Freitag, 30. Oktober 2015

Kaum zu glauben: Katzennachwuchs in Bjerregard

Vor zwei Wochen bekamen wir eine Mail eines Urlauberpärchens aus Bjerregard.
Der Inhalt ließ uns aufhorchen:
"Wir haben in Bjerregard eine kleine Katze gefunden, die ausgehungert war."
"Was meinen Sabine und Detlef wohl mit klein?", fragten wir uns.
Sofort schrieb ich zurück und bekam eine ebenso schnelle Antwort mit Foto:


Ach herrje, eine Herbstkatze in Bjerregard.
Nun, so überraschend es doch war, wir mussten irgendwann damit rechnen...
Nach Beschreibung der Urlauber saß sie bereits am Vortag auf einer Düne in der Nähe des Ferienhauses im Bjerregardsvej und rief laut.
Da man sich zuerst nicht sicher war, was zu tun wäre und ob sie nicht vielleicht irgendwo hin gehörte, wurde sie draußen belassen.
Einen Tag später jedoch holten die Beiden sie hinein und gaben ihr Futter - und schrieben uns eine Mail.

Sofort fasste ich den Entschluss, das kleine Wesen, das sehr zutraulich war, dem Tierschutzverein Niebüll (mit dem wir schon viel Kontakt hatten und Unterstützung erfuhren) zur Vermittlung zu übergeben, wenn denn dort ein Platz frei und der Transport irgendwie ermöglicht werden könnte.

Und nach wenigen Telefonaten und gerade einmal eine gute Stunde
nach Detlefs erster Mail war alles klar:
Unsere Ansprechpartnerin des Vereins sagte "Ja." und
unser zufällig in Bjerregard anwesender Freund Frank bot sich
an, das kleine Kätzchen am Folgetag mit nach Deutschland zu nehmen und dort zu übergeben.

Die Nacht dazwischen verbrachte es ebenfalls bei Frank im Ferienhaus - und schon hier zeigte sich, dass aus dem kleinen Schreihals sicher mal ein ganz verschmuster Tiger werden würde:


Inzwischen sind die Gesundheitschecks des kleinen Katers, der den Namen Pedder erhielt, abgeschlossen.
Er ist gesund - und in Deutschland sogar schon an seinen neuen Dosenöffner vermittelt!

Pedder in Deutschland
Was soll ich sagen?
Wieder einmal bleibt mir nur ein "Danke sehr!" an alle Beteiligten.
Aus dem Nichts ist mit viel Engagement in gut zehn Jahren ein Netzwerk entstanden, das Katzen wie Pedder ein sorgenfreies Leben ermöglicht!

Naja, und natürlich entsteht aus der Entdeckung des kleines Kätzchens ein weiterer Auftrag für den Aufenthalt am Fjord, der nun in neun Tagen beginnt:
Wir wollen versuchen, die Gegend um den Fundort Pedders abzugrasen.
Vielleicht gelingt es uns, die Mutter zu finden - damit sie nicht im Frühjahr erneut kleine Kätzchen zur Welt bringt und uns damit neue Sorgen bereitet.

Anke