Dienstag, 30. Dezember 2014

zum Jahresende #2014

Noch ein Tag bleibt im "alten Jahr" - Zeit, mal zu schauen, was so alles passiert ist:
Vor zehn Jahren haben wir in Dänemark damit begonnen uns um die Ferienhauskatzen zu kümmern.
Ein Zufall war das, und was für einer...;-)

Seit unserer ersten Kastration im Jahr 2007 haben wir 56 Tiere kastrieren lassen, davon 31 Mädchen!

Wir haben nun schon seit drei Jahren keinen Katzennachwuchs mehr im Ferienhausgebiet Bjerregard.
Durch eingerichtete Futterstellen und dort lebende Dänen, die (auch durch uns) auf die liebenswerten Fellnasen aufmerksam wurden, sind die Katzen inzwischen sogar recht gut versorgt.

Auch auf der Insel Römö ist viel geschehen, aber noch einiges zu tun.
Und so ist unser März-Aufenthalt 2015 dort und in Hemmet Strand bereits geplant.

Wir möchten uns aber ebenso bedanken für die vielfältigen Arten der Unterstützung bei unseren Bemühungen, ob durch Mails, Fotos, aber auch größere und kleine finanzielle Spenden!

Wir werden weiter einen Teil unseres jährlichen Urlaubs den Katzen widmen.
Es macht Spaß und gibt ein gutes Gefühl, etwas bewirken zu können.

Bjerregard, Januar 2006
Wir wünschen all unseren Freunden, Lesern und Unterstützern ein gesundes und zufriedenes Jahr 2015!
Bleibt uns treu.

Thomas und Anke

Freitag, 28. November 2014

7. Tag - Abschied von den Miezen



Relativ entspannt schliefen wir heute bis 8 Uhr.
Hatten wir doch nur die beiden kastrierten Tiere von gestern wieder freizulassen, aber keine neuen mehr zum Tierarzt zu fahren.

So nahmen Thomas und ich uns sogar noch die Zeit zum Frühstücken.
Auch Rieke und Olaf hatten wir - da sie nicht wirklich scheu sind - je eine Futterschüssel in ihre großen Boxen gestellt.
Bis zum Losfahren hatte Olaf sie auch geleert, Rieke hingegen boykottierte die Fütterung in Gefangenschaft.
Dennoch war sie bei der Freilassung die Entspanntere. Sie blieb sogar noch ein wenig in unserer Nähe.

Rieke
Ganz im Gegensatz zu Olaf:

Olaf in Schräglage...;-)

Im Anschluss sammelten wir noch die Wildkamera am südlichen Ende von Sönderstrand ein.

Danach aufräumen im Ferienhaus, die Abstellkammer auskehren und wieder die Gartenmöbel hineinräumen, die zu Gunsten der Katzen ausgelagert worden waren.

Dann endlich wartete die spannende Auswertung der Fotos der Wildkamera am neuen Futterhaus beim Hotel Kommandörgarden und an der Kompost-Box in Sönderstrand.

Wirklich hatten bereits etliche Katzen des Hotels den Weg in das Haus gefunden. Auch wenn manche zuerst ein bisschen skeptisch schauten und das Haus von allen Seiten beäugten.

ein vorsichtiger Blick hinein...

Die Örtlichkeit wird sich in der Katzenpopulation herumsprechen.
Hoffen wir, dass es mit der regelmäßigen Fütterung ebenso klappt und das Haus auch ein bisschen gepflegt wird.

Die Auswertung der Speicherkarte der zweiten Kamera brachte dann doch noch eine Überraschung:
Eine zweite Katze war (sogar zusammen mit Meike!) auf einem Foto zu sehen.
Ganz sicher sind wir uns nicht bezüglich der Identifikation des Tieres.


Aber es hat sehr große Ähnlichkeit mit einer Katze, die uns im Dezember 2012 aus Sönderstrand gemeldet wurde. Und zwar Meikes Mutter!
Sollte sie tatsächlich noch in Sönderstrand unterwegs sein? Wow.
Nun, dann wissen wir ja, wen wir im nächsten März einzufangen und kastrieren zu lassen versuchen.

Am Abend besuchten wir ein letztes Mal das Hotel.
Wir gaben einen Merkzettel ab für die Mitarbeiter und natürlich auch etwas Futter - falls mal keine Reste vom Buffet übrig sind, was jetzt in der Urlauber-armen Zeit durchaus des Öfteren vorkommen könnte.

