davon.

Torge
Dann die Katzenkörbe reinigen und ab zum Tierarzt.

Da wir fünf Tiere brachten, fuhren wir nach der Abgabe wieder zurück ins Ferienhaus, da die Kastrationen erst etliche Stunden später fertig sein würden.

Bei schönem Wetter waren wir am Nachmittag dann unterwegs.
Ein langer Gang durch Sönderstrand brachte mir nur eine, aber immerhin die Sichtung von Kirsten ein, die sich im Moment an einem Haus in der Straße Dvaergternen eingerichtet hat, obwohl sie dort nicht gefüttert wird (es ist das Haus, das wir selbst im März bewohnten).
Leider aber ist sie, so sagten mir die Urlauber, allein dort erschienen.
Das ist kein gutes Zeichen, wie ich finde, denn sonst waren sie und Moritz immer unzertrennlich. Was mag ihm wohl zugestoßen sein?

Später trafen wir uns an dem Haus in der Inselmitte, das der älteren Dame, Karstine, gehörte, mit deren Sohn und einer guten Bekannten, Petra.
Leider ist Karstine nun vor einigen Monaten verstorben. Wir wollten also gemeinsam mit dem Sohn überlegen, wie es dort mit den Katzen weitergeht.

Die Fütterung hat in den letzten Monaten Petra übernommen. Sie ist Mitarbeiterin bei einem Ferienhausvermieter und füttert zweimal wöchentlich an Karstines Haus. So war das neue Futterhaus auch dringend nötig, um das Futter trocken zu halten, da nicht täglich jemand da sein kann, der sich kümmert. Das Futter selbst schicken wir auch zu Petra, die es dann in Rationen mit nach Römö nimmt.

Karstines Sohn ist mit der Verfahrensweise so einverstanden. Die Katzen dürfen bleiben, zumindest vorerst.

Das Futterhaus haben wir an einem etwas geschützten Platz aufstellen können. Über den Winter wird es trotzdem seine Bewährungsprobe erfahren…

Ja, und als wir schon mal an der Futterstelle waren, sahen wir auch eine der Katzen, die wir noch nicht fangen konnten, die aber offensichtlich schon alt sein musste, was das Aussehen des Fells sogar auf der Wildkamera zeigte. Tatsächlich gelang es uns, dieses Tier einzufangen.
So nahmen wir es am Abend mit zum Tierarzt, da wir dort ja ohnehin die anderen fünf abholen mussten. Wir wollten überprüfen lassen, ob es der Fellnase noch gut geht.

Die Katze wurde also in Narkose gelegt, denn anfassen ließ sie sich nicht. Und dann stellten wir fest, dass sie ein offenbar schon seeeeeeehr altes Mädchen war, das zudem erheblich von Parasiten befallen war und sich wohl auch kaum noch putzte.
Wir befürchteten alle, dass sie es sicher nicht mehr lange schaffen würde. So entschlossen wir uns, sie von der Narkose über die Regenbogenbrücke zu schicken.
Armes Mädchen, nun hatte sie von uns noch nicht einmal einen Namen bekommen können.
Einmal mehr macht uns das traurig - aber vielleicht waren wir auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort, damit sie nicht in ein paar Wochen hätte leiden müssen und ihr keiner zu einem raschen Ende hätte verhelfen können.
Schlaf gut, kleines altes Mädchen. Zumindest hattest Du ein langes Leben ohne Hunger - dank Karstine.

Gute Nachrichten gab es dann aber noch von den gefangenen Katzen.
Drei Mädchen wurden kastriert und ein Kater.
Der aufmerksame Leser fragt sich nun, was mit dem fünften Tier ist, das wir am Morgen zum Tierarzt gebracht hatten.
Nun, das war ein bereits im März kastriertes Mädchen, dessen Tätowierung wir aufgrund der schwarzen Fellfarbe leider in der Falle nicht hatten erkennen können.
So war sie leider umsonst in Narkose gelegt worden - und muss nun ebenso wie die anderen die Nacht bei uns verbringen.

Der Abend am Hotel Kommandörgarden brachte mir leider nur einen neuen Fang ein:
noch unbekannten Geschlechts
Ein weiteres Tier, das in die Falle ging, war der erst am Morgen entlassene graue Kater.
Er hat offensichtlich schnell vergessen - oder großen Hunger.
Zudem schlichen Knut und Madita um die Falle herum.

So haben wir nun am Hotel von den im März kastrierten Katzen immerhin drei wiedergesehen:
Knut, Madita und Mia.
Madita
Und während unserer Wartezeiten dort haben wir vier Katzen entdeckt, die wir noch nicht gefangen haben.
Also geht es morgen Abend weiter.

