Montag, 17. Juli 2017

Gute Nachrichten aus Jegum

Als "Vorzeige-Projektgebiet" könnte man die Siedlung "Jegum Ferieland" (zwischen Esbjerg und dem Ringköbing Fjord) bezeichnen...;-)
Nach Hinweisen von Urlaubern und Vorarbeit durch meine Freundin Bianca war bereits mein erster Aufenthalt im März dort sehr erfolgreich. Ich hatte hier berichtet.
Insgesamt konnte ich in der Siedlung 14 Katzen fangen und kastrieren lassen: 6 Mädchen und 8 Kater!
Doch ich kam auch ins Gespräch mit Bewohnern des Ferienhausgebietes.
Menschen, die mich und die Katzen - auch nachdem ich wieder Zuhause bin - mit festen Futterstellen unterstützen.
Und davon konnte ich mich bei einem Kurzaufenthalt in der letzten Woche überzeugen.

An dem Ferienhaus, an dem ich Sofia, Mille, Milas und Liam fangen konnte, lernte ich an meinem vorletzten Tag im März Aase und Jens Peder kennen.
Die Beiden lieben die an ihrem Haus befindlichen Katzen und sorgten bereits in der Vergangenheit sporadisch für sie. Sie freuten sich sehr über mein Projekt und waren bereit ein festes Futterhaus aufzustellen, von dem auch andere verwilderte Katzen der Siedlung profitieren.
Also gab ich von Zuhause die Bestellung auf und die Beiden bauten das Futterhaus auch gleich auf.
Es dauerte nicht lange und es wurde von den Miezen angenommen!
Hier der Beweis durch die Wildcam, die ich in der letzten Woche zur Kontrolle dort stehen hatte:

Sofia, Milas und Hakon zeitgleich - auch Mille war auf den Fotos zu sehen
Einen weiteren Kontakt zu einer in der Siedlung lebenden Dänin knüpfte Uwe, als er durch die Siedlung lief und eine Katze entdeckte:
Hanne wohnt seit vielen Jahren in Jegum, füttert ebenfalls und konnte mir einige Informationen zu dort lebenden Katzen geben.
Neben anderen frisst bei ihr auch die schwarze Katze, die ich während meines Aufenthaltes im März nur einmal sah und nicht fangen konnte:


Hanne beruhigte mich bereits insofern, als dass sie sicher wusste, dass es ein Kater ist.
Und letzte Woche konnte ich ihn dann auch fangen und ebenfalls kastrieren lassen.
So kann die Freundschaft zwischen ihm und seinem roten Katzen-Kumpel, den Hanne bereits selbst kastrieren ließ, entspannt bleiben!

Zu guter Letzt gab es einen neuen Kontakt über Bianca.
Eine weitere Dänin war bereit an ihrem Haus die Katzen einer Futterstelle aus derselben Straße im Südwesten der Siedlung zu übernehmen, die leider nicht mehr betrieben werden kann.
Darüber freute ich mich sehr und auch hier konnte ich mich überzeugen, dass es gelungen war, die von mir gefangenen Katzen "umzuziehen":
Liv, Aksel, Filippa und Linn

Was für eine erfreuliche Fortsetzung meines März-Aufenthaltes.
Tausend Dank an alle, die meine Arbeit so toll unterstützen! Das Netzwerk wächst und wächst...
So müssen nun auch die Fellnasen in Jegum im Winter keinen Hunger mehr leiden.

Doch nicht nur in Jegum habe ich vorbeigeschaut in den letzten 10 Tagen.
Kurz war ich auch auf Römö und in Bjerregard, wo ich (natürlich) diesen Gesellen hier antreffen konnte, der sich gleich nachdem ich ihm ein paar größere Knoten aus dem Fell gekämmt hatte, einen Schattenplatz unter dem Auto suchte:

Bamse

Tja, und dann gab es noch eine echte "Hauruck-Aktion" an einem Hof in Ballum ganz im Süden Dänemarks.
Aber davon und von Römö möchte ich demnächst ausführlich berichten.
So viel vorweg:  es hat sich rentiert!

Anke

Montag, 8. Mai 2017

Happy End für Prinsesse von Römö

Eine ganz besondere Geschichte mit gutem Ausgang gibt es von Prinsesse zu erzählen. Auch sie wäre ohne mein Projekt so wohl nicht zustande gekommen.

Noch bevor wir überhaupt das erste Mal auf Römö aktiv wurden, erhielten wir im Dezember 2012 unabhängig voneinander zwei Meldungen über eine Katzenmutter mit Jungen und ein weiteres Tier im Bereich der Siedlung Sönderstrand.

Prinsesse (rechts), Dezember 2012
Im März 2013 machten wir uns dann also (wegen diverser Katzen-Hinweise) auf zur Insel Römö und konnten dort bereits bei unserem ersten Aufenthalt viele Tiere entdecken und auch kastrieren lassen.
Ja, wir konnten auch die beiden Jungen der Katzenmutter, Mikka und Meike, erwischen. Nur die Katzenmama selbst sahen wir nicht.
Auch 2014 waren wir dort, doch die Katzenmutter fanden wir nicht. Lediglich bei einer Auswertung der Wildcam an einer Futterstelle im November waren wir uns sicher, Meikes Mutter vor uns zu haben:
Prinsesse (rechts) und ihre Tochter Meike (links)

Für unseren Aufenthalt im März 2015 hatten wir uns deshalb fest vorgenommen, das Mädchen endlich zu fangen.
Und immerhin entdeckten wir sie auch bei einem unserer ersten Gänge durch die Siedlung.
Die Kleine war verschmust und hatte so wunderbar weiches Fell:

März 2015

Und schließlich hatten wir es geschafft und konnten sie kastrieren lassen:


Alles war gut verlaufen und wir gingen davon aus, dass Prinsesse (die Ferienhauskatzen bekommen bei mir immer erst nach ihrer Kastration einen Namen) ein paar glückliche Jahre auf der Insel vor sich haben würde, da sie völlig gesund wirkte.