Schade, es hätte noch viel zu tun gegeben.
Insbesondere liegt uns noch immer das Gebiet „Lakolk“ hier auf der Insel am Herzen. Wieder hat unsere Zeit dafür nicht gereicht…:-)

Für uns geht es morgen nach Hause.
Doch die kalte und nasse Jahreszeit kommt.
Dann fällt es mir immer besonders schwer, die Fellnasen hier wieder sich zu überlassen und nicht mehr für sie sorgen zu können.
In Gedanken werde ich des Öfteren bei ihnen sein - bei „unseren“ Sommerhauskatzen.

Anke

Donnerstag, 27. November 2014

6. Tag - letzte Kastrationen und eine neue Futterstelle


Was taten wir wohl am Morgen des heutigen Tages?
Ja, wir fuhren zum Hotel.
Dort entließen wir den Kater Hauke.

Hauke
Und füllten im Anschluss noch die beiden Näpfe auf, die (noch) am Müllplatz des Hotels stehen.

Dann sollte es zum Tierarzt gehen.
Außer den beiden Fängen zur Kastration wollten wir noch eine weitere Katze mitnehmen, die uns zwei junge Leute brachten, die im Hotel arbeiten und die Katze an ihrer Wohnung füttern.
Sie berichteten uns, dass sie starken Schnupfen habe und sie machten sich Gedanken.
So vereinbarten wir gestern, dass wir sie mitnehmen würden zum Tierarzt, wenn sie sie heute am Morgen in einer Box vorbeibrächten.
Die Box bekamen sie leihweise von uns. Pünktlich um 08:30 Uhr waren sie mit der Katze da.
Und ich freute mich, dass es sich um Grete handelte, die sie uns da nun mitgeben wollten. Das Katzenmädchen war von uns ebenfalls im März kastriert worden. Tatsächlich war sie nun ein bisschen verschnupft. Ein Check beim Tierarzt täte also sicher gut.

Während Thomas sich dann also auf den Weg machte, nutzte ich die Zeit, um hier im Ferienhaus ein bisschen aufzuräumen, Fallen und Körbe zu reinigen und mich mit Aramis zu beschäftigten.

Aramis
Natürlich hatte er von uns auch Futter bekommen, was er sehr gierig verschlang.
Sicher durfte er in den Monaten hier nicht allzu wählerisch sein.

Am Mittag wurde Aramis dann abgeholt.
Ein freundlicher Kater kann nun den Winter in einem warmen Haus verbringen. Er hatte einen deutlich längeren „Insel-Abenteuer-Urlaub“ als geplant. Aber es ist gut ausgegangen!

Als Thomas zurückkam, berichtete er, dass es sich bei unseren gestrigen Fängen um einen Kater und eine Katze handelte. Wir nannten sie Olaf und Rieke.

Und von Grete gab es auch nichts Schlimmes zu berichten.
Sie hat wirklich einen leichten Schnupfen.
Dieser sollte aber mit einer Antibiotika-Gabe auszuheilen sein.
So konnten wir das Mädel gleich zurückbringen. Denn da sie lieb war und sich beim Tierarzt gut und ohne Gegenwehr untersuchen ließ, war eine Narkose nicht nötig.

Grete (kastriert im März 2014)
Und was Thomas noch vom Tierarzt mitbrachte, war ein weiteres großes Futterhaus.
Dieses hatten wir uns dorthin liefern lassen - denn wir wollen ja am Hotel für eine neue, aufgeräumte Futterstelle sorgen.
So wurde das Haus am Nachmittag zusammengebaut und gleich zum Hotel gefahren.
Der Platz scheint gut geeignet.


Hoffen wir, dass die Katzen die neue Futterstelle finden.

Die Frage, ob tatsächlich die Angestellten des Hotels bereit sind, die 50 Meter zu dem Futterhaus zu laufen und dort zu füttern, anstelle die Buffet-Reste einfach in den an die Küche angrenzenden Müll zu kippen, wird erst die Zeit beantworten.
Jedenfalls werden wir Therese, die Hotelbesitzerin, gelegentlich wieder darauf hinweisen.

