Montag, 16. März 2015

10. Tag - drei Kater kastriert, ein Jungtier gefangen



Um 6 Uhr klingelte der Wecker, denn wir wollten am Morgen gern noch ein drittes Tier fangen
Also fuhr ich - noch gar nicht ganz wach ;-) - zur Futterstelle und machte die Falle scharf.
Als wir mit dem Frühstück im Ferienhaus dann fertig waren und aufbrechen wollten zum Tierarzt, meldete uns die Funkkamera eine Bewegung.
Und tatsächlich saß da etwas in der Falle… und es sah ganz so aus, wie das unbekannte weiße Tier mit dem getigerten Rücken.
Aramis gefangen

Rasch luden wir die bereits gefangenen Kater ins Auto und fuhren zur Futterstelle.
Tatsächlich war es die beschriebene Katze - oder besser Kater.
Denn der Kopf war ein großer dicker Katerkopf!
Wir starteten dann gleich durch zum Tierarzt.

Und wie wir später dort erfuhren und schon befürchteten, hatten wir wirklich drei Kater gefangen.
Wir nannten sie also Athos, Porthos und Aramis nach den drei Musketieren.

Noch während wir warteten, schauten wir die Speicherkarten der Wildkameras durch.
Hierbei wurde deutlich, welches Tier wir unbedingt noch fangen müssen:


Dieses Katzenmädchen bietet sich dem Kater ja geradezu an!!!

Am Nachmittag stellten wir die Fallen nach der Rückkehr schon sehr früh scharf.
Es dauerte nur wenige Minuten, da ging ein kleiner Tiger in die Falle. 


Wir schätzen sie oder ihn auf nur etwa fünf Monate.
Dennoch werden wir das Tier morgen kastrieren lassen müssen. Wir haben keine andere Wahl.

Seit 17 Uhr sind die Fallen nun scharf.
Wir haben sie zusätzlich zur Geflügelwurst nun auch mit Leberwurst bestückt. Dennoch passiert leider gar nichts. Die Tiere sind schon wieder vorsichtig geworden.
Gerade bei den erwachsenen Weibchen ist das leider so. Sie haben die Verantwortung für ihre Jungen und so steckt die Vorsicht einfach in ihnen. 
Die Kater sind da unbeschwerter - das haben wir schon oft festgestellt und es scheint sich nun wieder zu bewahrheiten…
Dabei wären doch gerade die Mädchen so wichtig, um den ungewollten Nachwuchs zu verhindern!

So, gerade kommen wir von der Futterstelle zurück, denn die Wildcam hatte ausgelöst.
Aber es war der im letzten Jahr kastrierte Jasper, der in der Falle saß:



Er war total entspannt - und sogar nach dem Öffnen der Klappe lief er gemächlich nach draußen und blieb ein paar Meter entfernt erstmal wieder stehen und sah uns an - bevor er sich dann endgültig trollte.

Wir wollen die Fallen heute wieder um 22:30 Uhr schließen.
Und dann unser Glück nochmal morgen früh versuchen.

Anke

Sonntag, 15. März 2015

9. Tag - Sichtungen und erste Fänge in Hemmet Strand



Sehr gut und ruhig geschlafen haben wir in der Nacht.
Vor dem Frühstück bin ich dann mit dem Fahrrad zur Futterstelle gefahren, um die Speicherkarten der Wildkameras zu tauschen.

Und die Auswertung war nicht uninteressant.
Insgesamt haben wir dort bisher sieben Katzen identifizieren können.

Diese drei sind die vor einem Jahr kastrierten Tiere:


Dazu kommen bisher dann noch diese vier, deren Geschlechter wir noch nicht kennen:


Allerdings handelt es sich bei allen um erwachsene, sogar relativ große und kräftige Katzen.
Hoffentlich nicht wieder alles nur Kater…;-)

Nach dem Frühstück stellten wir die beiden Fallen, natürlich unscharf, an die Futterstelle.
Hinein packten wir jeweils eine größere Menge Katzenfutter, so dass die Tiere darin fressen sollten.
Diese „vertrauensbildende Maßnahme“ ist unserer Erfahrung nach sinnvoll, daher wollen wir die Vormittage dafür nutzen.
So haben wir auch Gelegenheit selbst über Tag etwas zu unternehmen, ohne immer Gefahr laufen zu müssen, dass wir etwas gefangen haben, was wir umsetzen müssen.

Dann fuhren wir nach Bjerregard.
Wir parkten dort unweit der festen Futterstelle von Per.
Natürlich begrüßte uns dort auch gleich der dicke graue Kater Bamse. 
Bei ihm brachten wir gemeinschaftlich ein Spot-on gegen Flöhe und Zecken auf. Bei seinem Pelz ist das wirklich sinnvoll und nötig.
Und nachdem wir die Futterstelle gekehrt und wieder neu bestückt hatten, erschien auch Kimi.
Auch er ist nun schon etwas zutraulicher geworden. Zwar ist er vom Anfassen noch weit entfernt, aber immerhin bleibt er bereits bis auf einen Abstand von drei Metern noch sitzen.

