Sonntag, 16. Dezember 2012

Nisse aus Grönhöj

Eine Geschichte aus dem frühen Sommer haben wir noch nicht erzählt.

Es ist eine Geschichte, die eine echte Weihnachtsgeschichte sein könnte, eine mit gutem Ausgang eben…

Im Mai erreichte uns per Mail eine Nachricht aus Grönhöj an der Nordspitze Dänemarks.

„Hallo Anke und Thomas!
Ich habe gerade durch Zufall Eure Seite entdeckt, da wir uns gerade in DK zwar nicht in Bjerregard sondern nördlicher in Grönhöj befinden und einen "wilden" Kater hier am Ferienhaus haben, der gerne zu uns ins Haus möchte und dem es offensichtlich nicht so gut geht. Er sieht dünn aus, kratzt und putzt sich ständig, hat dreckige Ohren und er niest und atmet etwas röchelnd (Augen sehen erstmal so ok. aus). Ebenfalls haben wir heute beobachtet, dass er (er macht hier rund ums Haus in den Sand) auch wohl Durchfall hat.
Wir haben heute bei unserem Ferienhausvermieter nachgefragt, ob es eine Tierschutzorganisation oder ein Tierheim oder ähnliches gibt, dort meinte man nur, das hätten die letzten Mieter des Hauses auch schön erwähnt, aber es gäbe wohl keine Tierhilfe hier in der Nähe.
……
Habt Ihr da noch eine hilfreiche Idee!!??“


Nisse in Grönhöj



Natürlich nahmen wir gleich Kontakt auf.
Und nach ein paar Ratschlägen unsererseits, was man tun könne, hat Katja sich um den Zugelaufenen gekümmert und schrieb uns erneut:
„Ja, er ist nicht kastriert. Ich war heute Morgen (nach Recherche Tierarzt gefunden) beim Tierarzt und musste aber heute Nachmittag nochmal hin, da kein Doc heute früh da war. Die Arzthelferin hat mir netterweise eine Box geliehen. Der Kater hat sich ziemlich gewehrt beim "Verpacken" und dann die ganze Fahrt kläglich miaut.
Eine ganz junge Tierärztin hat ihn dann untersucht (… erst auf Nachfrage nach Tattoo oder Chip geschaut: leider Fehlanzeige).
Nicht mal in die Ohren geschaut... nun ja!
Also: Abgehört und Fieber gemessen, ins Maul gesehen: Der Kater hat einen Infekt, röchelt ja auch und ist "rotzig" , die Tierärztin meinte es könne ein verschleppter Infekt der Atemwege sein oder aber eine schwerwiegendere Infektion deren Namen sie nicht auf englisch oder deutsch wusste (wohl Katzenseuche..oder??). Seine Augen sind allerdings wohl ok.. Er bekam zwei Antibiotika-Spritzen und in zwei Tagen sollen wir ihm etwas gegen die Würmer und Flöhe geben. Ihre Idee war es allerdings, ob es nicht besser wäre, ihn dort zu lassen.....ich habe dann nachgefragt und ja, dann würden sie ihn töten (obwohl sie nicht gesagt hat, er wäre "unheilbar" krank oder würde sich quälen).“

in Deutschland
Schließlich hatte Katjas Familie den Kerl aber so ins Herz geschlossen, dass sie ihn nicht bei dem Tierarzt ließen und ihn sogar mit nach Deutschland nahmen.
Zuerst hatte man zwar überlegt ihn weiter zu vermitteln, aber „Nisse“ gehört inzwischen zur Familie - obwohl er einen chronischen Schnupfen hat und öfter mal zum Tierarzt muss.

Trotzdem schrieb Katja vor ein paar Wochen:
„Also...unser Herz hat er sich "erschnurrt".“
 
Das ist wunderbar - vor allem für Nisse.

Danke, Katja!