Nach dem Abendessen fuhr ich nochmal zum Hotel.
Ich wollte versuchen, den Katzen den neuen Futterplatz zu zeigen und die Tiere beim Fressen zu sichten - nun, wo viele von ihnen eine Rasur auf dem Kopf haben, kann man sie so wunderbar direkt von den Anderen unterscheiden.

Leider war es aber richtig kalt (nur noch 2 Grad), und es blies ein eisiger Wind. Daher waren über eine Stunde kaum Katzen zu sehen.
Vier der kastrierten Katzen folgten mir aber immerhin über 2/3 der Strecke bis zum neuen Futterhaus.

Torge, Hauke und Ulla als Vorreiter
Und zwei von ihnen (natürlich auch Mia) kamen bis direkt vor das Haus und fraßen dort ihre abendliche Portion Feuchtfutter.

Dann sollte sich doch hoffentlich der neue Platz in der Katzenpopulation „herumsprechen“.
Denn an die alte Futterstelle am Müll stellte ich nun heute nichts mehr.

Ein bisschen stinkende Leberwurst und Thunfisch in die Futterschüssel im Haus.
Vielleicht hilft’s.
Und damit wir morgen wissen, wer gefressen hat, stellten wir die Wildkamera mit dazu.
Nun heisst es noch einmal Daumen drücken, denn dieser Platz wäre ein echter Fortschritt!

Neue Erkenntnisse zu weiteren Katzen gewann ich leider nicht.
Also werden wir im nächsten März unser Glück mit weiteren Beobachtungen versuchen müssen. Auch diesbezüglich setzen wir Hoffnungen in die etwas abseits gelegene Futterstelle, da wir dort ungestörter sind.

Anke

Mittwoch, 26. November 2014

5. Tag - spannende Geschichten


Wie schon gewohnt, ging der erste Weg am Morgen zum Hotel Kommandörgarden.
Dort entließen wir zuerst zwei der Mädchen, die gestern beim Tierarzt waren:
Rossi, die hübsche rötlich gezeichnete und die kleine Mia, die nochmals in Narkose gelegt, aber bereits im März kastriert worden war.

Und der Kater Henrik durfte auch nach draußen, denn auch er war wach genug, die Pupillenreaktion normal.

Henrik
Die beiden Mädchen liefen nicht davon. Nein, sie blieben so „aufdringlich“, wie sie es bereits beim Einfangen waren. So eine Entlassung ist einfach entspannt. Perfekt für beide Seiten. ;-)

Rossi (links) und Mia

So konnten wir sie sogar beide noch nach ihrer Entlassung füttern.
Das haben wir selten.

Danach kam die kleine Kämpferin Freya an die Reihe.
Sie zeigte uns, wie es in den meisten Fällen ist: Sie rannte geradezu in die Freiheit.
Und dies, da wir sie hier ja auch eingefangen hatten, direkt auf unserer Terrasse.

Freya
Nach Füttern am neuen Futterhaus in der Inselmitte fuhren wir zum Tierarzt - leider ja heute nur mit einer Katze, von der wir sogar vermuteten, dass es sich um einen Kater handelt.
Schon eine Stunde nach der Abgabe konnten wir ihn wieder abholen. Es war ein Kater, den wir Hauke nennen.

Nach einer kurzen Mittagspause fuhren wir nach Sönderstrand, um nochmal nach der aufgestellten Wildkamera zu schauen, die an dem umgebauten Bio-Komposter steht, an dem wir im März auch bereits Meike (2013 kastriert) wieder entdeckt hatten und froh waren, dass sie nun eine feste Futterstelle hatte.

Die Hausbesitzer waren gerade da. Wir hatten sie noch nicht persönlich kennengelernt, lediglich Flyer mit einem Hinweis auf die dänische Seite unserer Homepage hinterlassen.
Also stellte ich mich kurz vor. Der ältere Herr war begeistert von unserer Arbeit.
Und er berichtete, dass er gerne die Katzen füttere - und er freue sich, dass er nun sogar ein hübsches Kätzchen habe, das er sogar streicheln könne.
Er tue das gern und er wünschte uns für unsere Arbeit alles Gute.
Gerne dürften wir die Kamera bei ihm stehen lassen.

Später bei der Auswertung der Fotos sahen wir tatsächlich eine alte Bekannte - was uns riesig freute!

