Montag, 14. März 2011

2. Tag - Keine neuen Gesichter, aber bekannte...;-)

Unser 2. Tag in Bjerregard brachte nichts Überraschendes. Ruhiges, mildes Nordseewetter, fast wie nach einem Regenschauer im Frühling, begleitete uns den ganzen Tag. Taunus-Zwiebel-Anziehprinzip war da deutlich zu warm.

Gismo
Bei Per's Haus trafen wir Gismo, fast schon aufdringlich zudringlich. Ihm geht es dort echt gut, er scheint sich in der Nähe des Hauses aufzuhalten. Kurz bevor wir weiter ziehen wollten erschien noch der alte Paul zum Fressen. Er sieht nicht so gut aus. Nase und Augen sind entzündet, die Bindehäute rot. Der Appetit ist aber noch da, wenigstens.
Nachmittags kam Per überraschend zum Kaffee, ein nettes Wiedersehen.
Die große Runde in Hegnet über Mittag war eher ernüchternd. Hatten wir doch dort im letzten Jahr die meisten Katzen kastrieren können, war unsere Hoffnung jetzt groß, eine davon wieder zu sehen. Bislang ist uns das aber noch nicht gelungen. An gewohnter Stelle haben wir eine Futterstelle eingerichtet, vielleicht findet sich in den nächsten Tagen jemand ein...

Thomas


Sonnenuntergang 14.03.2011
Am Abend dann zog es mich nach einem Spaziergang mit Thomas am Strand nochmal auf's Fahrrad. Ich musste unbedingt in Hegnet an unserem Futterplatz schauen.
Also um 18:35 Uhr schnell losgefahren, fast im höchsten Gang nach Hegnet gesaust. Langsam um die Ecke an dem betreffenden Haus in der Arvidvej geschaut: nichts, oder besser gesagt: alles noch da. Es war offensichtlich niemand vorbeigekommen, der unser Futter entdeckt hätte. Schade.
Wie so oft macht sich nun wieder die Angst ein wenig breit.
Einer unserer Kontakte schrieb uns, dass das Thermometer hier an der Küste auf  -22 Grad gefallen war im Winter - da fragt man sich schon, wie das eine Katze schaffen soll ohne festen, trockenen Unterschlupf und ohne regelmäßiges Futter...
Traurig fuhr ich Richtung Ferienhaus zurück.

Dann Kirksvej / Midtvej ein grauer Schatten. Ich sprang vom Rad - und auf Locken kam das graue Etwas (inzwischen war es schon fast ganz dunkel) in meine Richtung. Da hatte ich schon eine Ahnung, wer es sein könnte, denn anfassbar und zutraulich ist ja kaum ein Vierbeiner hier.
Und tatsächlich: Jule !!!
Erst noch vorsichtig trank sie die angebotene Katzenmilch, dann war Schmusen angesagt. So konnte ich fühlen, dass sie gut über den Winter gekommen ist, aber sie wohnt ja auch bei einem Dänen hier in der Siedlung und wird dort gefüttert, wenn sie wohl auch zumeist draußen lebt.

Aber plötzlich wurde sie aufmerksam, schaute ganz starr in eine Richtung - mein Blick wandte sich ebenfalls nach dort - und.... eine andere Katze erschien.
Das Tier hinkte leicht auf dem rechten Vorderlauf.
Und ich konnte es auch erkennen: Jannik !!!
Jannik hatte Mühe sich gegen die verfressene Jule zu behaupten - aber dank mehrerer von mir mitgeführter Schüsseln bekamen beide eine gute Portion.
Leider konnte ich das Gesehene aus bekannten Gründen nicht fotografisch festhalten. Vielleicht gelingt es uns noch in den kommenden Tagen bei besseren Lichtverhältnissen mit dem Handy...
Pers Foto können wir nicht nutzen, da er das Ladegerät nicht mehr findet ;-(

Anke