Dann jedoch, Anfang Oktober 2016, teilte mir Vivien, eine deutsche Urlauberin, von Römö mit, dass sie eine Katze am Haus habe, die ihr nahezu blind zu sein schien.
Und Vivien hatte auch schon auf meiner Homepage geschaut und die Katze als Prinsesse identifiziert. Ein von ihr übersandtes Foto brachte mir Gewissheit:

Oktober 2016
Vivien fütterte Prinsesse, fragte sich aber natürlich zu recht, was aus der Katze werden würde, wenn sie nach Hause fahre.
Mit etwas Organisationsaufwand schafften wir es dann tatsächlich Prinsesse zum Tierarzt nach Deutschland zu bringen, der den Verdacht leider bestätigte....;-(
Ihr Sehvermögen war offenbar nur noch minimal, für eine Draußen-Katze keinesfalls ausreichend!

Doch - unglaublich aber wahr! - tat sich für die Sommerhauskatze Prinsesse eine Chance auf. Eine der Tierarzthelferinnen, Sahra, war bereit sie zu sich zu nehmen.
Gesagt, getan. Und Prinsesse machte das ganz toll.

in Deutschland in ihrem neuen Zuhause

Nun lebt die Hübsche in Deutschland, wird umsorgt und kann sogar umzäunten Freigang genießen.

Vielen Dank an alle, die bei dieser "Rettungsaktion" mitgeholfen haben!

Anke

Freitag, 14. April 2017

Update - was aus der Houstruper Campingplatz-Katze und ihren Kleinen geworden ist...

Während meines Aufenthaltes in Dänemark im vergangenen September nahmen deutsche Zeltplatz-Urlauber aus Houstrup Kontakt zu mir auf. Ich hatte darüber bereits aktuell berichtet.
In ihrem Vorzelt hatte im August eine selbst noch junge Katzenmutter drei Kleine zur Welt gebracht.
Die Katze wurde liebevoll versorgt. Da aber für die Camper das Saisonende nahte, überlegte man sich was man tun könnte um den Fellnasen zu helfen.
Die Idee war die Kleinen mit nach Deutschland ins Tierheim zu nehmen und die Mutter zu kastrieren und vor Ort zu belassen.
Doch als ich die kleine Familie sah, war sofort klar, dass es noch einige Wochen zu früh war um die Jungen von ihrer Mutter zu trennen.


So schlug ich vor, dass ich seit vielen Jahren mal wieder eine Ausnahme machen und die gesamte Familie mit nach Deutschland nehmen und hier vermitteln würde.
Mutter und ihre drei Babies packten wir während der langen Autofahrt selbstverständlich in einen großen Transportkorb und Trine säugte ihre Kleinen sogar.
Sie selbst bekam während einer Pause von Martina und mir eine große Portion Katzenmilch.
Und sie meisterte diesen Umzug so toll!
Auch hier Zuhause erwies sie sich als vorbildliche Mutter:

Trine mit ihren Kleinen: Rasmus, Nila und Niklas

Relativ zeitnah ließ ich sie dann kastrieren.
Trine heisst jetzt Rosi
Und ein Bluttest ergab, dass sie zum Glück auch keine der ansteckenden Katzenkrankheiten hat.

Schnell hatte sich auch eine Familie gefunden, die sie aufnehmen wollte. Die Menschen waren mir sehr sympathisch und da der Platz auch passte, sagte ich zu.
Trine zog also als Erste der Familie um in eine neues Zuhause mit Freigang - zu einem bereits dort lebenden Kater.
Natürlich war die Übergabe daher besonders spannend und ich besonders aufgeregt...;-)
Aber Trine war (wieder einmal) so unbeschwert und unkompliziert, dass der Kater Lucky geradezu überrumpelt wurde von seiner neuen vierbeinigen und so charmanten Mitbewohnerin und sie schnell akzeptierte.

Ein aktuelles Foto von Trine, jetzt Rosi, zeigt, wie wohl sie sich fühlt.

Für die Kleinen wurde es ungleich schwerer, wahrscheinlich aber hauptsächlich deshalb, weil ich selbst mich nur schwer trennen konnte, da ich für diese kleinen Bündel Fell und Glück schließlich die Verantwortung übernommen hatte.
Mitte November war es aber auch hier soweit und Rasmus und Nila gingen zu zweit zu einer netten, jungen Familie mit Kindern. Auch in diesem Haushalt lebt bereits eine erwachsene Katze. Aber auch hier lief es problemlos.
Und auch Nemo und Nora, wie sie jetzt heißen, sind inzwischen kastriert, haben sich eingelebt und sind Freigänger.


Übrig blieb also Niklas.
Der machte mir nach seiner ersten Impfung großen Kummer. Er fraß nicht mehr, hatte hohes Fieber und war völlig matt. Ein Besuch der Notfall-Sprechstunde beim Tierarzt war nötig. Zum Glück war bald darauf alles wieder in Ordnung.
Doch dabei blieb es nicht. Überall und nirgends, wo der kleine Kerl ständig war, hatten wir ihn schon im Auto eingesperrt und den Schwanz (zum Glück nur leicht) geklemmt.
Ein echter Tollpatsch. Und so gab es für mich nur eine Lösung: Niklas würde mein neuer Kater im Haus werden.
Und er hat bereits sämtliche dazu gehörende Aufgaben übernommen:
Lang schlafen, Mäuse fangen,

Niklas
die Katzenmädchen ärgern und ihnen das Futter wegfressen - und überhaupt nur Unfug im Kopf haben...;-)  Aber das ist OK.

Anke

Freitag, 7. April 2017

Endlich der fehlende Bericht...

Da fehlte doch noch was, die Zusammenfassung der letzten beiden Tage des März-Aufenthalts nämlich.
Noch immer offen war für mich ja am Ende die Untersuchung, das heisst zuvor der Fang, der Katze an der Fischerhütte in Bork Havn, bei der ich die Spuren eines Abszesses an der Wange entdeckt hatte.
Also hatte ich mir vorgenommen, den Freitag für dieses Unterfangen zu nutzen.