Meike
Danach durfte auch die gestern kastrierte dünne Annika am Hotel wieder in ihre Büsche flüchten, wozu sie keine zweite Aufforderung benötigte. 

Annika
Für den Abend hatten wir uns eine (wahrscheinlich letzte für diesen Urlaub) Fangaktion vorgenommen.
Zu diesem Zweck hatten wir uns Leberwurst, Geflügelwurst und Thunfisch besorgt.
Denn bereits gestern merkte man den Katzen an, dass die Angst vor der Falle stärker war, als die Lust auf das, was darin lag.
Da mussten wir schließlich gegensteuern…

besondere Fangmethoden

Und so waren wir auch erfolgreich.
Bei 3 Grad Außentemperatur fingen wir nach zweieinhalbstündiger Wartezeit immerhin zwei Katzen ein, die wir noch nicht kastriert haben.

Nun sind es nach unseren Beobachtungen noch zwei Tiere, die wir noch nicht gefangen haben.
Eine von ihnen ist sehr auffällig weiß-schwarz gefleckt, sie erkennen wir auch im kommenden März und können sie zu den anderen auseinanderhalten!
Das andere ist sicher ein Kater. Der macht uns also zumindest in Sachen Nachwuchs keine Probleme.

Schließlich hatten wir noch ein gutes Gespräch mit der Hotelbesitzerin Therese.
Wir haben gemeinsam einen Platz für ein Futterhaus gefunden.
Dieses befindet sich relativ wettergeschützt von dem Müllplatz entfernt und wird dann als neue Futterstelle dienen.
So müssen die Tiere nicht mehr zwischen den Scherben und Zigarettenkippen auf dem Boden fressen.
Wir sind sehr froh darüber.
Therese war zudem erstaunt, wieviele Tiere wir nun bereits bei ihr kastrieren konnten.
Zusammen mit den Katzen aus dem März sind es nun allein am Hotel  9 Katzenmädchen und 5 Kater!
Mal sehen, welches Geschlecht morgen noch dazu kommt.

Eine letzte spannende Aktion muss ich nun zum Abschluss des Tages ebenfalls berichten:
Im Mai war einem Urlauber sein Siam-Kater Aramis auf Römö entlaufen.
Der Besitzer hatte zwar Hinweise auf das Tier erhalten, hatte ihn aber bis jetzt nicht zurückbekommen.
Nachdem er auf unser Projekt aufmerksam geworden war, hatte er uns angeschrieben.
Und wir hatten natürlich bei unseren Gesprächen mit den Hotel-Mitarbeitern in den letzten Tagen auch den Siam-Kater angesprochen.
Und heute nun berichtete uns eine Mitarbeiterin, dass sie den Kater bereits über den Sommer immer wieder am Pferdestall des Hotels gesehen habe.
Aufgrund meines Hinweises habe sie ihn nun im Gästebad eingesperrt.
So gingen wir gemeinsam nach dort.
Und tatsächlich: Da saß Aramis!
Wir nahmen ihn sofort an uns und brachten ihn in unser Ferienhaus.

der im Mai entlaufene Aramis heute in unserem Ferienhaus
Sein von mir informierter Besitzer ist sehr froh - morgen wird der Kater abgeholt und nach Hause zurückgebracht.

Übrigens sieht Aramis sehr gut genährt und gesund aus.
Er hat sich die Monate perfekt durchgeschlagen. Es scheint ihm nicht schlecht ergangen zu sein.
Schön, dass er den kalten Winter nun nicht mehr hier auf der Insel verbringen muss. ;-)

So versöhnt uns dieser Tag mit dem gestrigen, ja doch ein bisschen traurigen.

Anke

Dienstag, 25. November 2014

4. Tag - Erfolge, aber auch Trauriges


Am Morgen wurden zuerst unsere drei Patienten von gestern wieder in die Freiheit entlassen.
Stine - schnell weg...
Die beiden Mädchen waren dabei richtig schnell.

Stine





Ulla
Das Katerchen ließ sich bitten, lief dann aber auch davon.

Torge
Dann die Katzenkörbe reinigen und ab zum Tierarzt.

Da wir fünf Tiere brachten, fuhren wir nach der Abgabe wieder zurück ins Ferienhaus, da die Kastrationen erst etliche Stunden später fertig sein würden.