Anke

Montag, 24. November 2014

3. Tag - weitere Fang-Erfolge


Schon in der Nacht wurden wir ein paar Mal wach, da unsere drei Fellnasen erfolglos auszubrechen versuchten. Um 06:30 Uhr klingelte dann auch der Wecker.
Ein Blick auf die Terrasse zeigte, dass unser nächtlicher Futtergast wieder da war - und dieses Mal hatten wir auch die Wildkamera aufgestellt. Also schnell noch ein Blick auf die Speicherkarte:


 Aha, vielleicht können wir sogar einen Fang direkt am Haus machen…

Dann luden wir die am Abend gefangenen Miezen ins Auto und ab ging es zur Tierarztpraxis unseres Vertrauens.
Während wir (gespannt) warteten, ein Frühstück beim Bäcker im Ort.

Und bei der Abholung erfuhren wir, dass wir zwei Mädchen und einen Kater gefangen hatten. Alle Tiere sind wohlgenährt und überstanden die Kastration gut.

eines der beiden Mädchen

Noch schlafend nahmen wir sie mit ins Ferienhaus zurück und stellten sie wieder dunkel und warm.

Wir selbst machten eine Pause auf der Couch, danach wurden die bei Karstine aufgenommenen Fotos der Wildkamera sortiert, überflüssige gelöscht - aus 800 mach 300….;-)

Und dann: Ängstlich, aber doch zielstrebig kam ein Kätzchen auf unsere Terrasse. Ich glaubte es nicht. Es war doch tatsächlich die Katze, die wir genau hier an diesem Haus am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes im März 2013 erstmals sahen - und damals natürlich nicht mehr einfangen konnten. Na die müssten wir doch nun wirklich bekommen können!


Am späten Nachmittag dann machten wir uns auf nach Sönderstrand. Dort hatten wir ja auch noch eine Kamera an einem der Ferienhäuser in der Straße Dvaergternen stehen, an dem sehr oft von Feriengästen gefüttert wird.
Die Katzen Kirsten und Moritz sind dort eigentlich Stammgäste.
Und die Auswertung der Kamera ergab Erfreuliches - wenn auch keine Überraschung  :-)

Kirsten
 
Dann ging es zum Hotel Kommandörgarden. Wie versprochen, wollten wir dort weiter fangen
Kaum angekommen, gingen wir mit der ersten Falle und dem Futter-Rucksack zu unserem angestammten Platz. Da kam uns schon die erste Mieze entgegen: Ein dreifarbiges ganz hübsches Tier. Die Kleine maunzte uns laut an, ließ sich streicheln und schnurrte dabei.


Also holte Thomas einen Korb, ich nahm sie hoch und setzte sie hinein.
So einfangen kann Katzenfang auch (manchmal) sein! ;-)

Dann aber doch die Falle vorbereitet.
Keine 20 Minuten später den zweiten Fang, ein schmales Tigerchen mit weiß.

Weitere 15 Minuten später das dritte Tier, schwarz mit weißem Unterfell. Eine sehr auffällige Fellfärbung. Auch sie ließ sich anfassen und durch leichtes Schieben in die Falle befördern, die ich dann mit der Hand auslöste.

Und schließlich war nach weiteren 45 Minuten die vierte Katze gefangen, ein schwarzes Tier mit weißem Lätzchen, die gestern Abend bereits mehrfach den Kopf in die Falle gestreckt hatte, aber wieder hinaus gegangen war.

Alle wurden am Ferienhaus warm untergestellt. Und die letzte Falle auf der eigenen Terrasse scharf gestellt. Keine fünf Minuten und es machte „Klapp“.
Jedoch bleib keine Zeit sich das Tier genauer anzuschauen, denn es war total wild und drehte in der Falle völlig durch. Den Überwurf darüber und ab ins Auto damit - sonst machen wir diese Nacht kein Auge zu.
Ob es also nun tatsächlich das graue hübsche Tier vom letzten März ist, das wir da in der Falle haben, werden wir erst morgen sehen…

Und gleich geht es ins Bett, denn morgen heisst es wieder früh aufstehen.

Ach ja, eines noch:
Die Hotel-Besitzerin von Kommandörgarden hat sich nun mit uns für Mittwochnachmittag verabredet - und wir sind uns schon fast einig, dass wir für die Katzen ein Futterhaus aufstellen dürfen.
Besser als die Fütterung am Müll, wo auch Scherben und gefährliche Metallteile herumliegen.