Zuerst aber sah ich nach meinen beiden kleinen Patienten, Mille und Milas hatte ich sie genannt.
Sie waren wohlauf und ständig hungrig.
Ich hatte für sie zwei große Transportkörbe mit seitlichem Eingang miteinander verbunden, so dass sie nicht beengt sitzen mussten und ihr Geschäft vom Liegeplatz entfernt verrichten konnten.
Ein Herauslassen im Ferienhaus war leider nicht möglich, dafür waren die beiden Hübschen zu scheu.

Mille (links) und Milas (rechts)

Mit Sabine und einem weiteren Tierfreund und Bekannten von Bianca, Carsten, traf ich mich danach am Hafen von Bork Havn.
Während ich überlegte, wo man tagsüber am besten die Falle aufstellen könnte, sprachen Carsten und Sabine ein paar Leute an und erklärten ihnen, dass wir wegen der Katzen an der Fischerhütte hier sind und fragten, ob man die grau-weiße Katze vielleicht gesehen habe.
Noch im Aufbau der Falle wurde dann das Wetter schlechter, so war mir die Entscheidung abgenommen und ich stellte sie in den an die Hütte angrenzenden offenen, aber wenigstens überdachten, Schuppen.
Die Falle war scharf, Carsten wieder weg, eine graue Katze (welche auch immer) hatten wir nur auf der Flucht gesehen, da schaute ich - nur mal so - nach der Falle.
Und traute meinen Augen nicht, als ich sah, dass der Schieber geschlossen war und eine große schwarze Katze darin saß, 100%ig ein Kater.
Gesehen hatte ich dieses Tier zuvor noch nie. Welch ein Zufall.
Nun, so sollte dann also die Tierklinik in Nörre Nebel doch noch eine Kastration für mich machen dürfen, denn nochmal nach Deutschland fahren wollte ich nicht - zumal ich ja immer noch auf Hanna wartete...

Jedenfalls setzte ich den nicht besonders freundlichen Kater um und als Sabine und ich ihn gerade ins Auto tragen wollten, kam ein schwarz gekleideter Herr auf uns zu und fragte uns auf dänisch, was wir denn hier täten... Irgendwie wirkte er so offiziell.
Oh Schreck.
Zum Glück hatte ich ja Sabine dabei, die sich übermannte ;-) und ihm auf dänisch erklärte, dass wir die Katzen hier am Hafen einfangen und kastrieren lassen.
Unser Gegenüber war hocherfreut, wir dann natürlich auch - und als er wieder weg war, sagte Sabine mir, dass wir gerade mit dem Hafenmeister gesprochen hatten!
Im Gegensatz zu mir konnte sie nämlich den Schriftzug auf seiner Jacke lesen :-)
Na, was Besseres hätte uns doch gar nicht passieren können.
Das war ja quasi eine offizielle Genhmigung.

Auch Sabine musste dann fahren, der Kater war inzwischen im Auto verstaut und ich entschied noch eine Stunde zu bleiben und es zu versuchen, obwohl das Wetter inzwischen alles andere als vorteilhaft für Katzenfang zu sein schien. Schneeregen, Graupel, Regen - gut, dass die Falle wenigstens überdacht stand.
Ein Tier, nämlich der im September kastrierte Kalle, saß dann zwischenzeitlich auch mal am Hütteneingang und schaute in das schlechte Wetter hinaus.

Kalle

Meine Mail, aus dem Auto geschrieben, an die Tierklinik wurde sofort beantwortet:
Klar könnte ich den Kater bringen, bitte aber relativ zeitnah. Immerhin war Freitag.
Puh, also gut, ein weiter Weg ist es nicht von Bork Havn nach Nörre Nebel.
Also war ich mutig, deckte die Falle ein Stück zu, die Wildkamera hatte ich auch positioniert und machte mich auf den Weg zur Tierklinik.
Oh Schreck, ich hatte sowohl keine Transportbox, als auch keinen Mikrochip eingepackt.
Schlechte Organisation an meinem letzten Tag...;-)

Also gab ich den Kater in der Tierklinik ab und fuhr rasch weiter nach Jegum.
Kurz bevor ich an meinem Ferienhaus war, erreichte mich dann ein Foto der Funk-Wildcam auf dem Handy:


Oh nein, ausgerechnet jetzt... Wer mochte das wohl sein. Ganz sicher aber nicht Hanna, denn bei ihr kann man die weiße Fellfarbe an den Flanken erkennen.
Nun konnte ich es nicht ändern. Schnell ins Ferienhaus, alles Vergessene eingepackt und rasch zurück - über die Tierklinik wegen Korb und Mikrochip - nach Bork. Gut, dass nirgendwo Geschwindigkeitsmessungen stattfanden oder eine Polizeistreife unterwegs war ;-)
Aber es passierte nichts mehr auf der Kamera - vorerst jedenfalls.
Erst kurz vor meiner Rückkehr kam ein neues Foto: die Klappe war geschlossen.
Und als ich vor Ort angekommen sah, wen ich da gefangen habe, war die Freude groß.
Es war zwar nicht Hanna, aber ihr drittes Junges, das ich im September des letzten Jahres nicht erwischen konnte.
Auch das brachte ich also noch rasch zur Tierklinik, die schon lachen mussten, dass ich am Freitagnachmittag mit einer weiteren Katze kam.

Eine gute Stunde später durfte ich dann beide Tiere abholen.
Klar ist das Schwarze ein Kater - aber das Graue ist ein Mädchen!!! Wie schön. Ein Volltreffer.
Auch wenn ich Hanna nicht mehr einfangen konnte, hat der letzte Tag zwei Erfolge gebracht. Zum guten Schluss sozusagen.
Auch der Hafen von Bork Havn scheint nun mit erforderlichen Kastrationen abgearbeitet zu sein.