Bei schönem Wetter waren wir am Nachmittag dann unterwegs.
Ein langer Gang durch Sönderstrand brachte mir nur eine, aber immerhin die Sichtung von Kirsten ein, die sich im Moment an einem Haus in der Straße Dvaergternen eingerichtet hat, obwohl sie dort nicht gefüttert wird (es ist das Haus, das wir selbst im März bewohnten).
Leider aber ist sie, so sagten mir die Urlauber, allein dort erschienen.
Das ist kein gutes Zeichen, wie ich finde, denn sonst waren sie und Moritz immer unzertrennlich. Was mag ihm wohl zugestoßen sein?

Später trafen wir uns an dem Haus in der Inselmitte, das der älteren Dame, Karstine, gehörte, mit deren Sohn und einer guten Bekannten, Petra.
Leider ist Karstine nun vor einigen Monaten verstorben. Wir wollten also gemeinsam mit dem Sohn überlegen, wie es dort mit den Katzen weitergeht.

Die Fütterung hat in den letzten Monaten Petra übernommen. Sie ist Mitarbeiterin bei einem Ferienhausvermieter und füttert zweimal wöchentlich an Karstines Haus. So war das neue Futterhaus auch dringend nötig, um das Futter trocken zu halten, da nicht täglich jemand da sein kann, der sich kümmert. Das Futter selbst schicken wir auch zu Petra, die es dann in Rationen mit nach Römö nimmt.

Karstines Sohn ist mit der Verfahrensweise so einverstanden. Die Katzen dürfen bleiben, zumindest vorerst.

Das Futterhaus haben wir an einem etwas geschützten Platz aufstellen können. Über den Winter wird es trotzdem seine Bewährungsprobe erfahren…

Ja, und als wir schon mal an der Futterstelle waren, sahen wir auch eine der Katzen, die wir noch nicht fangen konnten, die aber offensichtlich schon alt sein musste, was das Aussehen des Fells sogar auf der Wildkamera zeigte. Tatsächlich gelang es uns, dieses Tier einzufangen.
So nahmen wir es am Abend mit zum Tierarzt, da wir dort ja ohnehin die anderen fünf abholen mussten. Wir wollten überprüfen lassen, ob es der Fellnase noch gut geht.

Die Katze wurde also in Narkose gelegt, denn anfassen ließ sie sich nicht. Und dann stellten wir fest, dass sie ein offenbar schon seeeeeeehr altes Mädchen war, das zudem erheblich von Parasiten befallen war und sich wohl auch kaum noch putzte.
Wir befürchteten alle, dass sie es sicher nicht mehr lange schaffen würde. So entschlossen wir uns, sie von der Narkose über die Regenbogenbrücke zu schicken.
Armes Mädchen, nun hatte sie von uns noch nicht einmal einen Namen bekommen können.
Einmal mehr macht uns das traurig - aber vielleicht waren wir auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort, damit sie nicht in ein paar Wochen hätte leiden müssen und ihr keiner zu einem raschen Ende hätte verhelfen können.
Schlaf gut, kleines altes Mädchen. Zumindest hattest Du ein langes Leben ohne Hunger - dank Karstine.

Gute Nachrichten gab es dann aber noch von den gefangenen Katzen.
Drei Mädchen wurden kastriert und ein Kater.
Der aufmerksame Leser fragt sich nun, was mit dem fünften Tier ist, das wir am Morgen zum Tierarzt gebracht hatten.
Nun, das war ein bereits im März kastriertes Mädchen, dessen Tätowierung wir aufgrund der schwarzen Fellfarbe leider in der Falle nicht hatten erkennen können.
So war sie leider umsonst in Narkose gelegt worden - und muss nun ebenso wie die anderen die Nacht bei uns verbringen.

Der Abend am Hotel Kommandörgarden brachte mir leider nur einen neuen Fang ein:
noch unbekannten Geschlechts
Ein weiteres Tier, das in die Falle ging, war der erst am Morgen entlassene graue Kater.
Er hat offensichtlich schnell vergessen - oder großen Hunger.
Zudem schlichen Knut und Madita um die Falle herum.

So haben wir nun am Hotel von den im März kastrierten Katzen immerhin drei wiedergesehen:
Knut, Madita und Mia.
Madita
Und während unserer Wartezeiten dort haben wir vier Katzen entdeckt, die wir noch nicht gefangen haben.
Also geht es morgen Abend weiter.

Anke