Anke

Sonntag, 23. November 2014

2. Tag - Fänge am Hotel Kommandörgarden


Am Morgen als erstes der Blick zu der obligatorisch auf der Terrasse stehenden Futterschüssel. Sie war tatsächlich leer. Aber wir hatten keine Wildkamera aufgestellt - so bleibt uns der Futtergast noch verborgen. Vielleicht erwischen wir ihn in der kommenden Nacht…

Nach dem Frühstück ging es zu Karstines Haus. Dort wechselten wir zum einen die Speicherkarte der Wildkamera, zum anderen bauten wir dort das neu gekaufte Futterhaus auf.
vorher
Es soll das Futter im Winter zumindest trocken halten und auch einen gewissen Schutz gegen Möwen und Igel bieten.
Wir haben es unweit der aktuellen Futterstelle aufgestellt, ein bisschen im Schutze der Büsche. 

nachher
Und, wie sich am Nachmittag herausstellte, haben es die Katzen auch bereits angenommen. Perfekt!

Dann fuhren wir nach Sönderstrand.
Trotz eines langen Spaziergangs durch die Ferienhaussiedlung keinerlei Katzensichtungen. In der von einem dänischen Ehepaar auf ihrem Grundstück stehenden zu einem Futterplatz umgebauten Thermo-Komposter entdeckten wir frisch aufgefülltes Katzenfutter. Dort können sich die Vierbeiner also noch sättigen. Schön, dass es auch hier ein paar solcher Plätze gibt, wenn auch weniger als in Bjerregard.

Am Nachmittag kamen uns Freunde besuchen, die regelmäßig Urlaub in Bjerregard machen und uns dort bereits mit Rat und Tat unterstützten.
In ihrem Beisein sichteten wir die Fotos der Speicherkarte von der Nacht an Karstines Haus.
Viele bekannte Fellnasen entdeckten wir an der Futterstelle.
Ganz sicher waren das:
Ole, Jytte, Lasse, Baghira, Lale, Rocky und Nils.

vier auf einem Foto...
Und auch das schwarze Tier mit den weißen Hinterläufen, das wir im März nur auf der Kamera hatten und nicht einfangen konnten, war zu sehen und ist Gast an der Futterstelle.

Nach dem Abendessen fuhren wir mit unserer Fang-Ausrüstung zum Hotel Kommandörgarden.
Gut drei Stunden brachten wir dort zu.
Entgegen der Absprache hatte man leider bereits Reste des Buffets zum Füttern nach draußen gestellt.
Trotzdem war relativ schnell eine Katze gefangen.

Knut
Bei einem Blick ins Ohr stellte sich jedoch heraus, dass es Knut war, den wir bereits im März hatten kastrieren lassen.
Also wurde er wieder befreit.

Drei Katzen gingen uns danach noch in die Falle.
Alles neue Fänge.
Ein Tiger, der spuckte, fauchte und knurrte.
Ein silbergraues, zierliches noch junges Kätzchen, überaus freundlich und sogar in der Falle anfassbar und schnurrend. Da tut es mir jetzt schon leid, sie wieder in eine ungewisse Zukunft entlassen zu müssen.
Und zuletzt eine schwarze Katze - bei allen dreien wollen wir uns aber geschlechtlich nicht festlegen.
Das wird uns morgen am Mittag die Tierärztin sagen.

Sehr problematisch ist dort am Hotel die Vorliebe der Katzen für gewürzte Speisen.
Da kommt man mit dem üblichen Katzenfutter nicht gut weiter…:-(

Die drei gefangenen Tiere haben wir nun in dem so wunderbar geeigneten warmen Abstellraum unseres Ferienhauses untergebracht.
Zum Glück waren sie eben auch ganz ruhig. Ein paar Stunden werden sie vielleicht sogar schlafen.

Morgen Abend werden wir definitiv weiter am Hotel zu fangen versuchen.
Und ein Gespräch mit der Hotel-Besitzerin steht am Nachmittag auf dem Programm.
Auch sie soll ein wenig Verantwortung übernehmen.
Mal sehen, wie wir sie davon überzeugen können.

Anke

Samstag, 22. November 2014

1. Tag - Anreise

      Eine Woche Römö im November hat begonnen.
Wir sind gut angekommen.
Erst Nebel, dann blauer Himmel, hinter Kiel wurde es dunkler und bereits kurz vor der Grenze nach Dänemark begann es zu regnen. So kamen wir bei völlig grauem Himmel und Dauerregen auf Römö an.