Ein gemütliches Abschiedsabendessen bei Sabine, dann fuhr ich zurück ins Ferienhaus.
Am nächsten Morgen dann zuerst die Entlassung von Aron, dem schwarzen Kater, und Ella, der grauen Katze, in Bork Havn:

Aron
Ella

Und dann ging es an das Aussetzen der beiden Kleinen, in das sich natürlich ein bisschen Traurigkeit mischte.
Wie würde es für sie wohl weitergehen?
Aber da hat sich was Tolles ergeben! Mehr dazu im nächsten Eintrag.

Anke

Samstag, 18. März 2017

Der letzte Abend in Jegum...zumindest vorerst

Morgen geht es wieder nach Hause, meine zwei Wochen hier in Jegum sind nun vorbei.
Es war ein unglaublich erfolgreicher Aufenthalt.
Insgesamt konnte ich 20 Katzen (neun Mädchen und elf Kater) fangen und kastrieren lassen.

Neben Jegum Ferieland war ich mit meinen Unterstützerinnen auch in Houstrup aktiv und einen Tag allein auch wieder in Bork Havn.
Aufgrund einer dringenden Familienangelegenheit musste Elly mich leider bereits am Dienstag schon wieder verlassen, so dass ich die letzten Tage nun allein verbrachte, aber bei einer abendlichen Fangaktion Unterstützung von Bianca bekam.
Danke Dir dafür, Bianca - auch für Deine weitere Hilfe durch Deinen Wohnort hier ganz in der Nähe, Deine dänischen Sprachkenntnisse und Deine Liebe zu den Fellnasen!

Wieder einmal stellte ich fest, dass diese Zeit eine gute Jahreszeit für die Arbeit in meinem Projekt ist.
Keine der Katzen war bisher tragend, sondern lediglich rollig oder gerade gedeckt.
Es waren noch nicht allzu viele Urlauber da, so dass ich die Tiere zu den selbst eingerichteten Futterstellen ziehen konnte um sie dort zu fangen.
Sämtliche Katzen waren in einem futtermäßig angemessenen Zustand.

Die beiden hier in meinem letzten Eintrag erwähnten Fänge in Houstrup waren Kater und Katze.

hier Noah und Nanne bei ihrer Freilassung in Houstrup
Am nächsten Tag folgte dort noch ein Kater, den ich Ebbi nannte:

Ebbi
Auch den roten Kater von der Wildcam hier in Jegum konnte ich "dingfest" machen und kastrieren lassen.
Kasper
Am Dienstag entdeckte ich dann bei meiner Katzensuch-Runde ein kleines Tellerchen auf der Terrasse eines Ferienhauses - nicht weit weg von dem Café und Kaufmann hier im Ferienhausgebiet Jegum.
Also füllte ich das Tellerchen neu. Die menschlichen Bewohner waren zu dieser Zeit nicht anwesend. Als ich zwei Stunden später wiederkam, war der Teller bereits leer.
Und dann bemerkte ich, dass ich beobachtet wurde:


Ein kleines Wesen, sicher nicht älter als ein halbes Jahr...
Also die Wildcam an die Terrasse und den Teller erneut großzügig aufgefüllt.

Und die Sichtung am nächsten Morgen machte Mut zur Hoffnung auf weiteren Fangerfolg.
Ich hatte die Bilder bereits auf Facebook gepostet.
Denn es war nicht nur diese eine Katze, die dort fraß, sondern noch drei weitere:

So war klar, was am nächsten Abend auf dem Plan stehen würde...;.)

Und tatsächlich waren die beiden Kleinen schnell gefangen. Bianca und ich konnten darauf sogar im Auto warten.
Die anderen Beiden ließen sich jedoch mehr Zeit. Bianca schickte ich nach Hause, ich selbst suchte mir einen kuscheligen Platz vor dem Ofen in meinem Ferienhaus und hielt die von meiner Funkkamera übersandten Fotos im Blick.
Tatsächlich fing ich um kurz nach 24 Uhr die getigerte Katze und um kurz nach 5 Uhr dann die schwarze Mieze mit dem weißen Kinn.
Dies bedeutete für mich ins Auto zu steigen, zum Fangort zu fahren, die Katze aus der Falle umzusetzen, die Falle wieder neu zu bestücken und scharf zu machen.
Müde war ich deshalb auf der Fahrt zum Tierarzt, aber auch glücklich, noch vier weitere Tiere kastrieren lassen zu können.
Zwei Stunden später erfuhr ich: es waren zwei Katzen und zwei Kater!
Die beiden erwachsenen Tiere wurden, wie üblich, bereits am Folgetag wieder entlassen,

Liam schaut noch, während Sofia davonläuft

die beiden Kleinen behielt ich noch einen Tag bei mir, da sie auch in Gefangenschaft gut fraßen und ich sie an dem Schlechtwetter-Tag noch im warmen Haus lassen wollte.

Derweil beschäftigte ich mich am Freitag anders - wiederum mit einem erfreulichen Ergebnis.
Dazu aber mehr, wenn ich morgen wieder Zuhause bin, denn jetzt muss ich ins Bett.
Es liegen über 800 km Autofahrt vor mir.

Anke

Montag, 13. März 2017

Zweite Woche mit zwei weiteren Fängen gestartet

Am Samstagmorgen konnte ich nach dem Aufstehen den hier im Ferienhausgebiet am Vortag gefangenen Kater entlassen.
Harry, so habe ich ihn genannt, wartete zuerst einen Moment, dann schnell heraus aus dem Korb, um sich in gebührendem und sicherem Abstand nochmals nach mir umzusehen:

Harry nach seiner Freilassung

Im Anschluss putzte ich sämtliche Fallen, Umsetzkäfige und Transportboxen.
Und dann fuhr ich nach Husum, wo ich Elly, die mich in der zweiten Woche unterstützt, vom Zug abholte. Martina hingegen verabschiedete ich, denn sie fuhr wieder nach Hause.
Danke, Martina, für Deine Hilfe!