Ein Rundgang durch Bjerregard erbrachte keine weiteren Katzensichtungen.
Jedoch sind alle Häuser, an denen von uns kastrierte Katzen versorgt werden, noch von den Menschen bewohnt, die sich um die Tiere kümmern. An manchen sahen wir auch Futterschalen stehen, so dass die Miezen offensichtlich dort noch gefüttert werden.
Das freut uns sehr!

Wieder zurück in Hemmet Strand, bereiteten wir zum einen diesen Weblog-Eintrag vor, zum anderen die für den Abend/die Nacht geplante Fangaktion.
Wurst wurde für eine in der Falle zu legende „Spur“ in kleine Stücke geschnitten und Pappteller auf ein Maß gebracht, dass man sie hinter den Auslöser legen kann.

Nach dem Abendessen bei Einbruch der Dunkelheit fuhren wir dann zur Futterstelle.
Schon als wir die Fallen aufbauten, wurden wir von einer Fellnase beobachtet.
Und nachdem wir die Fallen scharf gemacht und uns wieder ins Auto gesetzt hatten, dauerte es nur wenige Minuten, dann „Klapp“.
Unser erstes „Opfer“ in Hemmet Strand war dann dieses Tier, der Größe und dem Geruch nach definitiv ein Kater!


Wir blieben noch eine knappe Stunde dort.
Und über unsere Funk-Wildcam sahen wir zwar, dass ein Vierbeiner um die Falle herum schlich, er ging jedoch nicht hinein.
Also fuhren wir zurück ins Ferienhaus.
Die Überwachung von dort klappte perfekt.
So wurde uns dann auch gemeldet, dass später wieder etwas in die Falle gegangen war.
Wie das erste, ist dieses Tier ebenfalls relativ groß, riecht allerdings nicht so streng…


Als wir die Falle nach dem Umsetzen des gefangenen Tieres in den Umsetzkäfig wieder aufstellen wollten, flüchtete von dem Futterplatz gerade eine Tigerkatze.
Also hofften wir, auch diese noch fangen zu können und blieben wiederum vor Ort.
Erfolg hatten wir jedoch leider keinen mehr, weshalb wir um 22:15 Uhr zurück nach Hause fuhren.
Die Fallen werden wir dann um 23 Uhr unscharf machen.

Anke

Samstag, 14. März 2015

8. Tag - Umzug nach Hemmet Strand


Wegen upload-Problemen heute (hoffentlich nur heute) ohne Fotos... ---> Foto-Nachträge kamen dann doch am Folge-Tag...;-)

Die vergangene Nacht war quasi schlaflos…
Gegen 22 Uhr sind wir ins Bett, aber ab 23:30 Uhr hielten uns die Kater in Atem.
Sie waren mit ihrer Gefangenschaft ganz offenbar nicht einverstanden und versuchten auszubrechen.
Ein paar Male hörte es sich so an, als sei es ihnen auch gelungen. Obwohl ich wusste, dass sie es nicht schaffen können.
Um 01:00 Uhr hielt es mich nicht mehr im Bett. Ich weckte Thomas und sagte ihm, dass wir zum Hotel fahren müssten, um sie rauszulassen.
Also aufstehen, anziehen.
Als wir den Katern dann aber in die Augen sahen, war die Pupillenreaktion noch nicht normal.
Grrrrr.
Also gingen wir wieder ins Bett - und ich versuchte (erfolglos) die Geräusche aus dem Abstellraum zu ignorieren.
Als um 06:30 Uhr der Wecker klingelte, hatten wir beide das Gefühl, dass wir eher wenig geschlafen hatten. Ähnlich wie die Kater ;-)

Zuerst entließen wir also die Quälgeister, die wir Erik und Magnus genannt haben, am Hotel.
Freilassung Magnus

Dann hieß es Ferienhaus auf Römö räumen, Schlüssel abgeben und Fahrt nach Hemmet Strand.
Dort kamen wir schon gegen 11:30 Uhr an.
Ein hübsches kleines Haus haben wir gemietet.
Nachdem wir alles eingeräumt und einen Kaffee getrunken hatten, machten wir uns auf zu der Futterstelle.
Unsere Freundin Sabine hatte dort bereits in den letzten Tagen als besonderes Leckerli Feuchtfutter gegeben - sonst gibt es dort nur Trockenfutter für die Miezen in dem neu von Sibylle und Uwe aufgebauten Futterhaus.

An der Futterstelle stellten wir also zwei Wildkameras auf.
Eine am Futterhaus, eine in der Nähe des auf der Terrasse stehenden Feuchtfutters.
Ein Rundgang durch die Siedlung erbrachte eine Katzensichtung - ein getigert-weißes Tier im gestreckten Galopp über eine Wiese, sonst nichts.
Allerdings kennen wir hier bislang auch keine Aufenthaltsorte oder mögliche andere Futterstellen der Katzen...

Aber abends kurz vor’m Dunkelwerden ging ich dann doch nochmal neugierig zu den Wildkameras.
Und die Auswertung ergab bereits drei Katzen:
Die schon im letzten März kastrierten Lily und Mats und ein bislang unbekanntes Tier:


Nun machen wir es uns gemütlich, planen für die nächsten Tage (in der Hoffnung, dass die Katzen unsere Pläne nicht durchkreuzen) und werden früh ins Bett gehen und bestimmt gut schlafen.

Anke