Zuerst ein Besuch bei unserer Freundin Petra, die nun schon seit einigen Monaten die Katzen in der Inselmitte am Haus von Karstine betreut, denn diese ist leider gestorben.
Mehr dazu noch in einem späteren Eintrag.
Dann ging es zu unserem Ferienhaus. Das Auto auspacken, das Haus einräumen und für die eine Woche wohnlich einrichten.
Schnell etwas essen und dann zu Karstines Haus, das derzeit leer steht.
Die Futterstelle dort war fast geleert.
Und da es leider noch immer regnete, war auch keine Katze zu sehen.
Also schnell vier große Dosen und 400 Gramm Trockenfutter in die Schüsseln gepackt.
Noch einen Blick in das angelegte Futterdepot und beim Wenden des Autos saßen dann schon vier Fellnasen an dem soeben aufgefüllten Futter.
Wir konnten einen Tiger, einen Tiger mit viel weiß und ein schwarzes Tier mit weiß erkennen. Eine Identifizierung oder gar ein Foto war jedoch aufgrund der Dunkelheit nicht möglich.
Also müssen wir uns bis morgen gedulden.

Was steht morgen auf dem Programm?
Nun, natürlich diese Futterstelle (mal sehen, was es bei Helligkeit zu erkennen gibt…;-), dann auch ein Gang durch Sönderstrand (das Haus, an dem sich Kirsten und Moritz regelmäßig aufhalten, ist zur Zeit nicht vermietet) und dann selbstverständlich auch das Hotel Kommandörgarden.
Hoffen wir, das Wetter ist dann ein bisschen besser.

Anke

Sonntag, 16. November 2014

Sehr gute Neuigkeiten von #Hemmet Strand

Nach dem Hinweis im letzten Herbst auf Katzen im Ferienhausgebiet Hemmet Strand (auch am Ringköbing Fjord und "nur" 30 km von Bjerregard entfernt) hatten wir im März dort zu fangen begonnen.
Es war uns (trotzdem die Katzen dort extrem scheu und vorsichtig sind) gelungen, zwei Kater und eine Katze (Mats, Jasper und Lily) einzufangen und kastrieren zu lassen.
Lily war zum Zeitpunkt der Kastration trächtig.
Zum Glück waren die sechs Kleinen in ihrem Bauch noch sehr klein.
Da Lily mit ihrer Gefangenschaft so gar nicht zurecht kam und am nächsten Morgen wieder komplett munter war, entschlossen wir uns trotz der schweren OP die Kleine wieder in die Freiheit zu entlassen.
Natürlich erhofften wir uns ganz besonders von ihr daher gute Neuigkeiten in diesem Herbst - eine Freundin fuhr nämlich in das Haus, an dem die Futterstelle für die Hemmet Strand-Katzen eingerichtet ist.

Und es gab gute Neuigkeiten:
Nicht nur eine völlig gesunde und fitte Lily, sondern auch etliche andere Katzen kamen regelmäßig zum Fressen.
Immerhin gab es in den vier Wochen, in denen Sibylle und Uwe dort waren, neben dem üblichen Trockenfutter auch Feuchtfutter für die Fellnasen.
Lily

Mats

Geschlecht unbekannt - noch unkastriert und namenlos

Geschlecht unbekannt - noch unkastriert und namenlos

Geschlecht unbekannt - noch unkastriert und namenlos

Wir haben nun vor, im März 2015 eine Woche in Hemmet Strand zu verbringen, um näher am Geschehen zu sein und nicht von Bjerregard aus fahren zu müssen.
So können wir die Fallen fast 24 Stunden stehen lassen, da wir sie regelmäßig kontrollieren können.

Danke an Sibylle und Uwe für die Informationen und den Kontakt zu "Salingo", die uns nun schon einige Futterspenden für Hemmet Strand zukommen ließen.

Anke

Mittwoch, 5. November 2014

Hinweise auf Katzen auf #Römö

Leider haben wir über das Jahr kaum Hinweise auf die Aufenthaltsorte der Katzen von der Insel Römö erhalten.
Insbesondere aus der Siedlung Lakolk gibt es keine Meldungen, obwohl wir auf anderem Wege erfuhren, dass dort wohl einige Tiere leben.

An dem großen Müllplatz des Campingplatzes Kommandörgarden, in dessen Nähe wir im März mit Kastrationen begannen, gelangen einer Bekannten im Juli Fotos - allerdings nur im Dunkeln, da die immer hungrigen Tiere sich dort erst im Schutze der Dunkelheit heraustrauen.


Diese Erfahrung hatten auch wir bereits im März gemacht.


Wir sind gespannt, ob wir die Tiere bzw. ihren Unterschlupf rasch finden, um mit dem Fangen erfolgreich zu sein.
Da der Campingplatz im Winter nicht mehr genutzt wird, kann es sein, dass die Katzen auch wieder zu dem Müllplatz am Hotel "umziehen", wo sie mit den Essensresten gefüttert werden.
Aber wir werden gleich am zweiten Tag unseres Aufenthaltes die Fallen einsetzen, um hoffentlich direkt am Montag mit den ersten Tieren zur Kastration fahren zu können.

Anke