Als Elly und ich dann schließlich am späten Nachmittag in die Siedlung zurückkamen, schauten wir natürlich bereits aufmerksam nach rechts und links - und tatsächlich entdeckten wir eine schmale, kleine, schwarze Katze, die wir hier noch nicht gesehen hatten, am Buschwerk neben einem Grünstreifen:


Schnell das Auto am Straßenrand geparkt, versuchten wir ihr zu folgen, verloren sie dann aber im Bereich Blabaervangen aus den Augen.
Nach einem gemütlichen Abendessen dann ab ins Bett. Das erste Mal in dieser Woche ohne Wecker oder ohne eine Wildcam überwachen zu müssen...
Beim Aufwachen heute dann stellte ich fest, dass es bereits 11:15 Uhr war.... Ups...

Nach dem Frühstück also eine Runde durch die Siedlung - leider ohne jede Katzensichtung.

So stellten wir am Abend eine Falle in Houstrup auf, dort, wo wir am Freitag bereits das schwarze Katzenmädchen fangen konnten, das übrigens bei seiner Entlassung so gar nicht gehen wollte und es sich im Korb gemütlich gemacht hatte:


Kurz nachdem wir die Falle scharf hatten und wieder Zuhause waren, bekamen wir eine Meldung der Wildcam, dass sich eine Katze an der Falle befand (, die dann auch hineinging):


Ein zweiter Fang gelang vier Stunden später, so dass nun zwei Katzen in unserem Gästebad auf die morgige Kastration warten:


Was die Geschlechtsbestimmung betrifft, wage ich noch keine Prognose.
Mit einem solchen Erfolg an dieser Futterstelle hatten wir aber tatsächlich nicht gerechnet.
Wir werden in den kommenden Tagen sehen, ob es dort noch mehr Tiere gibt.

Anke


Samstag, 11. März 2017

... und noch zwei

Bereits vor dem Frühstück entließen wir am Donnerstagmorgen die am Mittwoch kastrierte Katze Siri an der Stelle, an der wir sie gefangen hatten.
Die Kleine sah bei ihrem Spurt ein wenig aus wie ein Känguruh auf der Flucht:

Siri bei ihrer Entlassung
Nach dem Frühstück wurde die an einem Holzstapel positionierte Wildcam der letzten Nacht ausgewertet.
Tatsächlich war hier eine neue Katze zu sehen:


Hoffen wir, dass sie irgendwann in der nächsten Woche noch in der Falle sitzt.
Später teilten wir uns auf und durchstreiften die Siedlung - hatten dabei aber leider wiederum kein Katzenwetter, so dass uns nur eine neue Sichtung vergönnt war. Ein kräftiger schwarzer Kater mit weißen Füßen, der sich auch nicht locken ließ, sondern "ganz Kater" seiner Wege ging.
Aber Martina entdeckte in ihrem Bereich dann doch einige Örtlichkeiten, die zur Einrichtung einer Futterstelle geeignet erscheinen.
Diese würden wir also nun in den kommenden Tagen überwachen, ggf auffüllen, mit einer Wildcam bestücken und im besten Falle sogar zu fangen versuchen.

Das Ansprechen der wenigen Urlauber im Ferienhausgebiet erbrachte leider keinerlei konkrete Hinweise auf kätzische Anwesenheit.

Die Nacht von Donnerstag auf Freitag sollte wiederum ein paar Fänge bringen.
So setzten wir alle drei Fallen ein, die wir im nördlichen Bereich des Feriengebietes, an unserem eigenen Haus und eine auch in Houstrup (am Ferienhaus meiner "Katzen-Freundin" Bianca), wo ebenfalls verwilderte Katzen unterwegs sind, aufstellten.

Die Falle in Houstrup schlug zu fünf Minuten nachdem wir den Ort verlassen hatten.
So konnten wir die erste Mieze umpacken und einladen.
Die Nacht über hielten uns dann zwar die Meldungen der Funk-Wildcam wach, jedoch ohne Fang-Erfolg.
Erst, als ich am Morgen auf dem Weg war die Fallen wieder abzubauen, schlug eine weitere zu.
Gefangen war die "Neu-Sichtung" des Vortages, der kräftige Kater:


Beim Tierarzt stellte sich, wie angenommen, heraus, dass wir einen Kater und eine Katze gefangen hatten. Wir sind also immer noch ausgeglichen, was die Anzahl an Fängen der beiden Geschlechter betrifft...;-)

Eine gute Nachricht gibt es noch von den Kastrationen an der festen Futterstelle im Süden der Siedlung:
Alle fünf dort gefangenen, kastrierten und wieder ausgesetzten Tiere sind bereits einen Tag später wieder an der Futterstelle erschienen.

links Filippa, Filip und Aksel - rechts Linn und Liv
Gut zu erkennen sind sie auf der Wildcam an der Rasur zwischen den Ohren, eine gute Methode um bei einer Aktion in einem Gebiet schnell sicher zu wissen, ob das betreffende Tier bereits gefangen worden ist.

Anke

Donnerstag, 9. März 2017

Acht Kastrationen inzwischen - 4:4

Mit den drei Fängen ging es am Montagmorgen zum Tierarzt - wie erwartet handelte es sich um zwei Kater und eine Katze.
Und während sie noch ihre Narkose ausschliefen, konnten wir die nächsten Tiere bereits einfangen.
An derselben Futterstelle gelang uns der Fang zweier weiterer Mädchen.
Wunderbar konnte ich mit der Funk-Wildcam die einzelnen Schritte festhalten:


Zwei hübsche zarte dreifarbige Wesen waren es, von denen eines seine Gefangenschaft klaglos hinnahm, während das andere durch die Gitter alles attackierte, was sich in Reichweite befand.

An einer weiteren Örtlichkeit in der Siedlung, an der wir (ebenfalls aufgrund eines Hinweises) einen Futterspender aufgestellt hatten, gingen dann noch zwei Kater in die Falle:


So waren es dann zwei Mädels und zwei Kater, die ich am Dienstag zur Kastration bringen konnte.

Hiernach wurden die Katzen des Vortages wieder in die Freiheit entlassen:


Danach machten Martina und ich uns mittags auf nach Bork Havn. Denn am Sonntag hatten wir bei einem kurzen Aufenthalt am Hafen festgestellt, dass die dort in einer Fischerhütte lebende Hanna eine total dicke Wange hatte.
Nachdem ich dies meiner Katzen-Freundin Bianca erzählte, nahm diese Kontakt zu einer großen Tierschutzorganisation auf und bat um einen Besuch in Bork Havn, da ich mit dem Hüttenbewohner im September schließlich schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Dieses Treffen sollte ich nun übernehmen.
Und ich möchte mich an dieser Stelle bedanken für den ersten netten Kontakt zu einer dänischen Organisation dieser Art!
Erstmals zeigte man sich einverstanden mit, ja sogar erfreut über meine Arbeit.

Hanna jedoch hatte sich offenbar ihre Wange selbst aufgekratzt (wahrscheinlich war darunter ein Abszess), jedenfalls war das Fell an der betreffenden Stelle verklebt und die Wange fast wieder in einem normalen Zustand.
Ein Greifen des Tieres war aber nicht möglich. Sollte die Wange wieder anschwellen (wovon leider auszugehen ist), werde ich spätestens Anfang der kommenden Woche einen Fangversuch starten um Hanna ein Antibiotikum und eine Spülung der Wunde zukommen zu lassen.

Am Dienstagabend dann der bisher letzte Fang, wieder ein buntes Katzenmädchen:


Übrigens ergab mein Gespräch mit der die Kastrationen durchführenden Tierärztin, dass drei der Katzen bereits rollig waren und eine sogar schon gedeckt, aber noch nicht tragend, war.
Hier wären also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit allein in diesem Jahr wieder mindestens 10-12 kleine Katzen zur Welt gekommen...

Nachdem die bislang letzte Mieze nun am Mittwoch kastriert wurde und die anderen vier Katzen freigelassen waren, trafen wir uns mit meinen Freunden Sabine, Nicole und Frank zu einem ausgiebigen Kaffeetrinken.
Ein paar nette und entspannte Stunden, nach denen wir dann nur noch einmal loszogen, um die eingerichteten Futterstellen zu kontrollieren und aufzufüllen.

Den Donnerstag möchte ich nun nutzen, um vielleicht an den neuen Futterstellen etwas zu fangen bzw. die wenigen hier befindlichen Urlauber anzusprechen und nach Katzensichtungen zu fragen um in der weitläufigen Siedlung weitere Tiere zu finden.

Anke

Dienstag, 7. März 2017

Erfolge auch am zweiten Tag

Zu müde bin ich um noch einen ausführlichen Eintrag zu machen...
Der folgt dann morgen.
Aber so viel sei verraten: Auch der Verlauf des Montags veranlasst mich in ein paar Stunden den Weg zum Tierarzt einzuschlagen.
Und es rentiert sich!

Dazu schon mal ein schönes Foto:


Vertrauen schaffen mit der unscharfen Falle.
Bei mehreren Tieren an einer Futterstelle eine sinnvolle Sache, die aber nur bei einem längeren Aufenthalt möglich ist...;-)

Anke

Sonntag, 5. März 2017

Neues "Revier" mit viel Arbeit

Endlich gibt es wieder etwas zu berichten - quasi "live" aus einem für mich neuen Ferienhausgebiet.
Gestern sind wir angekommen in Jegum Ferieland, wieder in Dänemarks Westen, etwas südlich von Bjerregard und einige Kilometer im Landesinnern.
Die Fahrt war sehr entspannt. Gutes Wetter, nicht viel Verkehr und kein Zeitdruck.
Nur leider gab es im Ferienhaus eine schlechte Nachricht: Die Heizung ist wegen technischen Defektes ausgefallen... Erst morgen steht ein Monteur zur Verfügung.
Daher hieß es heute bei nur 4-6 Grad: Ofen an um die Raumtemperatur erträglich zu machen!

Nach dem Frühstück zog es uns direkt zu einer Futterstelle, deren Betreuer wir im vergangenen September durch einen Hinweis eines jungen deutschen Pärchens kennenlernten.
Er berichtete uns damals, dass er die Katzen schon seit Jahren füttert und diese natürlich auch regelmäßig zu ihm kommen.
Auch ein paar Fotos hatte er mir geschickt, so dass ich wusste, nach wem ich Ausschau halten muss und wen es zu fangen gilt.
Drei Katzenmädchen waren ganz sicher dabei...

Außerdem hatte ich Hinweise auf weitere Tiere in der Siedlung bekommen, und das auf der Suche nach Baby im September durchstreifte Gebiet Houstrup, wo ich die Katze Frida kastrieren lassen konnte, ist ebenfalls nicht weit entfernt und verspricht weitere Arbeit.
Also reichlich zu tun für 14 Tage.

die Karte von Jegum - nützlich für eine Orientierung im Gebiet

Leider wurden Martina und ich bereits bei unserer ersten Runde am Vormittag total nass, denn es regnete teilweise stark.
Dennoch entdeckten wir an der Futterstelle zwei Katzen und installierten auch direkt die Wildcam um Informationen über die aktuellen Kostgänger zu erhalten.
Mehr blieb für uns wegen des Wetters vorerst nicht zu tun.
So begaben wir uns - nachdem wir wieder etwas getrocknet waren - um die Mittagszeit Richtung Hemmet Strand um nach dem dortigen Futterhaus zu sehen.
Kaum ausgestiegen, wurden wir auch schon lautstark aus dem Gebüsch heraus anmiaut.
Kein Zweifel, was dieses Miauen heißen sollte: Ich habe Huuuuunger!

Lily, kastriert 2014

Natürlich wurde Lily sofort gefüttert: 200 Gramm verputzte sie wie nichts.

Ein Blick in das Futterhaus bestätigte meine Vermutung: alles war wie leer gefegt. Kein Krümel Trockenfutter mehr in irgendeiner Ecke!
Sehr ärgerlich, denn dieser Zustand wurde mir bereits einige Male in den vergangenen Monaten beschrieben.
Doch die Organisation für diese Futterstelle wurde mir aus der Hand genommen von einem deutschen Paar, das mit dem Hausbesitzer befreundet ist, so dass ich mich hier leider nicht mehr einmischen kann und soll.
Schlimm nur, dass diese Befindlichkeiten einzelner Menschen auf dem Rücken der Tiere ausgetragen werden!
Denn die Miezen haben in diesem Winter offenbar mehrfach vor leeren Futterspendern gestanden...:-(

Am Nachmittag fuhren Martina und ich dann nochmal zu der Futterstelle hier in Jegum. Eigentlich planten wir eine der Fallen "zur Gewöhnung" aufzustellen und unscharf zu lassen.
Da sich jedoch wieder zwei Katzen im unmittelbaren Umfeld aufhielten und anscheinend Hunger hatten, dachten wir: "Warum nicht versuchen?".
... und 15 Minuten später hatten wir die erste Katze gefangen.
Wir setzten das Tier in einen kleineren Käfig um, machten die Falle erneut scharf und fuhren schnell zurück zum Ferienhaus um die Funk-Wildcam zu holen und die Falle vom Ferienhaus aus überwachen zu können.
Schon bei unserer Rückkehr zur Futterstelle saß das zweite Tier in der Falle.

die ersten beiden heutigen Fänge
Und auch danach schlichen noch zwei weitere Miezen um die Falle herum.
Wie es aber schon so oft war, fraßen sie das Futter bis kurz vor den Auslöser ohne diesen zu betreten...
Erst um 22 Uhr bekam ich eine erneute Meldung über einen Fang: Von Gewicht, Geruch und Benehmen sicherlich ein Kater!
Auch dieser wurde am eigenen Ferienhaus untergestellt und die Falle nochmals scharf gemacht.
Bis jetzt jedoch ohne weiteren Erfolg. Leider.

Anke

Montag, 13. Februar 2017

10 Jahre Bjerregardkatzen "aktiv" - herzlichen Dank

Wieder einmal habe ich die Spendenseite aktualisiert und deshalb zuvor einen Blick auf mein "Katzen-Konto" geworfen.
Zwei Worte fallen mir dazu ein: "Wow. Danke!"

Wie ich hier im Weblog auf der Seite zu diesem Thema schreibe, werden die Geldspenden ausschließlich für die Kastrationen verwandt.
Das war von Beginn an so und wird auch so bleiben (wenn nicht jemand eine Spende ausdrücklich als Futterspende für die fest eingerichteten Futterstellen ausweist).
Denn dieses Ziel unserer Arbeit war das Hauptanliegen von Thomas und mir, als wir die Situation der dänischen Ferienhauskatzen kennenlernten.
Wir wollten verhindern, dass so viele dieser liebenswerten Wesen in ein ungewisses Schicksal hineingeboren werden: immer wieder Hunger und keinen warmen und trockenen Platz im Winter und vor allem auch fehlende Versorgung bei Krankheit und im Alter.
Die in den folgenden Jahren entstandenen und weiterhin von mir unterhaltenen Futterstellen entwickelten sich erst nach und nach und befinden sich an Örtlichkeiten, an denen mehrere Tiere regelmäßig zum Fressen kommen.

Im März sind es 10 Jahre, dass wir die erste Ferienhaus-Katze in Bjerregard kastrieren ließen.
An Jule kann ich mich noch erinnern, als sei es gestern gewesen.
Seither war jeder Aufenthalt in Dänemark etwas Besonderes. Der Tiere und Menschen wegen, die ich kennenlernen und oft auch wiedersehen durfte.
Inzwischen sind es 114 kastrierte Katzen - tatsächlich könnte ich wohl fast zu jedem Namen (ohne nachschauen zu müssen) den Ort der Kastration und vielleicht sogar eine Beschreibung des Tieres liefern.

2005 hatte Thomas den ersten Weblog eingerichtet. Bereits damals wollten wir den Katzen helfen, wussten aber noch nicht, wie.
Auch gab es noch kein Internet in den Ferienhäusern, und wir mussten uns auf den Weg zu irgendwelchen Hotspots machen, um unsere Einträge online zu stellen...;-)
Lange ist das nun her. Viel ist seitdem geschehen.

ein Foto aus 2005 - Nörre, Jörgen und Hummel

Natürlich bezahlten wir auch all unsere Kastrationen in den ersten Jahren selbst, denn es war ja schließlich unser Projekt und wir dachten nicht, dass es tatsächlich Menschen geben würde, die uns da unterstützen wollen.
Als uns dann jemand riet doch einfach ein Spendenkonto einzurichten, taten wir es und bald gingen die ersten kleineren Beträge ein.

Unglaublich, wieviel Unterstützung (auch finanzieller Art) ich inzwischen erfahre.
Es gibt sogar schon jemand, der einen Dauerauftrag für die Sommerhuskatte eingerichtet hat!

Ach ja, warum eigentlich sind aus den "Bjerregardkatzen" die "Sommerhuskatte" geworden?
Ganz einfach:
Weil wir mit unserem Projekt in Bjerregard so erfolgreich waren, dass wir uns weiteren Ferienhausgebieten Dänemarks widmen konnten und damit der neue Name irgendwie passender erschien.

Auch diesen März werde ich zwei Wochen in Dänemark sein.
Und wieder geht es in ein neues Gebiet, aus dem ich diverse Meldungen über Katzen erhielt.
Aufgrund meiner vorhandenen Kontakte und geleisteter Aufklärungsarbeit bin ich guter Dinge in dieser Zeit mindestens ein Dutzend Katzen fangen und kastrieren lassen zu können.

Insofern freue ich mich über all die Spenden, die es mir leichter machen, mich weiter um diese Herzensangelegenheit zu kümmern und dort aktiv zu werden, wo es sinnvoll und nötig ist.

Ein großes "Danke!" an alle Unterstützer.
Bitte bleibt mir und den Fellnasen treu.

Anke

Montag, 23. Januar 2017

Futterhaus in Hemmet Strand ist gut besucht

Knapp 14 Tage bin ich nun wieder Zuhause. Die Heimfahrt war sehr anstrengend. Regen, Wind und die frühe Dunkelheit - aber alles lief glatt.
Nachdem wir unser Ferienhaus in Vejlby Klit geräumt hatten (viel war dieses Mal ja nicht einzupacken), schauten Petra und ich auf der Rückfahrt nochmal in Hemmet Strand vorbei, wo ich am Samstag bei der Ankunft die (leider leeren) Trockenfutter-Spender aufgefüllt und das Haus grob gereinigt hatte.
Aus Interesse hatte ich dort über die Tage die Wildcam aufgestellt.
Die Spender waren nach diesen nur vier Tagen zu fast 3/4 leer, so dass ich davon ausgehen konnte, dass das Haus gut besucht wird.
Und das Fazit, das ich nach der Auswertung der Fotos ziehen kann, ist wirklich erfreulich:
Ormi (oben links), Porthos (oben rechts), Jan (unten links), Ares (unten rechts)
Lily (oben links), Jasper (oben rechts), der neue Unbekannte (unten links), Vicky (unten rechts)

Acht Katzen kamen in den wenigen Tagen zum Fressen.
Sechs davon regelmäßig mindestens zweimal pro Tag.
Und es gab auch ein Wiedersehen mit Ares! Den hatte ich seit seiner Kastration nicht mehr auf der Kamera. Nun im Winter scheint es auch ihn wieder zu der Futterstelle zu ziehen.
Lediglich ein unbekanntes Tier war dabei - aber der Breite des Kopfes nach zu urteilen scheint dies wohl eher ein Kater zu sein.
Und es gab keinen der unerwünschten "Mitfresser" wie Fuchs, Schakal oder Marder. Prima, da haben die Umbauarbeiten von Sabine geholfen.

Das Futterhaus steht seit letztem Herbst nun nicht mehr unter meiner Organisation.
Sibylle und Uwe, die uns ursprünglich für die Kastrationen in diesem Gebiet im Herbst 2013 um Hilfe gebeten hatten, wollten die Betreuung der Futterstelle ohne meine (und Sabines) Mithilfe übernehmen.
Danke dafür - wobei ich mir noch kleinere Betreuungs- und damit Auffüllabstände der Automaten wünschen würde, gerade jetzt in der schweren Zeit, damit die Miezen sich auf das Futterhaus verlassen können...;-)

Anke

Dienstag, 10. Januar 2017

Vejlby Klit: 13 von 16 Katzen in 3 Tagen

Am Morgen die erste Runde zu den beiden Futterhäusern hier im Bereich der Viktoriavej.
Gute Nachrichten gab es dabei von dem kleinen Haus, welches nur für das Geschwisterpärchen Kiddie und Morten gedacht ist und das mir von Linne, die Kiddie sogar streicheln kann, auch bezahlt wurde.
Beide Miezen gingen seit Aufstellen des Hauses direkt hinein und haben darin nicht nur gefressen, sondern nutzen es auch, um darauf zu sitzen.
Das klappt also wenigstens.
Kiddie in und auf dem Haus (oben), Morten drinnen, Kiddie draußen (unten)

Schlechte Nachrichten jedoch weiterhin von dem großen Futterhaus.
Auch die Idee, die Schalen ganz nach vorn zu schieben, hat nicht geholfen.
Die Wildcam zeigte nur Ben und Thea und es wurde auch kaum etwas gefressen über die Nacht.
Wir haben also entschieden, dass ein weiteres Loch in das Haus hineingeschnitten werden muss, damit die Katzen sich nicht "in die Enge getrieben" fühlen, da sie sich ja offensichtlich nicht gut genug verstehen bzw. die ständige Anwesenheit von Ben den anderen Fellnasen Probleme bereitet.
Gleich nach meiner Rückkehr nach Hause werde ich den Grundstücksbesitzern eine Mail schreiben - mit dem für die Futtergabe verantwortlichen Hans habe ich bereits heute am Nachmittag darüber gesprochen.
Bis es so weit ist, werden die Katzen zusätzlich zu den beiden Schüsseln am Eingang des Futterhauses auch noch auf der Terrasse gefüttert.
Es scheint nicht zu ändern...

Dann tauchte an unserem Ferienhaus am Vormittag noch die kleine Lille auf. Super.
Eine Portion Futter bekam sie natürlich, streicheln lassen wollte sie sich leider nicht.

Lille

Am Nachmittag hieß es dann so langsam wieder alle Kameras einsammeln.
Gute Laune brachte die Auswertung der Wildcam von dem aufgestellten Futterhaus bei Anette im Neerlandiavej.
Sowohl Saba, als auch Misel und die gelegentlich vorbeikommende Lena haben das Haus angenommen.
Und anscheinend hat Anette einen zusätzlichen Futtergast, den sie selbst noch gar nicht kannte und den nur die Kamera offenbarte.
Es ist ein schlankes Kätzchen, das ich bereits im Mai auf einer Wildcam hatte, jedoch noch nicht live gesehen habe. Entsprechend ist es also höchstwahrscheinlich auch noch nicht kastriert.
Saba (oben links), Lena (oben rechts), noch Unbekannt (unten links), Misel (unten rechts)
Am Nachmittag erschien dann auch Tim an unserem Ferienhaus.
Nachdem der sich bei uns fest einquartierte Tom ihn dann aber von der Terrasse jagte, entdeckte ich ihn kurze Zeit später wieder in der Nähe des neuen Futterhauses:

Tim
Keine weiteren Katzensichtungen erbrachte unser Aufenthalt.
Nun, wir waren ja auch nur wenige Tage hier, kein Wunder also eigentlich.
Wobei dennoch die Freude darüber groß ist, dass wir fast alle im März und November hier in Vejlby Klit kastrierten 16 Tiere in diesen Tagen wiedergesehen haben.
Nur der alte Theo, der noch sehr junge Krümel und das kleine Nebelchen fehlen leider.

Morgen geht es nach Hause.
So ganz konnten wir unser Ziel nicht erreichen, aber wir hoffen, dass wir noch Abhilfe schaffen können.
Vielen Dank an alle Unterstützer, die sich hier inzwischen gefunden haben!

Anke